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SUMMARY:13. Osteuropäische Filmtage Dresden
UID:https://instytutpolski.pl/leipzig/2024/11/08/13-osteuropaeische-filmtage-dd/
LOCATION:Schauburg & Zentralkino, Dresden
DTSTAMP:20251108
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DESCRIPTION:Die Osteuropäischen Filmtage bringen wieder eine Woche lang aktuelle Filme
aus der Mitte und dem Osten Europas auf die Leinwand, von denen viele
selten oder gar nicht im regulären Kinoprogramm zu sehen sind – die
meisten von ihnen sind Dresden-Premieren. Schwerpunkt der diesjährigen
Ausgabe ist das Thema „Spiegelungen . Doppelungen . Reflektionen“.
Gespiegelt sieht man Abläufe und Objekte nicht direkt, die Realität kann
verzerrt sein, die Wahrnehmung kann täuschen. Auch in diesem Jahr findet
das Festival wieder in der Neustädter Schauburg und im Zentralkino statt.
 
Programm (Auswahl):
19.10. / 17:00 / ZentralkinoPreview / 27. Tschechisch-Deutsche
KulturtageFranz Kafka / Franz K.R: Agnieszka Holland, CZ/PL/D 2025, 127
min, OmdUPrag, Anfang des 20. Jahrhunderts: Franz Kafka ist zerrissen
zwischen der Autorität des fordernden Vaters, der Routine im
Versicherungsbüro und der stillen Sehnsucht nach künstlerischer
Entfaltung. Während seine Texte erste Leser finden, beginnt die Reise
eines jungen Mannes, der sich nach Normalität sehnt, jedoch den
Widersprüchen des Lebens begegnet, dabei Literaturgeschichte schreibt und
sich immer wieder Hals über Kopf verliebt. Getrieben von Liebe, Fantasie
und dem Wunsch nach Respekt, unterstützt von seinem Freund und Verleger
Max Brod, entfaltet sich das ebenso berührende wie skurrile Porträt eines
der faszinierendsten Denker der Moderne. Ein Film wie Kafkas Werk selbst:
überraschend, poetisch, unvergesslich.
[caption id="attachment_16368" align="aligncenter" width="700"] Franz Kafka
/ Franz K.[/caption]
09.11. / 13:30 / SchauburgSezony / SeasonsR: Michał Grzybowski, PL 2024,
100 min, OmdUAufgrund einer handfesten Ehekrise sprechen Marcin und Ola nur
noch mit erhobener Stimme miteinander. Dummerweise arbeiten beide am selben
Theater. Dort tragen sie den Streit nicht nur hinter der Bühne aus: Bei
der Aufführung von drei gemeinsamen Stücken vermischt sich ihr
Privatleben mit den Schicksalen der Figuren, die sie auf der Bühne
spielen. Der Kampf um Gut und Böse vor Publikum verschränkt sich auf
kunstvolle Weise mit dem verzweifelten Ringen um eine Antwort auf die
Frage, ob die Ehe noch gerettet werden kann oder die Besetzung ausgetauscht
werden muss.
[caption id="attachment_16362" align="aligncenter" width="700"] Sezony /
Seasons © Natalia Łączyńska[/caption]
09.11. / 15:30 / SchauburgTo nie mój film / It’s not my FilmR: Maria
Zbąska, PL 2024, 100 min, OmdUSeit Langem steckt die Beziehung von Wanda
und Janek in einer Sackgasse. Statt Routine und Kompromiss wählen sie die
Eskalation: eine gnadenlose Winterwanderung mit Zelt und zu viel
unausgesprochenem Groll im Gepäck. Was als letzte Rettung für ihre
Beziehung gedacht ist, wird schnell zu einer Bewährungsprobe voller
absurder, dramatischer und rührender Momente. Das tragikomische
Beziehungsdrama erzählt von der Zerreißprobe zwischen Nähe und Distanz,
Streit und Zärtlichkeit – und von der Frage, ob sich ihre Liebe nach all
den Jahren noch einmal neu erfinden lässt.
[caption id="attachment_16363" align="aligncenter" width="700"] To nie mój
film / It’s not my Film[/caption]
12.11. / 17:30 / SchauburgListy z Wilczej / Briefe aus der WilczaR: Arjun
Talwar, PL/D 2025, 97 min, OmdUDer Inder Arjun Talwar lebt seit zehn Jahren
in Polen – jetzt in Warschau, in der dem Film namensgebenden
