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SUMMARY:Mirosław Bałka, Zuza Golińska, Nicolas Grospierre, Jarosław Kozłowski, Katarzyna Kozyra, Małgorzata Mirga-Tas, Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal und Mikołaj Sobczak auf Manifesta 16 Ruhr
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DESCRIPTION:Manifesta 16 Ruhr, eine der wichtigsten Biennalen für Zeitgenössische
Kunst in Europa, wurde am 20. Juni 2026 in der Zeche Zollverein in Essen
durch Ina Brandes Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes
Nordrhein-Westfalen und Hedwig Fijen, Direktorin der Manifesta feierlich
eröffnet.
 
Zu den geladenen Gästen zählten u.a Jan Tombiński, Geschäftsträger der
polnischen Botschaft in Berlin, Olga Wysocka, Direktorin des
Adam-Mickiewicz-Instituts und Gesandter Rafał Sobczak, Direktor des
Polnischen Instituts in Düsseldorf.
 
Ebenfalls anwesend waren teilnehmende Künstler und Vertreter zahlreicher
Kulturinstitutionen. Von polnischer Seite waren u.a. vertreten: Katarzyna
Sitko, Direktorin des Polnischen Instituts in Berlin und Delfina Jałowik,
Direktorin des "Bunkier Sztuki"
 
Die Manifesta ist eine internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst,
die alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Europa stattfindet und jeweils
stark auf den lokalen Kontext, die örtliche Geschichte und
gesellschaftliche Herausforderungen eingeht.
 
Mit neun Künstlerinnen und Künstlern aus Polen ist die polnische Präsenz
bei der Manifesta 16 so stark wie seit Jahren nicht mehr. Präsentiert
werden Arbeiten von Mirosław Bałka, Zuza Golińska, Nicolas Grospierre,
Jarosław Kozłowski, Katarzyna Kozyra, Małgorzata Mirga-Tas, Anka Sasnal,
Wilhelm Sasnal und Mikołaj Sobczak. Ermöglicht wurde ihre Teilnahme durch
Unterstützung des Adam-Mickiewicz-Instituts Warschau.
 
Eingeladen wurden sie von einem internationalen Kurator*innenteam, zu dem
in diesem Jahr auch die Creative Mediators der Manifesta 16 Ruhr Anda
Rottenberg und Krzysztof Kościuczuk gehören – zwei prägende Stimmen
der polnischen Kultur- und Kunstszene.
 
