{"id":24823,"date":"2024-12-16T10:32:27","date_gmt":"2024-12-16T09:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?p=24823"},"modified":"2025-01-30T12:50:44","modified_gmt":"2025-01-30T11:50:44","slug":"meilensteine-des-polnischen-kinos-retrospektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2024\/12\/16\/meilensteine-des-polnischen-kinos-retrospektive\/","title":{"rendered":"MEILENSTEINE DES POLNISCHEN KINOS. Retrospektive"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Datum:<\/span> 14. J\u00e4nner \u2013 5. Februar<\/strong><br \/><strong><u>Ort:<\/u>\u00a0Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien<br \/><u>Info und Karten:<\/u>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.filmarchiv.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.filmarchiv.at<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anl\u00e4sslich der \u00dcbernahme des EU-Ratsvorsitzes im ersten Halbjahr 2025 pr\u00e4sentieren wir 13 au\u00dfergew\u00f6hnliche Spielfilme von 13 der renommiertesten und wichtigsten polnischen Regisseur:innen aus den Jahren 1948 bis 1988. In diesen vier Jahrzehnten entwickelte das polnische Kino sein auch international strahlendes Profil, das gekennzeichnet ist von politischer Wachsamkeit, formaler Experimentierfreude und pointierten Gesellschaftsbeobachtungen. Trotz drohender Zensur reflektieren die Filme ihre jeweilige Entstehungszeit, hinterfragen offizielle historische Narrative und sto\u00dfen immer wieder Debatten an \u2013 auch im Ausland: ein Kino, das widerst\u00e4ndig und poetisch zugleich ist.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1948 ist ein Schl\u00fcsseljahr in der Geschichte des polnischen Kinos: Mit OSTATNI ETAP erscheint der erste Spielfilm, der das Grauen thematisiert, das sich in den Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau ereignet hat. Gleichzeitig wird in \u0141\u00f3d\u017a eine staatliche Filmschule gegr\u00fcndet, die Regisseure und Kameraleute im Sinne einer sozialistischen Kaderschmiede ausbilden sollte, schon bald jedoch eine einflussreiche Generation an jungen K\u00fcnstler:innen hervorbringt. Geschult am italienischen Neorealismus, finden sie eigene Wege und Ausdrucksformen, die mit den politischen Vorgaben wenig gemeinsam haben. Wichtige Themen sind zun\u00e4chst die komplexe j\u00fcngere Vergangenheit Polens, die Rolle der Widerstandsbewegung und der Warschauer Aufstand im Sommer 1944. Statt kollektiver Heldenverehrung fokussieren Regisseure wie Munk und Wajda auf das Individuum: Indem sie ihre Figuren ausdifferenzieren, sie mit durch und durch menschlichen Eigenschaften (im Guten wie im Schlechten) ausstatten und ihre Geschichten mit ironischen Brechungen kreuzen, gehen sie auf kritische Distanz zur offiziellen Legendenbildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den 1960er-Jahren wird vor allem der Einfluss der Nouvelle Vague auf eine j\u00fcngere Generation sp\u00fcrbar. Roman Pola\u0144skis N\u00d3\u017b W WODZIE markiert selbst den Anfang einer Neuen Welle: ein Film in der Gegenwart, der sich selbst auf die Suche nach einer neuen filmischen Sprache begibt und dies in das Aufeinandertreffen eines b\u00fcrgerlichen Ehepaars mit einem rebellischen Studenten \u00fcbersetzt. Jerzy Skolimowski geht in BARIERA noch einen Schritt weiter, indem er den Protagonisten (gleicherma\u00dfen sein Alter Ego) seines \u00e4sthetischen Bilderreigens an den Rand der Gesellschaft bringt. \u00bbExistenzialismus statt Sozialismus\u00ab lautet die Devise, und die \u00bbRettung\u00ab liegt auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs. Krzysztof Zanussi hingegen verhandelt in seinen Filmen wissenschaftliche, philosophische und moralische Fragen und kn\u00fcpft darin an ein Spannungsfeld an, das ab den 1970er-Jahren das polnische Kino zunehmend umtreibt: Wie m\u00f6glich oder unm\u00f6glich ist ein Leben im Sozialismus?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der unaufl\u00f6sbare Widerspruch zwischen gesellschaftspolitischer Utopie und Realit\u00e4t wird sp\u00e4testens Anfang der 1980er-Jahre evident, als eine Streikwelle durchs Land rollt. Die Solidarno\u015b\u0107-Bewegung k\u00e4mpft f\u00fcr bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen \u2013 mit der Ausrufung des Kriegsrechts von 1981 bis 1983 und dem Verbot der Gewerkschaft wird sie in den Untergrund gedr\u00e4ngt. Macht- und Umbruchsverh\u00e4ltnisse, die sich auf mannigfaltige Weise auch im Kino ihrer Zeit widerspiegeln. Dennoch: Auch in Polen kommt langsam ein \u00bbWind of Change\u00ab auf, der einen weiteren Neuanfang ank\u00fcndigt. Aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p><strong>FLORIAN WIDEGGER<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Seksmisja <br \/><\/strong>Regie: Juliusz Machulski<br \/>PL 1984, 122 Min., OmdU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Dienste der Wissenschaft stellen sich die beiden Forscher Max und Albert f\u00fcr ein dreij\u00e4hriges Tiefschlaf-Experiment zur Verf\u00fcgung. Als sie wieder aufwachen, sind daraus allerdings 50 geworden. Die Erde ist nuklear verseucht, die \u00dcberlebenden wohnen in unterirdischen St\u00e4dten. Ein Gutes hat die Zukunft allerdings: M\u00e4nner gibt es in dieser sch\u00f6nen neuen Welt keine mehr. Schlecht f\u00fcr die beiden Relikte aus der Vergangenheit, die nun in die neue Gesellschaftsordnung integriert werden m\u00fcssen, wenn n\u00f6tig mit Zwang \u2026 Machulskis vergn\u00fcgliche