{"id":6113,"date":"2023-08-23T11:24:07","date_gmt":"2023-08-23T09:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/?p=6113"},"modified":"2023-10-06T14:52:23","modified_gmt":"2023-10-06T12:52:23","slug":"unterm-radar-2-unangepasste-musik-im-ostblock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/2023\/08\/23\/unterm-radar-2-unangepasste-musik-im-ostblock\/","title":{"rendered":"Unterm Radar 2 \u2013 unangepasste Musik im Ostblock"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>28. September 2023 \/ 20 Uhr \/ Berliner Philharmonie Kammermusiksaal<br \/><\/strong><br \/><strong>Tickets<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.eventim.de\/event\/unterm-radar-kammersymphonie-berlin-philharmonie-berlin-16553328\/?affiliate=TUG\">https:\/\/www.eventim.de\/event\/unterm-radar-kammersymphonie-berlin-philharmonie-berlin-16553328\/?affiliate=TUG<\/a><br \/><br \/>Unterm Radar VI ist die Fortsetzung der Konzertreihe mit 4 Konzerten im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Ein ehrgeiziges Projekt richtet den Fokus auf unangepasste Komponisten, die in den L\u00e4ndern \u00f6stlich des \u201eEisernen Vorhangs\u201c komponierten, sich an den politischen Verh\u00e4ltnissen und kulturpolitischen Vorgaben rieben, daran verzweifelten oder resignierten. Ihre Namen sind bis heute in Europa weitgehend unbekannt, ihre Werke wurden zum Teil totgeschwiegen, ausgegrenzt und diskreditiert \u2013 sie liefen unterm Radar der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung.<\/p>\n<p>Einen glanzvollen Akzent setzt im September der Berliner Philharmoniker Philipp Bohnen mit dem Violinkonzert des DDR-Komponisten Kurt Schwaen von 1979. Die Hommage an Bela Bartok ist ein \u00fcberraschend klassisches und h\u00f6chst virtuoses Werk. Im Dezember f\u00fcllen rum\u00e4nische und polnische Kompositionen das Programm &#8211; und das Klarinettenkonzert des lettischen Komponisten Romualds Kalsons mit Alexander Bader als Solist.<\/p>\n<p>Die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von J\u00fcrgen Bruns erweitert ihr Repertoire mit einer Vielzahl ungehobener Musiksch\u00e4tze aus Tschechien, Ukraine, Polen, Rum\u00e4nien, Lettland und der ehemaligen DDR &#8211; die als Wegbereiter der Neuen Musik l\u00e4ngst in das Repertoire der Klassischen Moderne aufgenommen geh\u00f6ren und endlich ihre Auff\u00fchrung erleben!<br \/><br \/>Die Konzertreihe \u201eUNTERM RADAR\u201c 2021\/22 brachte eine F\u00fclle an unbekannter gro\u00dfartiger Musik zu Geh\u00f6r, die regelrecht dazu herausfordert, die Reihe fortzusetzen. Mit den neuen Programmen \u201eUNTERM RADAR 2\u201c werden die Scheinwerfer erneut auf unangepasste Musik in den Staaten \u00f6stlich des Eisernen Vorhangs gerichtet, auf Komponisten, die sich an den politischen Verh\u00e4ltnissen und rigiden kulturpolitischen Vorgaben rieben, daran verzweifelten, opponierten, resignierten oder (oft zum wiederholten Mal) emigrierten. Sie wurden ausgegrenzt, vertrieben, ausgewiesen, bestraft, diskreditiert. Ihre Werke wurden zum Teil totgeschwiegen, nur im kleinen Rahmen oder mit jahrzehntelanger Versp\u00e4tung aufgef\u00fchrt. Die wenigsten von ihnen hatten die Chance, im internationalen Konzertbetrieb erfolgreich zu sein. So sind ihre Namen bis heute in Europa weitgehend unbekannt geblieben. Gemeinsam ist ihnen die Abwendung von den Bevormundungen und Begrenzungen durch die dogmatischen Praktiken sozialistischer Kulturpolitik, aber auch die Energie, der eigenen kulturellen Herkunft verbunden zu bleiben, eine Identit\u00e4t zu bewahren oder musikalische \u201eMahnmale\u201c zu schaffen. Eine einheitliche Str\u00f6mung bilden sie nicht, zu unterschiedlich, vereinzelt, auch einsam verliefen ihre Entwicklungen. Neue Verfolgungen und Vertreibungen aufgrund des Ukraine-Krieges zeigen die mahnende Aktualit\u00e4t der Thematik. Es wartet eine Vielzahl von ungehobenen Musiksch\u00e4tzen, die entweder l\u00e4ngst in das Repertoire der Klassischen Moderne aufgenommen geh\u00f6ren oder aber als Wegbereiter der Neuen Musik ihren Platz in den Konzerts\u00e4len einnehmen sollten. Wer denkt, sie waren zu Recht vergessen, der irrt \u2013 sie werden nur nicht vermarktet, haben keine F\u00fcrsprecher und sind zum Teil noch nicht einmal verlegt.<br \/><br \/>\u201e\u2026es ist die Sache von uns Musikern, uns daf\u00fcr einzusetzen, dass [\u2026 ihre] Werke geb\u00fchrend gespielt werden\u201c. Diese Aufforderung des Dirigenten Rudolf Barschai von 1989 bleibt ein Desiderat und bestimmt das Anliegen der Konzertreihe \u201eUnterm Radar 2\u201c.