{"id":7836,"date":"2024-11-12T13:17:15","date_gmt":"2024-11-12T12:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/?p=7836"},"modified":"2025-01-30T14:16:41","modified_gmt":"2025-01-30T13:16:41","slug":"next-fernbeziehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/2024\/11\/12\/next-fernbeziehungen\/","title":{"rendered":"NEXT : FERNBEZIEHUNGEN"},"content":{"rendered":"\n<header class=\"exhibition-header entry-header\"><\/header>\n<div class=\"col-9\">\n<section class=\"entry-content cf\">\n<p>Mit Lesia Pcholka &amp; Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu<br \/>Kuratiert von Zofia nierodzi\u0144ska und Stephan Koal<br \/><br \/><strong>Er\u00f6ffnung<\/strong>: 20.11.2024 \/ 19 -21 Uhr<br \/><strong>Adresse<\/strong>: KVOST Kunstverein Ost e.V.., Leipziger Stra\u00dfe 47 \/ Eingang Jerusalemer Stra\u00dfe, 10117 Berlin<br \/><br \/>Fernbeziehungen wohnt ein Zauber und eine Herausforderung inne, eine erotisierende Spannung des Unfertigen und Ungesch\u00fctzten und die stete Herausforderung Emotionen \u00fcber gro\u00dfe r\u00e4umliche Distanzen zu bewahren.<\/p>\n<p>So nah und doch fremd: Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm spannen den Bogen der Fernbeziehung von der Fremdheit in einem Land, das nicht das eigene ist, bis hin zum faktischen Fremdsein im eigenen K\u00f6rper, vom Normativen zum Nichtnormativen.<\/p>\n<p>Das Projekt\u00a0<em>Fernbeziehungen<\/em>, eine Zusammenarbeit zwischen KVOST und der Galerie Lectwo in Poznan, befasst sich mit dem Thema der Migration, insbesondere der Arbeitsmigration, die stets von weniger privilegierten L\u00e4ndern und Regionen in st\u00e4rker industrialisierte und wohlhabendere L\u00e4nder erfolgt. Ihre Richtung ist daher spezifisch: von Ost nach West und von S\u00fcd nach Nord.<\/p>\n<p>In ganz Deutschland und in Berlin stammen die gr\u00f6\u00dften Migrationsgruppen aus der T\u00fcrkei und Polen. Wie wirkt sich die Situation der sogenannten Gastarbeiter:innen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts auf das Selbstwertgef\u00fchl und die Lebenschancen der Nachfahren aus? Wie beeinflusst die mit der Transformationszeit und dann mit der EU-Osterweiterung verbundene Migration den Status der migrierenden Menschen?<\/p>\n<p>Mit den K\u00fcnstler:innen Lesia Pcholka und Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu versucht die Ausstellung zu ergr\u00fcnden, wie die Erfahrung der Migration die eigene Identit\u00e4t und die Beziehungen zu anderen pr\u00e4gt. Darunter sind diejenigen, die ihr Geburtsland verlassen haben, diejenigen, die sich entschieden haben, zu bleiben, und diejenigen, die zur\u00fcckgelassen wurden. Mit dem Schwerpunkt auf menschliche Beziehungen und Verbindungen zielt die Ausstellung nicht darauf ab, die oft sehr unterschiedlichen und pers\u00f6nlichen Migrationsgeschichten zu vergleichen, welche die Arbeiten der K\u00fcnstler:innen inspiriert haben. Vielmehr geht es darum, miteinander in Beziehung zu setzen, inwiefern Migrationserfahrungen auf verschiedene Arten nicht nur die materiellen, sondern auch die emotionalen Aspekte von Leben strukturieren.