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SUMMARY:Festgehalten – Verschleppt aus Deutschland 1938–1945
UID:https://instytutpolski.pl/leipzig/2025/11/18/festgehalten-verschleppt-aus-deutschland-1938-1945/
LOCATION:Sachsenburg, Dresden, Leipzig, Zwickau, Plauen & Chemnitz
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DESCRIPTION:Aus dem Deutschen Reich wurden zwischen 1938 und 1945 mehr als 200.000
Menschen deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern
ermordet, nur wenige überlebten. Zahlreiche dieser Deportationen sind
fotografisch dokumentiert. Aus fast siebzig deutschen Städten sind Bilder
von Deportationen überliefert – viele weitere Aufnahmen sind
möglicherweise noch unentdeckt.
Das Forschungsprojekt #LastSeen sichert, sammelt, erforscht und
veröffentlicht seit 2021 diese Fotos in einem digitalen Atlas und stellt
sie für Forschungs-, Bildungs- und Gedenkarbeit zur Verfügung. Dafür ist
das Projekt schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Der
Bildatlas des Projekts ist unter atlas.lastseen.org abrufbar.
„Festgehalten” zeigt ausgewählte Fotografien der Deportationen von
Jüdinnen und Juden, Sinti* und Roma* sowie von Opfern der
NS-„Euthanasie“. Sie zeigt auch die Täter*innen und Zuschauende, die
bei den Deportationen anwesend waren. Denn Deportationen waren sichtbar.
Sie fanden am helllichten Tag statt. Viele Menschen entschieden sich, bei
der Verschleppung ihrer Nachbar*innen zuzusehen und oftmals auch
mitzuwirken.
Die Ausstellung fordert auf, sich mit der Rolle des Publikums
auseinanderzusetzen. Dies ist gerade jetzt wichtig für die deutsche
Erinnerungskultur. Was bedeutet es, wenn Menschen zuschauen, wegschauen
oder sich beteiligen, während ihre Bekannten und Nachbar*innen verschleppt
werden? Was wussten die Einzelnen, welche persönlichen Entscheidungen
trafen sie und welche individuelle Handlungsmacht hatten sie? Zwei weitere
Bereiche der Ausstellung setzen sich mit der Geschichte der Deportationen
und mit der Geschichte der Deportationsfotografien auseinander.
Begleitend zur Ausstellung ermöglicht das interaktive
Online-Entdeckerspiel #LastSeen historische Fotos von
nationalsozialistischen Deportationen lesen und interpretieren zu lernen.
Spieler*innen schlüpfen in die Rolle eines Bloggers oder einer Bloggerin
und gestalten ihren persönlichen Artikel zu den historischen Fotos. Sie
untersuchen die Fotos und können zusätzliche Quellen zu der Geschichte
auf einem Dachboden entdecken, die beim Lesen der Fotos helfen.
[caption id="attachment_18811" align="aligncenter" width="800"]
Online-Entdeckerspiel #LastSeen © &amp;why[/caption]
Den sächsischen Auftakt der kompakten, interaktiven Ausstellung bildet
eine Eröffnungsveranstaltung im Mitteldeutschen Rundfunk am 12. Mai 2026.
Die Ausstellung wird an folgenden weiteren Orten in Sachsen zu sehen sein:
30.05.–07.06.2026 | SachsenburgA.d. Zschopau 6, Frankenberg07.06.2026,
13:00 Uhr Vortrag zur Ausstellung mit Dr. Alina Bothe im Rahmen des
Sachsenburger Dialogs
14.06.–28.06.2026 | DresdenHole of Fame, Königsbrücker Str. 39,
Dresden14.06.2026 Eröffnung mit Dr. Alina Bothe und Dr. Daniel Ristau
17.08.–14.09.2026 | LeipzigAriowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14,
Leipzig17.08.2026, 18:00 Uhr Eröffnung mit Dr. Ramona Bräu-HergetDie
Ausstellung ist vom 17. August bis 14. September immer Montag bis
Donnerstag von 14 bis 18 Uhr bei freier Raumkapazität und sonntags zu
Veranstaltungen für Besucher*innen geöffnet.
15.09.–17.10.2026 | ZwickauPriesterhäuser, Domhof 5–8,
Zwickau15.09.2026 Eröffnung
19.10.–07.11.2026 | Plauencolorido-Treff, Dittrichplatz 8,
Plauen/Vogtland19.10.2026 Eröffnung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage
09.11. – 18.11.2026 | ChemnitzTechnische Universität Chemnitz,
Hörsaalgebäude C10Reichenhainer Str. 90, Chemnitz09.11.2026 Eröffnung
mit Dr. Ramona Bräu-Herget
Orte: Sachsenburg, Dresden, Leipzig, Zwickau, Plauen &amp; ChemnitzInfo:
lastseen.org
 
Foto: Fernaufnahme der Deportation der Juden und Jüdinnen aus Halberstadt
am 12.04.1942. Am Rand des Bildes in der nicht abgebildeten Version ist
handschriftlich vermerkt: „The man in front is our father. To his right
our mother.“ © Archiv Familie Beverstein
 
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