{"id":754,"date":"2020-01-28T17:43:00","date_gmt":"2020-01-28T16:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/?p=754"},"modified":"2020-06-24T22:46:26","modified_gmt":"2020-06-24T20:46:26","slug":"pressemeldung-duda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/2020\/01\/28\/pressemeldung-duda\/","title":{"rendered":"Andrzej Duda: Eine Wahrheit, die nicht sterben darf"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das deutsche nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Was sie dort vorgefunden haben, weckt bis heute das allergr\u00f6\u00dfte Grauen und eine Reaktion der absoluten moralischen Verurteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast 7.000 H\u00e4ftlinge haben damals ihre Freiheit wiedererlangt. Zuvor, vom 17. bis 21. Januar, wurden etwa 56.000 H\u00e4ftlinge in verheerenden Todesm\u00e4rschen aus Auschwitz und seinen Nebenlagern ins Innere des Dritten Reichs getrieben. Im Lager blieben Schattenmenschen, dauerhaft verst\u00fcmmelt durch unvorstellbare k\u00f6rperliche und seelische Folter. Wie durch ein Wunder \u00fcberlebten sie unmenschliche Lebensbedingungen, Hunger, Frost, Krankheiten, vernichtende Arbeit, die ihre Kr\u00e4fte bei weitem \u00fcbersteigerte, gnadenlose Schl\u00e4ge und Hetzen von Hunden, Schreie und Beschimpfungen ihrer Peiniger. Einige waren Opfer von verbrecherischen medizinischen Experimenten. Jeden Tag sahen sie den Tod ihrer Leidensgenossen, M\u00e4nnern, Frauen, Alten und Behinderten sowie Kindern. Sie waren Zeugen zahlreicher Hinrichtungen \u2013 auch solcher, die von SS-M\u00e4nnern zu grausamer Unterhaltung durchgef\u00fchrt wurden. Ein Teil der H\u00e4ftlinge wurde gezwungen, die Leichen der in Gaskammern Ermordeten wegzutragen und in den Krematorien zu verbrennen. Sie wussten, dass ihnen das gleiche Schicksal widerfahren w\u00fcrde \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist nur eine kurze Beschreibung jener H\u00f6lle auf Erden, die das Konzentrationslager Auschwitz war \u2013 ein Ort, an dem mehr als eine Million Juden und Tausende von Opfern anderer Nationalit\u00e4ten get\u00f6tet wurden, darunter Polen, Roma, Sinti und Kriegsgefangene sowie Solda\u00acten der Roten Armee. Dasselbe Schicksal erlitten auch Millionen von Juden, die in anderen deutschen Nazi-Todeslagern ermordet wurden: Treblinka, Sobib\u00f3r, Be\u0142\u017cec, Kulmhof, Stutthof und in vielen Dutzenden anderen. Die F\u00fchrung des Dritten Reiches plante die vollst\u00e4ndige Vernichtung des j\u00fcdischen Volkes und f\u00fchrte diese auch durch. Deshalb schuf sie ein Netzwerk von Lagern, die wie wahre Todesfabriken funktionierten. Die Morde wurden dort nach dem Muster einer industriellen T\u00e4tigkeit durchgef\u00fchrt \u2013 Hunderte und Tausende, effektiv, unter Ber\u00fccksichtigung von Transportzeit und -kosten, alles wurde detailliert dokumentiert. Eine derartig extreme Entmenschlichung und Dem\u00fctigung von Millionen unschuldiger Opfer hat es zuvor nie gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schwierig, dar\u00fcber zu schreiben, zu lesen, zu sprechen \u2026 Im biblischen Buch Kohelet finden wir die Worte: \u201eViel Wissen, viel \u00c4rger, wer das K\u00f6nnen mehrt, der mehrt die Sorge.\u201c Trotzdem ist es notwendig, diese M\u00fche auf sich zu nehmen. Dieses Wissen muss an neue Generationen weitergegeben werden. Auch um den Preis des Leidens, den es mit sich bringt. Die Zukunft der Welt muss vom tiefen Verst\u00e4ndnis dessen gestaltet werden, was sich vor mehr als 75 Jahren im Herzen Europas ereignete und wovon Zeitzeugen immer noch sprechen. M\u00f6ge als ewige Mahnung auch das gelten, was mit der Nation der Nachkommen von Leibniz, Goethe, Schiller und Bach geschah \u2013 als sie mit dem Virus des imperialen Stolzes und der rassistischen Verachtung infiziert wurde. Wir d\u00fcrfen auch nicht vergessen, dass der letzte, entscheidende Schritt in Richtung des Zweiten Weltkriegs der geheime Pakt zwischen Hitler und Stalin vom 23. August 1939 war \u2013 ohne Krieg h\u00e4tte es die Trag\u00f6die des Holocaust nicht gegeben. Diese Vereinbarung setzte voraus, dass den L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas ihre Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t entzogen werden sollte. Die damals entstandene enge Zusammenarbeit