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SUMMARY:21. filmPOLSKA
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DESCRIPTION:Auch in diesem Jahr lädt das größte Festival des polnischen Films
außerhalb Polens dazu ein, die Vielfalt des polnischen Kinos zu entdecken
– mit aktuellen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, Filmgesprächen mit
internationalen Gästen, spannenden Sonderprogrammen sowie zahlreichen
Begegnungen rund um den polnischen Film. In den kommenden Wochen werden
nach und nach erste Einblicke in das Festivalprogramm gegeben.
Eintrittskarten sind ausschließlich in den jeweiligen Festival-Kinos vor
Ort oder online auf den Websites der Kinos erhältlich. Die Eintrittspreise
richten sich nach den jeweiligen Spielstätten.
⇒ Eröffnung: Chopin. Eine Sonate in Paris⇒ filmPOLSKA Award für
Volker Schlöndorff⇒ Wettbewerb⇒ filmPOLSKA Panorama:
Extremsituationen⇒ Retrospektive: Mr. X – Andrzej Wajda und seine
Produktionsgruppe⇒ filmPOLSKA special: Zwei Herzen. Berlin –
Warschau⇒ Pitching: Wajda School New Talents⇒ Workshop „How To Make
Your First Film“ mit Agnieszka Smoczyńska⇒ Millennium Docs Against
Gravity x filmPOLSKA⇒ filmPOLSKA spezial: Andrzej-Wajda-Jahr 2026⇒
Kunst im Kino: Breathe in, Berlin⇒ filmPOLSKA-Party mit Oramics⇒
Festivalabschluss
 
Eröffnung
Das Festival beginnt international und musikalisch – mit der
Deutschland-Premiere des opulenten Biopics „Chopin. Eine Sonate in
Paris“ von Michał Kwieciński in Anwesenheit des Regisseurs.
Chopin, Chopin! / Chopin, a Sonata in Paris / Chopin. Eine Sonate in Paris
PL 2025114 min, OmdUR: Michał KwiecińskiB: Bartosz JaniszewskiK: Michał
SobocińskiS: Piasek &amp; WójcikM: Robot KochD: Eryk Kulm, Joséphine de
la Baume, Victor Meutelet, Lambert Wilson, Theo Grundmann Brechet, Karolina
Gruszka, Maja Ostaszewska u. a.
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Paris in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts. Fryderyk bzw.
Frédéric Chopin spielt im Salon Pleyel vor der gehobenen Gesellschaft und
gibt pausenlos Klavierstunden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die
adeligen Damen himmeln ihn an, selbst der König gehört zu seinen
Bewunderern. Aber richtig wohl fühlt sich der Pole nur in seinem engsten
Freundeskreis, in dem er regelrecht aufblüht.
Wie der polnische Originaltitel „Chopin, Chopin!“ andeutet, geht es in
dem opulenten Ausstattungsfilm um zwei Seiten einer historischen Person –
die gefeierte öffentliche und im Kontrast dazu die private, deren
Liebesbeziehungen scheitern, die vom Verlust der Heimat geplagt ist und
deren tödliche Krankheit sich wie ein Schatten über das rauschhafte Leben
in den Salons Europas legt.
Michał Kwieciński möchte weder ein Denkmal vergolden noch eine Ikone vom
Sockel stoßen. Er pfeift auf millimetergenaue historische Rekonstruktion
und biografische Langzeitstudien, sondern greift sich eine Phase aus
Chopins Leben heraus, die er in einer der teuersten polnischen
Filmproduktionen aller Zeiten rauschhaft vor uns ausbreitet. Dabei schreckt
er vor elektronischen Sounds ebenso wenig zurück wie vor rasanten
Szenenwechseln und ausufernden Kamerafahrten. Sein wertvollstes Ass im
Ärmel ist aber Hauptdarsteller Eryk Kulm, der sich nicht nur mit Schwung
in die Stimmungsschwankungen seines Vorbilds wirft, sondern für die
Aufnahmen auch selbst in die Tasten gegriffen hat. [Rainer Mende]
09.09. / 18:30 / Filmtheater Colosseum / zu Gast: Michał Kwieciński
filmPOLSKA Award für Volker Schlöndorff
Im Rahmen der Eröffnung wird traditionell wieder der filmPOLSKA Award
verliehen. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören u. a. goEAST, das
Neiße Film­festival, das Nipkow-Programm, Coco Spezial, Jan Schulz-Ojala,
Knut Elstermann, Erika &amp; Ulrich Gregor, Margarete Wach, Artur Brauner,
Antoni Komasa-Łazarkiewicz &amp; Mary Komasa sowie das Festival DOK
Leipzig.