<br \/><br \/><strong>***<br \/>Programm:<br \/><br \/>Tadeusz Kassern<\/strong><br \/>Konzert f\u00fcr Streichorchester<br \/><br \/><strong>Rudolf Wagner-Regeny<\/strong><br \/>Mythologische Figurinen<br \/><br \/><strong>Kurt Schwaen<\/strong><br \/>Konzert f\u00fcr Violine und Orchester (1979)<br \/><br \/><strong>Yevhen Stankovych<\/strong><br \/>Sinfonie Larga f\u00fcr 15 Streicher<br \/><br \/><strong>Victor Bruns<\/strong><br \/>4. Sinfonie Konzertante<br \/><br \/><strong>Violine<\/strong>: Philipp Bohnen<br \/><strong>Dirigent<\/strong>: J\u00fcrgen Bruns<br \/>Kammersymphonie Berlin<br \/><br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5035 size-full\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/Logo_Kammersymphonie-Berlin_Zeile-durchbrochen.png\" alt=\"\" width=\"1194\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/Logo_Kammersymphonie-Berlin_Zeile-durchbrochen.png 1194w, https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/Logo_Kammersymphonie-Berlin_Zeile-durchbrochen-300x41.png 300w, https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/Logo_Kammersymphonie-Berlin_Zeile-durchbrochen-1024x141.png 1024w, https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/Logo_Kammersymphonie-Berlin_Zeile-durchbrochen-768x105.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1194px) 100vw, 1194px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28. 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Mit den neuen Programmen \u201eUNTERM RADAR 2\u201c werden die Scheinwerfer erneut auf unangepasste Musik in den Staaten \u00f6stlich des Eisernen Vorhangs gerichtet, auf Komponisten, die sich an den politischen Verh\u00e4ltnissen und rigiden kulturpolitischen Vorgaben rieben, daran verzweifelten, opponierten, resignierten oder (oft zum wiederholten Mal) emigrierten. Sie wurden ausgegrenzt, vertrieben, ausgewiesen, bestraft, diskreditiert. Ihre Werke wurden zum Teil totgeschwiegen, nur im kleinen Rahmen oder mit jahrzehntelanger Versp\u00e4tung aufgef\u00fchrt. Die wenigsten von ihnen hatten die Chance, im internationalen Konzertbetrieb erfolgreich zu sein. So sind ihre Namen bis heute in Europa weitgehend unbekannt geblieben. Gemeinsam ist ihnen die Abwendung von den Bevormundungen und Begrenzungen durch die dogmatischen Praktiken sozialistischer Kulturpolitik, aber auch die Energie, der eigenen kulturellen Herkunft verbunden zu bleiben, eine Identit\u00e4t zu bewahren oder musikalische \u201eMahnmale\u201c zu schaffen. Eine einheitliche Str\u00f6mung bilden sie nicht, zu unterschiedlich, vereinzelt, auch einsam verliefen ihre Entwicklungen. Neue Verfolgungen und Vertreibungen aufgrund des Ukraine-Krieges zeigen die mahnende Aktualit\u00e4t der Thematik. Es wartet eine Vielzahl von ungehobenen Musiksch\u00e4tzen, die entweder l\u00e4ngst in das Repertoire der Klassischen Moderne aufgenommen geh\u00f6ren oder aber als Wegbereiter der Neuen Musik ihren Platz in den Konzerts\u00e4len einnehmen sollten. Wer denkt, sie waren zu Recht vergessen, der irrt \u2013 sie werden nur nicht vermarktet, haben keine F\u00fcrsprecher und sind zum Teil noch nicht einmal verlegt.\u201e\u2026es ist die Sache von uns Musikern, uns daf\u00fcr einzusetzen, dass [\u2026 ihre] Werke geb\u00fchrend gespielt werden\u201c. Diese Aufforderung des Dirigenten Rudolf Barschai von 1989 bleibt ein Desiderat und bestimmt das Anliegen der Konzertreihe \u201eUnterm Radar 2\u201c.***Programm:Tadeusz KassernKonzert f\u00fcr StreichorchesterRudolf Wagner-RegenyMythologische FigurinenKurt SchwaenKonzert f\u00fcr Violine und Orchester (1979)Yevhen StankovychSinfonie Larga f\u00fcr 15 StreicherVictor Bruns4. Sinfonie KonzertanteVioline: Philipp BohnenDirigent: J\u00fcrgen BrunsKammersymphonie Berlin"},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/2023\/08\/23\/unterm-radar-2-unangepasste-musik-im-ostblock\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/KSB_miniatur.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/KSB_miniatur.jpg","width":627,"height":418},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/2023\/08\/23\/unterm-radar-2-unangepasste-musik-im-ostblock\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Unterm Radar 2 \u2013 unangepasste Musik im Ostblock"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/#website","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/","name":"Instytut Polski w Berlinie","description":"Instytuty Polskie","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"pl-PL"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/#\/schema\/person\/3343fb63f02034c515fcf9c00d8ad9e4","name":"mw","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/5a4eeb726e07f96e3a3a64f932124c40?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/5a4eeb726e07f96e3a3a64f932124c40?s=96&d=mm&r=g","caption":"mw"},"url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/author\/witkowskam\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/78"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6113"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6117,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6113\/revisions\/6117"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}