{"id":4530,"date":"2021-06-01T15:35:08","date_gmt":"2021-06-01T13:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?p=4530"},"modified":"2021-08-03T16:12:22","modified_gmt":"2021-08-03T14:12:22","slug":"hommage-an-krzysztof-kieslowski","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2021\/06\/01\/hommage-an-krzysztof-kieslowski\/","title":{"rendered":"Hommage an Krzysztof Kie\u015blowski"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"379\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-1024x379.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4534\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-1024x379.jpg 1024w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-300x111.jpg 300w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-768x285.jpg 768w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-1536x569.jpg 1536w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/FRA-POL-NRW-1-2048x759.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Hommage an Krzysztof Kie\u015blowski &#8211; zum 80. Geburtstag des Regisseurs im Rahmen des Frankreich-Polen-NRW &#8211; Jahres<\/strong><br \/><strong>0<\/strong><strong>9.\u2013 23. Juni 2021, Black Box, Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf<br \/>Schulstr. 4, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 899 22 32\u00a0<a href=\"https:\/\/www.duesseldorf.de\/aktuelles\/news\/detailansicht\/newsdetail\/detail\/News\/hommage-an-krzysztof-kieslowski-1941-1996.html\">https:\/\/www.duesseldorf.de\/aktuelles\/news\/detailansicht\/newsdetail\/detail\/News\/hommage-an-krzysztof-kieslowski-1941-1996.html<\/a><\/strong><br \/><br \/><strong>&#8222;Es ist unwichtig, wo man die Kamera aufstellt, es ist wichtig warum&#8221; (Krzysztof Kie\u015blowski)<\/strong><br \/><br \/><strong>Hommage an Krzysztof Kie\u015blowski <\/strong>umfasst eine Auswahl von vier Spielfilmen (polnische und internationale Produktionen) und vier dem deutschen Publikum weniger bekannte Dokumentarfilmen sowie die deutsche Dokumentation \u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201c (1995), \u00fcber das Leben und das Werk des Regisseurs. Au\u00dferdem wird \u201eDas Gesicht\u201c, ein Studentenfilm aus dem Jahr 1966 gezeigt, in dem Krzysztof Kie\u015blowski, der damals selbst Student an der Filmschule in \u0141\u00f3d\u017a war, die Hauptrolle spielte.<br \/><br \/><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u201eLa double vie de <\/strong><strong>V\u00e9ronique<\/strong><strong>\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201c<\/strong>, F PL N 1991, 98 min, poln. OmU\/DF<br \/>\u201eIch habe ein seltsames Gef\u00fchl. Es f\u00fchlt sich an, als w\u00e4re ich nicht allein auf der Welt.\u201c sagt Weronika, eine junge Polin. Seit Jahren ist sie sich der Existenz ihrer Seelenverwandten bewusst, aber dies bleibt auf der Sph\u00e4re ihrer Intuition beschr\u00e4nkt. Der Film erz\u00e4hlt die Geschichte einer mysteri\u00f6se Beziehung zweier junger Frauen, die eine aus Krakau und die andere aus Paris. Sie sehen gleich aus, beide sind musikalisch begabt und haben gesundheitliche Probleme. Sie wissen aber nichts voneinander, bis Weronika w\u00e4hrend einer Demonstration auf dem Krakauer Hauptplatz eine junge Frau in einem Bus mit franz\u00f6sischen Tourist:innen bemerkt, das genauso aussieht wie sie. \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c war Kie\u015blowskis erste Produktion au\u00dferhalb Polens, die nach dem internationalen Erfolg des \u201eDekalogs\u201c entstand. Bei den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Filmfestspiele_von_Cannes_1991\">Filmfestspielen von Cannes 1991<\/a> lief der Film im Wettbewerb und gewann den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/FIPRESCI-Preis\">FIPRESCI-Preis<\/a>. Ir\u00e8ne Jacob wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.<br \/>R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: S\u0142awomir Idziak, M: Zbigniew Preisner, D: Ir\u00e8ne Jacob, W\u0142adys\u0142aw Kowalski, Sandrine Dumas u.a.<br \/><br \/><strong>\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise<\/strong>\u201c, PL 1981\/ Premiere 1987, 124 min, OmeU (uncut).<br \/>Ende der 1970er-Jahre: Polen befindet sich in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs. Witek, ein Medizinstudent aus \u0141\u00f3d\u017a, erf\u00e4hrt vom Tod seines Vaters. Er beschlie\u00dft, sein Studium abzubrechen und geht nach Warschau. Als er am Bahnhof ankommt, nimmt seine Geschichte drei verschiedene Verl\u00e4ufe. Kie\u015blowskis Film ist eine Parabel \u00fcber das menschliche Schicksal, das von zuf\u00e4lligen Begegnungen abh\u00e4ngig ist und dennoch einem unausweichlichen Ziel entgegenstrebt. In der ersten Variante ergreift Witek Partei f\u00fcr das zusammenbrechende kommunistische System, in der zweiten f\u00fcr die Oppositionsbewegung Solidarno\u015b\u0107. In der dritten Version entscheidet er sich f\u00fcr eine wissenschaftliche Karriere und ein Leben ohne politisches Engagement. \u201eIn dem formal herausragenden Film tritt neben die scharfsichtige Analyse der politischen Umbruchssituation in Polen zu Beginn der 1980er-Jahre die Analyse der existentiellen Problematik des moralisch richtigen Handelns.\u201c (Filmdienst). Der Film entstand 1981. Die kommunistische Zensur verbot den Film zun\u00e4chst, sodass die Premiere erst 1987 stattfinden konnte.<br \/>R\/B: Krzysztof Kie\u015blowski, K: Krzysztof Pakulski, M: Wojciech Kilar, D: Bogus\u0142aw Linda, Tadeusz \u0141omnicki, Zbigniew Zapasiewicz, Bogus\u0142awa Pawelec, Marzenma Tryba\u0142a u.a.