{"id":2751,"date":"2020-08-14T11:29:02","date_gmt":"2020-08-14T09:29:02","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?p=2751"},"modified":"2020-08-25T10:27:00","modified_gmt":"2020-08-25T08:27:00","slug":"die-schlacht-bei-warschau-1920","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2020\/08\/14\/die-schlacht-bei-warschau-1920\/","title":{"rendered":"Die Schlacht bei Warschau 1920"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Mateusz Morawiecki<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Schlacht bei Warschau im Jahr 1920<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der polnisch-bolschewistische Krieg war der Gr\u00fcndungsmoment des modernen Polens und m\u00f6glicherweise ein unerkannter Wendepunkt f\u00fcr ganz Europa \u2013 der faktische Zusammenprall zweier unterschiedlicher Zivilisationen.<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt historische Wendepunkte, die f\u00fcr den weiteren Verlauf der Geschichte ausschlaggebend sind. Ein solcher historischer Moment im 20. Jahrhundert f\u00fcr Polen und f\u00fcr Europa war der 15. August 1920. An jenem Tag ging der 1918 wiedererstandene polnische Staat als Sieger aus der entscheidenden Schlacht gegen die bolschewistischen Truppen hervor, die das Feuer der kommunistischen Revolution nach Westeuropa tragen sollte, das durch die menschlichen und materiellen Verluste infolge des Ersten Weltkriegs geschw\u00e4cht war. Nach Meinung des britischen Diplomaten Edgar D\u00b4Abernon war die Schlacht bei Warschau die achtzehnte Entscheidungsschlacht der Weltgeschichte. Die Schlacht bei Warschau verdient es, gleichrangig mit der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 als ein entscheidender Moment im Kampf gegen den Totalitarismus in Europa genannt zu werden. Der Eiserne Vorhang, mit dem Europa in Jalta geteilt wurde, lie\u00df nicht zu, dass die Bedeutung dieses konkreten Ereignisses f\u00fcr die Geschichte Europas den geb\u00fchrenden Rang im Weltged\u00e4chtnis erhalten hat. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Alltagskultur als auch f\u00fcr Geschichtslehrb\u00fccher. Nun ist es an der Zeit, diese L\u00fccke im europ\u00e4ischen Ged\u00e4chtnis endlich zu f\u00fcllen. Der Jahrestag der Schlacht bei Warschau soll nicht nur in Warschau, nicht nur in Polen, sondern auch in ganz Europa gefeiert werden. Vor den Toren Warschaus an der Weichsel siegte Polen, jener Sieg jedoch betraf in gro\u00dfem Ma\u00dfe die Freiheit der europ\u00e4ischen Nationen \u2013 der Freiheit von der totalit\u00e4ren Finsternis des Kommunismus.<\/p>\n<p>Historisch gesehen endet im Jahre 1920 eine bestimmte Abfolge von Ereignissen, die Ende des 18. Jahrhunderts mit der Teilung Polens durch Preu\u00dfen, Russland und \u00d6sterreich begonnen hat. Die Schlacht bei Warschau ist der H\u00f6hepunkt einer der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Episoden in der europ\u00e4ischen und der globalen Geschichte bei der Erschaffung einer modernen Nation \u2013 einer Nation, die ohne einen eigenen Staat auf den Tr\u00fcmmern der milit\u00e4rischen und politischen Niederlagen (stellvertretend daf\u00fcr seien mehrere polnische Aufst\u00e4nde und Niederlagen etlicher Staatssurrogate genannt) geformt wurde. Und das geschah zu einer Zeit, als Polen von der Landkarte Europas gel\u00f6scht war \u2013 vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.<\/p>\n<p>Die erste polnische Besonderheit, an die wir erinnern sollten, ist das Ausma\u00df der Transformation der polnischen Gesellschaft von einer feudalen in eine der modernsten B\u00fcrgergesellschaften Europas \u2013 und das eigentlich ohne eigene staatliche Institutionen. Das riesige Netz sozialer, kultureller und sportlicher Vereine wie beispielsweise die Gesellschaft \u201eSok\u00f3\u0142\u201c, Genossenschaftskassen, wissenschaftliche Gesellschaften und schulische Selbstbildungszirkel kann nur mit den Reformen im Japan der Meiji-Zeit verglichen werden, die dort von einem starken Machtzentrum durchgef\u00fchrt wurden. Die gro\u00dfe polnische demokratische Revolution von unten vollzog sich in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts gegen die Politik der Teilungsm\u00e4chte im besetzten Polen. Sie ist der Beweis daf\u00fcr, dass die Polen in der Lage waren, Schl\u00fcsse aus der eigenen Geschichte zu ziehen und in den modernsten Konzepten \u2013 Positivismus, demokratische Reformen, Erm\u00e4chtigung der Frauen und sozialer Massen \u2013Zusammenhalt zu finden. Ohne den Erfolg an der aufkl\u00e4rerisch gepr\u00e4gten Front der Bildung, der Wissenschaft und des sozialen Gedankens h\u00e4tte es keine Siege an den milit\u00e4rischen Fronten gegeben.