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SUMMARY:35 Jahre Deutsch-Polnischer Nachbarschaftsvertrag - Podiumsdiskussion
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DESCRIPTION:Video-Impression aus der Diskussion:
https://youtu.be/HeUWjAMBzrI?si=esh5b8InOZEZicQa
Fotos: Andrzej Sikora (c) Polnisches Institut Düsseldorf
35 Jahre Deutsch-Polnischer NachbarschaftsvertragMit einer hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussion feierten das Polnische Institut Düsseldorf,
die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und das Haus der
Geschichte NRW am 22. Juni 2026 im Haus der Universität Düsseldorf den
35. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags.Auf dem Podium
diskutierten Persönlichkeiten, die die deutsch-polnischen Beziehungen seit
Jahren aktiv prägen:Jan Tombiński, Chargé d'affaires a.i. der Republik
Polen in DeutschlandMarek Krząkała, Abgeordneter des Sejm der Republik
Polen und Vorsitzender der Polnisch-Deutschen ParlamentariergruppeCornelia
Pieper, Staatsministerin a.D.Rafał Sobczak, Gesandter und Direktor des
Polnischen Instituts DüsseldorfBasil Kerski, Präsident der Stiftung Haus
der Geschichte Nordrhein-WestfalenProf. Dr. Sebastian Płóciennik,
Direktor der Stiftung für deutsch-polnische ZusammenarbeitProf. Dr. Peter
Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts in DarmstadtDie
Moderation übernahm Tomasz Lejman, Vorsitzender des Vereins der
Ausländischen Presse in Deutschland sowie Journalist von Polsat News und
Interia.pl.Botschafter Jan Tombiński hob in seiner Keynote u.a. hervor -
„dass die Fortschritte in der deutsch-polnischen Verständigung der
vergangenen 35 Jahre heute sehr erfreulich sind, aber damals keineswegs
selbstverständlich waren.“, „dass die gemeinsamen im Vertrag
formulierten Ziele auch im 21. Jahrhundert Bestand haben.“- und weiter
– „dass angesichts des steigenden wirtschaftlichen Austausches zwischen
beiden Ländern der Förderung der polnischen Sprache in Deutschland eine
größere Rolle beigemessen werden sollte.“
In seinem Grußwort betonte Rafał Sobczak: „Im Nachbarschaftsvertrag
verpflichteten sich beide Staaten, u.a. die Tätigkeit kultureller
Einrichtungen des jeweils anderen Landes zu fördern und den kulturellen
Austausch zu unterstützen. Eine Grundlage für die spätere Errichtung des
Polnischen Instituts in Düsseldorf 1993“.
Die Panelisten unterstrichen, dass vor allem engagierte Menschen auf beiden
Seiten der Grenze den Vertrag mit Inhalt gefüllt und seine Wirkung weit
über die ursprünglichen Vereinbarungen hinaus erweitert haben. Es wurde
ferner auf die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Polen und
Deutschland als Ausdruck einer fortschreitenden Europäisierung der
bilateralen Beziehungen hingewiesen. Zu weiteren wichtigen Themen gehörte
die Erinnerungspolitik, die jedoch in beiden Ländern zukunftsorientiert
werden sollte. Einig waren sich alle: Die Zukunft beider Länder liegt im
gemeinsamen Europa.
Unser herzlicher Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern und
Diskutierenden sowie Vertretern der NRW-Landespolitik, der Stadt
Düsseldorf, der Kultur- und Wissenschaftskreise sowie den Partnern des
Polnischen Instituts Düsseldorf. Wir danken ihnen für diesen wichtigen
Austausch und für ihr anhaltendes Engagement für eine lebendige
deutsch-polnische Nachbarschaft.
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35. Jahrestag der Unterzeichnung des „Vertrags zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft
und freundschaftliche Zusammenarbeit“ durch Bundeskanzler Helmut Kohl und
Premierminister Jan Krzysztof Bielecki am 17. Juni 1991 in Bonn ist Anlass,
einerseits die Errungenschaften beider Länder hervorzuheben, u.a. in den
Bereichen Sicherheit, wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit, aber
auch im sozialen, bildungspolitischen und kulturellen Bereich. Die
Schwerpunkte der europäischen Geopolitik der letzten Jahre - im Angesicht
des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine - verschoben sich
andererseits klar in Richtung osteuropäischer Grenze, wodurch Polen zum
wichtigsten EU-Akteur in dieser Region wurde.
Der Vertrag ist gleichzeitig auch Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des
Polnischen Instituts Düsseldorf. Als einzige Einrichtung dieser Art in den
westdeutschen Bundesländern wurde sie 1993 eröffnet. Die Gründung des
Polnischen Instituts Düsseldorf steht in engem Zusammenhang mit dem
Niedergang des Kommunismus und den politischen Veränderungen in Mittel-
und Osteuropa in den Jahren 1989/1990.
Podiumsdiskussion
35. Jahrestag der Unterzeichnung des Deutsch-polnischen
Nachbarschaftsvertrags 
Montag, 22. Juni 2026, um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
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