zwischen den beiden totalit\u00e4ren Regimen dauerte bis in die letzten Stunden vor dem Angriff, mit dem Nazi-Deutschland am 22. Juni 1941 die UdSSR \u00fcberraschte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrheit \u00fcber den Holocaust darf nicht sterben. Sie darf nicht verzerrt oder f\u00fcr irgendeinen Zweck instrumentalisiert werden. Im Namen des heiligen Gedenkens an die Vernichtung der Juden und aus Respekt vor den anderen Opfern der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts d\u00fcrfen und wollen wir dies nicht tolerieren. Wir werden in unseren Bem\u00fchungen nicht nachlassen, dass die Welt diese Verbrechen nie vergisst, damit nichts dergleichen wieder passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die polnische Widerstandsbewegung \u00fcbernahm schon sehr fr\u00fch die Mission, die Wahrheit \u00fcber den Holocaust aufzudecken und von der Vernichtung bedrohte Juden zu unterst\u00fctzen. Der Polnische Untergrundstaat, der in den von Hitlerdeutschland besetzten Gebieten Polens gegr\u00fcndet wurde, versuchte alle zu sch\u00fctzen, die bis vor kurzem noch Staatsb\u00fcrger des unabh\u00e4ngigen Polens waren. Im September 1940 lie\u00df sich ein Offizier der polnischen Armee, Witold Pilecki, im Einvernehmen mit den Untergrundbeh\u00f6rden bewusst nach Auschwitz einschleusen. Er floh aus dem Lager im April 1943 und berichtete \u00fcber die dort vorgefundenen Verh\u00e4ltnisse. Hier ein Auszug aus seinem Bericht: \u201eDie Kranken [Typhus], Bewusstlosen und fast Gesunden [\u2026] wurden in Wagen gepackt und [\u2026] in die Gaskammern gebracht. [\u2026] Ein achtj\u00e4hriger Junge bat einen der SS-M\u00e4nner, ihn zu verschonen. Er kniete vor ihm auf den Boden. Der SS-Mann trat ihn in den Bauch und warf ihn wie einen Welpen in den Wagen\u201c. Auch Jan Karski, Emiss\u00e4r der polnischen Exilregierung, beobachtete mit eigenen Augen die Gr\u00e4ueltaten im Warschauer Ghetto und im deutschen Durchgangslager in Izbica. Er bereitete ein Memorandum \u00fcber den deutschen systematischen V\u00f6lkermord an Juden vor. Seit Dezember 1942 pr\u00e4sentierte er es Meinungsbildnern und h\u00f6chsten Regierungsvertretern der alliierten Staaten. Noch davor \u00fcber\u00acmittelte General W\u0142adys\u0142aw Sikorski, Ministerpr\u00e4sident der polnischen Exilregierung in London, die auf der Sitzung des Ministerrates vom 6. Juni 1942 angenommene Note den Alliierten. Er berichtete darin: \u201e\u2026 die Vernichtung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung findet in unglaublichem Ausma\u00df statt. In St\u00e4dten wie Vilnius, Lemberg, Ko\u0142omyja, Stanis\u0142aw\u00f3w, Lublin, Rzesz\u00f3w, Miech\u00f3w finden in Massakern Zehntausende von Juden den Tod. In den Ghettos von Warschau und Krakau f\u00fchrt die Gestapo t\u00e4glich Massenhinrichtungen durch. [\u2026] Die Juden in Polen erleiden die schrecklichsten Verfolgungen in ihrer Geschichte\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur gleichen Zeit wurde vom Polnischen Untergrundstaat der Rat f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Juden bei der Regierungsvertretung in Polen eingerichtet. Fast 50.000 Menschen erhielten dank seiner Hilfe Dokumente, Unterschlupf, Geld und medizinische Versorgung. Polnische Diplomaten organisierten die Flucht von Juden in von Nazi-Deutschland nicht kontrollierte Gebiete. Ein beachtlicher Teil der Holocaust-\u00dcberlebenden verdankte ihr Leben Tausenden von polnischen Gerechten unter den V\u00f6lkern. In unseren Familiengeschichten sowie in histo-rischen Quellen sowie literarischen Werken lebt die Erinnerung an viele Menschen j\u00fcdischer Herkunft weiter, die auf Dachb\u00f6den, in Kellern und Scheunen versteckt und mit Essen versorgt und denen sichere Fluchtwege gezeigt wurden. Es ist wichtig zu wissen, dass in Polen die deutschen Besatzer f\u00fcr solche Taten jeden mit dem Tod bestraften, was auch in hunderten von F\u00e4llen passierte. Unter den Millionen von Polen gab es auch solche Menschen, die den sich versteckenden Juden h\u00e4tten helfen k\u00f6nnen, aber nicht im Stande waren, die Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Angeh\u00f6rigen zu \u00fcberwinden. Es gab auch solche, die aus niedrigen Beweggr\u00fcnden Juden den deutschen Besatzungsbeh\u00f6rden auslieferten