<br \/><br \/><strong>\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201c<\/strong>, PL 1988, 83 min, OmU<br \/>\u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201d ist die Kinofassung des sechsten Teils der Fernsehserie \u201eDekalog\u201c. Der Film spielt in einer typischen Warschauer Hochhaussiedlung. Tomek ist ein empfindlicher junger Mann. Er mietet ein Zimmer bei der Mutter seines Freundes. Tags\u00fcber arbeitet er bei der Post und abends beobachtet er durch ein Teleskop eine Frau in dem Hochhaus gegen\u00fcber. Tomek verliebt sich in seine Nachbarin und unternimmt unbeholfene Versuche, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Das Treffen wird zu einem raffinierten und gef\u00e4hrlichen Spiel zwischen den beiden. Schlie\u00dflich nehmen die Ereignisse eine dramatische Wendung. Der Film zeigt auf sensible Weise die innere Verwandlung zweier ungleicher und verletzter Menschen.<br \/>R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: Witold Adamek, M: Zbigniew Preisner, D: Gra\u017cyna Szapo\u0142owska, Olaf Lubaszenko, Stefania Iwinska u.a.<br \/><br \/><strong>Eine Auswahl von vier Dokumentarfilmen:<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><br \/><br \/><strong>By\u0142em \u017co\u0142nierzem\u201c \/ \u201eIch war ein Soldat\u201c, Co-Regie Andrzej Titkow<\/strong>, PL 1970, 16 min, OmeU<br \/>\u201eIch war ein Soldat\u201c ist ein mit minimalistischen Ausdruckmitteln gemachter Dokumentarfilm und gleichzeitig einer der bewegendsten Antikriegsfilme \u00fcberhaupt. Kie\u015blowskis Bild von Soldaten und Veteranen des Zweiten Weltkriegs in Film unterscheidet sich von dem, was \u00fcber die Propaganda der Volksrepublik Polen den Krieg verbreitet hat. Der Regisseur zeigt den schrecklichen Preis, den die Menschen f\u00fcr ihre Teilnahme am Krieg zahlen mussten.<br \/><br \/><strong>\u201eMurarz\u201c \/ \u201eDer Maurer\u201c<\/strong>, PL 1973, Premiere 1981, 16 min, OmeU<br \/>Der Dokumentarfilm \u201eDer Maurer\u201c erz\u00e4hlt die Geschichte J\u00f3zef Malesas, eines Warschauer Maurers und Parteiaktivisten. Malesa gab seine Parteikarriere nach den politischen Ereignissen im Oktober 1956 auf. Er f\u00fchlte sich von der Partei entt\u00e4uscht, im Stich gelassen und betrogen. Er kehrte anschlie\u00dfend in seinen erlernten Beruf zur\u00fcck.<br \/><br \/><strong>\u201eZ punktu widzenia nocnego portiera\u201c \/ \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d<\/strong>, PL 1977, 15 min, OmeU<br \/>Der Film ist ein Monolog eines Fabrikw\u00e4chters, der \u00fcber sein Leben und seine Arbeit spricht. Der Nachtw\u00e4chter liebt es, Menschen zu kontrollieren und ist fanatisch in Hinblick auf Disziplin. Der Film zeigt, wie ein totalit\u00e4res System einen B\u00fcrger zu einem r\u00fccksichtslosen und gehorsamen Individuum formen kann, das blind den von der Ideologie vorgegebenen Zielen folgt.<br \/><br \/><strong>\u201eGadaj\u0105ce g\u0142owy\u201d \/ \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d<\/strong>, PL 1980, 14 min, OmeU<br \/>Kie\u015blowski stellt seinen Protagonist:innen unterschiedlichen Alters (vom einj\u00e4hrigen Kind bis zur 100-j\u00e4hrigen Frau) zwei einfache Fragen: \u201eWer sind Sie?\u201c und \u201eWas m\u00f6chten Sie?\u201c Die Erwachsenen sprechen vor der Kamera vor allem \u00fcber ihr Bed\u00fcrfnis nach Freiheit, Demokratie und Respekt.<br \/><br \/><strong>\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d von Piotr Studzi\u0144ski<\/strong>, PL 1966, 6 min. (ohne Ton)<br \/>Der Studentenfilm \u201eDas Gesicht\u201d unter der Regie von Piotr Studzi\u0144ski war die erste schauspielerische Erfahrung Krzysztof Kie\u015blowskis, einem damals 25-j\u00e4hrigen Studenten der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Der zuk\u00fcnftige Regisseur spielte einen jungen Maler, der an einem Selbstportr\u00e4t arbeitet.<br \/><br \/><strong>\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar Kompatzki<\/strong><br \/>D 1995, 45 min, DF<br \/>Im Filmstudio in der Che\u0142mska-Stra\u00dfe in Warschau, im legend\u00e4ren Raum D, wo die kommunistische Zensur \u00fcber das Schicksal von vielen Filmen entschied, findet die \u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201c statt. Der deutsche Dokumentarfilmer Andreas Voigt mit Kie\u015blowski \u00fcber sein Leben und seine Filme. Die Erinnerungen des K\u00fcnstlers werden auch zum Ausgangspunkt f\u00fcr eine Reflektion \u00fcber den Zustand des Menschen in der modernen Welt. Ein intensives, sehr pers\u00f6nliches Portr\u00e4t des polnischen Regisseurs, das kurz vor seinem Tod entstand.<br \/><br \/><br \/><strong>\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201d<\/strong>, PL 1979, 117 min, OmU<br \/>Der Film spielt in einer polnischen Provinzstadt Mitte der 1970-ger Jahre. Filip kauft eine Filmkamera, um das Leben seiner Familie zu dokumentieren. Der Fabrikdirektor erf\u00e4hrt von der sensationellen Anschaffung und bittet ihn, eine Reportage \u00fcber ein Firmenjubil\u00e4um zu drehen. Dieser Film wird bei einem Wettbewerb eingereicht und gewinnt einen Preis. Filips bisher eher friedliches und ruhiges Leben beschleunigt sich: Er gr\u00fcndet einen Filmclub und bekommt Auftr\u00e4ge, Dokumentarfilme f\u00fcr das Fernsehen zu drehen. Seine Produktionen, die die Wahrheit \u00fcber die Menschen erz\u00e4hlen und viele Kontroversen vor Ort offen zeigen, werden zu einer Quelle zahlreicher Missverst\u00e4ndnisse. Seine Filme erz\u00e4hlen keine Erfolgsgeschichten, wie sie f\u00fcr Propaganda der kommunistischen Zeit typisch sind. Der Filmamateur muss die Frage beantworten, ob er sich selbst treu bleiben und die Wirklichkeit wahrheitsgetreu abbilden, oder einen unmoralischen Pakt mit den Kommunist:innen schlie\u00dfen und ihre Propaganda bedienen m\u00f6chte.<br \/>R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Jerzy Stuhr, K: Jacek Petrycki, M: Krzysztof Knittel, D: Jerzy Stuhr, Ma\u0142gorzata Z\u0105bkowska, Ewa Pokas, Stefan Czy\u017cewski, Jerzy Nowak, u.a.