<\/p>\n<p>Diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Geschichte der ersten polnischen demokratischen Revolution ist in Europa kaum bekannt. Und doch handelt es sich dabei um eine Erz\u00e4hlung vom Rang solcher literarischen Meisterwerke wie Tocquevilles \u201e\u00dcber die Demokratie in Amerika\u201c. Unmittelbar nach der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit beschloss Polen 1918 eines der modernsten Sozial- und Wahlgesetze der westlichen Welt. Das gemeinsame Bewusstsein der wiedergewonnenen Freiheit \u00fcberwand Vorurteile und die Versuchung, breitere gesellschaftliche Gruppen zu diskriminieren. Polen musste die Einheit und den Zusammenhalt der ganzen Nation aufbauen. Auf die intellektuellen Leistungen am Ende des 19. Jahrhunderts mussten nach 1918 staatliche Anstrengungen zusammen mit der Wiederherstellung der \u00f6ffentlichen Institutionen folgen.<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen Polen ist somit ein Narrativ \u00fcber eine Demokratisierung, die sich von der westeurop\u00e4ischen unterscheidet. Es ist eine Geschichte der Demokratisierung, die von der fortschreitenden Zur\u00fcckgewinnung der Unabh\u00e4ngigkeit und der gesellschaftlich-politischen Subjektivit\u00e4t begleitet wird. Es ist eine Geschichte der Fortschrittlichkeit, die als Gegenentwurf zum Imperialismus, Absolutismus und Despotismus der M\u00e4chte gestaltet wurde, die das Europa des 19. Jahrhunderts dominierten. Es ist eine Geschichte, an deren kr\u00f6nendem Abschluss der Staat eine \u00e4u\u00dferst anspruchsvollen Reifepr\u00fcfung bestehen musste \u2013 Polen sah sich kaum zwei Jahre nach der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit einer totalit\u00e4ren Bedrohung durch die Bolschewiki gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Der Krieg gegen die Bolschewiki war eine Demonstration der au\u00dferordentlichen politischen Einheit der polnischen Nation. Im Juli 1920 wurde die Regierung der Nationalen Verteidigung mit Wincenty Witos, dem Anf\u00fchrer der Bauernbewegung, als Ministerpr\u00e4sident, und Ignacy Daszy\u0144ski, einem der Spitzenpolitiker der polnischen Linken, als Vizepremier bestellt. Die politischen Differenzen der V\u00e4ter der polnischen Unabh\u00e4ngigkeit aus allen Lagern traten angesichts der Verteidigung der staatlichen Existenz des wiedergewonnenen Vaterlandes v\u00f6llig in den Hintergrund. Die politischen Eliten Polens haben ihre Reifepr\u00fcfung im kritischsten Moment f\u00fcr das Land bestanden. Die polnische Gesellschaft unterst\u00fctzte massiv die Kriegsanstrengungen, begleitet vom enormen Engagement der katholischen Kirche. Die bolschewistischen Truppen stellten sich einer Nation entgegen, die nicht die Absicht hatte, ihre so hart erk\u00e4mpfte Unabh\u00e4ngigkeit aufzugeben.<\/p>\n<p>Das zentrale Ereignis des polnisch-bolschewistischen Krieges schlechthin war die Schlacht von Warschau, ein k\u00fchner Gegenangriff auf die tief ins polnische Gebiet vorr\u00fcckenden bolschewistischen Truppen, der von den Oberkommandierenden Marschall J\u00f3zef Pi\u0142sudski, Generalstabschef Tadeusz Rozwadowski und Einsatzkommandeuren wie General W\u0142adys\u0142aw Sikorski und Edward \u015amig\u0142y-Rydz durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Der bedeutende franz\u00f6sische Milit\u00e4rhistoriker Hubert Camon hielt das Einkesselungsman\u00f6ver, das Polen den Sieg in der Schlacht von Warschau bescherte, f\u00fcr eine