Science-Fiction-Geschlechterkampf-Satire steckt nicht nur voller Andeutungen vom nahenden Ende des Ostblocks und nimmt die Staatspropaganda aufs Korn, sondern kritisiert auch totalit\u00e4re Systeme und ihre Pr\u00fcderie. (fw)<\/p>\n<p>DI 14.1., 19:00 \u01c0 MI 5.2., 20:30<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Kr\u00f3tki film o zabijaniu<\/strong> <strong>\/ A SHORT FILM ABOUT KILLING<br \/><\/strong>Regie: Krzysztof Kie\u015blowski<br \/>PL 1988, 85 Min, OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der zum Kinofilm erweiterte f\u00fcnfte Teil von Kie\u015blowskis DEKALOG-Zyklus kreist um das Gebot \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten\u00ab \u2013 und macht den Regisseur schlagartig international bekannt. Darin kreuzen sich die Wege dreier unterschiedlicher M\u00e4nner: der frisch gebackene und idealistische Rechtsanwalt Piotr, der junge, desillusionierte Jacek und ein unfreundlicher Taxifahrer. Nachdem Jacek den Taxifahrer ohne erkennbaren Grund brutal ermordet, wird er gefangen und, trotz der F\u00fcrsprache des Anwalts, zum Tode verurteilt. So wird ein unrechtm\u00e4\u00dfiger Mord scheinbar durch einen rechtm\u00e4\u00dfigen ges\u00fchnt. Die Brutalit\u00e4t und Sinnlosigkeit unterstreicht der Film, indem er das Geschehen nahezu protokollarisch-n\u00fcchtern wiedergibt, seine Welt jedoch mittels extremer Farbfilter in unwirtliches, gr\u00fcnlich-braunes Licht taucht. (fw)<\/p>\n<p>MI 15.1., 18:00 \u01c0 SA 25.1., 17:30<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ostatni etap<\/strong> <strong>\/ THE LAST STAGE<br \/><\/strong>Regie: Wanda Jakubowska<br \/>PL 1948, 110 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die j\u00fcdische \u00dcbersetzerin Marta Weiss wird im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau interniert. Sie \u00fcberlebt als einzige ihrer Familie, weil die Nazis ihre Dienste noch beanspruchen wollen. Im Lager schlie\u00dft sie sich einer weiblichen Widerstandszelle aus verschiedenen Nationen an \u2026 Regisseurin Wanda Jakubowska, selbst H\u00e4ftling in Auschwitz gewesen, dreht zum Teil vor Ort und mit \u00dcberlebenden, was dem Film einen besonders eindringlichen wie dokumentarischen Charakter beschert. Nichts weniger als ein erstes ersch\u00fctterndes und bis heute g\u00fcltiges Hauptwerk zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust. (fw)<\/p>\n<p>MI 15.1. 20:45 (mit einer Einf\u00fchrung von Gregor Holzinger, Mauthausen Memorial)<\/p>\n<p>FR 24.1., 18:15<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Bariera<\/strong> <strong>\/ BARRIER<br \/><\/strong>Regie: Jerzy Skolimowski<br \/>PL 1966, 81 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Warum warten, bis man selbst alt ist, wenn man jetzt mit modernen Autos und einer h\u00fcbschen Dame an seiner Seite herumfahren k\u00f6nnte? So l\u00e4sst der namenlose Medizinstudent sein bisheriges Leben hinter sich und beginnt ein neues: \u00bbNoch ist unsere zynische, verbitterte Generation zu gro\u00dfer Leidenschaft f\u00e4hig\u00ab. Ein surrealistischer Bilder- und Ideenreigen, untermalt vom avantgardistischen Jazz-Soundtrack Krzysztof Komedas \u2013 weit seiner Zeit voraus. (fw)<\/p>\n<p>DO 16.1., 18:15 \u01c0 MI 29.1., 21:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Iluminacja \/ ILLUMINATION<br \/><\/strong>Regie: Krzysztof Zanussi<br \/>PL 1973, 91 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Einblicke in ein Leben: Franciszek studiert Physik, weil er sich von der Naturwissenschaft Erleuchtung verspricht. Als er mit qu\u00e4lenden Experimenten an Mensch und Tier konfrontiert wird, ist er ersch\u00fcttert \u00fcber die mangelnde Empathie seiner Kollegen. Er verliebt sich ungl\u00fccklich, muss den Tod seines besten Freundes miterleben &#8230; Die kleinen und gro\u00dfen Erdbeben einer Biografie verarbeitet Zanussi in ein hochkomplexes Traktat \u00fcber den Kern von Wissenschaft, Wahrheit und Menschsein. (fw)<\/p>\n<p>DO 16.1., 20:30 \u01c0 DO 30.1., 18:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Eroica<br \/><\/strong>Regie: Andrzej Munk<br \/>PL 1957, 78 Min., OmdU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Warschauer Aufstand von August bis Oktober 1944 z\u00e4hlt zu den zentralen Ereignissen der polnischen Geschichte und war lange Gegenstand kontroverser Debatten. Andrzej Munk, der zu fr\u00fch verstorbene Erneuerer des polnischen Films, verweigert sich romantischer Heldenverehrung. Aus der Symphonie wird eine Groteske, seine Protagonisten sind entweder verschlagene Sch\u00fcrzenj\u00e4ger auf Botengang oder zerm\u00fcrbte Offiziere in einem Gefangenenlager. (fw)<\/p>\n<p>FR 17.1., 18:00 \u01c0 FR 31.1., 18:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Matka Joanna od Anio\u0142\u00f3w<\/strong> <strong>\/ MOTHER JOAN OF THE ANGELS<\/strong><\/p>\n<p>Jerzy Kawalerowicz<\/p>\n<p>PL 1961, 108 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beunruhigende Nachrichten aus einem Nonnenkloster machen die Runde. Angeblich treiben dort der Leibhaftige und seine D\u00e4monen ihr Unwesen. Einen ortsans\u00e4ssigen Priester haben die Ordensfrauen sogar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nun soll ein Jesuitenpater icht ins Dunkel bringen \u2013 findet sich jedoch bald selbst in einer tiefen Glaubenskrise wieder, ausgel\u00f6st von seinen durch und durch weltlichen Gef\u00fchle f\u00fcr die Mutter Oberin \u2026 Inspiriert durch Ereignisse im Frankreich des 17. Jahrhunderts \u2013 welche Ken Russell sp\u00e4ter in THE DEVILS aufarbeiten wird \u2013 verhandelt Kawalerowicz in ausdrucksstarken Bildern die Machtverh\u00e4ltnisse seiner Gegenwart: \u00bbIch wollte einen Film machen \u00fcber die menschliche Natur und ihre angeborene Reaktion auf Unterdr\u00fcckung und Gesetze, die ihr auferlegt werden.