oder selbst Schandtaten gegen sie begingen. Die Justiz des Polnischen Untergrundstaates sprach unter dramatischen Umst\u00e4nden der damaligen Zeit Todesstrafen gegen diese Verbrecher aus und f\u00fchrte sie durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsche NS-Konzentrationslager, die im besetzten Polen errichtet wurden, waren und sind f\u00fcr uns bis heute eine unertr\u00e4gliche Dem\u00fctigung. Sie bedeuten eine drastische Leugnung unserer tausendj\u00e4hrigen Kultur und Geschichte, des polnischen Geistes der Freiheit, Toleranz und Solidarit\u00e4t. Der V\u00f6lkermord an Juden, obwohl fast in ganz Europa durchgef\u00fchrt, war ein besonders schwerer Schlag f\u00fcr den polnischen Staat, der seit Jahrhunderten multireligi\u00f6s und multinational war. Die j\u00fcdische Gemeinde im Vorkriegspolen war eine der gr\u00f6\u00dften in der gesamten Geschichte des j\u00fcdischen Volkes. Von den sechs Millionen Staatsb\u00fcrgern der Republik Polen, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren (mehr als ein F\u00fcnftel der damaligen polnischen Gesamtbev\u00f6lkerung), waren bis zu drei Millionen polnische Juden. Sie waren die gr\u00f6\u00dfte Gruppe unter den Holocaust-Opfern. Die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung, die fast zehn Jahrhun\u00acderte lang auf polnischem Boden lebte und sich hier entwickelte, verschwand in wenigen Jahren fast vollst\u00e4ndig. Polen verlor pl\u00f6tzlich Tausende von j\u00fcdischen Kulturschaffenden, Forschern und Wissenschaftlern, \u00c4rzten, Juristen und Beamten, Unternehmern, Handwerkern, Kaufleuten sowie anderen gesch\u00e4tzten Fachleuten. Unter den Ermordeten waren Eheleute, Freunde, Nachbarn und Mitarbeiter von Menschen mit nichtj\u00fcdischen Wurzeln. In unseren St\u00e4dten lebt die Erinnerung an das Martyrium der Juden weiter, die von deutschen Besatzern in Gef\u00e4ngnissen gleichenden Ghettos zusammengepfercht wurden. Nur wenige Vorkriegssyna-gogen dienen heute als Gebetsh\u00e4user. Jiddisch und Hebr\u00e4isch erklingen nicht mehr in den wenigen erhalten gebliebenen Geb\u00e4uden der j\u00fcdischen Religionsschulen und Ritualb\u00e4der. Innerhalb der heutigen Grenzen Polens wurden fast 1.200 j\u00fcdische Friedh\u00f6fe gefunden und gesichert, aber es fehlen Menschen, die diese Gr\u00e4ber immer noch besuchen w\u00fcrden. Werke j\u00fcdischer Kunst und handwerkliche Erzeugnisse, wertvolle alte B\u00fccher, Drucke und Manu-skripte von Gelehrten, Schriftstellern und Komponisten wurden unwiederbringlich zerst\u00f6rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der Juden in Polen und ihrer vernichteten Welt wird heute erz\u00e4hlt durch Publikationen und wissenschaftliche Konferenzen, Festivals, Ausstellungen, Konzerte und Denkm\u00e4ler, durch Aktivit\u00e4ten staatlicher wissenschaftlicher und kultureller Institutionen wie Museen, Theater, Archive und Bibliotheken. Nach und nach werden j\u00fcdische Religions-gemeinden, gesellschaftliche Vereine, Verlage und Zeitschriften wiederbelebt. Wir unterst\u00fctzen diese Aktivit\u00e4ten, denn in der Erz\u00e4hlung \u00fcber die polnischen Juden und ihr Martyrium darf der deutsche Nationalsozialismus nicht das letzte Wort haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gedenken an die Trag\u00f6die des Holocaust sollte ein wichtiges und dauerhaftes Element der Friedenserziehung sein. Es ist dies eine Erinnerung, welche die Herzen der Menschen durchdringt und die die Barrieren von Vorurteilen, Spaltungen und von Hass \u00fcberwindet. Dies ist uns eine Lektion, wie man Verst\u00e4ndnis zeigen und den vom Schicksal am allerschlimmsten Betroffenen helfen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne werden wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holo-caust begehen. Er findet seit 15 Jahren infolge eines Beschlusses der UN-Generalversammlung am Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz statt. Deshalb treffen wir uns in vier Tagen unter Staatsoberh\u00e4uptern und hohen Vertretern von L\u00e4ndern aus der ganzen Welt auf dem Gel\u00e4nde des polnischen Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, an jenem Ort, wo die Asche von \u00fcber einer Million Holocaust-Opfern verstreut ist. Hochbetagte \u00dcberlebende werden uns begleiten. Am 75. Jahrestag des symbolischen Endes des Holocaust werden wir die Wahrheit bezeugen. Gemeinsam werden wir zu Frieden, Gerechtigkeit und zu Respekt zwischen den V\u00f6lkern aufrufen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ewiges Gedenken und Ehre den Toten des KZ Auschwitz!