zeitgen\u00f6ssische Umsetzung des napoleonischen Man\u00f6vers. Mit minimalen eigenen Verlusten wurde die m\u00e4chtige bolschewistische Armee, die sich mit gro\u00dfem Schwung in Richtung Westeuropa bewegte, zerschlagen. Die Kriegsmobilisierung der polnischen Gesellschaft war au\u00dfergew\u00f6hnlich, zumal Polen eines der L\u00e4nder war, die durch den Ersten Weltkrieg am st\u00e4rksten zerst\u00f6rt worden waren. Die Reaktion der polnischen Bev\u00f6lkerung war einmalig, wof\u00fcr das schwindelerregende Tempo der Aufstellung der Freiwilligenarmee unter dem Kommando von General Haller als Beweis dienen kann, die schnell auf eine St\u00e4rke von \u00fcber 100.000 Soldaten anwuchs.<\/p>\n<p>Die Presse nannte den polnischen Sieg das \u201eWunder an der Weichsel\u201c, in Anlehnung an das \u201eWunder an der Marne\u201c im Ersten Weltkrieg, als die franz\u00f6sisch-britische Truppen den Vormarsch der deutschen Armee stoppen konnten.<\/p>\n<p>Der polnisch-bolschewistische Krieg war nicht nur ein Zusammenprall gro\u00dfer Armeen, eine spektakul\u00e4re Anstrengung der ganzen Gesellschaft und ein strategisches Meisterst\u00fcck der Gener\u00e4le. Es war auch ein Ringen der Geheimdienste, in dem Codes, Verstand und Intellekt gegeneinander eingesetzt wurden. Der gro\u00dfe Held an der geheimdienstlichen Front der Warschauer Schlacht war der Offizier des polnischen Milit\u00e4rgeheimdienstes Jan Kowalewski, der die sowjetischen Codes entschl\u00fcsselte. Dank dieser Leistung konnten entscheidende Informationen f\u00fcr die Ausarbeitung der polnischen operativen Strategie gewonnen werden. Er war der stille Held, der eine wesentliche Rolle beim Aufhalten der sowjetischen Aggression gegen Europa im Jahr 1920 spielte. Dar\u00fcber hinaus war er auch im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Person bei der Operation Tripod, die von der polnischen Exilregierung in London entworfen wurde. Der Plan sah eine Invasion der Alliierten auf dem Balkan vor, nachdem Italien, Rum\u00e4nien und Ungarn zuvor zum Bruch der Allianz mit Hitler bewogen werden sollten. Ungl\u00fccklicherweise verwarf Roosevelt unter dem Druck Stalins den von Winston Churchill unterst\u00fctzten Plan einer Landung auf dem Balkan. W\u00e4re die Geschichte anders verlaufen, h\u00e4tte Jan Kowalewski Mittel- und Osteuropa zweimal vor der totalit\u00e4ren Welt der sowjetischen Dominanz retten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der 100. Jahrestag der Schlacht bei Warschau ist einer der wichtigsten Gedenktage des gegenw\u00e4rtigen freien Europas. Die Polen haben den Westen vor der Erfahrung des totalit\u00e4ren Genozids gerettet, von bedeutenden franz\u00f6sischen Historikern im ber\u00fchmten \u201eSchwarzbuch des Kommunismus\u201c beschrieben. Die polnische Erfahrung des Kommunismus mit dessen tragischen und langanhaltenden Folgen f\u00fcr Polen und f\u00fcr die polnische Gesellschaft bleibt oft unverstanden. Die Hinterlassenschaft des Postkommunismus ist ein reales Problem, das die soziale und institutionelle Wirklichkeit derjenigen L\u00e4nder, die einen demokratischen Wandel vollzogen haben, deformiert. Der herausragende polnische Schriftsteller und Literaturnobelpreistr\u00e4ger W\u0142adys\u0142aw Reymont hat nach der Schlacht bei Warschau ein Buch unter dem Titel \u201eDie Emp\u00f6rung\u201c geschrieben. Darin beschrieb er allegorisch den Aufstand der Tiere gegen die Menschen und portr\u00e4tierte damit die Mechanismen des Totalitarismus. Reymont schrieb das Werk zwanzig Jahre vor George Orwells ber\u00fchmter \u201eFarm der Tiere\u201c. Er war in der Lage, dieses Buch zu schreiben, weil die Polen lange vor dem Westen eine Konfrontation mit dem Kommunismus erlebt hatten. Die Schlacht bei Warschau war auch der H\u00f6hepunkt von mehr als f\u00fcnf Dekaden einer polnischen demokratischen Revolution von unten \u2013 eines der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten und unbekanntesten Narrative in der Geschichte Europas in der zweiten H\u00e4lfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist eine Erz\u00e4hlung von au\u00dferordentlichem Patriotismus, religi\u00f6ser Hingabe, milit\u00e4rischem Genie und der Bedeutung von Chiffren.