{"id":5256,"date":"2021-07-05T12:44:14","date_gmt":"2021-07-05T10:44:14","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/?p=5256"},"modified":"2021-07-07T13:20:58","modified_gmt":"2021-07-07T11:20:58","slug":"polens-innovative-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/2021\/07\/05\/polens-innovative-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Polens innovative Wirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Polen im internationalen W\u00e4hrungssystem, 2021<\/strong><\/p>\n<p><strong>William A. Allen<\/strong> ist Mitarbeiter des National Institute of Economic and Social Research in London, in den Jahren 1972 bis 2004 arbeitete er bei der Bank of England.\u00a0Verfasser zahlreicher Publikationen zu monet\u00e4ren Themen.<\/p>\n<p><strong><em>Polen l\u00e4sst sich in seiner internationalen Finanzpolitik von dem Grundsatz leiten, seine eigenen Interessen zu sch\u00fctzen und zu wahren. Eine starke Wirtschaftsleistung und begrenzte finanzielle Engagements mindern die Risiken, w\u00e4hrend die Devisenreserven eine Absicherung darstellen. Das\u00a0Land hat seine W\u00e4hrungsreserven durch den Kauf von mehr Gold diversifiziert, was ihm eine noch bessere Sicherheit garantiert. <\/em><\/strong><\/p>\n<p>In den drei Jahrzehnten seit dem Fall des Kommunismus hat Polen wirtschaftliche Fortschritte erzielt, f\u00fcr die es in der Geschichte des Landes keinen Pr\u00e4zedenzfall gibt. Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, dass es dem Land gelungen ist, die schwerwiegenden negativen Auswirkungen der Krisen, die das internationale Finanzsystem getroffen haben, zu vermeiden.<\/p>\n<p>Polen hat es geschafft, das internationale Finanzrisiko zu bew\u00e4ltigen, indem es seine eigenen Interessen gesch\u00fctzt und gewahrt hat. Eine solide makro\u00f6konomische Politik hat es Polen erm\u00f6glicht, ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Die Kapitalzufl\u00fcsse im letzten Jahrzehnt erfolgten haupts\u00e4chlich in Form von Direkt- und Portfolioinvestitionen, w\u00e4hrend sich die Verbindlichkeiten gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Banken auf dem niedrigen Stand halten lassen, der sogar im letzten Jahrzehnt gesunken ist. Der Leistungsbilanzsaldo in der Zahlungsbilanz ist positiv.<\/p>\n<p>Das internationale W\u00e4hrungssystem verf\u00fcgt \u00fcber bestimmte Sicherheitsnetze f\u00fcr den Transfer von Geldern an L\u00e4nder, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, aber ihre N\u00fctzlichkeit f\u00fcr Polen ist begrenzt. Das bei weitem wichtigste davon ist das Netz der Swap-Linien der Federal Reserve, \u00fcber das vierzehn ausl\u00e4ndische Zentralbanken in Krisensituationen die Finanzierungsmittel in US-Dollar bereitstellen. Es ist seit 2008 weit verbreitet. Die Narodowy Bank Polski geh\u00f6rt jedoch nicht zu der der Gruppe von den vierzehn teilnehmenden Notenbanken. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds wiederum bietet eine Flexible Kreditlinie an, die Polen aber nach 2017 nicht mehr beantragt hat. Im Zusammenhang mit den weit verbreiteten niedrigen Marktzinss\u00e4tzen garantierte sie keine kosteneffizienten Sicherheiten zu einem Zeitpunkt, als Polen \u00fcber ausreichend hohe Eigenreserven verf\u00fcgte. Dar\u00fcber hinaus bietet die NBP dem IWF derzeit sowohl als Teilnehmer an neuen Kreditvereinbarungen als auch auf bilateraler Ebene Kredite an.<\/p>\n<p>Polen sch\u00fctzt sich, indem es \u00fcber Devisenreserven verf\u00fcgt, die es nach eigenem Ermessen einsetzen kann. Seine Reserven belaufen sich derzeit auf 156 Milliarden Dollar, ein Viertel des j\u00e4hrlichen BIP, und sind deutlich h\u00f6her als Polens Auslandsverbindlichkeiten gegen\u00fcber Banken. Der Besitz von Reserven erh\u00f6ht die internationale Glaubw\u00fcrdigkeit und senkt die Kosten der privaten Kreditaufnahme im Ausland. Die Reserven stellen einen Puffer f\u00fcr verschiedene Notf\u00e4lle dar, wie z.B. die Notwendigkeit, den Wechselkurs der inl\u00e4ndischen W\u00e4hrung auf dem Devisenmarkt zu st\u00fctzen oder inl\u00e4ndische Banken mit Notliquidit\u00e4t zu versorgen, wie es im Jahr 2008 der Fall war. Devisenreserven k\u00f6nnen unter solchen besonderen Umst\u00e4nden m\u00fchelos eingesetzt werden, und der gr\u00f6\u00dfte Teil der polnischen Reserven besteht ohnehin aus Fremdw\u00e4hrungen.