<br \/><br \/><strong>Krzysztof Kie\u015blowski<\/strong> (1941 \u2013 1996) absolvierte 1969 die Regiefakult\u00e4t der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Er war Regisseur, Drehbuchautor, Fotograf und Filmdozent an Filmschulen in \u0141\u00f3d\u017a Katowice, Berlin und Helsinki. Er drehte 25 Dokumentar- und 21 Spielfilme und wird in einer Reihe mit Ingmar Bergman, Michelangelo Antonioni oder Andrej Tarkowski gennant. Ebenso wie sie verfolgte er seinen eigenen individuellen Weg. Seine k\u00fcnstlerische Devise lautete: \u201eEs ist nicht wichtig, wo du die Kamera aufstellst. Es ist wichtig warum\u201c. Kie\u015blowski wurde durch die Fernsehserie \u201eDekalog\u201c, die in 70 L\u00e4ndern gezeigt wurde, weltbekannt. \u201eEin kurzer Film \u00fcber das T\u00f6ten\u201c war ein internationaler Kinoerfolg und brachte ihm 1988 den Hauptpreis der Europ\u00e4ischen Filmakademie f\u00fcr den besten Film. Der polnisch-franz\u00f6sische Spielfilm \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c (1991) und die in Frankreich produzierte Trilogie \u201eTrois couleurs: Blue, Bia\u0142y, Rouge\u201c (1993\/94) kamen in 45 L\u00e4ndern in die Kinos. Daf\u00fcr bekam er weltweit gro\u00dfe Anerkennung und schlie\u00dflich begann sich das internationale Publikum auch f\u00fcr seine fr\u00fcheren Werke wie \u201eAmator\u201c (1979), oder \u201ePrzypadek\u201c (1981\/ Premiere 1987) zu interessieren, die noch hinter dem \u201eEisernen Vorhang\u201c und der Zensur zum Trotz gedreht worden waren. F\u00fcr den Regisseur Kie\u015blowski stand keine umfassende Auseinandersetzung mit der polnischen Geschichte im Vordergrund. Ganz im Gegenteil: Er suchte Themen aus dem Alltag und aus dem Leben der \u201eeinfachen\u201c Menschen. Im Fokus seiner Erz\u00e4hlungen stand meist das Individuum und seine oft schmerzhafte Konfrontation mit der politischen Macht, der Gesellschaft, der Familie sowie seine Unvollkommenheit und Widerspr\u00fcchlichkeit. Kie\u015blowskis Werk hat eine stilistische Metamorphose durchlebt, von rein dokumentarischen zu bewusst \u00e4sthetisierten Bildern. Er hat mit namhaften Kameram\u00e4nnern wie: S\u0142awomir Idziak, Edward K\u0142osi\u0144ski, und Piotr Soboci\u0144ski zusammengearbeitet. Die Drehb\u00fccher hat er gemeinsam mit Krzysztof Piesiewicz geschrieben. Die Musik f\u00fcr seine letzten Filme hat Zbigniew Preisner komponiert. 1994 beschloss Kie\u015blowski, seine Karriere zu beenden. Zwei Jahre sp\u00e4ter ist er gestorben. Sein letztes Drehbuch wurde 2002 von Tom Tykwer hat mit \u201eHeaven\u201c verfilmt. Am 27. Juni diesen Jahres w\u00e4re Krzysztof Kie\u015blowski 80 Jahre alt geworden.<br \/><br \/><strong>Filmprogramm und Termine<\/strong><br \/><br \/>Mi. 09.06.2021, 20.00 Uhr<br \/>\u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201c<br \/><br \/>Sa. 12.06.2021, 18.00 Uhr<br \/>\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise\u201c <br \/><br \/>Sa. 19.06.2021,18.00 Uhr<br \/>\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201c<br \/><br \/>So. 20.06.2021, 18.00 Uhr<br \/>1.Teil eine Auswahl von 4 Dokumentarfilme: \u201eIch war ein Soldat\u201c, \u201eDer Maurer\u201c, \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d, \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d<br \/>2.Teil:<br \/>\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d<br \/>\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar Kompatzki<br \/>Vorf\u00fchrung mit freundlicher Genehmigung des Bayrischen Rundfunks<br \/><br \/>Mi. 23.06.2021, 20.00 Uhr<br \/>\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201d<br \/><br \/>Kino<br \/>Black Box, Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf<br \/>Schulstr. 4, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 899 22 32<br \/><br \/>Weitere Infos: Polnisches Institut D\u00fcsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 866 96 1<strong>4<\/strong><br \/><br \/><a href=\"http:\/\/www.instytutpolski.pl\/duesseldorf\"><strong>www.instytutpolski.pl\/duesseldorf<\/strong><\/a><br \/><br \/><strong>Eine gemeinsame Veranstaltung der Black Box, Kino im Filmmuseum D\u00fcsseldorf, des Polnischen Instituts D\u00fcsseldorf und des <\/strong>Instituts fran\u00e7ais D\u00fcsseldorf mit freundlicher Unterst\u00fctzung der Staatskanzlei NRW im Rahmen des <strong>Polen-Frankreich NRW \u2013 Jahres<\/strong><br \/><br \/>Eintritt in die Black Box ist nur nach Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests m\u00f6glich. Nachweislich vollst\u00e4ndig Geimpfte ben\u00f6tigen keinen Schnelltest, insofern die zweite Impfung mindestens zwei Wochen zur\u00fcckliegt. G\u00e4ste die in den letzten sechs Monaten bereits eine Infektion durchgemacht haben und dies mit \u00e4rztlicher Bescheinigung nachweisen k\u00f6nnen, m\u00fcssen ebenfalls keinen Schnelltest vorweisen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"459\" height=\"449\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/BlackBox_Kino-im-Filmmuseum-1-3.jpg\" alt=\"\" data-id=\"4539\" data-link=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?attachment_id=4539\" class=\"wp-image-4539\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/BlackBox_Kino-im-Filmmuseum-1-3.jpg 459w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/BlackBox_Kino-im-Filmmuseum-1-3-300x293.