<\/p>\n<p>Der polnisch-bolschewistische Krieg war der Gr\u00fcndungsmoment des modernen Polens und m\u00f6glicherweise ein unerkannter Wendepunkt f\u00fcr ganz Europa \u2013 der faktische Zusammenprall zweier unterschiedlicher Zivilisationen. Niemand wusste das besser als der 1920 geborene Karol Wojty\u0142a \u2013 der sp\u00e4tere Papst Johannes Paul II. \u2013 der sagte: \u201eSeit meiner Geburt stehe ich tief in der Schuld derjenigen, die damals den Kampf gegen den Aggressor aufgenommen und den Sieg mit ihrem Leben bezahlt hatten.\u201c Wir sind alle zur R\u00fcckzahlung dieser Schuld verpflichtet. Der 100. Jahrestag der siegreichen Schlacht bei Warschau ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um uns und ganz Europa daran zu erinnern.<\/p>\n<p><em>Der Beitrag erscheint im polnischen Original in der polnischen Monatszeitschrift \u201eWszystko co najwa\u017cniejsze\u201c im Rahmen eines gemeinsam mit dem Institut des Nationalen Gedenkens durchgef\u00fchrten Projekts.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Foto: Marsza\u0142ek J\u00f3zef Pi\u0142sudski, gen. Tadeusz Rozwadowski, gen. Kazimierz Sosnkowski, Warszawa 1923. Autor anonimowy. \u0179r\u00f3d\u0142o &#8211; Wikimedia Commons [25.06.2020]; Centralne Archiwum Wojskowe, Warszawa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mateusz Morawiecki Die Schlacht bei Warschau im Jahr 1920 Der polnisch-bolschewistische Krieg war der Gr\u00fcndungsmoment des modernen Polens und m\u00f6glicherweise ein unerkannter Wendepunkt f\u00fcr ganz Europa \u2013 der faktische Zusammenprall zweier unterschiedlicher Zivilisationen. 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Der Eiserne Vorhang, mit dem Europa in Jalta geteilt wurde, lie\u00df nicht zu, dass die Bedeutung dieses konkreten Ereignisses f\u00fcr die Geschichte Europas den geb\u00fchrenden Rang im Weltged\u00e4chtnis erhalten hat. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Alltagskultur als auch f\u00fcr Geschichtslehrb\u00fccher. Nun ist es an der Zeit, diese L\u00fccke im europ\u00e4ischen Ged\u00e4chtnis endlich zu f\u00fcllen. Der Jahrestag der Schlacht bei Warschau soll nicht nur in Warschau, nicht nur in Polen, sondern auch in ganz Europa gefeiert werden. Vor den Toren Warschaus an der Weichsel siegte Polen, jener Sieg jedoch betraf in gro\u00dfem Ma\u00dfe die Freiheit der europ\u00e4ischen Nationen \u2013 der Freiheit von der totalit\u00e4ren Finsternis des Kommunismus.\\nHistorisch gesehen endet im Jahre 1920 eine bestimmte Abfolge von Ereignissen, die Ende des 18. Jahrhunderts mit der Teilung Polens durch Preu\u00dfen, Russland und \u00d6sterreich begonnen hat. Die Schlacht bei Warschau ist der H\u00f6hepunkt einer der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Episoden in der europ\u00e4ischen und der globalen Geschichte bei der Erschaffung einer modernen Nation \u2013 einer Nation, die ohne einen eigenen Staat auf den Tr\u00fcmmern der milit\u00e4rischen und politischen Niederlagen (stellvertretend daf\u00fcr seien mehrere polnische Aufst\u00e4nde und Niederlagen etlicher Staatssurrogate genannt) geformt wurde. Und das geschah zu einer Zeit, als Polen von der Landkarte Europas gel\u00f6scht war \u2013 vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.\\nDie erste polnische Besonderheit, an die wir erinnern sollten, ist das Ausma\u00df der Transformation der polnischen Gesellschaft von einer feudalen in eine der modernsten B\u00fcrgergesellschaften Europas \u2013 und das eigentlich ohne eigene staatliche Institutionen. 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Jahrhunderts mussten nach 1918 staatliche Anstrengungen zusammen mit der Wiederherstellung der \u00f6ffentlichen Institutionen folgen.