<\/p>\n\n\n\n<p>Ewiges Gedenken und Ehre den Opfern des Holocaust!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em> Andrzej Duda, Pr\u00e4sident der Republik Polen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das deutsche nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Was sie dort vorgefunden haben, weckt bis heute das allergr\u00f6\u00dfte Grauen und eine Reaktion der absoluten moralischen Verurteilung. Fast 7.000 H\u00e4ftlinge haben damals ihre Freiheit wiedererlangt. Zuvor, vom 17. bis 21. 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Die F\u00fchrung des Dritten Reiches plante die vollst\u00e4ndige Vernichtung des j\u00fcdischen Volkes und f\u00fchrte diese auch durch. Deshalb schuf sie ein Netzwerk von Lagern, die wie wahre Todesfabriken funktionierten. Die Morde wurden dort nach dem Muster einer industriellen T\u00e4tigkeit durchgef\u00fchrt \u2013 Hunderte und Tausende, effektiv, unter Ber\u00fccksichtigung von Transportzeit und -kosten, alles wurde detailliert dokumentiert. Eine derartig extreme Entmenschlichung und Dem\u00fctigung von Millionen unschuldiger Opfer hat es zuvor nie gegeben.\\nEs ist schwierig, dar\u00fcber zu schreiben, zu lesen, zu sprechen \u2026 Im biblischen Buch Kohelet finden wir die Worte: \u201eViel Wissen, viel \u00c4rger, wer das K\u00f6nnen mehrt, der mehrt die Sorge.\u201c Trotzdem ist es notwendig, diese M\u00fche auf sich zu nehmen. Dieses Wissen muss an neue Generationen weitergegeben werden. Auch um den Preis des Leidens, den es mit sich bringt. Die Zukunft der Welt muss vom tiefen Verst\u00e4ndnis dessen gestaltet werden, was sich vor mehr als 75 Jahren im Herzen Europas ereignete und wovon Zeitzeugen immer noch sprechen. M\u00f6ge als ewige Mahnung auch das gelten, was mit der Nation der Nachkommen von Leibniz, Goethe, Schiller und Bach geschah \u2013 als sie mit dem Virus des imperialen Stolzes und der rassistischen Verachtung infiziert wurde. Wir d\u00fcrfen auch nicht vergessen, dass der letzte, entscheidende Schritt in Richtung des Zweiten Weltkriegs der geheime Pakt zwischen Hitler und Stalin vom 23. August 1939 war \u2013 ohne Krieg h\u00e4tte es die Trag\u00f6die des Holocaust nicht gegeben. Diese Vereinbarung setzte voraus, dass den L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas ihre Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t entzogen werden sollte. Die damals entstandene enge Zusammenarbeit zwischen den beiden totalit\u00e4ren Regimen dauerte bis in die letzten Stunden vor dem Angriff, mit dem Nazi-Deutschland am 22. 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Im September 1940 lie\u00df sich ein Offizier der polnischen Armee, Witold Pilecki, im Einvernehmen mit den Untergrundbeh\u00f6rden bewusst nach Auschwitz einschleusen. Er floh aus dem Lager im April 1943 und berichtete \u00fcber die dort vorgefundenen Verh\u00e4ltnisse. Hier ein Auszug aus seinem Bericht: \u201eDie Kranken [Typhus], Bewusstlosen und fast Gesunden [\u2026] wurden in Wagen gepackt und [\u2026] in die Gaskammern gebracht. [\u2026] Ein achtj\u00e4hriger Junge bat einen der SS-M\u00e4nner, ihn zu verschonen. Er kniete vor ihm auf den Boden. Der SS-Mann trat ihn in den Bauch und warf ihn wie einen Welpen in den Wagen\u201c. Auch Jan Karski, Emiss\u00e4r der polnischen Exilregierung, beobachtete mit eigenen Augen die Gr\u00e4ueltaten im Warschauer Ghetto und im deutschen Durchgangslager in Izbica. Er bereitete ein Memorandum \u00fcber den deutschen systematischen V\u00f6lkermord an Juden vor. Seit Dezember 1942 pr\u00e4sentierte er es Meinungsbildnern und h\u00f6chsten Regierungsvertretern der alliierten Staaten. Noch davor \u00fcber\u00acmittelte General W\u0142adys\u0142aw Sikorski, Ministerpr\u00e4sident der polnischen Exilregierung in London, die auf der Sitzung des Ministerrates vom 6. Juni 1942 angenommene Note den Alliierten. Er berichtete darin: \u201e\u2026 die Vernichtung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung findet in unglaublichem Ausma\u00df statt. In St\u00e4dten wie Vilnius, Lemberg, Ko\u0142omyja, Stanis\u0142aw\u00f3w, Lublin, Rzesz\u00f3w, Miech\u00f3w finden in Massakern Zehntausende von Juden den Tod. In den Ghettos von Warschau und Krakau f\u00fchrt die Gestapo t\u00e4glich Massenhinrichtungen durch. [\u2026] Die Juden in Polen erleiden die schrecklichsten Verfolgungen in ihrer Geschichte\u201c.