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SUMMARY:Cisza nocna / Night Silence
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DESCRIPTION:Spielfilm, R: Bartosz M. Kowalski, PL 2024, 87 min, OmeU
Ein junges Paar hat mit der anstehenden Geburt und einer Renovierung alle
Hände voll zu tun. Deshalb muss Opa Lucjan (ein pensionierter
Schauspieler) ins Seniorenheim. Das ist ein eigentlich recht idyllischer
Altbau in ruhiger Lage mit netten Mitbewohner*innen und fürsorglichem
Personal. Lucjan bemüht sich sehr, in seiner neuen Umgebung Fuß zu
fassen. Doch hat er hier immer wieder Albträume, oder sind es Visionen? 
Die zahlreichen Spuren, denen er daraufhin folgt, führen in den Keller des
Hauses. Dort scheint eine dunkle Macht zu hausen. Und auch das Wasserbecken
vor dem Gebäude birgt vielleicht ein dunkles Geheimnis. Als immer mehr
Mitbewohner*innen, die Lucjan in seinen Träumen gesehen hat, auf
mysteriöse Weise ums Leben kommen, beschließt er, sich dem finsteren
Unwesen zu stellen. 
Der beliebte Film-, Theater- und TV-Schauspieler Maciej Damięcki bekommt
in diesem Genrefilm noch einmal die große Bühne – tragischerweise zum
letzten Mal, denn kurz nach den Dreharbeiten verstarb er. Damit erhält der
Gruselthriller über die Angst vor dem Tod und die Macht der Liebe noch
einen zusätzlichen morbiden Twist. [Rainer Mende]
B: Bartosz M. Kowalski, Mirella Zaradkiewicz &amp; Paweł MaślonaK: Cezary
StoleckiS: Magdalena ChowańskaM: Jimek (Radzimir Dębski)D: Maciej
Damięcki, Zdzisław Wardejn, Włodzimierz Press, Anna Nehrebecka u. a.
Über das Viadrinicum:
Das Viadrinicum ist eine jährliche, zweiwöchige Sommerschule der
Europa-Universität Viadrina zu Mittel- und Osteuropa. 2026 widmet sie sich
unter dem Titel „Practicing Urban Junctures“ der Stadt als umkämpftem
Gemeingut – mit Workshops (Doc.Lab, Makers.Lab, Planners.Lab), in denen
Studierende, Forschende, Aktivist*innen und Kulturschaffende gemeinsam mit
der Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice arbeiten.
Der Film im Kontext:
Auf den ersten Blick scheint ein polnischer Horrorfilm wenig mit der
Stadtforschungs-Ausrichtung des Viadrinicums zu tun zu haben. Bei
genauerem Hinsehen erzählt der Film jedoch von den Fragen einer
gerechten, inklusiven und solidarischen Stadt – nur eben im Register des
Horrors.
Sein Schauplatz ist ein scheinbar idyllisches Seniorenheim: ein Ort
institutionalisierten Wohnens, an dem individuelle Lebensgeschichten,
Fürsorgeverhältnisse und die bauliche Substanz der Isolation im Alter
aufeinandertreffen. Die Verlagerung des Großvaters Lucjan aus der eigenen
Wohnung in eine kollektive Wohnform wirft Fragen nach Zugehörigkeit,
Autonomie und den unsichtbaren Regeln auf, die bestimmen, wer in der Stadt
wo leben darf – und wer nicht mehr gebraucht wird.
Der Keller des Hauses, in dem eine dunkle Macht haust, lässt sich dabei
durchaus als Bild für die verdrängten, unter der Oberfläche liegenden
Schichten urbaner Geschichte lesen: für das, was in Gebäuden,
Grundstücken und Institutionen an ungeklärten Vergangenheiten fortwirkt,
auch wenn die Fassade Ruhe und Fürsorge verspricht.
So bietet der Film, bei aller Genre-Lust, eine unerwartete, aber
passende thematische Ergänzung zu den theoretischen und praktischen
Auseinandersetzungen, mit denen die Teilnehmenden des Viadrinicums sich
während zwei Wochen beschäftigen. 
Veranstalter:
Sommerschule Viadrinicum an der Europa-Universität Viadrina in
Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin
Info: viadrinicum.blog,
instytutpolski.pl/berlin/filme/film/cisza-nocnaEintritt: freiOrt: Campus of
the European University Viadrina, Logenstraße 4, 15230 Frankfurt (Oder)
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