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">BlackBox_August_14.indd<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"378\" height=\"218\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/IF_BlocMarqueDusseldorf_CMYK-1-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"4540\" data-full-url=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/IF_BlocMarqueDusseldorf_CMYK-1-1.jpg\" data-link=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?attachment_id=4540\" class=\"wp-image-4540\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/IF_BlocMarqueDusseldorf_CMYK-1-1.jpg 378w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/IF_BlocMarqueDusseldorf_CMYK-1-1-300x173.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 378px) 100vw, 378px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hommage an Krzysztof Kie\u015blowski &#8211; zum 80. 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Geburtstag des Regisseurs im Rahmen des Frankreich-Polen-NRW - Jahres09.\u2013 23. Juni 2021, Black Box, Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorfSchulstr. 4, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 899 22 32\u00a0https:\/\/www.duesseldorf.de\/aktuelles\/news\/detailansicht\/newsdetail\/detail\/News\/hommage-an-krzysztof-kieslowski-1941-1996.html\\\"Es ist unwichtig, wo man die Kamera aufstellt, es ist wichtig warum\\\" (Krzysztof Kie\u015blowski)Hommage an Krzysztof Kie\u015blowski umfasst eine Auswahl von vier Spielfilmen (polnische und internationale Produktionen) und vier dem deutschen Publikum weniger bekannte Dokumentarfilmen sowie die deutsche Dokumentation \u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201c (1995), \u00fcber das Leben und das Werk des Regisseurs. Au\u00dferdem wird \u201eDas Gesicht\u201c, ein Studentenfilm aus dem Jahr 1966 gezeigt, in dem Krzysztof Kie\u015blowski, der damals selbst Student an der Filmschule in \u0141\u00f3d\u017a war, die Hauptrolle spielte.\u00a0\u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201c, F PL N 1991, 98 min, poln. OmU\/DF\u201eIch habe ein seltsames Gef\u00fchl. Es f\u00fchlt sich an, als w\u00e4re ich nicht allein auf der Welt.\u201c sagt Weronika, eine junge Polin. Seit Jahren ist sie sich der Existenz ihrer Seelenverwandten bewusst, aber dies bleibt auf der Sph\u00e4re ihrer Intuition beschr\u00e4nkt. Der Film erz\u00e4hlt die Geschichte einer mysteri\u00f6se Beziehung zweier junger Frauen, die eine aus Krakau und die andere aus Paris. Sie sehen gleich aus, beide sind musikalisch begabt und haben gesundheitliche Probleme. Sie wissen aber nichts voneinander, bis Weronika w\u00e4hrend einer Demonstration auf dem Krakauer Hauptplatz eine junge Frau in einem Bus mit franz\u00f6sischen Tourist:innen bemerkt, das genauso aussieht wie sie. \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c war Kie\u015blowskis erste Produktion au\u00dferhalb Polens, die nach dem internationalen Erfolg des \u201eDekalogs\u201c entstand. Bei den Filmfestspielen von Cannes 1991 lief der Film im Wettbewerb und gewann den FIPRESCI-Preis. Ir\u00e8ne Jacob wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: S\u0142awomir Idziak, M: Zbigniew Preisner, D: Ir\u00e8ne Jacob, W\u0142adys\u0142aw Kowalski, Sandrine Dumas u.a.\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise\u201c, PL 1981\/ Premiere 1987, 124 min, OmeU (uncut).Ende der 1970er-Jahre: Polen befindet sich in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs. Witek, ein Medizinstudent aus \u0141\u00f3d\u017a, erf\u00e4hrt vom Tod seines Vaters. Er beschlie\u00dft, sein Studium abzubrechen und geht nach Warschau. Als er am Bahnhof ankommt, nimmt seine Geschichte drei verschiedene Verl\u00e4ufe. Kie\u015blowskis Film ist eine Parabel \u00fcber das menschliche Schicksal, das von zuf\u00e4lligen Begegnungen abh\u00e4ngig ist und dennoch einem unausweichlichen Ziel entgegenstrebt. In der ersten Variante ergreift Witek Partei f\u00fcr das zusammenbrechende kommunistische System, in der zweiten f\u00fcr die Oppositionsbewegung Solidarno\u015b\u0107. In der dritten Version entscheidet er sich f\u00fcr eine wissenschaftliche Karriere und ein Leben ohne politisches Engagement. \u201eIn dem formal herausragenden Film tritt neben die scharfsichtige Analyse der politischen Umbruchssituation in Polen zu Beginn der 1980er-Jahre die Analyse der existentiellen Problematik des moralisch richtigen Handelns.\u201c (Filmdienst). Der Film entstand 1981. Die kommunistische Zensur verbot den Film zun\u00e4chst, sodass die Premiere erst 1987 stattfinden konnte.R\/B: Krzysztof Kie\u015blowski, K: Krzysztof Pakulski, M: Wojciech Kilar, D: Bogus\u0142aw Linda, Tadeusz \u0141omnicki, Zbigniew Zapasiewicz, Bogus\u0142awa Pawelec, Marzenma Tryba\u0142a u.a.\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201c, PL 1988, 83 min, OmU\u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201d ist die Kinofassung des sechsten Teils der Fernsehserie \u201eDekalog\u201c. Der Film spielt in einer typischen Warschauer Hochhaussiedlung. Tomek ist ein empfindlicher junger Mann. Er mietet ein Zimmer bei der Mutter seines Freundes. Tags\u00fcber arbeitet er bei der Post und abends beobachtet er durch ein Teleskop eine Frau in dem Hochhaus gegen\u00fcber. Tomek verliebt sich in seine Nachbarin und unternimmt unbeholfene Versuche, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Das Treffen wird zu einem raffinierten und gef\u00e4hrlichen Spiel zwischen den beiden. Schlie\u00dflich nehmen die Ereignisse eine dramatische Wendung. Der Film zeigt auf sensible Weise die innere Verwandlung zweier ungleicher und verletzter Menschen.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: Witold Adamek, M: Zbigniew Preisner, D: Gra\u017cyna Szapo\u0142owska, Olaf Lubaszenko, Stefania Iwinska u.a.Eine Auswahl von vier Dokumentarfilmen:\u00a0By\u0142em \u017co\u0142nierzem\u201c \/ \u201eIch war ein Soldat\u201c, Co-Regie Andrzej Titkow, PL 1970, 16 min, OmeU\u201eIch war ein Soldat\u201c ist ein mit minimalistischen Ausdruckmitteln gemachter Dokumentarfilm und gleichzeitig einer der bewegendsten Antikriegsfilme \u00fcberhaupt. Kie\u015blowskis Bild von Soldaten und Veteranen des Zweiten Weltkriegs in Film unterscheidet sich von dem, was \u00fcber die Propaganda der Volksrepublik Polen den Krieg verbreitet hat. Der Regisseur zeigt den schrecklichen Preis, den die Menschen f\u00fcr ihre Teilnahme am Krieg zahlen mussten.