\\nDas Ph\u00e4nomen Polen ist somit ein Narrativ \u00fcber eine Demokratisierung, die sich von der westeurop\u00e4ischen unterscheidet. Es ist eine Geschichte der Demokratisierung, die von der fortschreitenden Zur\u00fcckgewinnung der Unabh\u00e4ngigkeit und der gesellschaftlich-politischen Subjektivit\u00e4t begleitet wird. Es ist eine Geschichte der Fortschrittlichkeit, die als Gegenentwurf zum Imperialismus, Absolutismus und Despotismus der M\u00e4chte gestaltet wurde, die das Europa des 19. Jahrhunderts dominierten. Es ist eine Geschichte, an deren kr\u00f6nendem Abschluss der Staat eine \u00e4u\u00dferst anspruchsvollen Reifepr\u00fcfung bestehen musste \u2013 Polen sah sich kaum zwei Jahre nach der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit einer totalit\u00e4ren Bedrohung durch die Bolschewiki gegen\u00fcber.\\nDer Krieg gegen die Bolschewiki war eine Demonstration der au\u00dferordentlichen politischen Einheit der polnischen Nation. Im Juli 1920 wurde die Regierung der Nationalen Verteidigung mit Wincenty Witos, dem Anf\u00fchrer der Bauernbewegung, als Ministerpr\u00e4sident, und Ignacy Daszy\u0144ski, einem der Spitzenpolitiker der polnischen Linken, als Vizepremier bestellt. Die politischen Differenzen der V\u00e4ter der polnischen Unabh\u00e4ngigkeit aus allen Lagern traten angesichts der Verteidigung der staatlichen Existenz des wiedergewonnenen Vaterlandes v\u00f6llig in den Hintergrund. 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Die bolschewistischen Truppen stellten sich einer Nation entgegen, die nicht die Absicht hatte, ihre so hart erk\u00e4mpfte Unabh\u00e4ngigkeit aufzugeben.\\nDas zentrale Ereignis des polnisch-bolschewistischen Krieges schlechthin war die Schlacht von Warschau, ein k\u00fchner Gegenangriff auf die tief ins polnische Gebiet vorr\u00fcckenden bolschewistischen Truppen, der von den Oberkommandierenden Marschall J\u00f3zef Pi\u0142sudski, Generalstabschef Tadeusz Rozwadowski und Einsatzkommandeuren wie General W\u0142adys\u0142aw Sikorski und Edward \u015amig\u0142y-Rydz durchgef\u00fchrt wurde.\\nDer bedeutende franz\u00f6sische Milit\u00e4rhistoriker Hubert Camon hielt das Einkesselungsman\u00f6ver, das Polen den Sieg in der Schlacht von Warschau bescherte, f\u00fcr eine zeitgen\u00f6ssische Umsetzung des napoleonischen Man\u00f6vers. 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Der gro\u00dfe Held an der geheimdienstlichen Front der Warschauer Schlacht war der Offizier des polnischen Milit\u00e4rgeheimdienstes Jan Kowalewski, der die sowjetischen Codes entschl\u00fcsselte. Dank dieser Leistung konnten entscheidende Informationen f\u00fcr die Ausarbeitung der polnischen operativen Strategie gewonnen werden. Er war der stille Held, der eine wesentliche Rolle beim Aufhalten der sowjetischen Aggression gegen Europa im Jahr 1920 spielte. Dar\u00fcber hinaus war er auch im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Person bei der Operation Tripod, die von der polnischen Exilregierung in London entworfen wurde. Der Plan sah eine Invasion der Alliierten auf dem Balkan vor, nachdem Italien, Rum\u00e4nien und Ungarn zuvor zum Bruch der Allianz mit Hitler bewogen werden sollten. Ungl\u00fccklicherweise verwarf Roosevelt unter dem Druck Stalins den von Winston Churchill unterst\u00fctzten Plan einer Landung auf dem Balkan. 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Ein solcher historischer Moment im 20. Jahrhundert f\u00fcr Polen und f\u00fcr Europa war der 15. August 1920. An jenem Tag ging der 1918 wiedererstandene polnische Staat als Sieger aus der entscheidenden Schlacht gegen die bolschewistischen Truppen hervor, die das Feuer der kommunistischen Revolution nach Westeuropa tragen sollte, das durch die menschlichen und materiellen Verluste infolge des Ersten Weltkriegs geschw\u00e4cht war. Nach Meinung des britischen Diplomaten Edgar D\u00b4Abernon war die Schlacht bei Warschau die achtzehnte Entscheidungsschlacht der Weltgeschichte. Die Schlacht bei Warschau verdient es, gleichrangig mit der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 als ein entscheidender Moment im Kampf gegen den Totalitarismus in Europa genannt zu werden. Der Eiserne Vorhang, mit dem Europa in Jalta geteilt wurde, lie\u00df nicht zu, dass die Bedeutung dieses konkreten Ereignisses f\u00fcr die Geschichte Europas den geb\u00fchrenden Rang im Weltged\u00e4chtnis erhalten hat. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Alltagskultur als auch f\u00fcr Geschichtslehrb\u00fccher. Nun ist es an der Zeit, diese L\u00fccke im europ\u00e4ischen Ged\u00e4chtnis endlich zu f\u00fcllen. Der Jahrestag der Schlacht bei Warschau soll nicht nur in Warschau, nicht nur in Polen, sondern auch in ganz Europa gefeiert werden. Vor den Toren Warschaus an der Weichsel siegte Polen, jener Sieg jedoch betraf in gro\u00dfem Ma\u00dfe die Freiheit der europ\u00e4ischen Nationen \u2013 der Freiheit von der totalit\u00e4ren Finsternis des Kommunismus.\nHistorisch gesehen endet im Jahre 1920 eine bestimmte Abfolge von Ereignissen, die Ende des 18. Jahrhunderts mit der Teilung Polens durch Preu\u00dfen, Russland und \u00d6sterreich begonnen hat. Die Schlacht bei Warschau ist der H\u00f6hepunkt einer der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Episoden in der europ\u00e4ischen und der globalen Geschichte bei der Erschaffung einer modernen Nation \u2013 einer Nation, die ohne einen eigenen Staat auf den Tr\u00fcmmern der milit\u00e4rischen und politischen Niederlagen (stellvertretend daf\u00fcr seien mehrere polnische Aufst\u00e4nde und Niederlagen etlicher Staatssurrogate genannt) geformt wurde. Und das geschah zu einer Zeit, als Polen von der Landkarte Europas gel\u00f6scht war \u2013 vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.\nDie erste polnische Besonderheit, an die wir erinnern sollten, ist das Ausma\u00df der Transformation der polnischen Gesellschaft von einer feudalen in eine der modernsten B\u00fcrgergesellschaften Europas \u2013 und das eigentlich ohne eigene staatliche Institutionen. Das riesige Netz sozialer, kultureller und sportlicher Vereine wie beispielsweise die Gesellschaft \u201eSok\u00f3\u0142\u201c, Genossenschaftskassen, wissenschaftliche Gesellschaften und schulische Selbstbildungszirkel kann nur mit den Reformen im Japan der Meiji-Zeit verglichen werden, die dort von einem starken Machtzentrum durchgef\u00fchrt wurden. Die gro\u00dfe polnische demokratische Revolution von unten vollzog sich in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts gegen die Politik der Teilungsm\u00e4chte im besetzten Polen. Sie ist der Beweis daf\u00fcr, dass die Polen in der Lage waren, Schl\u00fcsse aus der eigenen Geschichte zu ziehen und in den modernsten Konzepten \u2013 Positivismus, demokratische Reformen, Erm\u00e4chtigung der Frauen und sozialer Massen \u2013Zusammenhalt zu finden. Ohne den Erfolg an der aufkl\u00e4rerisch gepr\u00e4gten Front der Bildung, der Wissenschaft und des sozialen Gedankens h\u00e4tte es keine Siege an den milit\u00e4rischen Fronten gegeben.\nDiese au\u00dfergew\u00f6hnliche Geschichte der ersten polnischen demokratischen Revolution ist in Europa kaum bekannt. Und doch handelt es sich dabei um eine Erz\u00e4hlung vom Rang solcher literarischen Meisterwerke wie Tocquevilles \u201e\u00dcber die Demokratie in Amerika\u201c. Unmittelbar nach der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit beschloss Polen 1918 eines der modernsten Sozial- und Wahlgesetze der westlichen Welt. Das gemeinsame Bewusstsein der wiedergewonnenen Freiheit \u00fcberwand Vorurteile und die Versuchung, breitere gesellschaftliche Gruppen zu diskriminieren. Polen musste die Einheit und den Zusammenhalt der ganzen Nation aufbauen. Auf die intellektuellen Leistungen am Ende des 19. Jahrhunderts mussten nach 1918 staatliche Anstrengungen zusammen mit der Wiederherstellung der \u00f6ffentlichen Institutionen folgen.