Das Polnische Institut Düsseldorf unterstützt ebenfalls die Manifesta 16
Ruhr.
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Die Manifesta ist eine internationale Biennale für zeitgenössische Kunst,
die alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Europa stattfindet und jeweils
stark auf den lokalen Kontext, seine Geschichte und gesellschaftliche
Herausforderungen eingeht
Am 21. Juni eröffnet die 16. Ausgabe der Manifesta ihre Türen für das
Publikum. Im Programm einer der wichtigsten Ausstellungen für
zeitgenössische Kunst in Europa sind gleich neun Künstlerinnen und
Künstler aus Polen vertreten – die stärkste polnische Präsenz bei der
Manifesta seit Jahren. Eingeladen wurden sie von einem internationalen
Kurator*innenteam, dem in diesem Jahr unter anderem Anda Rottenberg und
Krzysztof Kościuczuk angehören. Die diesjährige Ausgabe der Biennale
dauert bis zum 4. Oktober 2026 und findet in zwölf aufgegebenen Kirchen im
Ruhrgebiet statt. Unter dem Motto **„This is not a church“ („Dies ist
keine Kirche“)  stellen die Veranstalter die Frage, wie ehemalige
Sakralräume in einer von Krisen, Desinformation und gesellschaftlichen
Spaltungen geprägten Welt wieder zu Orten der Begegnung und des
alltäglichen sozialen Lebens werden können.
Ikonen der polnischen Gegenwartskunst und eine neue Generation von
Kunstschaffenden
Zu den eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern zählen Mirosław Bałka,
Zuza Golińska, Nicolas Grospierre, Jarosław Kozłowski, Katarzyna Kozyra,
Małgorzata Mirga-Tas, Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal und Mikołaj Sobczak.
Sie repräsentieren unterschiedliche Generationen, künstlerische
Ausdrucksformen und Perspektiven auf die zeitgenössische Kunst – von
international etablierten Positionen bis hin zu Vertreterinnen und
Vertretern einer jüngeren Generation. Einige der Teilnehmenden zeigen
bereits bestehende Werke, andere präsentieren neue Arbeiten, die eigens
für die ausgewählten Kirchenräume entwickelt wurden.
Die Manifesta zählt zu den bedeutendsten internationalen Veranstaltungen
für zeitgenössische Kunst und findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten
in Europa statt. Anders als viele vergleichbare Formate beschränkt sie
sich nicht auf die Präsentation von Kunstwerken, sondern nimmt jeweils
einen konkreten Ort, dessen Geschichte, gesellschaftliche Spannungen und
Zukunftsperspektiven zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Ziel ist es nicht nur,
Ausstellungen zu realisieren, sondern durch lokal verankerte Projekte und
die Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen nachhaltige gesellschaftliche
Impulse zu setzen.
Für das künstlerische Programm der Manifesta 16 Ruhr zeichnet in diesem
Jahr ein internationales und generationenübergreifendes Kurator*innenteam
verantwortlich, zu dem unter anderem Anda Rottenberg und Krzysztof
Kościuczuk gehören.
- Für mich schließt sich mit dieser Ausgabe der Manifesta in gewisser
Weise ein Kreis, der im Mai 1991 mit der Ausstellung „Europa nieznana“
(Das unbekannte Europa) begann, die ich in Krakau kuratiert habe. Sie
brachte erstmals in der Nachkriegsgeschichte junge Kunstschaffende aus
allen europäischen Ländern auf Augenhöhe zusammen. Nach mehreren Jahren
intensiver Diskussionen wurde sie zum Modell für die Manifesta, die
zunächst als Stiftung in Amsterdam gegründet und später 1996 als
Ausstellung in Rotterdam realisiert wurde. Nun, 30 Jahre später, wurde ich
gebeten, gemeinsam mit zwei Kollegen die 16. Ausgabe zu kuratieren – mit
René Block und Henry Meyrick Hughes, mit denen ich damals die Stiftung
gegründet habe. Es ist ein schönes Wiedersehen, aber auch ein Anlass, auf
die vergangenen Jahrzehnte zurückzublicken. Deshalb haben Krzysztof
Kościuczuk und ich entschieden, junge Positionen mit heutigen Klassikern
zu konfrontieren, die bei den kuratorischen Entscheidungen früherer
Manifesta-Ausgaben unberücksichtigt geblieben waren - sagt Anda
Rottenberg, Creative Mediator der Manifesta 16 Ruhr.
- Die starke Präsenz polnischer Künstlerinnen, Künstler und
Kurator*innen auf der Manifesta zeigt, dass die polnische Kunst heute ein
wichtiger Teil der internationalen Debatte über Europas Gegenwart ist –
über Erinnerung, Gesellschaft und den öffentlichen Raum. Ich freue mich,
dass polnische Stimmen gerade im Rahmen der Manifesta Gehör finden –
einer Veranstaltung, die seit Jahren zeigt, dass Kunst ein wirksames
Instrument gesellschaftlicher Veränderung sein kann -  betont Olga
Wysocka, Direktorin des Adam-Mickiewicz-Instituts, das die Beteiligung