\\nZur gleichen Zeit wurde vom Polnischen Untergrundstaat der Rat f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Juden bei der Regierungsvertretung in Polen eingerichtet. Fast 50.000 Menschen erhielten dank seiner Hilfe Dokumente, Unterschlupf, Geld und medizinische Versorgung. Polnische Diplomaten organisierten die Flucht von Juden in von Nazi-Deutschland nicht kontrollierte Gebiete. Ein beachtlicher Teil der Holocaust-\u00dcberlebenden verdankte ihr Leben Tausenden von polnischen Gerechten unter den V\u00f6lkern. In unseren Familiengeschichten sowie in histo-rischen Quellen sowie literarischen Werken lebt die Erinnerung an viele Menschen j\u00fcdischer Herkunft weiter, die auf Dachb\u00f6den, in Kellern und Scheunen versteckt und mit Essen versorgt und denen sichere Fluchtwege gezeigt wurden. Es ist wichtig zu wissen, dass in Polen die deutschen Besatzer f\u00fcr solche Taten jeden mit dem Tod bestraften, was auch in hunderten von F\u00e4llen passierte. Unter den Millionen von Polen gab es auch solche Menschen, die den sich versteckenden Juden h\u00e4tten helfen k\u00f6nnen, aber nicht im Stande waren, die Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Angeh\u00f6rigen zu \u00fcberwinden. Es gab auch solche, die aus niedrigen Beweggr\u00fcnden Juden den deutschen Besatzungsbeh\u00f6rden auslieferten oder selbst Schandtaten gegen sie begingen. Die Justiz des Polnischen Untergrundstaates sprach unter dramatischen Umst\u00e4nden der damaligen Zeit Todesstrafen gegen diese Verbrecher aus und f\u00fchrte sie durch.\\nDeutsche NS-Konzentrationslager, die im besetzten Polen errichtet wurden, waren und sind f\u00fcr uns bis heute eine unertr\u00e4gliche Dem\u00fctigung. Sie bedeuten eine drastische Leugnung unserer tausendj\u00e4hrigen Kultur und Geschichte, des polnischen Geistes der Freiheit, Toleranz und Solidarit\u00e4t. Der V\u00f6lkermord an Juden, obwohl fast in ganz Europa durchgef\u00fchrt, war ein besonders schwerer Schlag f\u00fcr den polnischen Staat, der seit Jahrhunderten multireligi\u00f6s und multinational war. Die j\u00fcdische Gemeinde im Vorkriegspolen war eine der gr\u00f6\u00dften in der gesamten Geschichte des j\u00fcdischen Volkes. Von den sechs Millionen Staatsb\u00fcrgern der Republik Polen, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren (mehr als ein F\u00fcnftel der damaligen polnischen Gesamtbev\u00f6lkerung), waren bis zu drei Millionen polnische Juden. Sie waren die gr\u00f6\u00dfte Gruppe unter den Holocaust-Opfern. Die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung, die fast zehn Jahrhun\u00acderte lang auf polnischem Boden lebte und sich hier entwickelte, verschwand in wenigen Jahren fast vollst\u00e4ndig. Polen verlor pl\u00f6tzlich Tausende von j\u00fcdischen Kulturschaffenden, Forschern und Wissenschaftlern, \u00c4rzten, Juristen und Beamten, Unternehmern, Handwerkern, Kaufleuten sowie anderen gesch\u00e4tzten Fachleuten. Unter den Ermordeten waren Eheleute, Freunde, Nachbarn und Mitarbeiter von Menschen mit nichtj\u00fcdischen Wurzeln. In unseren St\u00e4dten lebt die Erinnerung an das Martyrium der Juden weiter, die von deutschen Besatzern in Gef\u00e4ngnissen gleichenden Ghettos zusammengepfercht wurden. Nur wenige Vorkriegssyna-gogen dienen heute als Gebetsh\u00e4user. Jiddisch und Hebr\u00e4isch erklingen nicht mehr in den wenigen erhalten gebliebenen Geb\u00e4uden der j\u00fcdischen Religionsschulen und Ritualb\u00e4der. Innerhalb der heutigen Grenzen Polens wurden fast 1.200 j\u00fcdische Friedh\u00f6fe gefunden und gesichert, aber es fehlen Menschen, die diese Gr\u00e4ber immer noch besuchen w\u00fcrden. 