<\/p>\n<p><strong>Aykan Safo\u011flus<\/strong>\u00a0Arbeit\u00a0<em>Wiedervereinigung<\/em>\u00a0(2022) zeigt als gro\u00dfformatiges, sich aufl\u00f6sendes Puzzle das Bild des 1973 entstandenen Arbeiterdenkmals von Muzaffer Ertoran. Das Denkmal sollte an die Emigration von Millionen t\u00fcrkeist\u00e4mmigen Arbeitsmigrant:innen erinnern. Dennoch wurde es in den darauffolgenden Jahren h\u00e4ufig vandalisiert bzw. Opfer rechter Gewalt bis es 2016 komplett abgerissen wurde. Als Sch\u00fcler der deutschen Auslandsschule \u0130stanbul Erkek Lisesi begegnete der K\u00fcnstler in den 1990ern t\u00e4glich diesem Denkmal im Tophane Park. Mit\u00a0<em>Aunt Yellow<\/em>\u00a0(2021), erinnert Safo\u011flu an seine nach Westdeutschland emigrierte Tante Zerrin, die er als Jugendlicher h\u00e4ufig besuchte. In seinem Essay portr\u00e4tiert Safo\u011flu diese ungew\u00f6hnliche Schneiderin, die ohne deutschen Pass nicht w\u00e4hlen konnte. Nicht nehmen lie\u00df sie sich hingegen, dem Aussehen der Menschen, f\u00fcr die sie n\u00e4hte, Eleganz und Lebensfreude zu verleihen.<\/p>\n<p><em>Broni\u00f3w Song<\/em>\u00a0aus dem Jahr 2011 ist ein Film \u00fcber ein zeitgen\u00f6ssisches Volkslied, das\u00a0<strong>Alicja Rogalska<\/strong>\u00a0zusammen mit der lokalen Volksmusikgruppe, den Broniowianki, geschrieben hat. Die l\u00e4ndliche Region S\u00fcdmasowien ist bekannt f\u00fcr ihre reiche Volksmusiktradition und ist gleichzeitig gepr\u00e4gt durch eine hohe Arbeitslosigkeit. Im Text spiegeln sich die Sorgen, N\u00f6te und Hoffnungen der Dorfbewohner:innen, die den Krisen der Wirtschaft und sozialen Verwerfungen ausgesetzt sind. Rogalskas zweite Arbeit\u00a0<em>Monument to Precarious Workers<\/em>\u00a0(2015) zeigt eine \u00f6ffentliche Performance, bei der f\u00fcnf prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte mehrere Stunden lang absolut still in denselben Posen verharren, die sie bei der Arbeit einnehmen. Aufgenommen an einem bei Tourist:innen beliebten Kurort, bezieht sich die Arbeit auf Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe, der Unterhaltungsindustrie wie im Einzelhandel.<\/p>\n<p><em>By Law<\/em>\u00a0(2022-24) von\u00a0<strong>Lesia Pcholka<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Uladzimir Hramovich<\/strong>\u00a0symbolisiert die Schwierigkeiten, unter denen sie aus ihrer Heimat Belarus aus politischen Gr\u00fcnden fliehen mussten und ihre Beziehung legalisieren wollten. Bl\u00fctenbl\u00e4tter der Orte, an denen sie bisher erfolglos versucht haben zu heiraten, werden zu Symbolen f\u00fcr ein Leben als Paar auf der Suche nach einer neuen Familienstruktur.<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin\u00a0<strong>Zofia nierodzi\u0144ska<\/strong>\u00a0bezieht sich In ihren Gem\u00e4lden auf die Geschichte ihres Vaters, der von Polen in die USA ausgewandert ist. Indem sie die Migration anhand von Familienerinnerungen und sozialen Strukturen analysiert, stellt sie das Ph\u00e4nomen der Emigration als ein translokales Netzwerk dar. Sie erforscht die Kunst der postsozialistischen L\u00e4nder und sieht ihre Position als Migrantin der zweiten Generation im (ehemaligen) Westen als entscheidend, um zeitgen\u00f6ssische Gesellschaften zu verstehen und kritisch zu analysieren.<\/p>\n<p>Das Projekt wird unterst\u00fctzt von der Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit. In Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus, der Prater Galerie und der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e.V.