\u00ab (fw)<\/p>\n<p>SA 18.1., 19:30 \u01c0 DI 28.1., 18:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Przes\u0142uchanie<\/strong> <strong>\/ INTERROGATION<br \/><\/strong>Regie: Ryszard Bugajski<br \/>PL 1982\/89, 117 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anfang der 1950er-Jahre tingelt S\u00e4ngerin Tonia mit ihren Musikerkollegen durchs Land. Nach einer durchzechten Nacht wacht sie eines Morgens im Gef\u00e4ngnis auf. Die Geheimpolizei hat es auf sie abgesehen. Die Beamten versuchen, von ihr belastende Informationen \u00fcber einen Bekannten zu erhalten und schrecken dabei vor brutalen physischen und psychischen Foltermethoden nicht zur\u00fcck. Ein monatelanges, qu\u00e4lendes Verh\u00f6r beginnt, das in Tonia ungeahnte Widerstandskr\u00e4fte freisetzt \u2026 Jahrelang als \u00bbantikommunistisch\u00ab in den Giftschrank verbannt, kursierte Bugajskis Film erst als Underground-Ph\u00e4nomen auf VHS, bevor er 1989 zur \u00f6ffentlichen Auff\u00fchrung zugelassen wurde. Die w\u00fctende Abrechnung mit der stalinistischen Tyrannei ger\u00e4t zu einem allgemein g\u00fcltigen, aufr\u00fcttelnden Manifest gegen Terror und Willk\u00fcr. (fw)<\/p>\n<p>SO 19.1., 18:30 \u01c0 MI 29.1., 18:30<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>N\u00f3\u017c w wodzie \/ DAS MESSER IM WASSER <br \/><\/strong>Regie: Roman Pola\u0144ski<br \/>PL 1962, 94 Min., OmdU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Immer wieder erz\u00e4hlt Roman Pola\u0144ski in seinen Filmen von Eingeschlossenen \u2013 ob im Warschauer Ghetto, einem Haus an der K\u00fcste, einem Wohnzimmer in New York oder, wie hier, erst in einem Auto und dann auf einem Segelboot. Und immer wieder demonstriert er dabei, dass die Gef\u00e4ngnisse vor allem in uns selbst stecken. So auch in seinem Deb\u00fct, das gleich eine Oscar-Nominierung erhielt: Ein b\u00fcrgerliches Ehepaar ist unterwegs ins Wochenende am See. Auf dem Weg dorthin nehmen sie einen jungen Anhalter mit. Aus erst harmlosen Wortgefechten entspinnt sich langsam ein aggressiver Wettbewerb zwischen dem spie\u00dfigen Journalisten und dem rebellischen Fremden. Einer, in dem sich auch die Sympathien zunehmend verschieben. Aus der simplen Konstellation wird ein vieldeutiges, enorm spannendes Kammerspiel. (fw)<\/p>\n<p>MO 20.1., 20:30 \u01c0 MO 3.2., 18:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Popi\u00f3\u0142 i diament<\/strong> <strong>\/ ASHES AND DIAMONDS<br \/><\/strong>Regie: Andrzej Wajda<br \/>PL 1958, 101 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mai 1945: Deutschland hat kapituliert, doch in Polen gehen die Kriegshandlungen insofern weiter, als dass jene, die gegen die Nazis k\u00e4mpften, nun die neuen Besatzer aus dem Osten ins Visier nehmen. Maciek und Andrzej, zwei junge Soldaten, haben den Auftrag, einen hochrangigen Kommunisten zu t\u00f6ten. Da beim ersten Versuch zwei Unschuldige ums Leben kommen, wollen sie es beim zweiten Mal besser machen und ihre Zielperson bei einem Fest in einem Hotel erwischen. Doch w\u00e4hrend sie auf ihre Chance warten, meldet sich auch das schlechte Gewissen \u2026 Den wuchtigen Abschluss von Wajdas Trilogie \u00fcber die Kriegstraumata seiner Generation veredelt die beinahe unheimliche Pr\u00e4senz seines sonnenbebrillten wie widerspr\u00fcchlichen Hauptdarstellers Zbigniew Cybulski, nicht umsonst der \u00bbpolnische James Dean\u00ab. (fw)<\/p>\n<p>DI 21.1., 20:30 \u01c0 SA 1.2., 18:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Na srebrnym globie<\/strong> <strong>\/ ON THE SILVER GLOBE<br \/><\/strong>Regie: Andrzej \u017bu\u0142awski<br \/>PL 1988, 166 Min, OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach einer Notlandung auf einem w\u00fcsten Planeten werden die Astronauten zu Stammesf\u00fchrern einer schamanistischen Kultur. Nachdem aus dieser primitiven Welt Videoaufnahmen zur Erde gelangen, reist der Astronaut Marek zum Silbernen Planeten, wo er als Erl\u00f6ser gefeiert wird, bald jedoch als Heeresf\u00fchrer in einen brutalen Krieg zieht. Nach einer Vorlage seines Gro\u00dfonkels kreiert \u017bu\u0142awski eine planetarische Mythologie, getaucht in vision\u00e4re Bilder und orgiastische Massenszenen. Nach zwei Jahren Dreharbeiten, die teils in den entlegensten Winkeln der Erde stattfanden, wurden weitere Aufnahmen aufgrund systemkritischer Anspielungen gestoppt. Erst 1988 kann \u017bu\u0142awski die fragmentierte Fassung mit erkl\u00e4renden Kommentaren vervollst\u00e4ndigen. Ein kompromisslos-komplexes Epos \u2013 unbedingt im Kino zu erleben! (fw)<\/p>\n<p>SA 25.1., 20:30 \u01c0 SO 2.2., 19:45<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Sanatorium pod Klepsydr\u0105 \/<\/strong> <strong>THE HOURGLASS SANATORIUM<br \/><\/strong>Regie: Wojciech Has<br \/>PL 1973, 119 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit seiner Kindheit bewundert Wojciech Has die Geschichten und Malereien des 1942 von den Nazis im Ghetto erschossenen K\u00fcnstlers Bruno Schulz, dem er mit diesem Film seine Reverenz erweist. J\u00f3zef m\u00f6chte seinen schwerkranken Vater im Sanatorium besuchen. Leichter