[caption id="attachment_12914" align="aligncenter" width="500"] Volker
Schlöndorff[/caption]
Der Ehrenpreis geht in diesem Jahr an den Regisseur, Drehbuchautor und
Produzenten Volker Schlöndorff, der sich u. a. mit seinen Filmen „Die
Blechtrommel“ (1979), „Der Unhold“ (1996) und „Strajk. Die Heldin
von Danzig“ (2006) um die deutsch-polnischen Beziehungen verdient gemacht
hat. Darüber hinaus wird ihm im Andrzej-Wajda-Jahr 2026 auch für sein
Engagement für die deutsch-polnischen kulturellen Beziehungen gedankt –
u. a. durch seine langjährige Freundschaft mit dem polnischen
Star-Regisseur, seine Lehrtätigkeit an der Wajda School in Warschau sowie
seine Einführungen zu Vorführungen von Wajdas Filmen in Deutschland.
09.09. / 18:30 / Filmtheater Colosseum / zu Gast: Volker Schlöndorff
Wettbewerb
Im obligatorischen Wettbewerb wählen die Jury-Mitglieder Sarah Miro
Fischer, Lisa Nawrocki und Rūta Švedkauskaitė unter sieben Arbeiten von
Nachwuchs-Regisseur*innen den besten Film dieses Jahrgangs. Um den Preis
bewerben sich das paradokumentarische Immigrations-Drama „Capo“ von
Robert Kwilman, der Dokumentarfilm „Kinder des Staubs“ von Weronika
Mliczewska, in dem ein Vietnamese seine US-amerikanischen Familie
kennenlernt, die bildgewaltige Arthouse-Kriegs-Dystopie „Königreich“
von Michał Ciechomski, die Coming-of-Age-Komödie „LARP“ von Kordian
Kądziela über einen jungen Rollenspieler in Liebes- und Lebenskrisen, der
einfühlsame Dokumentarfilm „The Town That Drove Away“ von Natalia
Pietsch und Grzegorz Piekarski über die Bewohner*innen einer kurdischen
Stadt, die vollständig umziehen muss, das psychologisch dichte urbane
Generationen-Porträt „Es gibt keine Geister in der Wohnung in der Guten
Straße“ von Emi Buchwald und der stilistisch ausgefeilte Dokumentarfilm
„Silver“ von Natalia Koniarz über die Schattenseiten der
Weltwirtschaft am Beispiel der bolivianischen Bergbau-Stadt Potosí.
Die Filme:
Capo / Permit von Robert KwilmanDziecko z pyłu / Child of Dust / Kinder
des Staubs von Weronika MliczewskaKrólestwo / Kingdom / Königreich von
Michał CiechomskiLARP. Miłość, trolle i inne questy / LARP von Kordian
KądzielaMiasto, które wyjechało / The Town That Drove Away von Natalia
Pietsch &amp; Grzegorz PiekarskiNie ma duchów w mieszkaniu na Dobrej / No
Ghosts On Good Street / Es gibt keine Geister in der Wohnung in der Guten
Straße von Emi BuchwaldSilver von Natalia Koniarz
[caption id="attachment_12947" align="aligncenter" width="700"] Weronika
Mliczewska: Dziecko z pyłu / Kinder des Staubs[/caption]
Der Preis des filmPOLSKA-Wettbewerbs wird gestiftet vom Polnischen
Filmverband / Stowarzyszenie Filmowców Polskich.