\nDas Ph\u00e4nomen Polen ist somit ein Narrativ \u00fcber eine Demokratisierung, die sich von der westeurop\u00e4ischen unterscheidet. Es ist eine Geschichte der Demokratisierung, die von der fortschreitenden Zur\u00fcckgewinnung der Unabh\u00e4ngigkeit und der gesellschaftlich-politischen Subjektivit\u00e4t begleitet wird. Es ist eine Geschichte der Fortschrittlichkeit, die als Gegenentwurf zum Imperialismus, Absolutismus und Despotismus der M\u00e4chte gestaltet wurde, die das Europa des 19. Jahrhunderts dominierten. Es ist eine Geschichte, an deren kr\u00f6nendem Abschluss der Staat eine \u00e4u\u00dferst anspruchsvollen Reifepr\u00fcfung bestehen musste \u2013 Polen sah sich kaum zwei Jahre nach der Wiedererlangung der Unabh\u00e4ngigkeit einer totalit\u00e4ren Bedrohung durch die Bolschewiki gegen\u00fcber.\nDer Krieg gegen die Bolschewiki war eine Demonstration der au\u00dferordentlichen politischen Einheit der polnischen Nation. Im Juli 1920 wurde die Regierung der Nationalen Verteidigung mit Wincenty Witos, dem Anf\u00fchrer der Bauernbewegung, als Ministerpr\u00e4sident, und Ignacy Daszy\u0144ski, einem der Spitzenpolitiker der polnischen Linken, als Vizepremier bestellt. Die politischen Differenzen der V\u00e4ter der polnischen Unabh\u00e4ngigkeit aus allen Lagern traten angesichts der Verteidigung der staatlichen Existenz des wiedergewonnenen Vaterlandes v\u00f6llig in den Hintergrund. Die politischen Eliten Polens haben ihre Reifepr\u00fcfung im kritischsten Moment f\u00fcr das Land bestanden. Die polnische Gesellschaft unterst\u00fctzte massiv die Kriegsanstrengungen, begleitet vom enormen Engagement der katholischen Kirche. Die bolschewistischen Truppen stellten sich einer Nation entgegen, die nicht die Absicht hatte, ihre so hart erk\u00e4mpfte Unabh\u00e4ngigkeit aufzugeben.\nDas zentrale Ereignis des polnisch-bolschewistischen Krieges schlechthin war die Schlacht von Warschau, ein k\u00fchner Gegenangriff auf die tief ins polnische Gebiet vorr\u00fcckenden bolschewistischen Truppen, der von den Oberkommandierenden Marschall J\u00f3zef Pi\u0142sudski, Generalstabschef Tadeusz Rozwadowski und Einsatzkommandeuren wie General W\u0142adys\u0142aw Sikorski und Edward \u015amig\u0142y-Rydz durchgef\u00fchrt wurde.\nDer bedeutende franz\u00f6sische Milit\u00e4rhistoriker Hubert Camon hielt das Einkesselungsman\u00f6ver, das Polen den Sieg in der Schlacht von Warschau bescherte, f\u00fcr eine zeitgen\u00f6ssische Umsetzung des napoleonischen Man\u00f6vers. Mit minimalen eigenen Verlusten wurde die m\u00e4chtige bolschewistische Armee, die sich mit gro\u00dfem Schwung in Richtung Westeuropa bewegte, zerschlagen. Die Kriegsmobilisierung der polnischen Gesellschaft war au\u00dfergew\u00f6hnlich, zumal Polen eines der L\u00e4nder war, die durch den Ersten Weltkrieg am st\u00e4rksten zerst\u00f6rt worden waren. Die Reaktion der polnischen Bev\u00f6lkerung war einmalig, wof\u00fcr das schwindelerregende Tempo der Aufstellung der Freiwilligenarmee unter dem Kommando von General Haller als Beweis dienen kann, die schnell auf eine St\u00e4rke von \u00fcber 100.000 Soldaten anwuchs.\nDie Presse nannte den polnischen Sieg das \u201eWunder an der Weichsel\u201c, in Anlehnung an das \u201eWunder an der Marne\u201c im Ersten Weltkrieg, als die franz\u00f6sisch-britische Truppen den Vormarsch der deutschen Armee stoppen konnten.\nDer polnisch-bolschewistische Krieg war nicht nur ein Zusammenprall gro\u00dfer Armeen, eine spektakul\u00e4re Anstrengung der ganzen Gesellschaft und ein strategisches Meisterst\u00fcck der Gener\u00e4le. Es war auch ein Ringen der Geheimdienste, in dem Codes, Verstand und Intellekt gegeneinander eingesetzt wurden. Der gro\u00dfe Held an der geheimdienstlichen Front der Warschauer Schlacht war der Offizier des polnischen Milit\u00e4rgeheimdienstes Jan Kowalewski, der die sowjetischen Codes entschl\u00fcsselte. Dank dieser Leistung konnten entscheidende Informationen f\u00fcr die Ausarbeitung der polnischen operativen Strategie gewonnen werden. Er war der stille Held, der eine wesentliche Rolle beim Aufhalten der sowjetischen Aggression gegen Europa im Jahr 1920 spielte. Dar\u00fcber hinaus war er auch im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Person bei der Operation Tripod, die von der polnischen Exilregierung in London entworfen wurde. Der Plan sah eine Invasion der Alliierten auf dem Balkan vor, nachdem Italien, Rum\u00e4nien und Ungarn zuvor zum Bruch der Allianz mit Hitler bewogen werden sollten. Ungl\u00fccklicherweise verwarf Roosevelt unter dem Druck Stalins den von Winston Churchill unterst\u00fctzten Plan einer Landung auf dem Balkan. 