<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungsprogramm<\/strong><\/p>\n<p>23.11.2024<br \/>15 Uhr\u00a0<strong>Artist Tour<\/strong>\u00a0mit Lesia Pcholka &amp; Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu<br \/>18 Uhr\u00a0<strong>PASKUDNIK<\/strong>\u00a0eine Performance von Tubi Malcharzik<br \/>18:30 Uhr\u00a0<strong>Blurring Binaries. Silesian Migrant Condition, Fluid Identity and Politics of Shame<\/strong>\u00a0eine Diskussion mit Tubi Malcharzik (Performer:in und Dramaturg:in), Julia Nitschke (Performerin und Autorin) und Alina Strzempa (Slavische Sprach- und Kulturwissenschaftlerin), moderiert von Pawe\u0142 \u015awierczek (Dramaturg, Performer, Produzent und (Neuro)Queer-Aktivist).<\/p>\n<p>07.12.2024<br \/>18 Uhr\u00a0<strong>Wedding Party . Pcholka &amp; Hramovich<\/strong>\u00a0mit einer Performance und Musik von DJ Dosaaf (Gleb Kovalski)<\/p>\n<p>18.01.2025<br \/>15 Uhr\u00a0<strong>Curators Tour<\/strong>\u00a0mit Zofia nierodzi\u0144ska und Finissage der Ausstellung<\/p>\n<\/section>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>[Foto: Alicja Rogalska, Monument To Precarious Workers, 2015, Performance \/ Foto: Bogna Kociumbas \/ courtesy: die K\u00fcnstlerin und KVOST, Berlin]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Lesia Pcholka &amp; Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011fluKuratiert von Zofia nierodzi\u0144ska und Stephan Koal Er\u00f6ffnung: 20.11.2024 \/ 19 -21 UhrAdresse: KVOST Kunstverein Ost e.V.., Leipziger Stra\u00dfe 47 \/ Eingang Jerusalemer Stra\u00dfe, 10117 Berlin Fernbeziehungen wohnt ein Zauber und eine Herausforderung inne, eine erotisierende Spannung des Unfertigen und Ungesch\u00fctzten und die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":78,"featured_media":7837,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[149,165],"tags":[111,157],"class_list":["post-7836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archiv","category-empfehlungen-de","tag-ausstellung","tag-empfehlungen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>NEXT : FERNBEZIEHUNGEN - Instytut Polski w Berlinie<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/berlin\/2024\/11\/12\/next-fernbeziehungen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"pl_PL\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"NEXT : FERNBEZIEHUNGEN - Instytut Polski w Berlinie\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mit Lesia Pcholka &amp; 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Ihre Richtung ist daher spezifisch: von Ost nach West und von S\u00fcd nach Nord.\\nIn ganz Deutschland und in Berlin stammen die gr\u00f6\u00dften Migrationsgruppen aus der T\u00fcrkei und Polen. Wie wirkt sich die Situation der sogenannten Gastarbeiter:innen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts auf das Selbstwertgef\u00fchl und die Lebenschancen der Nachfahren aus? Wie beeinflusst die mit der Transformationszeit und dann mit der EU-Osterweiterung verbundene Migration den Status der migrierenden Menschen?