<\/p>\n<p>In den letzten drei Jahren hat die NBP jedoch, wie einige andere Zentralbanken auch, ihre Devisenreserven durch den Kauf von mehr Gold diversifiziert.<\/p>\n<p>Obwohl Gold keine offizielle Rolle im internationalen W\u00e4hrungssystem spielt, ist sein Besitz nicht aus der Mode gekommen &#8211; die Goldreserven der Welt werden derzeit auf \u00fcber 2\u00a0Billionen Dollar gesch\u00e4tzt. Die NBP hat in den Jahren 2018-2019 126 Tonnen gekauft und damit ihre Gesamtreserven auf 229 Tonnen erh\u00f6ht. Der Anteil des Goldes an den Reserven hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun bei etwa 8 Prozent, was kein ungew\u00f6hnlich hohes Niveau ist. Zur Begr\u00fcndung dieser K\u00e4ufe sprach der Pr\u00e4sident der NBP Adam Glapi\u0144ski vom fehlenden Kreditrisiko bei Gold, von Goldreserven als &#8222;sicherer Hafen&#8221; und von einer M\u00f6glichkeit, die Wahrnehmung Polens im Ausland zu ver\u00e4ndern. Er \u00e4u\u00dferte auch den Wunsch, den Anteil des Goldes in den polnischen Reserven auf 20\u00a0Prozent zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Obwohl die j\u00fcngsten K\u00e4ufe der NBP im Vergleich zu Goldmarktstandards gro\u00df waren, ist ihr Anteil an den weltweiten Goldreserven mit 0,6 Prozent bescheiden. Die Zentralbanken der Eurozone besitzen insgesamt 10.772 Tonnen, die Schweiz 1040 Tonnen, Russland 2295 Tonnen und China 1948 Tonnen Gold.<\/p>\n<p>Die Investition Polens kam zum richtigen Zeitpunkt &#8211; sie hat sich bisher als sehr profitabel erwiesen, da der Goldpreis gestiegen ist. Noch wichtiger ist, dass es Polen einen gewissen Schutz gegen eine Reihe von verschiedenen Risiken gew\u00e4hrleistet. Die Inflation war f\u00fcr die Zentralbanken viele Jahre lang kein Anlass zur Besorgnis. Doch nun sind die Inflationssorgen in Nordamerika und Westeuropa zur\u00fcckgekehrt. Gro\u00dfe Haushaltsdefizite im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in Verbindung mit einer gro\u00df angelegten quantitativen Lockerung durch die Zentralbanken haben die Geldmenge erh\u00f6ht &#8211; Haushalte und Unternehmen halten ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Mengen an liquiden Mitteln. Wir sehen bereits Anzeichen f\u00fcr steigende Preise. Es ist die Aufgabe der Zentralbanken, zu versuchen, die Preisstabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Wenn jedoch der Inflationsdruck zunimmt, da die aufgeschobene Nachfrage freigesetzt wird, wird es schwierig sein, die in den letzten Jahren verfolgte lockere Geldpolitik zu \u00e4ndern, ohne dass die Risiken einer fiskalischen und finanziellen Instabilit\u00e4t entstehen. Die Angst vor Inflation ist nicht irrational.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke der polnischen Wirtschaft verringert das finanzielle Risiko, und gro\u00dfe Reserven sch\u00fctzen vor Gefahren, denen Polen ausgesetzt ist. Die Diversifikation reduziert das Risiko, und der Kauf von Gold durch die NBP war ein kluger Schritt zur Erh\u00f6hung der eigenen Sicherheit. Polen festigt damit seine St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Dieser Text wird gleichzeitig in der Monatschrift &#8222;Wszystko Co Najwa\u017cniejsze&#8221;, in Zusammenarbeit von Institut f\u00fcr Nationales Gedenken und von Nationaler Bank von Polen, ver\u00f6ffentlicht. Tekst publikowany r\u00f3wnocze\u015bnie z miesi\u0119cznikiem opinii \u201eWszystko Co Najwa\u017cniejsze\u201d wsp\u00f3lnie z Instytutem Pami\u0119ci Narodowej oraz Narodowym Bankiem Polskim.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/07\/wiliam-allen-2-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5257\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/07\/wiliam-allen-2-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/07\/wiliam-allen-2-300x212.jpg 300w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/07\/wiliam-allen-2-768x543.jpg 768w, https:\/\/instytutpolski.pl\/duesseldorf\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2021\/07\/wiliam-allen-2.