polnischer Kunstschaffender an der Biennale unterstützt.
Ausstellungen in leerstehenden Kirchen
Die diesjährige Ausgabe der Manifesta findet in Bochum, Essen, Duisburg
und Gelsenkirchen statt – vier Städten des Ruhrgebiets. Die
Ausstellungen bespielen zwölf ehemalige und heute ungenutzte
Kirchengebäude, die zu Orten künstlerischer Interventionen sowie von
Projekten mit lokalen Gemeinschaften werden.
Diese Wahl ist kein Zufall. Die nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten
Kirchen waren über Jahrzehnte wichtige Zentren des gesellschaftlichen
Lebens und Symbole des Wiederaufbaus von Gemeinschaft. Heute stehen viele
von ihnen infolge gesellschaftlicher Veränderungen und der abnehmenden
Bedeutung der Kirche im Alltag leer.
Unter dem bewusst provokanten Motto „This is not a church“ („Dies ist
keine Kirche“) machen die Organisatorinnen und Künstlerinnen das
Potenzial dieser Räume sichtbar und stellen die Frage, was sich aus der
Vergangenheit lernen lässt, um eine bessere Zukunft zu entwerfen.
Manifesta 16 Ruhr schlägt vor, ehemalige Sakralbauten nicht nur als
historisch bedeutende Gebäude zu betrachten, sondern als Orte, denen neue
gesellschaftliche Funktionen verliehen werden können. In diesem Sinne
fragt die Biennale danach, wie sich in einer Zeit nach Krisen,
gesellschaftlichen Spaltungen und dem Verlust sozialer Bindungen neue
Formen des Zusammenhalts schaffen und zugängliche Orte der Begegnung
gestalten lassen.
Kunst, Migration und Erinnerung
Das Programm der diesjährigen Ausgabe basiert auf Feldforschung, lokalen
Konsultationen und der Zusammenarbeit eines interdisziplinären
Kurator*innenteams mit sogenannten Creative Mediators – Fachleuten an den
Schnittstellen von Kunst, Architektur, Migrationsgeschichte und
gesellschaftlichem Engagement.
Im Zentrum der Manifesta 16 Ruhr stehen Themen wie Migration,
Desinformation, gesellschaftliche Polarisierung, kollektive Erinnerung und
Lebensqualität in urbanen Räumen. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei die
Geschichte des Ruhrgebiets selbst – einer Region, die nicht nur durch
ihre Industrie, sondern auch durch jahrzehntelange Migrationsbewegungen und
kulturelle Vielfalt geprägt wurde.
Wie die Organisatorinnen betonen, konzentrierte sich die Erzählung über
das Ruhrgebiet lange Zeit vor allem auf Industriegeschichte und
Arbeitersolidarität, während Perspektiven von Menschen mit
Migrationserfahrung deutlich seltener sichtbar wurden. Die diesjährige
Biennale erweitert diesen Blickwinkel bewusst.
Über 100 Teilnehmende aus 33 Ländern
Am Programm der Manifesta 16 Ruhr beteiligen sich mehr als 100
Künstler*innen und Kulturschaffende aus 33 Ländern. Die Biennale
präsentiert über 50 neue Arbeiten, die eigens für diese Ausgabe
entwickelt wurden. Am stärksten vertreten sind Deutschland (25 Prozent der
Teilnehmenden), die Türkei (21 Prozent) und Polen (9 Prozent). Dies
spiegelt nach Angaben der Organisator*innen sowohl den europäischen
Charakter der Biennale als auch die gesellschaftliche und kulturelle
Geschichte der Region wider.
Die vollständige Liste der Künstlerinnen und Künstler ist hier online
verfügbar.
Offenes und kostenfreies Veranstaltungsformat
Der Besuch der Manifesta 16 Ruhr ist für alle Besucherinnen kostenlos.
Neben dem Ausstellungsprogramm umfasst die Biennale zahlreiche Bildungs-,
Vermittlungs- und Beteiligungsprojekte, die gemeinsam mit Anwohnerinnen und
lokalen Initiativen entwickelt werden.
Mikołaj Sobczak im Polnischen Institut Düsseldorf
Begleitend zum Hauptprogramm der Manifesta 16 Ruhr präsentiert das
Polnische Institut Düsseldorf eine Einzelausstellung von Mikołaj Sobczak.
Die von Krzysztof Kościuczuk kuratierte Ausstellung „Teile und
herrsche“ (Dziel i rządź) ist die erste institutionelle Präsentation
von Sobczaks Werk in Düsseldorf und versammelt zentrale Arbeiten aus
verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers. Mit Malerei, Video,
Performance und installativen Arbeiten hinterfragt Sobczak etablierte
historische Narrative und entwickelt alternative Erzählungen über die
Vergangenheit. Dabei rückt er insbesondere queere Perspektiven sowie die
Erfahrungen marginalisierter Gruppen in den Mittelpunkt. Die Ausstellung in
Düsseldorf ist vom 12. Juni bis zum 9. Oktober 2026 zu sehen.
Die Veranstaltung wird durch zahlreiche Bildungs- und Vermittlungsprojekte
ergänzt, die gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften umgesetzt werden.
Alle Info unter:  http://www.manifesta16.org/de
Eintritt frei
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