gesagt als getan, denn der Weg dorthin erweist sich als ein zunehmend surreal-kafkaeskes Labyrinth, in dem die Gesetze von Raum und Zeit aufgehoben sind: Der eigentlich tote Vater befindet sich noch am Leben und J\u00f3zef kann in diesem Wunderland zur\u00fcck in die eigene Vergangenheit reisen. Was er in seinen Erinnerungen findet, verkn\u00fcpft sich mit der polnischen Zeitgeschichte zwischen Melancholie, Hoffnungslosigkeit und Zerst\u00f6rung. Ein Lieblingsfilm von Luis Bu\u00f1uel und Ingmar Bergman, der ihn in Cannes mit dem Jurypreis auszeichnete. (fw)<\/p>\n<p>SO 26.1., 17:30 \u01c0 SA 1.2., 20:00<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Aktorzy prowincjonalni \/<\/strong> PROVINCIAL ACTORS<br \/>Regie: Agnieszka Holland<br \/>PL 1979, 122 Min., OmeU<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Spielfilmdeb\u00fct der heute wohl bekanntesten polnischen Filmemacherin Agnieszka Holland kreist um die Frage, was es eigentlich bedeutet, Kunst zu machen. F\u00fcr den aufstrebenden Schauspieler Krzysztof ist die Hauptrolle in einem Theaterst\u00fcck die gro\u00dfe Chance, f\u00fcr den bereits ber\u00fchmten Regisseur aus der Stadt wenig mehr als Routine. Es prallen Welten aufeinander und der hartn\u00e4ckige Enthusiasmus des einen wird den anderen mehr als nur den R\u00fcckhalt des Ensembles kosten \u2026 Die lakonische Kom\u00f6die dient als Allegorie auf die repressiven Zust\u00e4nde, denen K\u00fcnstler:innen aller Art hinter dem Eisernen Vorhang ausgesetzt waren, und erweist sich dabei als \u00bbliebevoll-kritisches bis ironisch-sarkastisches Bild des polnischen Kulturbetriebes\u00ab (Josef Schnelle). Ausgezeichnet mit dem FIPRESCI-Preis in Cannes. (fw)<\/p>\n<p>SO 26.1., 20:30 \u01c0 DI 4.2., 18:30<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><u>Veranstalter:<\/u>\u00a0Filmarchiv Austria, Polnisches Institut Wien<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Datum: 14. J\u00e4nner \u2013 5. 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Trotz drohender Zensur reflektieren die Filme ihre jeweilige Entstehungszeit, hinterfragen offizielle historische Narrative und sto\u00dfen immer wieder Debatten an \u2013 auch im Ausland: ein Kino, das widerst\u00e4ndig und poetisch zugleich ist.\\n\u00a0\\n1948 ist ein Schl\u00fcsseljahr in der Geschichte des polnischen Kinos: Mit OSTATNI ETAP erscheint der erste Spielfilm, der das Grauen thematisiert, das sich in den Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau ereignet hat. Gleichzeitig wird in \u0141\u00f3d\u017a eine staatliche Filmschule gegr\u00fcndet, die Regisseure und Kameraleute im Sinne einer sozialistischen Kaderschmiede ausbilden sollte, schon bald jedoch eine einflussreiche Generation an jungen K\u00fcnstler:innen hervorbringt. Geschult am italienischen Neorealismus, finden sie eigene Wege und Ausdrucksformen, die mit den politischen Vorgaben wenig gemeinsam haben. Wichtige Themen sind zun\u00e4chst die komplexe j\u00fcngere Vergangenheit Polens, die Rolle der Widerstandsbewegung und der Warschauer Aufstand im Sommer 1944. Statt kollektiver Heldenverehrung fokussieren Regisseure wie Munk und Wajda auf das Individuum: Indem sie ihre Figuren ausdifferenzieren, sie mit durch und durch menschlichen Eigenschaften (im Guten wie im Schlechten) ausstatten und ihre Geschichten mit ironischen Brechungen kreuzen, gehen sie auf kritische Distanz zur offiziellen Legendenbildung.\\nIn den 1960er-Jahren wird vor allem der Einfluss der Nouvelle Vague auf eine j\u00fcngere Generation sp\u00fcrbar. Roman Pola\u0144skis N\u00d3\u017b W WODZIE markiert selbst den Anfang einer Neuen Welle: ein Film in der Gegenwart, der sich selbst auf die Suche nach einer neuen filmischen Sprache begibt und dies in das Aufeinandertreffen eines b\u00fcrgerlichen Ehepaars mit einem rebellischen Studenten \u00fcbersetzt. Jerzy Skolimowski geht in BARIERA noch einen Schritt weiter, indem er den Protagonisten (gleicherma\u00dfen sein Alter Ego) seines \u00e4sthetischen Bilderreigens an den Rand der Gesellschaft bringt. \u00bbExistenzialismus statt Sozialismus\u00ab lautet die Devise, und die \u00bbRettung\u00ab liegt auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs. Krzysztof Zanussi hingegen verhandelt in seinen Filmen wissenschaftliche, philosophische und moralische Fragen und kn\u00fcpft darin an ein Spannungsfeld an, das ab den 1970er-Jahren das polnische Kino zunehmend umtreibt: Wie m\u00f6glich oder unm\u00f6glich ist ein Leben im Sozialismus?\\nDer unaufl\u00f6sbare Widerspruch zwischen gesellschaftspolitischer Utopie und Realit\u00e4t wird sp\u00e4testens Anfang der 1980er-Jahre evident, als eine Streikwelle durchs Land rollt. Die Solidarno\u015b\u0107-Bewegung k\u00e4mpft f\u00fcr bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen \u2013 mit der Ausrufung des Kriegsrechts von 1981 bis 1983 und dem Verbot der Gewerkschaft wird sie in den Untergrund gedr\u00e4ngt. Macht- und Umbruchsverh\u00e4ltnisse, die sich auf mannigfaltige Weise auch im Kino ihrer Zeit widerspiegeln. Dennoch: Auch in Polen kommt langsam ein \u00bbWind of Change\u00ab auf, der einen weiteren Neuanfang ank\u00fcndigt. Aber das ist eine andere Geschichte.