\\nMit den K\u00fcnstler:innen Lesia Pcholka und Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu versucht die Ausstellung zu ergr\u00fcnden, wie die Erfahrung der Migration die eigene Identit\u00e4t und die Beziehungen zu anderen pr\u00e4gt. Darunter sind diejenigen, die ihr Geburtsland verlassen haben, diejenigen, die sich entschieden haben, zu bleiben, und diejenigen, die zur\u00fcckgelassen wurden. Mit dem Schwerpunkt auf menschliche Beziehungen und Verbindungen zielt die Ausstellung nicht darauf ab, die oft sehr unterschiedlichen und pers\u00f6nlichen Migrationsgeschichten zu vergleichen, welche die Arbeiten der K\u00fcnstler:innen inspiriert haben. Vielmehr geht es darum, miteinander in Beziehung zu setzen, inwiefern Migrationserfahrungen auf verschiedene Arten nicht nur die materiellen, sondern auch die emotionalen Aspekte von Leben strukturieren.\\nAykan Safo\u011flus\u00a0Arbeit\u00a0Wiedervereinigung\u00a0(2022) zeigt als gro\u00dfformatiges, sich aufl\u00f6sendes Puzzle das Bild des 1973 entstandenen Arbeiterdenkmals von Muzaffer Ertoran. Das Denkmal sollte an die Emigration von Millionen t\u00fcrkeist\u00e4mmigen Arbeitsmigrant:innen erinnern. Dennoch wurde es in den darauffolgenden Jahren h\u00e4ufig vandalisiert bzw. Opfer rechter Gewalt bis es 2016 komplett abgerissen wurde. Als Sch\u00fcler der deutschen Auslandsschule \u0130stanbul Erkek Lisesi begegnete der K\u00fcnstler in den 1990ern t\u00e4glich diesem Denkmal im Tophane Park. Mit\u00a0Aunt Yellow\u00a0(2021), erinnert Safo\u011flu an seine nach Westdeutschland emigrierte Tante Zerrin, die er als Jugendlicher h\u00e4ufig besuchte. In seinem Essay portr\u00e4tiert Safo\u011flu diese ungew\u00f6hnliche Schneiderin, die ohne deutschen Pass nicht w\u00e4hlen konnte. Nicht nehmen lie\u00df sie sich hingegen, dem Aussehen der Menschen, f\u00fcr die sie n\u00e4hte, Eleganz und Lebensfreude zu verleihen.\\nBroni\u00f3w Song\u00a0aus dem Jahr 2011 ist ein Film \u00fcber ein zeitgen\u00f6ssisches Volkslied, das\u00a0Alicja Rogalska\u00a0zusammen mit der lokalen Volksmusikgruppe, den Broniowianki, geschrieben hat. Die l\u00e4ndliche Region S\u00fcdmasowien ist bekannt f\u00fcr ihre reiche Volksmusiktradition und ist gleichzeitig gepr\u00e4gt durch eine hohe Arbeitslosigkeit. Im Text spiegeln sich die Sorgen, N\u00f6te und Hoffnungen der Dorfbewohner:innen, die den Krisen der Wirtschaft und sozialen Verwerfungen ausgesetzt sind. Rogalskas zweite Arbeit\u00a0Monument to Precarious Workers\u00a0(2015) zeigt eine \u00f6ffentliche Performance, bei der f\u00fcnf prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte mehrere Stunden lang absolut still in denselben Posen verharren, die sie bei der Arbeit einnehmen. Aufgenommen an einem bei Tourist:innen beliebten Kurort, bezieht sich die Arbeit auf Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe, der Unterhaltungsindustrie wie im Einzelhandel.\\nBy Law\u00a0(2022-24) von\u00a0Lesia Pcholka\u00a0und\u00a0Uladzimir Hramovich\u00a0symbolisiert die Schwierigkeiten, unter denen sie aus ihrer Heimat Belarus aus politischen Gr\u00fcnden fliehen mussten und ihre Beziehung legalisieren wollten. 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In Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus, der Prater Galerie und der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e.V.\\nVeranstaltungsprogramm\\n23.11.202415 Uhr\u00a0Artist Tour\u00a0mit Lesia Pcholka &amp; Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu18 Uhr\u00a0PASKUDNIK\u00a0eine Performance von Tubi Malcharzik18:30 Uhr\u00a0Blurring Binaries. Silesian Migrant Condition, Fluid Identity and Politics of Shame\u00a0eine Diskussion mit Tubi Malcharzik (Performer:in und Dramaturg:in), Julia Nitschke (Performerin und Autorin) und Alina Strzempa (Slavische Sprach- und Kulturwissenschaftlerin), moderiert von Pawe\u0142 \u015awierczek (Dramaturg, Performer, Produzent und (Neuro)Queer-Aktivist).