\u201eMurarz\u201c \/ \u201eDer Maurer\u201c, PL 1973, Premiere 1981, 16 min, OmeUDer Dokumentarfilm \u201eDer Maurer\u201c erz\u00e4hlt die Geschichte J\u00f3zef Malesas, eines Warschauer Maurers und Parteiaktivisten. Malesa gab seine Parteikarriere nach den politischen Ereignissen im Oktober 1956 auf. Er f\u00fchlte sich von der Partei entt\u00e4uscht, im Stich gelassen und betrogen. Er kehrte anschlie\u00dfend in seinen erlernten Beruf zur\u00fcck.\u201eZ punktu widzenia nocnego portiera\u201c \/ \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d, PL 1977, 15 min, OmeUDer Film ist ein Monolog eines Fabrikw\u00e4chters, der \u00fcber sein Leben und seine Arbeit spricht. Der Nachtw\u00e4chter liebt es, Menschen zu kontrollieren und ist fanatisch in Hinblick auf Disziplin. Der Film zeigt, wie ein totalit\u00e4res System einen B\u00fcrger zu einem r\u00fccksichtslosen und gehorsamen Individuum formen kann, das blind den von der Ideologie vorgegebenen Zielen folgt.\u201eGadaj\u0105ce g\u0142owy\u201d \/ \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d, PL 1980, 14 min, OmeUKie\u015blowski stellt seinen Protagonist:innen unterschiedlichen Alters (vom einj\u00e4hrigen Kind bis zur 100-j\u00e4hrigen Frau) zwei einfache Fragen: \u201eWer sind Sie?\u201c und \u201eWas m\u00f6chten Sie?\u201c Die Erwachsenen sprechen vor der Kamera vor allem \u00fcber ihr Bed\u00fcrfnis nach Freiheit, Demokratie und Respekt.\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d von Piotr Studzi\u0144ski, PL 1966, 6 min. (ohne Ton)Der Studentenfilm \u201eDas Gesicht\u201d unter der Regie von Piotr Studzi\u0144ski war die erste schauspielerische Erfahrung Krzysztof Kie\u015blowskis, einem damals 25-j\u00e4hrigen Studenten der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Der zuk\u00fcnftige Regisseur spielte einen jungen Maler, der an einem Selbstportr\u00e4t arbeitet.\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar KompatzkiD 1995, 45 min, DFIm Filmstudio in der Che\u0142mska-Stra\u00dfe in Warschau, im legend\u00e4ren Raum D, wo die kommunistische Zensur \u00fcber das Schicksal von vielen Filmen entschied, findet die \u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201c statt. Der deutsche Dokumentarfilmer Andreas Voigt mit Kie\u015blowski \u00fcber sein Leben und seine Filme. Die Erinnerungen des K\u00fcnstlers werden auch zum Ausgangspunkt f\u00fcr eine Reflektion \u00fcber den Zustand des Menschen in der modernen Welt. Ein intensives, sehr pers\u00f6nliches Portr\u00e4t des polnischen Regisseurs, das kurz vor seinem Tod entstand.\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201d, PL 1979, 117 min, OmUDer Film spielt in einer polnischen Provinzstadt Mitte der 1970-ger Jahre. Filip kauft eine Filmkamera, um das Leben seiner Familie zu dokumentieren. Der Fabrikdirektor erf\u00e4hrt von der sensationellen Anschaffung und bittet ihn, eine Reportage \u00fcber ein Firmenjubil\u00e4um zu drehen. Dieser Film wird bei einem Wettbewerb eingereicht und gewinnt einen Preis. Filips bisher eher friedliches und ruhiges Leben beschleunigt sich: Er gr\u00fcndet einen Filmclub und bekommt Auftr\u00e4ge, Dokumentarfilme f\u00fcr das Fernsehen zu drehen. Seine Produktionen, die die Wahrheit \u00fcber die Menschen erz\u00e4hlen und viele Kontroversen vor Ort offen zeigen, werden zu einer Quelle zahlreicher Missverst\u00e4ndnisse. Seine Filme erz\u00e4hlen keine Erfolgsgeschichten, wie sie f\u00fcr Propaganda der kommunistischen Zeit typisch sind. Der Filmamateur muss die Frage beantworten, ob er sich selbst treu bleiben und die Wirklichkeit wahrheitsgetreu abbilden, oder einen unmoralischen Pakt mit den Kommunist:innen schlie\u00dfen und ihre Propaganda bedienen m\u00f6chte.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Jerzy Stuhr, K: Jacek Petrycki, M: Krzysztof Knittel, D: Jerzy Stuhr, Ma\u0142gorzata Z\u0105bkowska, Ewa Pokas, Stefan Czy\u017cewski, Jerzy Nowak, u.a.Krzysztof Kie\u015blowski (1941 \u2013 1996) absolvierte 1969 die Regiefakult\u00e4t der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Er war Regisseur, Drehbuchautor, Fotograf und Filmdozent an Filmschulen in \u0141\u00f3d\u017a Katowice, Berlin und Helsinki. Er drehte 25 Dokumentar- und 21 Spielfilme und wird in einer Reihe mit Ingmar Bergman, Michelangelo Antonioni oder Andrej Tarkowski gennant. Ebenso wie sie verfolgte er seinen eigenen individuellen Weg. Seine k\u00fcnstlerische Devise lautete: \u201eEs ist nicht wichtig, wo du die Kamera aufstellst. Es ist wichtig warum\u201c. Kie\u015blowski wurde durch die Fernsehserie \u201eDekalog\u201c, die in 70 L\u00e4ndern gezeigt wurde, weltbekannt. \u201eEin kurzer Film \u00fcber das T\u00f6ten\u201c war ein internationaler Kinoerfolg und brachte ihm 1988 den Hauptpreis der Europ\u00e4ischen Filmakademie f\u00fcr den besten Film. Der polnisch-franz\u00f6sische Spielfilm \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c (1991) und die in Frankreich produzierte Trilogie \u201eTrois couleurs: Blue, Bia\u0142y, Rouge\u201c (1993\/94) kamen in 45 L\u00e4ndern in die Kinos. Daf\u00fcr bekam er weltweit gro\u00dfe Anerkennung und schlie\u00dflich begann sich das internationale Publikum auch f\u00fcr seine fr\u00fcheren Werke wie \u201eAmator\u201c (1979), oder \u201ePrzypadek\u201c (1981\/ Premiere 1987) zu interessieren, die noch hinter dem \u201eEisernen Vorhang\u201c und