\\nFLORIAN WIDEGGER\\n\u00a0\\n\u00a0\\nSeksmisja Regie: Juliusz MachulskiPL 1984, 122 Min., OmdU\\nIm Dienste der Wissenschaft stellen sich die beiden Forscher Max und Albert f\u00fcr ein dreij\u00e4hriges Tiefschlaf-Experiment zur Verf\u00fcgung. Als sie wieder aufwachen, sind daraus allerdings 50 geworden. Die Erde ist nuklear verseucht, die \u00dcberlebenden wohnen in unterirdischen St\u00e4dten. Ein Gutes hat die Zukunft allerdings: M\u00e4nner gibt es in dieser sch\u00f6nen neuen Welt keine mehr. Schlecht f\u00fcr die beiden Relikte aus der Vergangenheit, die nun in die neue Gesellschaftsordnung integriert werden m\u00fcssen, wenn n\u00f6tig mit Zwang \u2026 Machulskis vergn\u00fcgliche Science-Fiction-Geschlechterkampf-Satire steckt nicht nur voller Andeutungen vom nahenden Ende des Ostblocks und nimmt die Staatspropaganda aufs Korn, sondern kritisiert auch totalit\u00e4re Systeme und ihre Pr\u00fcderie. (fw)\\nDI 14.1., 19:00 \u01c0 MI 5.2., 20:30\\nKr\u00f3tki film o zabijaniu \/ A SHORT FILM ABOUT KILLINGRegie: Krzysztof Kie\u015blowskiPL 1988, 85 Min, OmeU\\nDer zum Kinofilm erweiterte f\u00fcnfte Teil von Kie\u015blowskis DEKALOG-Zyklus kreist um das Gebot \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten\u00ab \u2013 und macht den Regisseur schlagartig international bekannt. Darin kreuzen sich die Wege dreier unterschiedlicher M\u00e4nner: der frisch gebackene und idealistische Rechtsanwalt Piotr, der junge, desillusionierte Jacek und ein unfreundlicher Taxifahrer. Nachdem Jacek den Taxifahrer ohne erkennbaren Grund brutal ermordet, wird er gefangen und, trotz der F\u00fcrsprache des Anwalts, zum Tode verurteilt. So wird ein unrechtm\u00e4\u00dfiger Mord scheinbar durch einen rechtm\u00e4\u00dfigen ges\u00fchnt. Die Brutalit\u00e4t und Sinnlosigkeit unterstreicht der Film, indem er das Geschehen nahezu protokollarisch-n\u00fcchtern wiedergibt, seine Welt jedoch mittels extremer Farbfilter in unwirtliches, gr\u00fcnlich-braunes Licht taucht. (fw)\\nMI 15.1., 18:00 \u01c0 SA 25.1., 17:30\\nOstatni etap \/ THE LAST STAGERegie: Wanda JakubowskaPL 1948, 110 Min., OmeU\\nDie j\u00fcdische \u00dcbersetzerin Marta Weiss wird im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau interniert. Sie \u00fcberlebt als einzige ihrer Familie, weil die Nazis ihre Dienste noch beanspruchen wollen. Im Lager schlie\u00dft sie sich einer weiblichen Widerstandszelle aus verschiedenen Nationen an \u2026 Regisseurin Wanda Jakubowska, selbst H\u00e4ftling in Auschwitz gewesen, dreht zum Teil vor Ort und mit \u00dcberlebenden, was dem Film einen besonders eindringlichen wie dokumentarischen Charakter beschert. Nichts weniger als ein erstes ersch\u00fctterndes und bis heute g\u00fcltiges Hauptwerk zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust. (fw)\\nMI 15.1. 20:45 (mit einer Einf\u00fchrung von Gregor Holzinger, Mauthausen Memorial)\\nFR 24.1., 18:15\\nBariera \/ BARRIERRegie: Jerzy SkolimowskiPL 1966, 81 Min., OmeU\\nWarum warten, bis man selbst alt ist, wenn man jetzt mit modernen Autos und einer h\u00fcbschen Dame an seiner Seite herumfahren k\u00f6nnte? So l\u00e4sst der namenlose Medizinstudent sein bisheriges Leben hinter sich und beginnt ein neues: \u00bbNoch ist unsere zynische, verbitterte Generation zu gro\u00dfer Leidenschaft f\u00e4hig\u00ab. Ein surrealistischer Bilder- und Ideenreigen, untermalt vom avantgardistischen Jazz-Soundtrack Krzysztof Komedas \u2013 weit seiner Zeit voraus. (fw)\\nDO 16.1., 18:15 \u01c0 MI 29.1., 21:00\\nIluminacja \/ ILLUMINATIONRegie: Krzysztof ZanussiPL 1973, 91 Min., OmeU\\nEinblicke in ein Leben: Franciszek studiert Physik, weil er sich von der Naturwissenschaft Erleuchtung verspricht. Als er mit qu\u00e4lenden Experimenten an Mensch und Tier konfrontiert wird, ist er ersch\u00fcttert \u00fcber die mangelnde Empathie seiner Kollegen. Er verliebt sich ungl\u00fccklich, muss den Tod seines besten Freundes miterleben ... Die kleinen und gro\u00dfen Erdbeben einer Biografie verarbeitet Zanussi in ein hochkomplexes Traktat \u00fcber den Kern von Wissenschaft, Wahrheit und Menschsein. 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Nun soll ein Jesuitenpater icht ins Dunkel bringen \u2013 findet sich jedoch bald selbst in einer tiefen Glaubenskrise wieder, ausgel\u00f6st von seinen durch und durch weltlichen Gef\u00fchle f\u00fcr die Mutter Oberin \u2026 Inspiriert durch Ereignisse im Frankreich des 17. Jahrhunderts \u2013 welche Ken Russell sp\u00e4ter in THE DEVILS aufarbeiten wird \u2013 verhandelt Kawalerowicz in ausdrucksstarken Bildern die Machtverh\u00e4ltnisse seiner Gegenwart: \u00bbIch wollte einen Film machen \u00fcber die menschliche Natur und ihre angeborene Reaktion auf Unterdr\u00fcckung und Gesetze, die ihr auferlegt werden.\u00ab (fw)\\nSA 18.1., 19:30 \u01c0 DI 28.1., 18:00\\nPrzes\u0142uchanie \/ INTERROGATIONRegie: Ryszard BugajskiPL 1982\/89, 117 Min., OmeU\\nAnfang der 1950er-Jahre tingelt S\u00e4ngerin Tonia mit ihren Musikerkollegen durchs Land. Nach einer durchzechten Nacht wacht sie eines Morgens im Gef\u00e4ngnis auf. Die Geheimpolizei hat es auf sie abgesehen. Die Beamten versuchen, von ihr belastende Informationen \u00fcber einen Bekannten zu erhalten und schrecken dabei vor brutalen physischen und psychischen Foltermethoden nicht zur\u00fcck. Ein monatelanges, qu\u00e4lendes Verh\u00f6r beginnt, das in Tonia ungeahnte Widerstandskr\u00e4fte freisetzt \u2026 Jahrelang als \u00bbantikommunistisch\u00ab in den Giftschrank verbannt, kursierte Bugajskis Film erst als Underground-Ph\u00e4nomen auf VHS, bevor er 1989 zur \u00f6ffentlichen Auff\u00fchrung zugelassen wurde. Die w\u00fctende Abrechnung mit der stalinistischen Tyrannei ger\u00e4t zu einem allgemein g\u00fcltigen, aufr\u00fcttelnden Manifest gegen Terror und Willk\u00fcr. 