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Jeden Tag sahen sie den Tod ihrer Leidensgenossen, M\u00e4nnern, Frauen, Alten und Behinderten sowie Kindern. Sie waren Zeugen zahlreicher Hinrichtungen \u2013 auch solcher, die von SS-M\u00e4nnern zu grausamer Unterhaltung durchgef\u00fchrt wurden. Ein Teil der H\u00e4ftlinge wurde gezwungen, die Leichen der in Gaskammern Ermordeten wegzutragen und in den Krematorien zu verbrennen. Sie wussten, dass ihnen das gleiche Schicksal widerfahren w\u00fcrde \u2026\nDies ist nur eine kurze Beschreibung jener H\u00f6lle auf Erden, die das Konzentrationslager Auschwitz war \u2013 ein Ort, an dem mehr als eine Million Juden und Tausende von Opfern anderer Nationalit\u00e4ten get\u00f6tet wurden, darunter Polen, Roma, Sinti und Kriegsgefangene sowie Solda\u00acten der Roten Armee. Dasselbe Schicksal erlitten auch Millionen von Juden, die in anderen deutschen Nazi-Todeslagern ermordet wurden: Treblinka, Sobib\u00f3r, Be\u0142\u017cec, Kulmhof, Stutthof und in vielen Dutzenden anderen. Die F\u00fchrung des Dritten Reiches plante die vollst\u00e4ndige Vernichtung des j\u00fcdischen Volkes und f\u00fchrte diese auch durch. Deshalb schuf sie ein Netzwerk von Lagern, die wie wahre Todesfabriken funktionierten. Die Morde wurden dort nach dem Muster einer industriellen T\u00e4tigkeit durchgef\u00fchrt \u2013 Hunderte und Tausende, effektiv, unter Ber\u00fccksichtigung von Transportzeit und -kosten, alles wurde detailliert dokumentiert. Eine derartig extreme Entmenschlichung und Dem\u00fctigung von Millionen unschuldiger Opfer hat es zuvor nie gegeben.\nEs ist schwierig, dar\u00fcber zu schreiben, zu lesen, zu sprechen \u2026 Im biblischen Buch Kohelet finden wir die Worte: \u201eViel Wissen, viel \u00c4rger, wer das K\u00f6nnen mehrt, der mehrt die Sorge.\u201c Trotzdem ist es notwendig, diese M\u00fche auf sich zu nehmen. Dieses Wissen muss an neue Generationen weitergegeben werden. Auch um den Preis des Leidens, den es mit sich bringt. Die Zukunft der Welt muss vom tiefen Verst\u00e4ndnis dessen gestaltet werden, was sich vor mehr als 75 Jahren im Herzen Europas ereignete und wovon Zeitzeugen immer noch sprechen. M\u00f6ge als ewige Mahnung auch das gelten, was mit der Nation der Nachkommen von Leibniz, Goethe, Schiller und Bach geschah \u2013 als sie mit dem Virus des imperialen Stolzes und der rassistischen Verachtung infiziert wurde. Wir d\u00fcrfen auch nicht vergessen, dass der letzte, entscheidende Schritt in Richtung des Zweiten Weltkriegs der geheime Pakt zwischen Hitler und Stalin vom 23. August 1939 war \u2013 ohne Krieg h\u00e4tte es die Trag\u00f6die des Holocaust nicht gegeben. Diese Vereinbarung setzte voraus, dass den L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas ihre Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t entzogen werden sollte. Die damals entstandene enge Zusammenarbeit zwischen den beiden totalit\u00e4ren Regimen dauerte bis in die letzten Stunden vor dem Angriff, mit dem Nazi-Deutschland am 22. Juni 1941 die UdSSR \u00fcberraschte.\nDie Wahrheit \u00fcber den Holocaust darf nicht sterben. Sie darf nicht verzerrt oder f\u00fcr irgendeinen Zweck instrumentalisiert werden. Im Namen des heiligen Gedenkens an die Vernichtung der Juden und aus Respekt vor den anderen Opfern der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts d\u00fcrfen und wollen wir dies nicht tolerieren. Wir werden in unseren Bem\u00fchungen nicht nachlassen, dass die Welt diese Verbrechen nie vergisst, damit nichts dergleichen wieder passiert.\nDie polnische Widerstandsbewegung \u00fcbernahm schon sehr fr\u00fch die Mission, die Wahrheit \u00fcber den Holocaust aufzudecken und von der Vernichtung bedrohte Juden zu unterst\u00fctzen. Der Polnische Untergrundstaat, der in den von Hitlerdeutschland besetzten Gebieten Polens gegr\u00fcndet wurde, versuchte alle zu sch\u00fctzen, die bis vor kurzem noch Staatsb\u00fcrger des unabh\u00e4ngigen Polens waren. Im September 1940 lie\u00df sich ein Offizier der polnischen Armee, Witold Pilecki, im Einvernehmen mit den Untergrundbeh\u00f6rden bewusst nach Auschwitz einschleusen. Er floh aus dem Lager im April 1943 und berichtete \u00fcber die dort vorgefundenen Verh\u00e4ltnisse. Hier ein Auszug aus seinem Bericht: \u201eDie Kranken [Typhus], Bewusstlosen und fast Gesunden [\u2026] wurden in Wagen gepackt und [\u2026] in die Gaskammern gebracht. [\u2026] Ein achtj\u00e4hriger Junge bat einen der SS-M\u00e4nner, ihn zu verschonen. Er kniete vor ihm auf den Boden. Der SS-Mann trat ihn in den Bauch und warf ihn wie einen Welpen in den Wagen\u201c. Auch Jan Karski, Emiss\u00e4r der polnischen