{"id":15090,"date":"2026-04-13T16:42:02","date_gmt":"2026-04-13T14:42:02","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?p=15090"},"modified":"2026-04-14T17:21:13","modified_gmt":"2026-04-14T15:21:13","slug":"zbigniew-rogalski-der-bestirnte-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2026\/04\/13\/zbigniew-rogalski-der-bestirnte-himmel\/","title":{"rendered":"Zbigniew Rogalski &#8211; Der bestirnte Himmel"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"722\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-722x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15092\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-722x1024.jpg 722w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-211x300.jpg 211w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-768x1090.jpg 768w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-1083x1536.jpg 1083w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1-1444x2048.jpg 1444w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2026\/04\/JERKE-invitation-1.jpg 1748w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ausstellung\u00a0<em>Zbigniew Rogalski &#8211; Der bestirnte Himmel<\/em><\/p>\n<p>26.04. bis\u00a0 06.06.2026<\/p>\n<p>Kuratorin: Marta Czy\u017c<\/p>\n<p>Museum Jerke, Recklinghausen,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/data=!4m2!3m1!1s0x47b8e33f5af5879d:0x89458b88c9e47e6a?sa=X&amp;ved=1t:8290&amp;ictx=111\">Johannes-Janssen-Stra\u00dfe 7, 45657 Recklinghausen<\/a><\/p>\n<p><strong>Er\u00f6ffnung, Samstag, den 25. April um 18 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten: Freitag 14:00\u201318:00 Uhr und Samstag 11:00\u201315:00\u00a0Uhr<\/p>\n<p><strong>Zbigniew Rogalski<\/strong><br \/><strong>\u00dcbungen zu den Konflikten des Sehens<\/strong><\/p>\n<p>Der Titel von Zbigniew Rogalskis Ausstellung <em>Der bestirnte Himmel<\/em> geht auf Immanuel Kants ber\u00fchmte Formulierung \u201eder bestirnte Himmel \u00fcber mir und das moralische Gesetz in mir\u201c zur\u00fcck. Der Philosoph bezeichnete damit die Schnittstelle zwischen den Dimensionen des Kosmischen und des Ethischen, die Erfahrung des Erhabenen, die ihn zur Reflexion \u00fcber die universelle Ordnung f\u00fchrte. In den Himmel zu schauen, bedeutete eine \u00dcberschreitung der eigenen Perspektive, aber auch eine R\u00fcckkehr zum moralischen Fundament. Heute jedoch ist diese Geste keine unschuldige mehr. Der Himmel ist, \u00e4hnlich wie die Landschaft, nicht l\u00e4nger ein Raum der reinen Kontemplation und die Landschaft nicht l\u00e4nger eine rein \u00e4sthetische Kategorie. Sie ist mit Inhalten gef\u00fcllt, mit Geschichte und Beziehungen. Genauso wenig gibt es den einen, gemeinsamen Blick. Jeder Blick ist situiert, involviert und interessengeleitet. Mit Arnold Berleant k\u00f6nnte man sagen, wir bewegen uns in einer \u201eLandschaft des Teilnehmers\u201c, das hei\u00dft einer Landschaft, die nicht aus der Distanz angeschaut, sondern durch unser Tun, unsere Entscheidungen und Sichtweisen mitgeschaffen wird. Der Konflikt findet nicht mehr \u201ein der Landschaft\u201c statt, sondern konstituiert den Akt der Perzeption selbst.<\/p>\n<p>Zbigniew Rogalskis Malerei entwickelt diese Perspektive ausgehend von der Physiologie des Sehens. Den K\u00fcnstler interessieren die Mechanismen der Perzeption, ihre Unvollkommenheit, deren Kompensation und die Momente, in denen das Auge Wirklichkeit \u201eerg\u00e4nzt\u201c oder \u201ereduziert\u201c. Ph\u00e4nomene wie Nachbilder, Halluzinationen oder optische Verschiebungen sind f\u00fcr ihn jedoch nicht um ihrer selbst willen interessant, sondern bilden den Ausgangspunkt f\u00fcr die Reflexion dar\u00fcber, wie wir das Bild der Welt konstruieren. Das Sehen wird zu einem Prozess des Verhandelns zwischen dem Gegebenen und dem Imaginierten. Die Seerosen in Rogalskis Gem\u00e4lden sind keine Naturstudien in unterschiedlichen Einstellungen, wie es bei Monet der Fall war, sondern eine Erkundung des Wesens der Pflanzen, die untereinander einen intensiven und passiven Kampf um Ressourcen f\u00fchren. In einem