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Ein kompromisslos-komplexes Epos \u2013 unbedingt im Kino zu erleben! (fw)\\nSA 25.1., 20:30 \u01c0 SO 2.2., 19:45\\nSanatorium pod Klepsydr\u0105 \/ THE HOURGLASS SANATORIUMRegie: Wojciech HasPL 1973, 119 Min., OmeU\\nSeit seiner Kindheit bewundert Wojciech Has die Geschichten und Malereien des 1942 von den Nazis im Ghetto erschossenen K\u00fcnstlers Bruno Schulz, dem er mit diesem Film seine Reverenz erweist. J\u00f3zef m\u00f6chte seinen schwerkranken Vater im Sanatorium besuchen. Leichter gesagt als getan, denn der Weg dorthin erweist sich als ein zunehmend surreal-kafkaeskes Labyrinth, in dem die Gesetze von Raum und Zeit aufgehoben sind: Der eigentlich tote Vater befindet sich noch am Leben und J\u00f3zef kann in diesem Wunderland zur\u00fcck in die eigene Vergangenheit reisen. Was er in seinen Erinnerungen findet, verkn\u00fcpft sich mit der polnischen Zeitgeschichte zwischen Melancholie, Hoffnungslosigkeit und Zerst\u00f6rung. 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J\u00e4nner \u2013 5. FebruarOrt:\u00a0Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 WienInfo und Karten:\u00a0www.filmarchiv.at\n\u00a0\nAnl\u00e4sslich der \u00dcbernahme des EU-Ratsvorsitzes im ersten Halbjahr 2025 pr\u00e4sentieren wir 13 au\u00dfergew\u00f6hnliche Spielfilme von 13 der renommiertesten und wichtigsten polnischen Regisseur:innen aus den Jahren 1948 bis 1988. In diesen vier Jahrzehnten entwickelte das polnische Kino sein auch international strahlendes Profil, das gekennzeichnet ist von politischer Wachsamkeit, formaler Experimentierfreude und pointierten Gesellschaftsbeobachtungen. Trotz drohender Zensur reflektieren die Filme ihre jeweilige Entstehungszeit, hinterfragen offizielle historische Narrative und sto\u00dfen immer wieder Debatten an \u2013 auch im Ausland: ein Kino, das widerst\u00e4ndig und poetisch zugleich ist.\n\u00a0\n1948 ist ein Schl\u00fcsseljahr in der Geschichte des polnischen Kinos: Mit OSTATNI ETAP erscheint der erste Spielfilm, der das Grauen thematisiert, das sich in den Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau ereignet hat. Gleichzeitig wird in \u0141\u00f3d\u017a eine staatliche Filmschule gegr\u00fcndet, die Regisseure und Kameraleute im Sinne einer sozialistischen Kaderschmiede ausbilden sollte, schon bald jedoch eine einflussreiche Generation an jungen K\u00fcnstler:innen hervorbringt. Geschult am italienischen Neorealismus, finden sie eigene Wege und Ausdrucksformen, die mit den politischen Vorgaben wenig gemeinsam haben. Wichtige Themen sind zun\u00e4chst die komplexe j\u00fcngere Vergangenheit Polens, die Rolle der Widerstandsbewegung und der Warschauer Aufstand im Sommer 1944. Statt kollektiver Heldenverehrung fokussieren Regisseure wie Munk und Wajda auf das Individuum: Indem sie ihre Figuren ausdifferenzieren, sie mit durch und durch menschlichen Eigenschaften (im Guten wie im Schlechten) ausstatten und ihre Geschichten mit ironischen Brechungen kreuzen, gehen sie auf kritische Distanz zur offiziellen Legendenbildung.\nIn den 1960er-Jahren wird vor allem der Einfluss der Nouvelle Vague auf eine j\u00fcngere Generation sp\u00fcrbar. Roman Pola\u0144skis N\u00d3\u017b W WODZIE markiert selbst den Anfang einer Neuen Welle: ein Film in der Gegenwart, der sich selbst auf die Suche nach einer neuen filmischen Sprache begibt und dies in das Aufeinandertreffen eines b\u00fcrgerlichen Ehepaars mit einem rebellischen Studenten \u00fcbersetzt. Jerzy Skolimowski geht in BARIERA noch einen Schritt weiter, indem er den Protagonisten (gleicherma\u00dfen sein Alter Ego) seines \u00e4sthetischen Bilderreigens an den Rand der Gesellschaft bringt. \u00bbExistenzialismus statt Sozialismus\u00ab lautet die Devise, und die \u00bbRettung\u00ab liegt auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs. Krzysztof Zanussi hingegen verhandelt in seinen Filmen wissenschaftliche, philosophische und moralische Fragen und kn\u00fcpft darin an ein Spannungsfeld an, das ab den 1970er-Jahren das polnische Kino zunehmend umtreibt: Wie m\u00f6glich oder unm\u00f6glich ist ein Leben im Sozialismus?\nDer unaufl\u00f6sbare Widerspruch zwischen gesellschaftspolitischer Utopie und Realit\u00e4t wird sp\u00e4testens Anfang der 1980er-Jahre evident, als eine Streikwelle durchs Land rollt. Die Solidarno\u015b\u0107-Bewegung k\u00e4mpft f\u00fcr bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen \u2013 mit der Ausrufung des Kriegsrechts von 1981 bis 1983 und dem Verbot der Gewerkschaft wird sie in den Untergrund gedr\u00e4ngt. Macht- und Umbruchsverh\u00e4ltnisse, die sich auf mannigfaltige Weise auch im Kino ihrer Zeit widerspiegeln. Dennoch: Auch in Polen kommt langsam ein \u00bbWind of Change\u00ab auf, der einen weiteren Neuanfang ank\u00fcndigt. Aber das ist eine andere Geschichte.