Wilcza-Straße. Dort hofft er, durch das Filmen seiner Nachbarschaft ein
Teil ihrer Welt zu werden. Er entdeckt verborgene Geschichten und
Gemeinsamkeiten seiner Mitmenschen, hält damit aber auch dem Land Polen
einen Spiegel vor. Die Straße wird zum Symbol eines Europas zwischen,
Tradition und Moderne, Heimat und Entfremdung. Ein außergewöhnlicher
Dokumentarfilm, von Talwar mit ironischer Distanz und einer guten Portion
Humor kommentiert.„Briefe aus der Wilcza“ gewann im September den
Wettbewerb des 20. polnischen Filmfestivals filmPOLSKA 2025.
[caption id="attachment_16360" align="aligncenter" width="700"] Listy z
Wilczej / Briefe aus der Wilcza[/caption]
12.11. / 19:30 / SchauburgPod wulkanem / Under the VolcanoR: Damian Kocur,
PL 2024, 105 min, OmdUDer Flug nach Hause ist aufgrund des russischen
Einmarschs in die Ukraine gestrichen. Die Familie sitzt auf der Insel fest
und wird über Nacht zu Gefangenen im Urlaubsparadies.Der polnische
Regisseur Damian Kocur erzählt hochkonzentriert und empathisch vor allem
eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Zwischen familiärem
Zusammenhalt und individuellem Selbstverständnis müssen sie nun mit
Isolation, Pflicht und Angst aber auch miteinander fertig werden. Über der
Szenerie thront der schlafende Vulkan Pico del Teide und scheint zu
symbolisieren, wie sehr es unter der Oberfläche aus Sonne, Strand und
vermeintlichem Sommerfeeling brodelt.
[caption id="attachment_16361" align="aligncenter" width="700"] Pod
wulkanem / Under the Volcano[/caption]
13.11. / 18:00 / ZentralkinoPolnischer Abend: Beziehungen im StresstestTo
nie mój film / It’s not my FilmR: Maria Zbąska, PL 2024, 100 min, OmdU,
Einführung: Rainer Mende (Polnisches Institut)
13.11. / 20:00 / ZentralkinoPolnischer Abend: Beziehungen im
StresstestSezony / SeasonsR: Michał Grzybowski, PL 2024, 100 min, OmdU,
Einführung: Rainer Mende (Polnisches Institut)
14.11. / 17:15 / ZentralkinoPod wulkanem / Under the VolcanoR: Damian
Kocur, PL 2024, 105 min, OmdU
16.11. / 11:00 / ZentralkinoTribute to Frank! In Erinnerung an den Dresdner
Kinobetreiber Frank ApelPodwójne życie Weroniki / Die zwei Leben der
VeronikaR: Krzysztof Kieślowski, FRA/PL 1991, 98 min, OmdUZwei Frauen –
eine in Polen, die andere in Frankreich. Keine der beiden weiß von der
anderen und trotzdem spüren sie, dass da noch jemand in ihrem Leben ist.
Weronika erlebt Dinge, die für Veronique zu einem Zeichen werden. Beider
Leben ähneln sich. Die fatale Liebe zur Musik – bei Weronika führt der
Gesang bis zum Herzversagen und Veronique spürt, mit dem Gesangsunterricht
aufhören zu müssen. Beiden ist die Mutter in früher Kindheit verstorben
– zwischen Tochter und Vater bestehen jeweils ganz besondere Beziehungen.
In einer Puppentheaterszene spiegelt sich das Doppelgängerinnen-Motiv.Ein
wunderbar sinnlicher Film, getragen von der unvergesslichen Musik Zbigniew
Preisners und der bezaubernden Irène Jacob.
[caption id="attachment_16371" align="aligncenter" width="700"] Podwójne
życie Weroniki / Die zwei Leben der Veronika[/caption]
16.11. / 17:15 / ZentralkinoListy z Wilczej / Briefe aus der WilczaR:
Damian Kocur, PL 2024, 105 min, OmdU + Gespräch mit Bogumila
Patyk-Hirschberger (TU Dresden)
 
 
Veranstalter: KinoFabrik e. V. in Kooperation mit dem Polnischen Institut
Berlin – Filiale Leipzig und weiteren Partnern
Info:
kinofabrik-dresden.de/osteuropaeische-filmtage-dresden-2025, schauburg-dresden.de,
zentralkino.deOrte: Schauburg, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
/Zentralkino, Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden
 
 
Texte © KinoFabrik e.V.
 
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