Exilregierung, beobachtete mit eigenen Augen die Gr\u00e4ueltaten im Warschauer Ghetto und im deutschen Durchgangslager in Izbica. Er bereitete ein Memorandum \u00fcber den deutschen systematischen V\u00f6lkermord an Juden vor. Seit Dezember 1942 pr\u00e4sentierte er es Meinungsbildnern und h\u00f6chsten Regierungsvertretern der alliierten Staaten. Noch davor \u00fcber\u00acmittelte General W\u0142adys\u0142aw Sikorski, Ministerpr\u00e4sident der polnischen Exilregierung in London, die auf der Sitzung des Ministerrates vom 6. Juni 1942 angenommene Note den Alliierten. Er berichtete darin: \u201e\u2026 die Vernichtung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung findet in unglaublichem Ausma\u00df statt. In St\u00e4dten wie Vilnius, Lemberg, Ko\u0142omyja, Stanis\u0142aw\u00f3w, Lublin, Rzesz\u00f3w, Miech\u00f3w finden in Massakern Zehntausende von Juden den Tod. In den Ghettos von Warschau und Krakau f\u00fchrt die Gestapo t\u00e4glich Massenhinrichtungen durch. [\u2026] Die Juden in Polen erleiden die schrecklichsten Verfolgungen in ihrer Geschichte\u201c.\nZur gleichen Zeit wurde vom Polnischen Untergrundstaat der Rat f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Juden bei der Regierungsvertretung in Polen eingerichtet. Fast 50.000 Menschen erhielten dank seiner Hilfe Dokumente, Unterschlupf, Geld und medizinische Versorgung. Polnische Diplomaten organisierten die Flucht von Juden in von Nazi-Deutschland nicht kontrollierte Gebiete. Ein beachtlicher Teil der Holocaust-\u00dcberlebenden verdankte ihr Leben Tausenden von polnischen Gerechten unter den V\u00f6lkern. In unseren Familiengeschichten sowie in histo-rischen Quellen sowie literarischen Werken lebt die Erinnerung an viele Menschen j\u00fcdischer Herkunft weiter, die auf Dachb\u00f6den, in Kellern und Scheunen versteckt und mit Essen versorgt und denen sichere Fluchtwege gezeigt wurden. Es ist wichtig zu wissen, dass in Polen die deutschen Besatzer f\u00fcr solche Taten jeden mit dem Tod bestraften, was auch in hunderten von F\u00e4llen passierte. Unter den Millionen von Polen gab es auch solche Menschen, die den sich versteckenden Juden h\u00e4tten helfen k\u00f6nnen, aber nicht im Stande waren, die Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Angeh\u00f6rigen zu \u00fcberwinden. Es gab auch solche, die aus niedrigen Beweggr\u00fcnden Juden den deutschen Besatzungsbeh\u00f6rden auslieferten oder selbst Schandtaten gegen sie begingen. Die Justiz des Polnischen Untergrundstaates sprach unter dramatischen Umst\u00e4nden der damaligen Zeit Todesstrafen gegen diese Verbrecher aus und f\u00fchrte sie durch.\nDeutsche NS-Konzentrationslager, die im besetzten Polen errichtet wurden, waren und sind f\u00fcr uns bis heute eine unertr\u00e4gliche Dem\u00fctigung. Sie bedeuten eine drastische Leugnung unserer tausendj\u00e4hrigen Kultur und Geschichte, des polnischen Geistes der Freiheit, Toleranz und Solidarit\u00e4t. Der V\u00f6lkermord an Juden, obwohl fast in ganz Europa durchgef\u00fchrt, war ein besonders schwerer Schlag f\u00fcr den polnischen Staat, der seit Jahrhunderten multireligi\u00f6s und multinational war. Die j\u00fcdische Gemeinde im Vorkriegspolen war eine der gr\u00f6\u00dften in der gesamten Geschichte des j\u00fcdischen Volkes. Von den sechs Millionen Staatsb\u00fcrgern der Republik Polen, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren (mehr als ein F\u00fcnftel der damaligen polnischen Gesamtbev\u00f6lkerung), waren bis zu drei Millionen polnische Juden. Sie waren die gr\u00f6\u00dfte Gruppe unter den Holocaust-Opfern. Die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung, die fast zehn Jahrhun\u00acderte lang auf polnischem Boden lebte und sich hier entwickelte, verschwand in wenigen Jahren fast vollst\u00e4ndig. Polen verlor pl\u00f6tzlich Tausende von j\u00fcdischen Kulturschaffenden, Forschern und Wissenschaftlern, \u00c4rzten, Juristen und Beamten, Unternehmern, Handwerkern, Kaufleuten sowie anderen gesch\u00e4tzten Fachleuten. Unter den Ermordeten waren Eheleute, Freunde, Nachbarn und Mitarbeiter von Menschen mit nichtj\u00fcdischen Wurzeln. In unseren St\u00e4dten lebt die Erinnerung an das Martyrium der Juden weiter, die von deutschen Besatzern in Gef\u00e4ngnissen gleichenden Ghettos zusammengepfercht wurden. Nur wenige