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SUMMARY:Gedenken an Katyn 1940: Filmvorführung, Podiumsdiskussion und Erinnerungsaktion mit Uniformknöpfen
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DESCRIPTION:Filmvorführung von "Józef Czapski - Zeuge des 20.
Jahrhunderts"Podiumsdiskussion mit Thomas Urban, Richard Aeschlimann und
Rafał RucińskiErinnerungsaktion "Gedenken an Katyn 1940" - Uniformknöpfe
zum Anpinnen
Das Polnische Institut Berlin ist Co-Veranstalter der Filmvorführung und
Podiumsdiskussion.
13.04, 18.30 Uhr | Pariser Platz 4A, 10117 Berlin | Anmeldung:
https://forms.gle/QGNdoPzeanteKbWH7
Am 13. April jährt sich das Massaker von Katyn zum 86. Mal. Aus diesem
Anlass beteiligen wir uns an der Erinnerungsaktion „Gedenken an Katyn
1940“.
Zunächst zeigen wir einen Film über Józef Czapski, einen bedeutenden
Intellektuellen, Maler, Zeitzeugen und Überlebenden des Katyn-Massakers.
Im Anschluss sprechen wir mit Richard Aeschlimann, der als einer der
bedeutendsten Sammler seiner Werke gilt und eng mit ihm befreundet war,
sowie mit Thomas Urban, Autor eines der wichtigsten deutschsprachigen
Bücher über das Massaker von Katyn. Darüber hinaus vergeben wir an die
Besucher der Veranstaltung Uniformknöpfe zum Anpinnen.
Die Erinnerungsaktion „Gedenken an Katyn 1940“ mit Uniformknöpfen wird
hingegen vom Nationalen Kulturzentrum (Narodowe Centrum Kultury) in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken (Instytut Pamięci
Narodowej), dem Katyń-Museum (Muzeum Katyńskie) und dem Pilecki-Institut
organisiert.
Das Massaker von Katyn steht exemplarisch für den Vernichtungswillen
totalitärer Regime: Im Frühjahr 1940 ließ das sowjetische Politbüro
unter Joseph Stalin rund 22.000 polnische Kriegsgefangene – vor allem
Angehörige der intellektuellen und administrativen Eliten – ohne Anklage
oder Prozess vom NKWD ermorden. Es offenbart totalitäre Handlungsmuster
und Strategien, die auch im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine
deutlich zutage treten.
Katyn erinnert zudem an einen langen und schwierigen Prozess der
Aufarbeitung: Die westlichen Alliierten hielten die Wahrheit im Kontext des
Kalten Krieges aus politischen Gründen lange zurück, während das Thema
in der kommunistischen Volksrepublik Polen offiziell tabuisiert war. In
Russland wurde die Katyn-Lüge bis zum Ende der UdSSR aufrechterhalten und
erst am 13. April 1990 offiziell widerrufen. Seit vielen Jahren werden
jedoch erneut gefälschte Dokumente verbreitet, und auf offizieler Ebene
gilt aktuell wieder weitestgehend die sowjetische Lesart.
Im Mittelpunkt des Abends steht daher die außergewöhnliche
Persönlichkeit von Józef Czapski – Maler, Schriftsteller und einer der
wichtigsten Zeitzeugen des Katyn-Massakers im 20. Jahrhundert, der sich
große Verdienste um dessen Aufarbeitung erworben hat. Er war einer von 394
polnischen Offizieren, die das Lager Starobelsk überlebten.Nach der
Vorführung des Films „Józef Czapski – Zeuge des Jahrhunderts
(1986–1993)“ spricht der Leiter unserer Archivabteilung, Rafał
Ruciński, mit Richard Aeschlimann, der Czapski persönlich kannte und als
einer der bedeutendsten Sammler seiner Werke gilt, sowie mit Thomas Urban,
der eines der wichtigsten deutschsprachigen Bücher über das Massaker von
Katyn verfasst hat.
Das Symbol der Aktion ist ein Uniformknopf, der in den Massengräbern
gefunden wurde. Es ist ein „unbeugsamer Zeuge“, von dem Zbigniew
Herbert schrieb – ein Beweis für das Verbrechen, der Jahrzehnte des
Schweigens überdauert hat. Zugleich steht er für den Versuch, Geschichte
nicht nur anhand von Statistiken zu erzählen, sondern anhand konkreter
Schicksale, um den Opfern ihr Gesicht und ihre Würde zurückgeben. Am
Veranstaltungstag werden wir vor dem Brandenburger Tor und im Institut
Repliken der Uniformknöpfe ausgeben. Sie können sich damit fotografieren
lassen und – sofern gewünscht – eine eigene Botschaft für unsere
sozialen Medien aufnehmen, um zu zeigen, dass Berlin eines der
symbolträchtigsten totalitären Verbrechen des 20. Jahrhunderts nicht
vergisst.
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