der Zensur zum Trotz gedreht worden waren. F\u00fcr den Regisseur Kie\u015blowski stand keine umfassende Auseinandersetzung mit der polnischen Geschichte im Vordergrund. Ganz im Gegenteil: Er suchte Themen aus dem Alltag und aus dem Leben der \u201eeinfachen\u201c Menschen. Im Fokus seiner Erz\u00e4hlungen stand meist das Individuum und seine oft schmerzhafte Konfrontation mit der politischen Macht, der Gesellschaft, der Familie sowie seine Unvollkommenheit und Widerspr\u00fcchlichkeit. Kie\u015blowskis Werk hat eine stilistische Metamorphose durchlebt, von rein dokumentarischen zu bewusst \u00e4sthetisierten Bildern. Er hat mit namhaften Kameram\u00e4nnern wie: S\u0142awomir Idziak, Edward K\u0142osi\u0144ski, und Piotr Soboci\u0144ski zusammengearbeitet. Die Drehb\u00fccher hat er gemeinsam mit Krzysztof Piesiewicz geschrieben. Die Musik f\u00fcr seine letzten Filme hat Zbigniew Preisner komponiert. 1994 beschloss Kie\u015blowski, seine Karriere zu beenden. Zwei Jahre sp\u00e4ter ist er gestorben. Sein letztes Drehbuch wurde 2002 von Tom Tykwer hat mit \u201eHeaven\u201c verfilmt. Am 27. Juni diesen Jahres w\u00e4re Krzysztof Kie\u015blowski 80 Jahre alt geworden.Filmprogramm und TermineMi. 09.06.2021, 20.00 Uhr\u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201cSa. 12.06.2021, 18.00 Uhr\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise\u201c Sa. 19.06.2021,18.00 Uhr\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201cSo. 20.06.2021, 18.00 Uhr1.Teil eine Auswahl von 4 Dokumentarfilme: \u201eIch war ein Soldat\u201c, \u201eDer Maurer\u201c, \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d, \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d2.Teil:\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar KompatzkiVorf\u00fchrung mit freundlicher Genehmigung des Bayrischen RundfunksMi. 23.06.2021, 20.00 Uhr\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201dKinoBlack Box, Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorfSchulstr. 4, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 899 22 32Weitere Infos: Polnisches Institut D\u00fcsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 866 96 14www.instytutpolski.pl\/duesseldorfEine gemeinsame Veranstaltung der Black Box, Kino im Filmmuseum D\u00fcsseldorf, des Polnischen Instituts D\u00fcsseldorf und des Instituts fran\u00e7ais D\u00fcsseldorf mit freundlicher Unterst\u00fctzung der Staatskanzlei NRW im Rahmen des Polen-Frankreich NRW \u2013 JahresEintritt in die Black Box ist nur nach Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests m\u00f6glich. Nachweislich vollst\u00e4ndig Geimpfte ben\u00f6tigen keinen Schnelltest, insofern die zweite Impfung mindestens zwei Wochen zur\u00fcckliegt. G\u00e4ste die in den letzten sechs Monaten bereits eine Infektion durchgemacht haben und dies mit \u00e4rztlicher Bescheinigung nachweisen k\u00f6nnen, m\u00fcssen ebenfalls keinen Schnelltest vorweisen.\"},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"pl-PL\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2021\/06\/01\/hommage-an-krzysztof-kieslowski\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/Krzysztof-Kieslowski-na-planie-Krotki-film-o-zabijaniu-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/Krzysztof-Kieslowski-na-planie-Krotki-film-o-zabijaniu-1.jpg\",\"width\":2499,\"height\":1655,\"caption\":\"Krzysztof Kie\u015blowski i Krzysztof Globisz na planie filmu \u201eKr\u00f3tki film o zabijaniu\u201d. 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Au\u00dferdem wird \u201eDas Gesicht\u201c, ein Studentenfilm aus dem Jahr 1966 gezeigt, in dem Krzysztof Kie\u015blowski, der damals selbst Student an der Filmschule in \u0141\u00f3d\u017a war, die Hauptrolle spielte.\u00a0\u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201c, F PL N 1991, 98 min, poln. OmU\/DF\u201eIch habe ein seltsames Gef\u00fchl. Es f\u00fchlt sich an, als w\u00e4re ich nicht allein auf der Welt.\u201c sagt Weronika, eine junge Polin. Seit Jahren ist sie sich der Existenz ihrer Seelenverwandten bewusst, aber dies bleibt auf der Sph\u00e4re ihrer Intuition beschr\u00e4nkt. Der Film erz\u00e4hlt die Geschichte einer mysteri\u00f6se Beziehung zweier junger Frauen, die eine aus Krakau und die andere aus Paris. Sie sehen gleich aus, beide sind musikalisch begabt und haben gesundheitliche Probleme. Sie wissen aber nichts voneinander, bis Weronika w\u00e4hrend einer Demonstration auf dem Krakauer Hauptplatz eine junge Frau in einem Bus mit franz\u00f6sischen Tourist:innen bemerkt, das genauso aussieht wie sie. \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c war Kie\u015blowskis erste Produktion au\u00dferhalb Polens, die nach dem internationalen Erfolg des \u201eDekalogs\u201c entstand. Bei den Filmfestspielen von Cannes 1991 lief der Film im Wettbewerb und gewann den FIPRESCI-Preis. Ir\u00e8ne Jacob wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: S\u0142awomir Idziak, M: Zbigniew Preisner, D: Ir\u00e8ne Jacob, W\u0142adys\u0142aw Kowalski, Sandrine Dumas u.a.\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise\u201c, PL 1981\/ Premiere 1987, 124 min, OmeU (uncut).Ende der 1970er-Jahre: Polen befindet sich in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs. Witek, ein Medizinstudent aus \u0141\u00f3d\u017a, erf\u00e4hrt vom Tod seines Vaters. Er beschlie\u00dft, sein Studium abzubrechen und geht nach Warschau. Als er am Bahnhof ankommt, nimmt seine Geschichte drei verschiedene Verl\u00e4ufe. Kie\u015blowskis Film ist eine Parabel \u00fcber das menschliche Schicksal, das von zuf\u00e4lligen Begegnungen abh\u00e4ngig ist und dennoch einem unausweichlichen Ziel entgegenstrebt. In der ersten Variante ergreift Witek Partei f\u00fcr das zusammenbrechende kommunistische System, in der zweiten f\u00fcr die Oppositionsbewegung Solidarno\u015b\u0107. In der dritten Version entscheidet er sich f\u00fcr eine wissenschaftliche Karriere und ein Leben ohne politisches Engagement. \u201eIn dem formal herausragenden Film tritt neben die scharfsichtige Analyse der politischen Umbruchssituation in Polen zu Beginn der 1980er-Jahre die Analyse der existentiellen Problematik des moralisch richtigen Handelns.