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Der herausragende polnische Schriftsteller und Literaturnobelpreistr\u00e4ger W\u0142adys\u0142aw Reymont hat nach der Schlacht bei Warschau ein Buch unter dem Titel \u201eDie Emp\u00f6rung\u201c geschrieben. Darin beschrieb er allegorisch den Aufstand der Tiere gegen die Menschen und portr\u00e4tierte damit die Mechanismen des Totalitarismus. Reymont schrieb das Werk zwanzig Jahre vor George Orwells ber\u00fchmter \u201eFarm der Tiere\u201c. Er war in der Lage, dieses Buch zu schreiben, weil die Polen lange vor dem Westen eine Konfrontation mit dem Kommunismus erlebt hatten. Die Schlacht bei Warschau war auch der H\u00f6hepunkt von mehr als f\u00fcnf Dekaden einer polnischen demokratischen Revolution von unten \u2013 eines der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten und unbekanntesten Narrative in der Geschichte Europas in der zweiten H\u00e4lfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist eine Erz\u00e4hlung von au\u00dferordentlichem Patriotismus, religi\u00f6ser Hingabe, milit\u00e4rischem Genie und der Bedeutung von Chiffren.\nDer polnisch-bolschewistische Krieg war der Gr\u00fcndungsmoment des modernen Polens und m\u00f6glicherweise ein unerkannter Wendepunkt f\u00fcr ganz Europa \u2013 der faktische Zusammenprall zweier unterschiedlicher Zivilisationen. Niemand wusste das besser als der 1920 geborene Karol Wojty\u0142a \u2013 der sp\u00e4tere Papst Johannes Paul II. \u2013 der sagte: \u201eSeit meiner Geburt stehe ich tief in der Schuld derjenigen, die damals den Kampf gegen den Aggressor aufgenommen und den Sieg mit ihrem Leben bezahlt hatten.\u201c Wir sind alle zur R\u00fcckzahlung dieser Schuld verpflichtet. Der 100. Jahrestag der siegreichen Schlacht bei Warschau ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um uns und ganz Europa daran zu erinnern.\nDer Beitrag erscheint im polnischen Original in der polnischen Monatszeitschrift \u201eWszystko co najwa\u017cniejsze\u201c im Rahmen eines gemeinsam mit dem Institut des Nationalen Gedenkens durchgef\u00fchrten Projekts.\n\u00a0\nFoto: Marsza\u0142ek J\u00f3zef Pi\u0142sudski, gen. Tadeusz Rozwadowski, gen. Kazimierz Sosnkowski, Warszawa 1923. Autor anonimowy. \u0179r\u00f3d\u0142o - Wikimedia Commons [25.06.2020]; Centralne Archiwum Wojskowe, Warszawa."},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2020\/08\/14\/die-schlacht-bei-warschau-1920\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/08\/12.-Marsza\u0142ek-J\u00f3zef-Pi\u0142sudski-gen.-Tadeusz-Rozwadowski-gen.-Kazimierz-Sosnkowski-Warszawa-1923.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/08\/12.-Marsza\u0142ek-J\u00f3zef-Pi\u0142sudski-gen.-Tadeusz-Rozwadowski-gen.-Kazimierz-Sosnkowski-Warszawa-1923.jpg","width":922,"height":628},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2020\/08\/14\/die-schlacht-bei-warschau-1920\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Schlacht bei Warschau 1920"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/#website","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/","name":"Instytut Polski w Dusseldorfie","description":"Instytuty Polskie","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"pl-PL"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/#\/schema\/person\/6b4b76776c5d49a1eb862046e311998e","name":"kolinskia","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/9bb79075402c1d25f1e9e4e8260c2d13?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/9bb79075402c1d25f1e9e4e8260c2d13?s=96&d=mm&r=g","caption":"kolinskia"},"url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/author\/kolinskia\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2751"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2803,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2751\/revisions\/2803"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}