Gem\u00e4lde, das den Kantschen \u201eBlick aus dem Fenster\u201c aufgreift, rekonstruiert der K\u00fcnstler die Aussicht aus Kants Zimmer in K\u00f6nigsberg, die wir lediglich aus einer Beschreibung kennen, in welcher von einem den Umriss eines Turms verdeckenden Baum die Rede ist. Ein \u00e4hnlicher Mechanismus wirkt in einer Arbeit, die auf die Fotografie Nan Goldins und die Strategien der Kadrierung verweist. Ein isoliertes Fragment lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein wenig offensichtliches Detail: ein K\u00f6rperteil, die Spannung einer Geste, potenzielle Gewalt oder die in einer klassischen Form verborgene Leidenschaft. Was wir sehen, ist nur ein Ausschnitt, den Rest m\u00fcssen wir uns hinzudenken. In diesem Sinne stellt das Gem\u00e4lde nicht dar, sondern setzt vielmehr einen Deutungsprozess in Gang, dessen Ungewissheit es gleichzeitig offenlegt. In einem Gem\u00e4lde mit dem Motiv eines Apfelbaums pulsiert die monochromatische Oberfl\u00e4che in einer Farbe, die nicht auf der Leinwand, sondern im Auge des Betrachters zu entstehen scheint. Es zeigen sich Effekte der Erm\u00fcdung des Blicks. Was wir sehen, ist nicht stabil, es ver\u00e4ndert sich mit der Perzeption. Rogalskis Gem\u00e4lde veranschaulichen den fundamentalen Konflikt zwischen einem potenziellen Objektivismus und der unhintergehbaren Subjektivit\u00e4t der Erfahrung. In Farbverschiebungen und optischen Fehlern offenbart sich, was f\u00fcr gew\u00f6hnlich unsichtbar oder zumindest schwer bemerkbar bleibt. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung ist auch eine gro\u00dfe Stickerei, die vom Nachspann des Films <em>Elephant<\/em> inspiriert wurde. In diesem Kontext gewinnt ein Gedanke Susan Sontags besonderes Gewicht: Kein Blick ist unschuldig. In einer von Bildern des Leidens durchtr\u00e4nkten Welt bleibt der Betrachter nicht passiv, sein Blick impliziert immer eine Entscheidung. Zwischen Empathie und Gleichg\u00fcltigkeit, zwischen Reflexion und Bilderkonsum.<\/p>\n<p>Zbigniew Rogalski destabilisiert konsequent den Prozess des Sehens und legt dessen Verstrickungen blo\u00df. <em>Der bestirnte Himmel<\/em> versucht den Moment zu erfassen, in dem das Sehen zum Konflikt wird \u2013 zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Erinnerung und Vorstellung, zwischen der individuellen Erfahrung und den sie pr\u00e4genden Systemen. In diesem Sinne verschwindet Kants bestirnter Himmel nicht, doch er garantiert keine Ordnung mehr. Er wird zum Raum der Ungewissheit, in welchem das, was wir sehen, mehr \u00fcber uns aussagt als \u00fcber die Welt.<\/p>\n<p><em>Aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellung\u00a0Zbigniew Rogalski &#8211; Der bestirnte Himmel 26.04. bis\u00a0 06.06.2026 Kuratorin: Marta Czy\u017c Museum Jerke, Recklinghausen,\u00a0Johannes-Janssen-Stra\u00dfe 7, 45657 Recklinghausen Er\u00f6ffnung, Samstag, den 25. April um 18 Uhr \u00d6ffnungszeiten: Freitag 14:00\u201318:00 Uhr und Samstag 11:00\u201315:00\u00a0Uhr Zbigniew Rogalski\u00dcbungen zu den Konflikten des Sehens Der Titel von Zbigniew Rogalskis Ausstellung Der bestirnte Himmel geht auf Immanuel Kants ber\u00fchmte Formulierung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":15091,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[297,25],"tags":[],"class_list":["post-15090","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausstellungen","category-kunst"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Zbigniew Rogalski - Der bestirnte Himmel - Instytut Polski w Dusseldorfie<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2026\/04\/13\/zbigniew-rogalski-der-bestirnte-himmel\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"pl_PL\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zbigniew Rogalski - Der bestirnte Himmel - Instytut Polski w Dusseldorfie\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ausstellung\u00a0Zbigniew Rogalski &#8211; Der bestirnte Himmel 26.04. bis\u00a0 06.06.2026 Kuratorin: Marta Czy\u017c Museum Jerke, Recklinghausen,\u00a0Johannes-Janssen-Stra\u00dfe 7, 45657 Recklinghausen Er\u00f6ffnung, Samstag, den 25. 