Vorkriegssyna-gogen dienen heute als Gebetsh\u00e4user. Jiddisch und Hebr\u00e4isch erklingen nicht mehr in den wenigen erhalten gebliebenen Geb\u00e4uden der j\u00fcdischen Religionsschulen und Ritualb\u00e4der. Innerhalb der heutigen Grenzen Polens wurden fast 1.200 j\u00fcdische Friedh\u00f6fe gefunden und gesichert, aber es fehlen Menschen, die diese Gr\u00e4ber immer noch besuchen w\u00fcrden. Werke j\u00fcdischer Kunst und handwerkliche Erzeugnisse, wertvolle alte B\u00fccher, Drucke und Manu-skripte von Gelehrten, Schriftstellern und Komponisten wurden unwiederbringlich zerst\u00f6rt. \nDie Geschichte der Juden in Polen und ihrer vernichteten Welt wird heute erz\u00e4hlt durch Publikationen und wissenschaftliche Konferenzen, Festivals, Ausstellungen, Konzerte und Denkm\u00e4ler, durch Aktivit\u00e4ten staatlicher wissenschaftlicher und kultureller Institutionen wie Museen, Theater, Archive und Bibliotheken. Nach und nach werden j\u00fcdische Religions-gemeinden, gesellschaftliche Vereine, Verlage und Zeitschriften wiederbelebt. Wir unterst\u00fctzen diese Aktivit\u00e4ten, denn in der Erz\u00e4hlung \u00fcber die polnischen Juden und ihr Martyrium darf der deutsche Nationalsozialismus nicht das letzte Wort haben.\nDas Gedenken an die Trag\u00f6die des Holocaust sollte ein wichtiges und dauerhaftes Element der Friedenserziehung sein. Es ist dies eine Erinnerung, welche die Herzen der Menschen durchdringt und die die Barrieren von Vorurteilen, Spaltungen und von Hass \u00fcberwindet. Dies ist uns eine Lektion, wie man Verst\u00e4ndnis zeigen und den vom Schicksal am allerschlimmsten Betroffenen helfen kann. \nIn diesem Sinne werden wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holo-caust begehen. Er findet seit 15 Jahren infolge eines Beschlusses der UN-Generalversammlung am Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz statt. Deshalb treffen wir uns in vier Tagen unter Staatsoberh\u00e4uptern und hohen Vertretern von L\u00e4ndern aus der ganzen Welt auf dem Gel\u00e4nde des polnischen Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, an jenem Ort, wo die Asche von \u00fcber einer Million Holocaust-Opfern verstreut ist. Hochbetagte \u00dcberlebende werden uns begleiten. Am 75. Jahrestag des symbolischen Endes des Holocaust werden wir die Wahrheit bezeugen. Gemeinsam werden wir zu Frieden, Gerechtigkeit und zu Respekt zwischen den V\u00f6lkern aufrufen.  \nEwiges Gedenken und Ehre den Toten des KZ Auschwitz!\nEwiges Gedenken und Ehre den Opfern des Holocaust!\n Andrzej Duda, Pr\u00e4sident der Republik Polen"},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/2020\/01\/28\/pressemeldung-duda\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/01\/2020-01-23-PressPOLSKA-Eine-Wahrheit-Kancelaria-Prezydenta.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/01\/2020-01-23-PressPOLSKA-Eine-Wahrheit-Kancelaria-Prezydenta.jpg","width":1500,"height":999},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/2020\/01\/28\/pressemeldung-duda\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Andrzej Duda: Eine Wahrheit, die nicht sterben darf"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/#website","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/","name":"Instytut Polski w Lipsku","description":"Kolejna witryna sieci &#8222;Instytuty Polskie&#8221;","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"pl-PL"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/#\/schema\/person\/a74d20cf3dac53f5579b2a3ec40f22dd","name":"Rainer Mende","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61382ed949dec269ce106c2fd5871a60?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61382ed949dec269ce106c2fd5871a60?s=96&d=mm&r=g","caption":"Rainer Mende"},"url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/author\/mender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/users\/79"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=754"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":763,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754\/revisions\/763"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/media\/764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=754"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/leipzig\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}