\u201c (Filmdienst). Der Film entstand 1981. Die kommunistische Zensur verbot den Film zun\u00e4chst, sodass die Premiere erst 1987 stattfinden konnte.R\/B: Krzysztof Kie\u015blowski, K: Krzysztof Pakulski, M: Wojciech Kilar, D: Bogus\u0142aw Linda, Tadeusz \u0141omnicki, Zbigniew Zapasiewicz, Bogus\u0142awa Pawelec, Marzenma Tryba\u0142a u.a.\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201c, PL 1988, 83 min, OmU\u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201d ist die Kinofassung des sechsten Teils der Fernsehserie \u201eDekalog\u201c. Der Film spielt in einer typischen Warschauer Hochhaussiedlung. Tomek ist ein empfindlicher junger Mann. Er mietet ein Zimmer bei der Mutter seines Freundes. Tags\u00fcber arbeitet er bei der Post und abends beobachtet er durch ein Teleskop eine Frau in dem Hochhaus gegen\u00fcber. Tomek verliebt sich in seine Nachbarin und unternimmt unbeholfene Versuche, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Das Treffen wird zu einem raffinierten und gef\u00e4hrlichen Spiel zwischen den beiden. Schlie\u00dflich nehmen die Ereignisse eine dramatische Wendung. Der Film zeigt auf sensible Weise die innere Verwandlung zweier ungleicher und verletzter Menschen.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Krzysztof Piesiewicz, K: Witold Adamek, M: Zbigniew Preisner, D: Gra\u017cyna Szapo\u0142owska, Olaf Lubaszenko, Stefania Iwinska u.a.Eine Auswahl von vier Dokumentarfilmen:\u00a0By\u0142em \u017co\u0142nierzem\u201c \/ \u201eIch war ein Soldat\u201c, Co-Regie Andrzej Titkow, PL 1970, 16 min, OmeU\u201eIch war ein Soldat\u201c ist ein mit minimalistischen Ausdruckmitteln gemachter Dokumentarfilm und gleichzeitig einer der bewegendsten Antikriegsfilme \u00fcberhaupt. Kie\u015blowskis Bild von Soldaten und Veteranen des Zweiten Weltkriegs in Film unterscheidet sich von dem, was \u00fcber die Propaganda der Volksrepublik Polen den Krieg verbreitet hat. Der Regisseur zeigt den schrecklichen Preis, den die Menschen f\u00fcr ihre Teilnahme am Krieg zahlen mussten.\u201eMurarz\u201c \/ \u201eDer Maurer\u201c, PL 1973, Premiere 1981, 16 min, OmeUDer Dokumentarfilm \u201eDer Maurer\u201c erz\u00e4hlt die Geschichte J\u00f3zef Malesas, eines Warschauer Maurers und Parteiaktivisten. Malesa gab seine Parteikarriere nach den politischen Ereignissen im Oktober 1956 auf. Er f\u00fchlte sich von der Partei entt\u00e4uscht, im Stich gelassen und betrogen. Er kehrte anschlie\u00dfend in seinen erlernten Beruf zur\u00fcck.\u201eZ punktu widzenia nocnego portiera\u201c \/ \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d, PL 1977, 15 min, OmeUDer Film ist ein Monolog eines Fabrikw\u00e4chters, der \u00fcber sein Leben und seine Arbeit spricht. Der Nachtw\u00e4chter liebt es, Menschen zu kontrollieren und ist fanatisch in Hinblick auf Disziplin. Der Film zeigt, wie ein totalit\u00e4res System einen B\u00fcrger zu einem r\u00fccksichtslosen und gehorsamen Individuum formen kann, das blind den von der Ideologie vorgegebenen Zielen folgt.\u201eGadaj\u0105ce g\u0142owy\u201d \/ \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d, PL 1980, 14 min, OmeUKie\u015blowski stellt seinen Protagonist:innen unterschiedlichen Alters (vom einj\u00e4hrigen Kind bis zur 100-j\u00e4hrigen Frau) zwei einfache Fragen: \u201eWer sind Sie?\u201c und \u201eWas m\u00f6chten Sie?\u201c Die Erwachsenen sprechen vor der Kamera vor allem \u00fcber ihr Bed\u00fcrfnis nach Freiheit, Demokratie und Respekt.\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d von Piotr Studzi\u0144ski, PL 1966, 6 min. (ohne Ton)Der Studentenfilm \u201eDas Gesicht\u201d unter der Regie von Piotr Studzi\u0144ski war die erste schauspielerische Erfahrung Krzysztof Kie\u015blowskis, einem damals 25-j\u00e4hrigen Studenten der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Der zuk\u00fcnftige Regisseur spielte einen jungen Maler, der an einem Selbstportr\u00e4t arbeitet.\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar KompatzkiD 1995, 45 min, DFIm Filmstudio in der Che\u0142mska-Stra\u00dfe in Warschau, im legend\u00e4ren Raum D, wo die kommunistische Zensur \u00fcber das Schicksal von vielen Filmen entschied, findet die \u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201c statt. Der deutsche Dokumentarfilmer Andreas Voigt mit Kie\u015blowski \u00fcber sein Leben und seine Filme. Die Erinnerungen des K\u00fcnstlers werden auch zum Ausgangspunkt f\u00fcr eine Reflektion \u00fcber den Zustand des Menschen in der modernen Welt. Ein intensives, sehr pers\u00f6nliches Portr\u00e4t des polnischen Regisseurs, das kurz vor seinem Tod entstand.