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SUMMARY:Kein Verlass auf Uhren und Gestirne
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DESCRIPTION:Moderation: Tul'si (Tuesday) BhambryOrt: Bibliothek des Polnischen
Instituts Berlin, Burgstr. 27, 10178 Berlin, 1. OGEintritt frei
An dem Abend stellt Renate Schmidgall ihren Gedichtband „Kein Verlass auf
Uhren und Gestirne“ (erschienen 2025 im Secession Verlag) vor, in dem sie
mit großer Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit die Welt um sie herum
beschreibt. Beobachtungen des Alltags vermischen sich hier mit
Reiseerlebnissen und den vielen besuchten Orten, von denen jeder eine Spur
hinterlässt. Selbstporträts und Lebensläufe treffen auf die
rücksichtslos vor sich hin rasende Zeit, auf ineinander übergehende
Jahreszeiten. Vieles passiert hier „…zwischen Tür und Angel. Wohnung
an Wohnung, / Körper an Körper in der Küche, im dunklen / Hemd, Haut an
Haut, wenn die Kinder schlafen.“
Bevor die Autorin begann, Gedichte zu schreiben, hat sie viele Jahre lang
polnische Gedichte übersetzt. Beeinflusst von Dichtern wie Maciej Niemiec
oder Adam Zagajewski, sieht sie ihr Schreiben mehr in der Tradition
polnischer als deutscher Lyrik.   
Über den Gedichtband und die Enflüsse der polnischen Literatur und der
Arbeit als Übersetzerin auf das eigene Schreiben spricht Renate Schmidgall
mit Tul'si (Tuesday) Bhambry.
Renate Schmidgall – geb. 1955 in Heilbronn. Studium der Slawistik und
Germanistik in Heidelberg (M.A.). 1983 – 1996 Mitarbeiterin am Deutschen
Polen-Institut Darmstadt. Seit 1996 freie Übersetzerin aus dem Polnischen,
u.a. von Jacek Dehnel, Paweł Huelle, Marzanna Kielar, Mikołaj Łoziński,
Jakub Małecki, Andrzej Stasiuk, Wisława Szymborska, Adam Zagajewski.
Ausgezeichnet mit u.a. dem Karl-Dedecius-Preis (2009), dem Preis des
Polnischen PEN-Clubs (2015), dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung (2017) und dem Preis der polnischen
Autorenvereinigung Zaiks (2023)
Tul'si (Tuesday) Bhambry arbeitet seit 2013 als Übersetzerin aus dem
Polnischen und Deutschen ins Englische. 2015 gewann sie den
Harvill-Secker-Nachwuchsübersetzerpreis. Ihre literarischen Übersetzungen
sind u.a. in The Paris Review, Granta (online), Asymptote und Words
Without Borders erschienen. Als promovierte Literaturwissenschaftlerin
übersetzt sie auch gerne geistes- und sozialwissenschaftliche Bücher ins
Englische. Sie lebt in Berlin.
Der Abend findet auf Deutsch statt.
Das Zitat stammt aus dem Gedicht „Nähe“.
[Foto: Edyta Dufaj]
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