\\n07.12.202418 Uhr\u00a0Wedding Party . 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Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011fluKuratiert von Zofia nierodzi\u0144ska und Stephan KoalEr\u00f6ffnung: 20.11.2024 \/ 19 -21 UhrAdresse: KVOST Kunstverein Ost e.V.., Leipziger Stra\u00dfe 47 \/ Eingang Jerusalemer Stra\u00dfe, 10117 BerlinFernbeziehungen wohnt ein Zauber und eine Herausforderung inne, eine erotisierende Spannung des Unfertigen und Ungesch\u00fctzten und die stete Herausforderung Emotionen \u00fcber gro\u00dfe r\u00e4umliche Distanzen zu bewahren.\nSo nah und doch fremd: Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm spannen den Bogen der Fernbeziehung von der Fremdheit in einem Land, das nicht das eigene ist, bis hin zum faktischen Fremdsein im eigenen K\u00f6rper, vom Normativen zum Nichtnormativen.\nDas Projekt\u00a0Fernbeziehungen, eine Zusammenarbeit zwischen KVOST und der Galerie Lectwo in Poznan, befasst sich mit dem Thema der Migration, insbesondere der Arbeitsmigration, die stets von weniger privilegierten L\u00e4ndern und Regionen in st\u00e4rker industrialisierte und wohlhabendere L\u00e4nder erfolgt. Ihre Richtung ist daher spezifisch: von Ost nach West und von S\u00fcd nach Nord.\nIn ganz Deutschland und in Berlin stammen die gr\u00f6\u00dften Migrationsgruppen aus der T\u00fcrkei und Polen. Wie wirkt sich die Situation der sogenannten Gastarbeiter:innen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts auf das Selbstwertgef\u00fchl und die Lebenschancen der Nachfahren aus? Wie beeinflusst die mit der Transformationszeit und dann mit der EU-Osterweiterung verbundene Migration den Status der migrierenden Menschen?\nMit den K\u00fcnstler:innen Lesia Pcholka und Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu versucht die Ausstellung zu ergr\u00fcnden, wie die Erfahrung der Migration die eigene Identit\u00e4t und die Beziehungen zu anderen pr\u00e4gt. Darunter sind diejenigen, die ihr Geburtsland verlassen haben, diejenigen, die sich entschieden haben, zu bleiben, und diejenigen, die zur\u00fcckgelassen wurden. Mit dem Schwerpunkt auf menschliche Beziehungen und Verbindungen zielt die Ausstellung nicht darauf ab, die oft sehr unterschiedlichen und pers\u00f6nlichen Migrationsgeschichten zu vergleichen, welche die Arbeiten der K\u00fcnstler:innen inspiriert haben. Vielmehr geht es darum, miteinander in Beziehung zu setzen, inwiefern Migrationserfahrungen auf verschiedene Arten nicht nur die materiellen, sondern auch die emotionalen Aspekte von Leben strukturieren.\nAykan Safo\u011flus\u00a0Arbeit\u00a0Wiedervereinigung\u00a0(2022) zeigt als gro\u00dfformatiges, sich aufl\u00f6sendes Puzzle das Bild des 1973 entstandenen Arbeiterdenkmals von Muzaffer Ertoran. Das Denkmal sollte an die Emigration von Millionen t\u00fcrkeist\u00e4mmigen Arbeitsmigrant:innen erinnern. Dennoch wurde es in den darauffolgenden Jahren h\u00e4ufig vandalisiert bzw. Opfer rechter Gewalt bis es 2016 komplett abgerissen wurde. Als Sch\u00fcler der deutschen Auslandsschule \u0130stanbul Erkek Lisesi begegnete der K\u00fcnstler in den 1990ern t\u00e4glich diesem Denkmal im Tophane Park. Mit\u00a0Aunt Yellow\u00a0(2021), erinnert Safo\u011flu an seine nach Westdeutschland emigrierte Tante Zerrin, die er als Jugendlicher h\u00e4ufig besuchte. In seinem Essay portr\u00e4tiert Safo\u011flu diese ungew\u00f6hnliche Schneiderin, die ohne deutschen Pass nicht w\u00e4hlen konnte. Nicht nehmen lie\u00df sie sich hingegen, dem Aussehen der Menschen, f\u00fcr die sie n\u00e4hte, Eleganz und Lebensfreude zu verleihen.