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SUMMARY:Polnisches Kino in Jena
UID:https://instytutpolski.pl/leipzig/2025/12/10/polnisches-kino-in-jena-26/
LOCATION:Kino am Markt, Markt 5, 07743 Jena
DTSTAMP:20261111
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DESCRIPTION:Das polnische Kino in Jena wurde im Frühjahr 2013 vom Imre Kertész Kolleg
ins Leben gerufen. Seit dem Wintersemester 2025/26 wird die Reihe von den
Studentinnen der FSU Jena Sophia Menzel, Isabelle Mümpfer und Luise
Schlieben weitergeführt, welche die Fördermittel eingeworben und die
Organisation übernommen haben.
Die Reihe präsentiert eine Auswahl von Filmen aus Polen, um das
Nachbarland aus einer anderen Perspektive näher kennenzulernen. Sie
spiegeln die gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Facetten des
Landes wieder und geben Einblicke in die lebendige Filmszene Polens. Ob
Filmklassiker oder aktuelle Produktion; ob Drama, Komödie oder
Dokumentarfilm – freuen Sie sich auf bewegende Filme und spannende
Einblicke!
[caption id="attachment_19408" align="aligncenter" width="1000"] die
Organisatorinnen der Filmreihe (von links): Luise Schlieben, Sophia Menzel
&amp; Isabelle Mümpfer (Foto: Elisabeth Bergmann)[/caption]
Programm:
11.11.2026 / 19:45Andrzej-Wajda-Jahr 2026Powidoki / AfterimageR: Andrzej
Wajda, PL 2016, 98 min, OmdU, mit Einführung &amp; DiskussionWładysław
Strzemiński ist ein gefeierter Künstler, Kriegsinvalide (er verlor im
Ersten Weltkrieg einen Arm und ein Bein) und ein zutiefst beliebter
Professor an der Kunsthochschule in Łódź. Als das kommunistische Regime
jedoch den Sozialistischen Realismus als einzig zulässige, staatskonforme
Kunstform vorschreibt, weigert er sich strikt, seine abstrakte, freie Kunst
anzupassen.
10.12.2026 / 19:45Kobieta samotna / Eine alleinstehende FrauR: Agnieszka
Holland, PL 1981, 92 min, OmdUEin Film, der wegen seiner sozialen
Genauigkeit und der Empathie für seine Helden wie ein Gegenentwurf zu
anderen Arbeiten aus der Zeit der ersten, euphorischen Solidarność-Phase
wirkt: Während ihre männlichen Kollegen die (zunächst erfolgreiche)
Massenbewegung feierten, konzentrierte sich Agnieszka Holland auf das
Schicksal einer einzelnen Person und deren Nöte.Die zirka 40-jährige,
alleinerziehende Postbotin Irena lebt mit ihrem Sohn in einem
heruntergekommenen Stadtteil von Wrocław. Die Straßen und ihre Wohnung
sind baufällig, die Nachbarn und Verwandten missgünstig, neiden ihr das
Wenige, das ihr gehört. Bei jedem Wetter stapft Irena stundenlang durch
das Viertel, ihr Sohn wird in der Schule gemobbt. Als sie ein Verhältnis
mit einem jungen Invalidenrentner beginnt, scheint Hoffnung in ihr Leben
einzukehren. Doch von Beginn an lässt Agnieszka Hollands Inszenierung an
einer positiven Wendung zweifeln. Nach einem kurzen Lichtblick dreht sich
die Spirale des Untergangs unbarmherzig weiter. Nur Irenas Sohn kann das
Prinzip Hoffnung weitertragen.1981 für das Fernsehen produziert, feierte
dieses lange übersehene, formal und inhaltlich intensive Werk erst 1987
Premiere. [Claus Löser]„Kobieta samotna“ war im September 2026 Teil
der Retrospektive „Mr. X. Andrzej Wajda und seine Produktionsgruppe“
beim Festival filmPOLSKA in Berlin und Potsdam.
Die Reihe „Polnisches Kino“ wird in studentischer Initiative mit
Unterstützung des Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien, des
Imre Kertész Kollegs Jena, des Studierendenwerks Thüringen und des
Polnischen Instituts Berlin – Filiale Leipzig durchgeführt.
Info: aleksander-brueckner-zentrum.org,
kinoammarkt.de/filmreihen/polnisches-kinoOrt: Kino am Markt, Markt 5, 07743
Jena
 
 
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