\nFLORIAN WIDEGGER\n\u00a0\n\u00a0\nSeksmisja Regie: Juliusz MachulskiPL 1984, 122 Min., OmdU\nIm Dienste der Wissenschaft stellen sich die beiden Forscher Max und Albert f\u00fcr ein dreij\u00e4hriges Tiefschlaf-Experiment zur Verf\u00fcgung. Als sie wieder aufwachen, sind daraus allerdings 50 geworden. Die Erde ist nuklear verseucht, die \u00dcberlebenden wohnen in unterirdischen St\u00e4dten. Ein Gutes hat die Zukunft allerdings: M\u00e4nner gibt es in dieser sch\u00f6nen neuen Welt keine mehr. Schlecht f\u00fcr die beiden Relikte aus der Vergangenheit, die nun in die neue Gesellschaftsordnung integriert werden m\u00fcssen, wenn n\u00f6tig mit Zwang \u2026 Machulskis vergn\u00fcgliche Science-Fiction-Geschlechterkampf-Satire steckt nicht nur voller Andeutungen vom nahenden Ende des Ostblocks und nimmt die Staatspropaganda aufs Korn, sondern kritisiert auch totalit\u00e4re Systeme und ihre Pr\u00fcderie. (fw)\nDI 14.1., 19:00 \u01c0 MI 5.2., 20:30\nKr\u00f3tki film o zabijaniu \/ A SHORT FILM ABOUT KILLINGRegie: Krzysztof Kie\u015blowskiPL 1988, 85 Min, OmeU\nDer zum Kinofilm erweiterte f\u00fcnfte Teil von Kie\u015blowskis DEKALOG-Zyklus kreist um das Gebot \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten\u00ab \u2013 und macht den Regisseur schlagartig international bekannt. Darin kreuzen sich die Wege dreier unterschiedlicher M\u00e4nner: der frisch gebackene und idealistische Rechtsanwalt Piotr, der junge, desillusionierte Jacek und ein unfreundlicher Taxifahrer. Nachdem Jacek den Taxifahrer ohne erkennbaren Grund brutal ermordet, wird er gefangen und, trotz der F\u00fcrsprache des Anwalts, zum Tode verurteilt. So wird ein unrechtm\u00e4\u00dfiger Mord scheinbar durch einen rechtm\u00e4\u00dfigen ges\u00fchnt. Die Brutalit\u00e4t und Sinnlosigkeit unterstreicht der Film, indem er das Geschehen nahezu protokollarisch-n\u00fcchtern wiedergibt, seine Welt jedoch mittels extremer Farbfilter in unwirtliches, gr\u00fcnlich-braunes Licht taucht. (fw)\nMI 15.1., 18:00 \u01c0 SA 25.1., 17:30\nOstatni etap \/ THE LAST STAGERegie: Wanda JakubowskaPL 1948, 110 Min., OmeU\nDie j\u00fcdische \u00dcbersetzerin Marta Weiss wird im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau interniert. Sie \u00fcberlebt als einzige ihrer Familie, weil die Nazis ihre Dienste noch beanspruchen wollen. Im Lager schlie\u00dft sie sich einer weiblichen Widerstandszelle aus verschiedenen Nationen an \u2026 Regisseurin Wanda Jakubowska, selbst H\u00e4ftling in Auschwitz gewesen, dreht zum Teil vor Ort und mit \u00dcberlebenden, was dem Film einen besonders eindringlichen wie dokumentarischen Charakter beschert. Nichts weniger als ein erstes ersch\u00fctterndes und bis heute g\u00fcltiges Hauptwerk zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust. (fw)\nMI 15.1. 20:45 (mit einer Einf\u00fchrung von Gregor Holzinger, Mauthausen Memorial)\nFR 24.1., 18:15\nBariera \/ BARRIERRegie: Jerzy SkolimowskiPL 1966, 81 Min., OmeU\nWarum warten, bis man selbst alt ist, wenn man jetzt mit modernen Autos und einer h\u00fcbschen Dame an seiner Seite herumfahren k\u00f6nnte? So l\u00e4sst der namenlose Medizinstudent sein bisheriges Leben hinter sich und beginnt ein neues: \u00bbNoch ist unsere zynische, verbitterte Generation zu gro\u00dfer Leidenschaft f\u00e4hig\u00ab. Ein surrealistischer Bilder- und Ideenreigen, untermalt vom avantgardistischen Jazz-Soundtrack Krzysztof Komedas \u2013 weit seiner Zeit voraus. (fw)\nDO 16.1., 18:15 \u01c0 MI 29.1., 21:00\nIluminacja \/ ILLUMINATIONRegie: Krzysztof ZanussiPL 1973, 91 Min., OmeU\nEinblicke in ein Leben: Franciszek studiert Physik, weil er sich von der Naturwissenschaft Erleuchtung verspricht. Als er mit qu\u00e4lenden Experimenten an Mensch und Tier konfrontiert wird, ist er ersch\u00fcttert \u00fcber die mangelnde Empathie seiner Kollegen. Er verliebt sich ungl\u00fccklich, muss den Tod seines besten Freundes miterleben ... Die kleinen und gro\u00dfen Erdbeben einer Biografie verarbeitet Zanussi in ein hochkomplexes Traktat \u00fcber den Kern von Wissenschaft, Wahrheit und Menschsein. (fw)\nDO 16.1., 20:30 \u01c0 DO 30.1., 18:00\nEroicaRegie: Andrzej MunkPL 1957, 78 Min., OmdU\nDer Warschauer Aufstand von August bis Oktober 1944 z\u00e4hlt zu den zentralen Ereignissen der polnischen Geschichte und war lange Gegenstand kontroverser Debatten. Andrzej Munk, der zu fr\u00fch verstorbene Erneuerer des polnischen Films, verweigert sich romantischer Heldenverehrung. Aus der Symphonie wird eine Groteske, seine Protagonisten sind entweder verschlagene Sch\u00fcrzenj\u00e4ger auf Botengang oder zerm\u00fcrbte Offiziere in einem Gefangenenlager. (fw)\nFR 17.1., 18:00 \u01c0 FR 31.1., 18:00\nMatka Joanna od Anio\u0142\u00f3w \/ MOTHER JOAN OF THE ANGELS\nJerzy Kawalerowicz\nPL 1961, 108 Min., OmeU\nBeunruhigende Nachrichten aus einem Nonnenkloster machen die Runde. Angeblich treiben dort der Leibhaftige und seine D\u00e4monen ihr Unwesen. Einen ortsans\u00e4ssigen Priester haben die Ordensfrauen sogar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nun soll ein Jesuitenpater icht ins Dunkel bringen \u2013 findet sich jedoch bald selbst in einer tiefen Glaubenskrise wieder, ausgel\u00f6st von seinen durch und durch weltlichen Gef\u00fchle f\u00fcr die Mutter Oberin \u2026 Inspiriert durch Ereignisse im Frankreich des 17. Jahrhunderts \u2013 welche Ken Russell sp\u00e4ter in THE DEVILS aufarbeiten wird \u2013 verhandelt Kawalerowicz in ausdrucksstarken Bildern die Machtverh\u00e4ltnisse seiner Gegenwart: \u00bbIch wollte einen Film machen \u00fcber die menschliche Natur und ihre angeborene Reaktion auf Unterdr\u00fcckung und Gesetze, die ihr auferlegt werden.