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SUMMARY:Gedenkkonzert mit neu entdeckten Werken von Szymon Laks
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LOCATION:Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig
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DESCRIPTION:Mitwirkende:Ania Vegry (Sopran)Katarzyna Wasiak (Klavier)Bernd
Karwen (Einführung)
Polnische Musiker*innen und ganz besonders polnisch-jüdische Musiker*innen
waren zwischen 1939 und 1945 in extremem Ausmaß dem Nazi-Terror
ausgesetzt. Viele von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet, andere
konnten sich ins Exil retten, wo ihre Karrieren oft zum Erliegen kamen.
In diesem Jahr erklingen neu entdeckte Werke von Szymon Laks in deutscher
Uraufführung, darunter Lieder und Werke für Klavier solo: „Ballade
(Hommage à Chopin)“ sowie die „Drei Warschauer Polonaisen“.
Szymon (Simon) Laks, geb. 1901 in Warschau, lebte und wirkte ab 1926 in
Paris. 1941 von den Vichy-Behörden aufgrund seiner jüdischen Herkunft
inhaftiert und interniert, wurde er 1942 nach Auschwitz deportiert. Er
überlebte das Lager als Mitglied, später als Arrangeur und Leiter des
Lagerorchesters in Auschwitz II – Birkenau. Im Oktober 1944 wurde er ins
KZ Dachau verlegt, wo er schließlich von US-amerikanischen Truppen befreit
wurde. Danach kehrte er wieder nach Paris zurück, wo er 1983 starb. Laks
vertonte zahlreiche Texte polnischer und französischer Autor*innen.
[caption id="attachment_8652" align="aligncenter" width="300"] Szymon Laks
© Archives André Laks, Paris[/caption]
Im Anschluss an das Konzert werden am Denkmal für die Leipziger Synagoge
in der Gottschedstraße Blumen niedergelegt.
Katarzyna Wasiak begann ihr Klavierstudium mit 17 Jahren in Wien in der
Klasse von Prof. O. Maisenberg und Prof. W. Watzinger. 2006 setzte sie ihr
Studium in Berlin bei Prof. J. Rouvier fort und legte 2009 ihr
künstlerisches Diplom ab. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit einem
künstlerischen Masterstudium bei Prof. F. Bidini und legte noch
zusätzlich ihr pädagogisches Diplom ab. Sie ist überdies diplomierte
Kulturmanagerin. Wasiak ist Preisträgerin zahlreicher internationaler
Klavierwettbewerbe, u. a. in Dallas (USA), Vanves (Frankreich) und Villa de
Capdepera (Spanien). Sie war zu Gast bei renommierten Festivals wie dem
Carinthischen Sommer, dem Schleswig-Holstein Musik Festival oder dem
Arsonore Music Festival. Darüber hinaus trat bei der ARTE-Produktion
„Europe@Home“ von Daniel Hope auf. Aufnahmen machte sie sowohl für den
polnischen, deutschen sowie österreichischen Rundfunk als auch für die
Plattenlabel DUX, Anagram und Eda Records. Wasiak musizierte mit dem
Rundfunkorchester Warschau, dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester,
der Nationalen Philharmonie der Ukraine sowie mit Künstler*innen wie
Michail Jurowski, Vladimir Jurowski, Jan Krenz und Daniel Hope.
[caption id="attachment_5941" align="aligncenter" width="700"] Ania Vegry
&amp; Katarzyna Wasiak © Simon Pauly[/caption]
Die in London geborene Ania Vegry studierte an der Hochschule für Musik,
Theater und Medien Hannover (HMTMH) bei Christiane Iven und Charlotte
Lehmann wie auch in Madrid bei Teresa Berganza. Bereits während ihres
Studiums in Hannover wurde sie festes Ensemblemitglied der Staatsoper
Hannover, wo sie sich zahlreiche Fachpartien erarbeitete, darunter Pamina
in „Die Zauberflöte“, Ilia in Idomeneo, Servilia in „La clemenza di
Tito“ und Susanna in „Le nozze di Figaro“; für diese Partie erhielt
sie in der Zeitschrift „Opernwelt“ eine Nominierung zur
Nachwuchssängerin des Jahres. Darüber hinaus war Vegry als Gretel in
„Hänsel und Gretel“, Ännchen in „Der Freischütz“ und Sophie in
„Der Rosenkavalier“ zu erleben, sang Nanetta in Verdis „Falstaff“,
Oscar in „Un ballo in maschera“ und Gilda in „Rigoletto“, Puccinis
Musetta in „La Bohème“ und Lauretta in „Gianni Schicchi“ sowie
Rosina in Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ und Madama Cortese in
„Il viaggio a Reims“ wie auch Adina in Donizettis „Ĺelisir
d́amore“, Cunegonde in Bernsteins „Candide“ und als Constance in
Francis Poulencs „Les Dialogues des Carmelites“. Zudem hat sie
zahlreiche Partien des zeitgenössischen Repertoires verkörpert, darunter
Gabrielle in Pendereckis „Die Teufel von Loudun“, Minette in Henzes
„Die englische Katze“ wie auch Hermione in Manfred Trojahns „Orest“
und Viola &amp; Cesario in „Was ihr wollt“. Aktuell ist sie am
Anhaltischen Theater Dessau verpflichtet, wo sie u.a. in Puccinis „La
Boheme“ als Mimi zu hören sein wird.
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig mit
freundlicher Unterstützung der Raff-Foerderreuther-Stiftung (Berlin) sowie
dem Freundeskreis des POLIN Museums e.V. – Verein zur Förderung des
Museums der Geschichte der polnischen Juden in Warschau (JGiPL)
Veranstaltung auf FacebookInfo: www.aniavegry.com, www.katarzyna-wasiak.de,
www.eda-records.comEintritt: freiOrt: Polnisches Institut, Markt 10, 04109
Leipzig
 
 
Titelfoto: Szymon Laks © Archives André Laks, Paris
 
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