filmPOLSKA Panorama: Extremsituationen
Das diesjährige Panorama „Extremsituationen“ zeigt in sechs aktuellen
Filmen Protagonist*innen, die mit Herausforderungen zurechtkommen müssen,
um nicht unter die Räder zu kommen. Gezeigt werden neben dem
Eröffnungsfilm „Chopin. Eine Sonate in Paris“ von Michał Kwieciński
das Sozialdrama „Der Bruder“ von Maciej Sobieszczański über den Kampf
eines jungen Judoka gegen seine prekären Lebensverhältnisse, die
Robert-Walser-Verfilmung „Ein Mann für alles“ von Anna und Wilhelm
Sasnal über den Angestellten eines zwielichtigen Familienunternehmens, das
düstere Drama „Home Sweet Home“ von Wojciech Smarzowski über
häusliche Gewalt gegen Frauen, die Feel-Good-Sozialstudie „The Altar
Boys“ von Piotr Domalewski über ein Teenie-Quartett, das  auf eigene
Faust für Gerechtigkeit sorgt, und die Olga-Tokarczuk-Adaption „Winter
im Zeichen der Krähe“ von Kasia Adamik, in dem eine englische
Professorin 1981 in die Wirren des Kriegsrechts gerät.
Die Filme:
Brat / Brother / Der Bruder von Maciej SobieszczańskiChopin, Chopin /
Chopin. Eine Sonate in Paris von Michał KwiecińskiCzłowiek do
wszystkiego / The Assistant / Ein Mann für alles von Wilhelm &amp; Anna
SasnalDom Dobry / Home Sweet Home von Wojciech SmarzowskiMinistranci / The
Altar Boys von Piotr DomalewskiZima pod znakiem wrony / Winter of the Crow
/ Winter im Zeichen der Krähe von Kasia Adamik
[caption id="attachment_13225" align="aligncenter" width="700"] Piotr
Domalewski: Ministranci / The Altar Boys (Łukasz Bąk)[/caption]
Retrospektive: Mr. X – Andrzej Wajda und seine Produktionsgruppe
Wenn ein Staat, etwa aus Angst vor Kritik, darüber entscheidet, welche
Kunst entstehen und gezeigt werden darf, bleiben den Künstler*innen nur
wenige Überlebensstrategien. Sie können Rädchen der
Propagandamaschinerie werden oder im Verborgenen arbeiten und auf bessere
Zeiten hoffen. Oder sie setzen ihre Karriere aufs Spiel und wehren sich
gegen die Zumutungen der politischen Realität. Andrzej Wajda, einer der
wichtigsten polnischen Regisseure, entschied sich für diesen dritten Weg.
Er war nicht nur kritischer Film- und Theaterregisseur, sondern engagierte
sich auch als künstlerischer Leiter der Produktionsgruppe „X“ – und
wurde so Mentor für Künstler*innen der nächsten Generation.
Die Idee, die polnische Filmbranche in Produktionsgruppen (zespoły
filmowe) aufzuteilen, entstand 1957 nach Stalins Tod während einer
politischen Tauwetterperiode. Die Arbeit in Teams sollte die Kreativität
der Filmemacher*innen und den Austausch untereinander fördern.
Absolvent*innen der Filmhochschule trafen hier auf erfahrene, ältere
Filmemacher*innen, die sie dabei unterstützten, eine eigene künstlerische
Sprache zu entwickeln.
Unter diesen Arbeitsgemeinschaften besaß die 1972 gegründete
Produktionsgruppe „X“ ein besonderes Profil. Ihr künstlerischer Leiter
war Andrzej Wajda, Barbara Pec-Ślesicka arbeitete als Produktionsleiterin,
die dramaturgische Leitung oblag Bolesław Michałek. Unter ihrer Ägide
entstanden die ersten Filme von Regisseur*innen wie Agnieszka Holland,
Feliks Falk, Janusz Zaorski, Ryszard Bugajski oder Jerzy Domaradzki, die
ein soziale wie politische Verhältnisse kritisierendes „Kino der
moralischen Unruhe“ mitprägten. Ihr politisches Engagement sowie sich
verschärfende soziale Krisen und der Erfolg der Solidarność-Bewegung
führten allerdings dazu, dass die Produktionsgruppe „X“ bereits 1983
aufgelöst wurde.
