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SUMMARY:Renate Schmidgall: Kein Verlass auf Uhren und Gestirne
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LOCATION:Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
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DESCRIPTION:Zum Internationalen Hieronymustag
Moderation: Markus Sahr (Die Fähre e. V.)
„Aus dem Polnischen übersetzt von Renate Schmidgall“ – so kennen
deutsche Leser*innen  polnischer Literatur ihren Namen. Dass sie auch
selbst seit Jahrzehnten Gedichte verfasst, wissen „ihre“ polnischen
Autor*innen besser als ihre deutschen Leser*innen. „Die fremde Sprache, /
die mir ans Herz wächst / und Blüten treibt“, heißt es in Schmidgalls
Gedicht „Ansichtskarten aus Polen“. Nun erscheinen endlich ihre
Gedichte auch in Deutschland im schön gestalteten Band, „Kein Verlass
auf Uhren und Gestirne“ im Secession Verlag.
Reante Schmidgall wird 2025 für ihr Lebenswerk mit dem Übersetzerpreis
Ginkgo-Biloba für Lyrik ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung
findet am 25. September 2025 in Heidelberg statt.
Der Dichter und Verleger Michael Krüger schreibt in seiner Nachbemerkung
zum Buch:
„Endlich! Endlich sind die Gedichte von Renate Schmidgall in einem Band
versammelt! Seit einigen Jahren lese ich hier und da in Zeitschriften diese
betörend schönen Verse und habe mich schon oft gefragt, welcher Verlag
sie endlich zusammenstellt, damit ihre Leuchtspur über das einzelne
Gedicht hinaus sichtbar wird. Als ich kürzlich in Warschau war, um den
100.Geburtstag von Zbigniew Herbert zu feiern, drückte man mir einen Band
mit Renates Gedichten in polnischer Übersetzung in die Hand; und schon
vorher hat Adam Zagajewski mich gebeten, mich für diese einzusetzen, weil
doch auf einen Blick klar wird, dass hier eine bedeutende Dichterin zu
entdecken ist. Und bis Adam nach Wisława Szymborska eine Dichterin
empfahl, musste viel Wasser die Weichsel hinabgeflossen sein. Und
schließlich hat mich auch Tadeusz Dąbrowski, mein alter (junger)
polnischer Dichterfreund aus Danzig, aufgefordert, endlich für einen
ordentlichen Band mit Renates Gedichten zu sorgen. Deshalb bin ich froh,
dass nun der Secession Verlag die Initiative ergriffen hat und jeder, der
will, sich mit der großen Kunst von Renate Schmidgall, das Schwere leicht
zu formulieren, beschäftigen kann.
Warum die Polen unisono sich für diese Poesie einsetzen? Das hat zwei
Gründe. Einmal verstehen sie etwas von Poesie – und da viele der
polnischen Dichter deutsch sprechen, wissen sie, wovon sie reden; und
zweitens, weil Renate dafür gesorgt hat, dass nach der unbeschreiblichen
Leistung von Karl Dedecius die keineswegs erwartbare Tradition der
polnischen Poesie in deutscher Übersetzung fortgesetzt wurde. Für diese
unbezahlbare Arbeit wurde sie zu recht mit dem Europäischen
Übersetzerpreis Offenburg, dem Karl-Dedecius-Preis und dem
Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
ausgezeichnet. Aber dieser in jeder Hinsicht verdiente Ruhm hat offenbar
dazu geführt, dass die eigenen Gedichte (wenigstens in Deutschland) im
Schatten standen.“
Der 30. September wird in Erinnerung an den Bibelübersetzer Hieronymus
als  „Internationaler Tag des Übersetzens“ begangen. An diesem Tag
würdigen wir das Wirken von Übersetzer*Innen.
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation
mit Die Fähre e.V. und dem Secession Verlag
Veranstaltung auf FacebookInfo:
secession-verlag.com/buecher/kein-verlass-auf-uhren-und-gestirneEintritt:
freiOrt: Polnisches Institut, Markt 0, 04109 Leipzig
 
 
Foto © Edyta Dufaj / Polish Book Institute
 
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