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>William Allen<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polen im internationalen W\u00e4hrungssystem, 2021 William A. 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Im Zusammenhang mit den weit verbreiteten niedrigen Marktzinss\u00e4tzen garantierte sie keine kosteneffizienten Sicherheiten zu einem Zeitpunkt, als Polen \u00fcber ausreichend hohe Eigenreserven verf\u00fcgte. Dar\u00fcber hinaus bietet die NBP dem IWF derzeit sowohl als Teilnehmer an neuen Kreditvereinbarungen als auch auf bilateraler Ebene Kredite an.\\nPolen sch\u00fctzt sich, indem es \u00fcber Devisenreserven verf\u00fcgt, die es nach eigenem Ermessen einsetzen kann. Seine Reserven belaufen sich derzeit auf 156 Milliarden Dollar, ein Viertel des j\u00e4hrlichen BIP, und sind deutlich h\u00f6her als Polens Auslandsverbindlichkeiten gegen\u00fcber Banken. Der Besitz von Reserven erh\u00f6ht die internationale Glaubw\u00fcrdigkeit und senkt die Kosten der privaten Kreditaufnahme im Ausland. 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Allen ist Mitarbeiter des National Institute of Economic and Social Research in London, in den Jahren 1972 bis 2004 arbeitete er bei der Bank of England.\u00a0Verfasser zahlreicher Publikationen zu monet\u00e4ren Themen.\nPolen l\u00e4sst sich in seiner internationalen Finanzpolitik von dem Grundsatz leiten, seine eigenen Interessen zu sch\u00fctzen und zu wahren. Eine starke Wirtschaftsleistung und begrenzte finanzielle Engagements mindern die Risiken, w\u00e4hrend die Devisenreserven eine Absicherung darstellen. Das\u00a0Land hat seine W\u00e4hrungsreserven durch den Kauf von mehr Gold diversifiziert, was ihm eine noch bessere Sicherheit garantiert. \nIn den drei Jahrzehnten seit dem Fall des Kommunismus hat Polen wirtschaftliche Fortschritte erzielt, f\u00fcr die es in der Geschichte des Landes keinen Pr\u00e4zedenzfall gibt. Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, dass es dem Land gelungen ist, die schwerwiegenden negativen Auswirkungen der Krisen, die das internationale Finanzsystem getroffen haben, zu vermeiden.\nPolen hat es geschafft, das internationale Finanzrisiko zu bew\u00e4ltigen, indem es seine eigenen Interessen gesch\u00fctzt und gewahrt hat. Eine solide makro\u00f6konomische Politik hat es Polen erm\u00f6glicht, ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Die Kapitalzufl\u00fcsse im letzten Jahrzehnt erfolgten haupts\u00e4chlich in Form von Direkt- und Portfolioinvestitionen, w\u00e4hrend sich die Verbindlichkeiten gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Banken auf dem niedrigen Stand halten lassen, der sogar im letzten Jahrzehnt gesunken ist. Der Leistungsbilanzsaldo in der Zahlungsbilanz ist positiv.\nDas internationale W\u00e4hrungssystem verf\u00fcgt \u00fcber bestimmte Sicherheitsnetze f\u00fcr den Transfer von Geldern an L\u00e4nder, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, aber ihre N\u00fctzlichkeit f\u00fcr Polen ist begrenzt. Das bei weitem wichtigste davon ist das Netz der Swap-Linien der Federal Reserve, \u00fcber das vierzehn ausl\u00e4ndische Zentralbanken in Krisensituationen die Finanzierungsmittel in US-Dollar bereitstellen. Es ist seit 2008 weit verbreitet. Die Narodowy Bank Polski geh\u00f6rt jedoch nicht zu der der Gruppe von den vierzehn teilnehmenden Notenbanken. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds wiederum bietet eine Flexible Kreditlinie an, die Polen aber nach 2017 nicht mehr beantragt hat. Im Zusammenhang mit den weit verbreiteten niedrigen Marktzinss\u00e4tzen garantierte sie keine kosteneffizienten Sicherheiten zu einem Zeitpunkt, als Polen \u00fcber ausreichend hohe Eigenreserven verf\u00fcgte. Dar\u00fcber hinaus bietet die NBP dem IWF derzeit sowohl als Teilnehmer an neuen Kreditvereinbarungen als auch auf bilateraler Ebene Kredite an.