\nBroni\u00f3w Song\u00a0aus dem Jahr 2011 ist ein Film \u00fcber ein zeitgen\u00f6ssisches Volkslied, das\u00a0Alicja Rogalska\u00a0zusammen mit der lokalen Volksmusikgruppe, den Broniowianki, geschrieben hat. Die l\u00e4ndliche Region S\u00fcdmasowien ist bekannt f\u00fcr ihre reiche Volksmusiktradition und ist gleichzeitig gepr\u00e4gt durch eine hohe Arbeitslosigkeit. Im Text spiegeln sich die Sorgen, N\u00f6te und Hoffnungen der Dorfbewohner:innen, die den Krisen der Wirtschaft und sozialen Verwerfungen ausgesetzt sind. Rogalskas zweite Arbeit\u00a0Monument to Precarious Workers\u00a0(2015) zeigt eine \u00f6ffentliche Performance, bei der f\u00fcnf prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte mehrere Stunden lang absolut still in denselben Posen verharren, die sie bei der Arbeit einnehmen. Aufgenommen an einem bei Tourist:innen beliebten Kurort, bezieht sich die Arbeit auf Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe, der Unterhaltungsindustrie wie im Einzelhandel.\nBy Law\u00a0(2022-24) von\u00a0Lesia Pcholka\u00a0und\u00a0Uladzimir Hramovich\u00a0symbolisiert die Schwierigkeiten, unter denen sie aus ihrer Heimat Belarus aus politischen Gr\u00fcnden fliehen mussten und ihre Beziehung legalisieren wollten. Bl\u00fctenbl\u00e4tter der Orte, an denen sie bisher erfolglos versucht haben zu heiraten, werden zu Symbolen f\u00fcr ein Leben als Paar auf der Suche nach einer neuen Familienstruktur.\nDie K\u00fcnstlerin\u00a0Zofia nierodzi\u0144ska\u00a0bezieht sich In ihren Gem\u00e4lden auf die Geschichte ihres Vaters, der von Polen in die USA ausgewandert ist. Indem sie die Migration anhand von Familienerinnerungen und sozialen Strukturen analysiert, stellt sie das Ph\u00e4nomen der Emigration als ein translokales Netzwerk dar. Sie erforscht die Kunst der postsozialistischen L\u00e4nder und sieht ihre Position als Migrantin der zweiten Generation im (ehemaligen) Westen als entscheidend, um zeitgen\u00f6ssische Gesellschaften zu verstehen und kritisch zu analysieren.\nDas Projekt wird unterst\u00fctzt von der Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit. In Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus, der Prater Galerie und der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e.V.\nVeranstaltungsprogramm\n23.11.202415 Uhr\u00a0Artist Tour\u00a0mit Lesia Pcholka &amp; Uladzimir Hramovich, Zofia nierodzi\u0144ska, Alicja Rogalska und Aykan Safo\u011flu18 Uhr\u00a0PASKUDNIK\u00a0eine Performance von Tubi Malcharzik18:30 Uhr\u00a0Blurring Binaries. Silesian Migrant Condition, Fluid Identity and Politics of Shame\u00a0eine Diskussion mit Tubi Malcharzik (Performer:in und Dramaturg:in), Julia Nitschke (Performerin und Autorin) und Alina Strzempa (Slavische Sprach- und Kulturwissenschaftlerin), moderiert von Pawe\u0142 \u015awierczek (Dramaturg, Performer, Produzent und (Neuro)Queer-Aktivist).\n07.12.202418 Uhr\u00a0Wedding Party . 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