Die Retrospektive widmet sich neben dem Regisseur Wajda vor allem dem
künstlerischen Leiter von „X“, der in elf Jahren über 80 Filmprojekte
mitproduziert und teils gegen erheblichen politischen Widerstand
durchgesetzt hat. Von psychedelischen Literaturverfilmungen über
metaphorische Historiendramen bis hin zu Moralstücken: Wajda beschritt mit
„X“ ganz unterschiedliche Wege, die seismografisch die polnische
Gegenwart erfassten und sie so festhielten, dass sowohl Pol*innen als auch
das Ausland ihre Brisanz erkannten. [Bartek Tesarz / Übersetzung: Rainer
Mende)
[caption id="attachment_12727" align="aligncenter" width="700"] Andrzej
Wajda bei den Dreharbeiten zu „Ziemia obiecana / Das gelobte
Land“[/caption]
 
Die Filme:
Człowiek z marmuru / Man of Marble von Andrzej WajdaCzłowiek z żelaza /
Man of Iron / Der Mann aus Eisen von Andrzej WajdaGorączka / Fever von
Agnieszka HollandDanton von Andrzej WajdaDiabeł / The Devil von Andrzej
ŻuławskiDyrygent / The Orchestra Conductor / Der Dirigent von Andrzej
WajdaKobieta samotna / A Woman Alone von Agnieszka HollandMatka Królów /
The Mother of Kings von Janusz ZaorskiPrzesłuchanie / Interrogation /
Verhör einer Frau von Ryszard BugajskiWesele / The Wedding / Die Hochzeit
von Andrzej Wajda
 
filmPOLSKA special: Zwei Herzen. Berlin – Warschau
Ein filmPOLSKA special nimmt unter dem Titel „Zwei Herzen. Berlin –
Warschau“ das 35-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den
Hauptstädten Deutschlands und Polens zum Anlass, um in drei aktuellen
Spielfilmen ein an- und aufregendes Panorama der polnischen Hauptstadt zu
entfalten. Dreh- und Angelpunkte sind dabei ebenfalls Beziehungen und
Partnerschaften. In Pete Ohs Low-Budget-Produktion „Erupcja“ wird der
Verlobungstrip eines Londoner Paars durch einer Warschauer Liebschaft aus
früheren Zeiten gestört. Im Drama „Tell Me What You Feel“ von Łukasz
Ronduda prallen in einer Beziehung zweier Künstler*innen neben Stadt und
Land auch soziale Differenzen aufeinander. Die bild- und tongewaltige
Boy-Meets-Girl-Geschichte „Photosensitive. Das Licht in deinen Augen“
von Tadeusz Śliwa thematisiert wiederum das Großstadtleben mit
körperlichen Beeinträchtigungen und dreht dabei das Klischee vom starken
und schwachen Geschlecht auf links.
Die Filme:
Erupcja von Pete OhsPowiedz mi, co czujesz / Tell Me What You Feel von
Łukasz RondudaŚwiatłoczuła / Photosensitive. Das Licht in deinen Augen
von Tadeusz Śliwa
[caption id="attachment_13213" align="aligncenter" width="700"] Łukasz
Ronduda: Powiedz mi, co czujesz / Tell Me What You Feel[/caption]
Pitching: Wajda School New Talents
Mit dem Pitching „Wajda School New Talents“ geht das Festival neue
Wege. Junge polnische Filmemacher*innen präsentieren potenziellen
ausländischen Partner*innen, Produzent*innen und Koproduzent*innen ihre
aktuellen Projekte aus den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm. Das
Pitching ist Teil des internationalen Programms der Wajda School (2002 von
Andrzej Wajda und Wojciech Marczewski in Warschau gegründet) zum
Wajda-Jahr 2026.