\nPolen sch\u00fctzt sich, indem es \u00fcber Devisenreserven verf\u00fcgt, die es nach eigenem Ermessen einsetzen kann. Seine Reserven belaufen sich derzeit auf 156 Milliarden Dollar, ein Viertel des j\u00e4hrlichen BIP, und sind deutlich h\u00f6her als Polens Auslandsverbindlichkeiten gegen\u00fcber Banken. Der Besitz von Reserven erh\u00f6ht die internationale Glaubw\u00fcrdigkeit und senkt die Kosten der privaten Kreditaufnahme im Ausland. Die Reserven stellen einen Puffer f\u00fcr verschiedene Notf\u00e4lle dar, wie z.B. die Notwendigkeit, den Wechselkurs der inl\u00e4ndischen W\u00e4hrung auf dem Devisenmarkt zu st\u00fctzen oder inl\u00e4ndische Banken mit Notliquidit\u00e4t zu versorgen, wie es im Jahr 2008 der Fall war. Devisenreserven k\u00f6nnen unter solchen besonderen Umst\u00e4nden m\u00fchelos eingesetzt werden, und der gr\u00f6\u00dfte Teil der polnischen Reserven besteht ohnehin aus Fremdw\u00e4hrungen.\nIn den letzten drei Jahren hat die NBP jedoch, wie einige andere Zentralbanken auch, ihre Devisenreserven durch den Kauf von mehr Gold diversifiziert.\nObwohl Gold keine offizielle Rolle im internationalen W\u00e4hrungssystem spielt, ist sein Besitz nicht aus der Mode gekommen - die Goldreserven der Welt werden derzeit auf \u00fcber 2\u00a0Billionen Dollar gesch\u00e4tzt. Die NBP hat in den Jahren 2018-2019 126 Tonnen gekauft und damit ihre Gesamtreserven auf 229 Tonnen erh\u00f6ht. Der Anteil des Goldes an den Reserven hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun bei etwa 8 Prozent, was kein ungew\u00f6hnlich hohes Niveau ist. Zur Begr\u00fcndung dieser K\u00e4ufe sprach der Pr\u00e4sident der NBP Adam Glapi\u0144ski vom fehlenden Kreditrisiko bei Gold, von Goldreserven als \"sicherer Hafen\" und von einer M\u00f6glichkeit, die Wahrnehmung Polens im Ausland zu ver\u00e4ndern. Er \u00e4u\u00dferte auch den Wunsch, den Anteil des Goldes in den polnischen Reserven auf 20\u00a0Prozent zu erh\u00f6hen.\nObwohl die j\u00fcngsten K\u00e4ufe der NBP im Vergleich zu Goldmarktstandards gro\u00df waren, ist ihr Anteil an den weltweiten Goldreserven mit 0,6 Prozent bescheiden. Die Zentralbanken der Eurozone besitzen insgesamt 10.772 Tonnen, die Schweiz 1040 Tonnen, Russland 2295 Tonnen und China 1948 Tonnen Gold.\nDie Investition Polens kam zum richtigen Zeitpunkt - sie hat sich bisher als sehr profitabel erwiesen, da der Goldpreis gestiegen ist. Noch wichtiger ist, dass es Polen einen gewissen Schutz gegen eine Reihe von verschiedenen Risiken gew\u00e4hrleistet. Die Inflation war f\u00fcr die Zentralbanken viele Jahre lang kein Anlass zur Besorgnis. Doch nun sind die Inflationssorgen in Nordamerika und Westeuropa zur\u00fcckgekehrt. Gro\u00dfe Haushaltsdefizite im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in Verbindung mit einer gro\u00df angelegten quantitativen Lockerung durch die Zentralbanken haben die Geldmenge erh\u00f6ht - Haushalte und Unternehmen halten ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Mengen an liquiden Mitteln. Wir sehen bereits Anzeichen f\u00fcr steigende Preise. Es ist die Aufgabe der Zentralbanken, zu versuchen, die Preisstabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Wenn jedoch der Inflationsdruck zunimmt, da die aufgeschobene Nachfrage freigesetzt wird, wird es schwierig sein, die in den letzten Jahren verfolgte lockere Geldpolitik zu \u00e4ndern, ohne dass die Risiken einer fiskalischen und finanziellen Instabilit\u00e4t entstehen. Die Angst vor Inflation ist nicht irrational.\nDie St\u00e4rke der polnischen Wirtschaft verringert das finanzielle Risiko, und gro\u00dfe Reserven sch\u00fctzen vor Gefahren, denen Polen ausgesetzt ist. Die Diversifikation reduziert das Risiko, und der Kauf von Gold durch die NBP war ein kluger Schritt zur Erh\u00f6hung der eigenen Sicherheit. Polen festigt damit seine St\u00e4rke.\nDieser Text wird gleichzeitig in der Monatschrift \"Wszystko Co Najwa\u017cniejsze\", in Zusammenarbeit von Institut f\u00fcr Nationales Gedenken und von Nationaler Bank von Polen, ver\u00f6ffentlicht. 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