\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201d, PL 1979, 117 min, OmUDer Film spielt in einer polnischen Provinzstadt Mitte der 1970-ger Jahre. Filip kauft eine Filmkamera, um das Leben seiner Familie zu dokumentieren. Der Fabrikdirektor erf\u00e4hrt von der sensationellen Anschaffung und bittet ihn, eine Reportage \u00fcber ein Firmenjubil\u00e4um zu drehen. Dieser Film wird bei einem Wettbewerb eingereicht und gewinnt einen Preis. Filips bisher eher friedliches und ruhiges Leben beschleunigt sich: Er gr\u00fcndet einen Filmclub und bekommt Auftr\u00e4ge, Dokumentarfilme f\u00fcr das Fernsehen zu drehen. Seine Produktionen, die die Wahrheit \u00fcber die Menschen erz\u00e4hlen und viele Kontroversen vor Ort offen zeigen, werden zu einer Quelle zahlreicher Missverst\u00e4ndnisse. Seine Filme erz\u00e4hlen keine Erfolgsgeschichten, wie sie f\u00fcr Propaganda der kommunistischen Zeit typisch sind. Der Filmamateur muss die Frage beantworten, ob er sich selbst treu bleiben und die Wirklichkeit wahrheitsgetreu abbilden, oder einen unmoralischen Pakt mit den Kommunist:innen schlie\u00dfen und ihre Propaganda bedienen m\u00f6chte.R: Krzysztof Kie\u015blowski, B: Krzysztof Kie\u015blowski, Jerzy Stuhr, K: Jacek Petrycki, M: Krzysztof Knittel, D: Jerzy Stuhr, Ma\u0142gorzata Z\u0105bkowska, Ewa Pokas, Stefan Czy\u017cewski, Jerzy Nowak, u.a.Krzysztof Kie\u015blowski (1941 \u2013 1996) absolvierte 1969 die Regiefakult\u00e4t der Filmhochschule \u0141\u00f3d\u017a. Er war Regisseur, Drehbuchautor, Fotograf und Filmdozent an Filmschulen in \u0141\u00f3d\u017a Katowice, Berlin und Helsinki. Er drehte 25 Dokumentar- und 21 Spielfilme und wird in einer Reihe mit Ingmar Bergman, Michelangelo Antonioni oder Andrej Tarkowski gennant. Ebenso wie sie verfolgte er seinen eigenen individuellen Weg. Seine k\u00fcnstlerische Devise lautete: \u201eEs ist nicht wichtig, wo du die Kamera aufstellst. Es ist wichtig warum\u201c. Kie\u015blowski wurde durch die Fernsehserie \u201eDekalog\u201c, die in 70 L\u00e4ndern gezeigt wurde, weltbekannt. \u201eEin kurzer Film \u00fcber das T\u00f6ten\u201c war ein internationaler Kinoerfolg und brachte ihm 1988 den Hauptpreis der Europ\u00e4ischen Filmakademie f\u00fcr den besten Film. Der polnisch-franz\u00f6sische Spielfilm \u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c (1991) und die in Frankreich produzierte Trilogie \u201eTrois couleurs: Blue, Bia\u0142y, Rouge\u201c (1993\/94) kamen in 45 L\u00e4ndern in die Kinos. Daf\u00fcr bekam er weltweit gro\u00dfe Anerkennung und schlie\u00dflich begann sich das internationale Publikum auch f\u00fcr seine fr\u00fcheren Werke wie \u201eAmator\u201c (1979), oder \u201ePrzypadek\u201c (1981\/ Premiere 1987) zu interessieren, die noch hinter dem \u201eEisernen Vorhang\u201c und der Zensur zum Trotz gedreht worden waren. F\u00fcr den Regisseur Kie\u015blowski stand keine umfassende Auseinandersetzung mit der polnischen Geschichte im Vordergrund. Ganz im Gegenteil: Er suchte Themen aus dem Alltag und aus dem Leben der \u201eeinfachen\u201c Menschen. Im Fokus seiner Erz\u00e4hlungen stand meist das Individuum und seine oft schmerzhafte Konfrontation mit der politischen Macht, der Gesellschaft, der Familie sowie seine Unvollkommenheit und Widerspr\u00fcchlichkeit. Kie\u015blowskis Werk hat eine stilistische Metamorphose durchlebt, von rein dokumentarischen zu bewusst \u00e4sthetisierten Bildern. Er hat mit namhaften Kameram\u00e4nnern wie: S\u0142awomir Idziak, Edward K\u0142osi\u0144ski, und Piotr Soboci\u0144ski zusammengearbeitet. Die Drehb\u00fccher hat er gemeinsam mit Krzysztof Piesiewicz geschrieben. Die Musik f\u00fcr seine letzten Filme hat Zbigniew Preisner komponiert. 1994 beschloss Kie\u015blowski, seine Karriere zu beenden. Zwei Jahre sp\u00e4ter ist er gestorben. Sein letztes Drehbuch wurde 2002 von Tom Tykwer hat mit \u201eHeaven\u201c verfilmt. Am 27. Juni diesen Jahres w\u00e4re Krzysztof Kie\u015blowski 80 Jahre alt geworden.Filmprogramm und TermineMi. 09.06.2021, 20.00 Uhr\u201eLa double vie de V\u00e9ronique\u201c \/ \u201ePodw\u00f3jne \u017cycie Weroniki\u201d \/ \u201eDie zwei Leben der Veronika\u201cSa. 12.06.2021, 18.00 Uhr\u201ePrzypadek\u201d \/ \u201eDer Zufall m\u00f6glicherweise\u201c Sa. 19.06.2021,18.00 Uhr\u201eKr\u00f3tki film o mi\u0142o\u015bci\u201d \/ \u201eEin kurzer Film \u00fcber die Liebe\u201cSo. 20.06.2021, 18.00 Uhr1.Teil eine Auswahl von 4 Dokumentarfilme: \u201eIch war ein Soldat\u201c, \u201eDer Maurer\u201c, \u201eVom Standpunkt eines Nachtw\u00e4chters\u201d, \u201eSprechende K\u00f6pfe\u201d2.Teil:\u201eTwarz\u201c \/ \u201eDas Gesicht\u201d\u201eBegegnung mit Krzysztof Kie\u015blowski\u201d von Andreas Voigt und Lothar KompatzkiVorf\u00fchrung mit freundlicher Genehmigung des Bayrischen RundfunksMi. 23.06.2021, 20.00 Uhr\u201eAmator\u201c \/ \u201eDer Filmamateur\u201dKinoBlack Box, Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorfSchulstr. 4, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 899 22 32Weitere Infos: Polnisches Institut D\u00fcsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 D\u00fcsseldorf, Tel.: 0211 866 96 14www.instytutpolski.pl\/duesseldorfEine gemeinsame Veranstaltung der Black Box, Kino im Filmmuseum D\u00fcsseldorf, des Polnischen Instituts D\u00fcsseldorf und des Instituts fran\u00e7ais D\u00fcsseldorf mit freundlicher Unterst\u00fctzung der Staatskanzlei NRW im Rahmen des Polen-Frankreich NRW \u2013 JahresEintritt in die Black Box ist nur nach Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests m\u00f6glich. Nachweislich vollst\u00e4ndig Geimpfte ben\u00f6tigen keinen Schnelltest, insofern die zweite Impfung mindestens zwei Wochen zur\u00fcckliegt. G\u00e4ste die in den letzten sechs Monaten bereits eine Infektion durchgemacht haben und dies mit \u00e4rztlicher Bescheinigung nachweisen k\u00f6nnen, m\u00fcssen ebenfalls keinen Schnelltest vorweisen."},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2021\/06\/01\/hommage-an-krzysztof-kieslowski\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/Krzysztof-Kieslowski-na-planie-Krotki-film-o-zabijaniu-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/06\/Krzysztof-Kieslowski-na-planie-Krotki-film-o-zabijaniu-1.jpg","width":2499,"height":1655,"caption":"Krzysztof Kie\u015blowski i Krzysztof Globisz na planie filmu \u201eKr\u00f3tki film o zabijaniu\u201d. 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