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Sie ist mit Inhalten gef\u00fcllt, mit Geschichte und Beziehungen. Genauso wenig gibt es den einen, gemeinsamen Blick. Jeder Blick ist situiert, involviert und interessengeleitet. Mit Arnold Berleant k\u00f6nnte man sagen, wir bewegen uns in einer \u201eLandschaft des Teilnehmers\u201c, das hei\u00dft einer Landschaft, die nicht aus der Distanz angeschaut, sondern durch unser Tun, unsere Entscheidungen und Sichtweisen mitgeschaffen wird. Der Konflikt findet nicht mehr \u201ein der Landschaft\u201c statt, sondern konstituiert den Akt der Perzeption selbst.\nZbigniew Rogalskis Malerei entwickelt diese Perspektive ausgehend von der Physiologie des Sehens. Den K\u00fcnstler interessieren die Mechanismen der Perzeption, ihre Unvollkommenheit, deren Kompensation und die Momente, in denen das Auge Wirklichkeit \u201eerg\u00e4nzt\u201c oder \u201ereduziert\u201c. Ph\u00e4nomene wie Nachbilder, Halluzinationen oder optische Verschiebungen sind f\u00fcr ihn jedoch nicht um ihrer selbst willen interessant, sondern bilden den Ausgangspunkt f\u00fcr die Reflexion dar\u00fcber, wie wir das Bild der Welt konstruieren. Das Sehen wird zu einem Prozess des Verhandelns zwischen dem Gegebenen und dem Imaginierten. Die Seerosen in Rogalskis Gem\u00e4lden sind keine Naturstudien in unterschiedlichen Einstellungen, wie es bei Monet der Fall war, sondern eine Erkundung des Wesens der Pflanzen, die untereinander einen intensiven und passiven Kampf um Ressourcen f\u00fchren. In einem Gem\u00e4lde, das den Kantschen \u201eBlick aus dem Fenster\u201c aufgreift, rekonstruiert der K\u00fcnstler die Aussicht aus Kants Zimmer in K\u00f6nigsberg, die wir lediglich aus einer Beschreibung kennen, in welcher von einem den Umriss eines Turms verdeckenden Baum die Rede ist. Ein \u00e4hnlicher Mechanismus wirkt in einer Arbeit, die auf die Fotografie Nan Goldins und die Strategien der Kadrierung verweist. Ein isoliertes Fragment lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein wenig offensichtliches Detail: ein K\u00f6rperteil, die Spannung einer Geste, potenzielle Gewalt oder die in einer klassischen Form verborgene Leidenschaft. Was wir sehen, ist nur ein Ausschnitt, den Rest m\u00fcssen wir uns hinzudenken. In diesem Sinne stellt das Gem\u00e4lde nicht dar, sondern setzt vielmehr einen Deutungsprozess in Gang, dessen Ungewissheit es gleichzeitig offenlegt. In einem Gem\u00e4lde mit dem Motiv eines Apfelbaums pulsiert die monochromatische Oberfl\u00e4che in einer Farbe, die nicht auf der Leinwand, sondern im Auge des Betrachters zu entstehen scheint. Es zeigen sich Effekte der Erm\u00fcdung des Blicks. Was wir sehen, ist nicht stabil, es ver\u00e4ndert sich mit der Perzeption. Rogalskis Gem\u00e4lde veranschaulichen den fundamentalen Konflikt zwischen einem potenziellen Objektivismus und der unhintergehbaren Subjektivit\u00e4t der Erfahrung. In Farbverschiebungen und optischen Fehlern offenbart sich, was f\u00fcr gew\u00f6hnlich unsichtbar oder zumindest schwer bemerkbar bleibt. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung ist auch eine gro\u00dfe Stickerei, die vom Nachspann des Films Elephant inspiriert wurde. In diesem Kontext gewinnt ein Gedanke Susan Sontags besonderes Gewicht: Kein Blick ist unschuldig. In einer von Bildern des Leidens durchtr\u00e4nkten Welt bleibt der Betrachter nicht passiv, sein Blick impliziert immer eine Entscheidung. Zwischen Empathie und Gleichg\u00fcltigkeit, zwischen Reflexion und Bilderkonsum.\nZbigniew Rogalski destabilisiert konsequent den Prozess des Sehens und legt dessen Verstrickungen blo\u00df. Der bestirnte Himmel versucht den Moment zu erfassen, in dem das Sehen zum Konflikt wird \u2013 zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Erinnerung und Vorstellung, zwischen der individuellen Erfahrung und den sie pr\u00e4genden Systemen. In diesem Sinne verschwindet Kants bestirnter Himmel nicht, doch er garantiert keine Ordnung mehr. 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