Workshop „How To Make Your First Film – From Idea To Premiere“ mit
Agnieszka Smoczyńska
This practical workshop, led by acclaimed Polish director Agnieszka
Smoczyńska, is designed for aspiring filmmakers developing their first
feature film. Participants are invited to bring an original film idea,
which will serve as the starting point for the workshop. Drawing on
examples from her own films, she will guide participants through the
creative and production process of bringing a project from the concept to
the screen. Together, the group will develop selected ideas while exploring
the key stages of filmmaking.
[caption id="attachment_12774" align="aligncenter" width="400"] Agnieszka
Smoczynska © Zuza Krajewska)[/caption]
Workshop language is English, the workshop size is limited to 12
participants and it is free of charge. More information You find  here.
If You would like to participate in the three-day-workshop, please send a
treatment of your feature film idea (2 pages A4 max) by email to
filmpolskaworkshop@gmail.com. The application deadline is August 20th,
2026.
10.–12.09.2026 / Potsdam / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Millennium Docs Against Gravity x filmPOLSKA
Gastfestival ist in diesem Jahr Millennium Docs Against Gravity. In zwei
Jahrzehnten ist das Festival rasant gewachsen und hat sich zu einem der
wichtigsten Treffpunkte für die Dokumentarfilm-Branche in Europa
entwickelt. Nach anfänglichen Vorführungen ausschließlich in der
Hauptstadt findet das Festival nun gleichzeitig in Warschau, Wrocław,
Gdynia, Lublin, Bydgoszcz, Katowice und Poznań statt. Vor fünf Jahren
wurde das Festival zudem um ein Branchenprogramm erweitert – MDAG
Industry zieht Jahr für Jahr immer mehr Vertreter*innen der Filmbranche
an. Aus seinem diesjährigen Programm zeigt das Festival den Dokumentarfilm
„Zaufaj mi / Trust me“ von Joanna Ratajczak.
[caption id="attachment_12939" align="aligncenter" width="700"] Joanna
Ratajczak: Zaufaj mi / Trust me[/caption]
filmPOLSKA spezial: Andrzej-Wajda-Jahr 2026
Am 6. März 2026 wäre Andrzej Wajda 100 Jahre alt geworden. Aus diesem
Anlass hat der Senat der Republik Polen am 14. Mai 2025 das Jahr 2026
offiziell als „Andrzej-Wajda-Jahr“ ausgerufen. Wajda gilt als
Regisseur, der mit seinen Filmen in die polnische Geschichte eingreifen
wollte, indem er Asche, Verbitterung und historische Qualen in Filme
verwandelte, die wie Diamanten glänzten – und als ein Künstler, der
sich bis zum Ende für Freiheit und Demokratie in Polen engagierte. Im
Programm des Polnischen Instituts sind Wajdas Filme Dauergäste – in
diesem Jahr wurden bereits „Der Kanal“ (1957), „Das gelobte Land“
(1975) und „Korczak“ (1990) gezeigt. Im Rahmen einer Sondervorführung
zum Wajda-Jahr zeigt filmPOLSKA mit dem Kriegsdrama „Katyń / Das
Massaker von Katyn“ (2007) einen seiner letzten und persönlichsten
Filme.
[caption id="attachment_13262" align="aligncenter" width="700"] Andrzej
Wajda: Katyń / Das Massaker von Katyn © Monika Skrzypczak /
FabrykaObrazu.com[/caption]
Kunst im Kino: Breathe in, Berlin
Mit der von Anna Baumgart initiierten Reihe „Kunst im Kino“ würdigt
filmPOLSKA seit einigen Jahren Künstler*innen, die auch filmisch aktiv
sind, sowie Filmemacher*innen, die sich im Kunstbereich einen Namen gemacht
haben. In diesem Jahr thematisiert die Gastkuratorin Maj Smoszna unter dem
Titel „Breathe in, Berlin“ Aspekte des Atems: vom Verlust der Stimme,
Reflexion über die Stille und Gesang bis hin zum Atem als Ausdruck des
Widerstands und der emotionalen Verbindung zwischen Menschen in
Filmarbeiten von Bogna Burska, Daniel Kotowski, Gosia Lehmann, Filipka
Rutkowska, Agata Siniarska &amp; Diego Agulló. Ergänzt werden sie durch
eine Performance von Agata Siniarska, Ilja Subkoff &amp; ratmilk.
[caption id="attachment_13216" align="aligncenter" width="700"] Agata
Siniarska &amp; Diego Agulló: Breathless[/caption]
filmPOLSKA-Party mit Oramics
Nicht fehlen darf natürlich die obligatorische filmPOLSKA-Party. Die 2017
gegründete feministische Künstler*innenplattform Oramics ist mit den DJs
Halina World (House) &amp; Monster (Techno/Trance) zu Gast. Das Kollektiv
fördert sowohl Frauen als auch queere und nicht-binäre Menschen in der
elektronischen Musikszene. Gemeinsam mit zwei Oramics-Künstlerinnen aus
Warschau werden die in der Ukraine geborene und in Berlin lebende
Musiker*innen Sasha Senkin alias DJ nuarrrrr und Ksenia Kudryavets alias DJ
Ksenia K die Tanzfläche beschallen.
Festivalabschluss
Zum Abschluss der Jubiläums-Ausgabe von filmPOLSKA wird es noch einmal
feierlich. Traditionell wird vor der letzten Vorführung der Siegerfilm des
filmPOLSKA-Wettbewerbs bekanntgegeben und erklärt, womit er die Fachjury
überzeugen konnte. Als Höhe- und Schlusspunkt von filmPOLSKA folgt zum
„Andrzej-Wajda-Jahr“ mit „Polowanie na muchy / Hunting Flies“
(1969) ein weiterer, in Deutschland weniger bekannter Klassiker des
Meisterregisseurs, der die Ästhetik und das Lebensgefühl der späten
Sechzigerjahre einfängt. Anschließend gibt es ein Get Together mit dem
filmPOLSKA-Team.
[caption id="attachment_12868" align="aligncenter" width="700"] Andrzej
Wajda: Polowanie na muchy / Hunting Flies[/caption]
 
 
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin, filmPOLSKA
Unterstützer: Adam-Mickiewicz-Institut, Polski Instytut Sztuki Filmowej /
Polish Film Institute, Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der
Republik Polen aus dem Fond für Kulturförderung
Kooperationspartner: Cineville, Deutsches Historisches Museum /
Zeughauskino, FilmFestival Cottbus, Filmuniversität Babelsberg KONRAD
WOLF, Millenium Docs Against Gravity, Mokry Nos Psa, Polish Filmmakers
Association, Topographie des Terrors, Wajda School &amp; Studio, Quadrat
Shop
Medienpartner: Berliner Filmfestivals, Cosmo, Filmlöwin, Fluxfm, Indiekino
&amp; Cinematic Berlin, radio3, RAUSGEGANGEN, taz, The Berliner
Das Festival wird organisiert mit finanzieller Unterstützung des
Adam-Mickiewicz-Instituts, des Polnischen Filminstituts / Polski Instytut
Sztuki Filmowej und des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der
Republik Polen aus dem Fond für Kulturförderung.
Das Adam-Mickiewicz-Institut ist eine staatliche Kultureinrichtung und
wurde im Jahr 2000 gegründet. Ziel des Instituts ist es, auf der ganzen
Welt anhaltendes Interesse für die polnische Kultur zu wecken. Es wird
entsprechend den Leitlinien der polnischen Außenpolitik in Zusammenarbeit
mit ausländischen Partnern im internationalen Austausch sowie im Dialog
mit dem Publikum umgesetzt. Bis zum Jahr 2023 führte das Institut in über
70 Ländern auf sechs Kontinenten Projekte durch. Organisator des
Adam-Mickiewicz-Instituts ist das Ministerium für Kultur und Nationales
Erbe der Republik Polen.
Orte: versch. Orte in Berlin und Potsdam
 
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