\u00ab (fw)\nSA 18.1., 19:30 \u01c0 DI 28.1., 18:00\nPrzes\u0142uchanie \/ INTERROGATIONRegie: Ryszard BugajskiPL 1982\/89, 117 Min., OmeU\nAnfang der 1950er-Jahre tingelt S\u00e4ngerin Tonia mit ihren Musikerkollegen durchs Land. Nach einer durchzechten Nacht wacht sie eines Morgens im Gef\u00e4ngnis auf. Die Geheimpolizei hat es auf sie abgesehen. Die Beamten versuchen, von ihr belastende Informationen \u00fcber einen Bekannten zu erhalten und schrecken dabei vor brutalen physischen und psychischen Foltermethoden nicht zur\u00fcck. Ein monatelanges, qu\u00e4lendes Verh\u00f6r beginnt, das in Tonia ungeahnte Widerstandskr\u00e4fte freisetzt \u2026 Jahrelang als \u00bbantikommunistisch\u00ab in den Giftschrank verbannt, kursierte Bugajskis Film erst als Underground-Ph\u00e4nomen auf VHS, bevor er 1989 zur \u00f6ffentlichen Auff\u00fchrung zugelassen wurde. Die w\u00fctende Abrechnung mit der stalinistischen Tyrannei ger\u00e4t zu einem allgemein g\u00fcltigen, aufr\u00fcttelnden Manifest gegen Terror und Willk\u00fcr. (fw)\nSO 19.1., 18:30 \u01c0 MI 29.1., 18:30\nN\u00f3\u017c w wodzie \/ DAS MESSER IM WASSER Regie: Roman Pola\u0144skiPL 1962, 94 Min., OmdU\nImmer wieder erz\u00e4hlt Roman Pola\u0144ski in seinen Filmen von Eingeschlossenen \u2013 ob im Warschauer Ghetto, einem Haus an der K\u00fcste, einem Wohnzimmer in New York oder, wie hier, erst in einem Auto und dann auf einem Segelboot. Und immer wieder demonstriert er dabei, dass die Gef\u00e4ngnisse vor allem in uns selbst stecken. So auch in seinem Deb\u00fct, das gleich eine Oscar-Nominierung erhielt: Ein b\u00fcrgerliches Ehepaar ist unterwegs ins Wochenende am See. Auf dem Weg dorthin nehmen sie einen jungen Anhalter mit. Aus erst harmlosen Wortgefechten entspinnt sich langsam ein aggressiver Wettbewerb zwischen dem spie\u00dfigen Journalisten und dem rebellischen Fremden. Einer, in dem sich auch die Sympathien zunehmend verschieben. Aus der simplen Konstellation wird ein vieldeutiges, enorm spannendes Kammerspiel. (fw)\nMO 20.1., 20:30 \u01c0 MO 3.2., 18:00\nPopi\u00f3\u0142 i diament \/ ASHES AND DIAMONDSRegie: Andrzej WajdaPL 1958, 101 Min., OmeU\nMai 1945: Deutschland hat kapituliert, doch in Polen gehen die Kriegshandlungen insofern weiter, als dass jene, die gegen die Nazis k\u00e4mpften, nun die neuen Besatzer aus dem Osten ins Visier nehmen. Maciek und Andrzej, zwei junge Soldaten, haben den Auftrag, einen hochrangigen Kommunisten zu t\u00f6ten. Da beim ersten Versuch zwei Unschuldige ums Leben kommen, wollen sie es beim zweiten Mal besser machen und ihre Zielperson bei einem Fest in einem Hotel erwischen. Doch w\u00e4hrend sie auf ihre Chance warten, meldet sich auch das schlechte Gewissen \u2026 Den wuchtigen Abschluss von Wajdas Trilogie \u00fcber die Kriegstraumata seiner Generation veredelt die beinahe unheimliche Pr\u00e4senz seines sonnenbebrillten wie widerspr\u00fcchlichen Hauptdarstellers Zbigniew Cybulski, nicht umsonst der \u00bbpolnische James Dean\u00ab. (fw)\nDI 21.1., 20:30 \u01c0 SA 1.2., 18:00\nNa srebrnym globie \/ ON THE SILVER GLOBERegie: Andrzej \u017bu\u0142awskiPL 1988, 166 Min, OmeU\nNach einer Notlandung auf einem w\u00fcsten Planeten werden die Astronauten zu Stammesf\u00fchrern einer schamanistischen Kultur. Nachdem aus dieser primitiven Welt Videoaufnahmen zur Erde gelangen, reist der Astronaut Marek zum Silbernen Planeten, wo er als Erl\u00f6ser gefeiert wird, bald jedoch als Heeresf\u00fchrer in einen brutalen Krieg zieht. Nach einer Vorlage seines Gro\u00dfonkels kreiert \u017bu\u0142awski eine planetarische Mythologie, getaucht in vision\u00e4re Bilder und orgiastische Massenszenen. Nach zwei Jahren Dreharbeiten, die teils in den entlegensten Winkeln der Erde stattfanden, wurden weitere Aufnahmen aufgrund systemkritischer Anspielungen gestoppt. Erst 1988 kann \u017bu\u0142awski die fragmentierte Fassung mit erkl\u00e4renden Kommentaren vervollst\u00e4ndigen. Ein kompromisslos-komplexes Epos \u2013 unbedingt im Kino zu erleben! (fw)\nSA 25.1., 20:30 \u01c0 SO 2.2., 19:45\nSanatorium pod Klepsydr\u0105 \/ THE HOURGLASS SANATORIUMRegie: Wojciech HasPL 1973, 119 Min., OmeU\nSeit seiner Kindheit bewundert Wojciech Has die Geschichten und Malereien des 1942 von den Nazis im Ghetto erschossenen K\u00fcnstlers Bruno Schulz, dem er mit diesem Film seine Reverenz erweist. J\u00f3zef m\u00f6chte seinen schwerkranken Vater im Sanatorium besuchen. Leichter gesagt als getan, denn der Weg dorthin erweist sich als ein zunehmend surreal-kafkaeskes Labyrinth, in dem die Gesetze von Raum und Zeit aufgehoben sind: Der eigentlich tote Vater befindet sich noch am Leben und J\u00f3zef kann in diesem Wunderland zur\u00fcck in die eigene Vergangenheit reisen. Was er in seinen Erinnerungen findet, verkn\u00fcpft sich mit der polnischen Zeitgeschichte zwischen Melancholie, Hoffnungslosigkeit und Zerst\u00f6rung. Ein Lieblingsfilm von Luis Bu\u00f1uel und Ingmar Bergman, der ihn in Cannes mit dem Jurypreis auszeichnete. (fw)\nSO 26.1., 17:30 \u01c0 SA 1.2., 20:00\nAktorzy prowincjonalni \/ PROVINCIAL ACTORSRegie: Agnieszka HollandPL 1979, 122 Min., OmeU\nDas Spielfilmdeb\u00fct der heute wohl bekanntesten polnischen Filmemacherin Agnieszka Holland kreist um die Frage, was es eigentlich bedeutet, Kunst zu machen. F\u00fcr den aufstrebenden Schauspieler Krzysztof ist die Hauptrolle in einem Theaterst\u00fcck die gro\u00dfe Chance, f\u00fcr den bereits ber\u00fchmten Regisseur aus der Stadt wenig mehr als Routine. Es prallen Welten aufeinander und der hartn\u00e4ckige Enthusiasmus des einen wird den anderen mehr als nur den R\u00fcckhalt des Ensembles kosten \u2026 Die lakonische Kom\u00f6die dient als Allegorie auf die repressiven Zust\u00e4nde, denen K\u00fcnstler:innen aller Art hinter dem Eisernen Vorhang ausgesetzt waren, und erweist sich dabei als \u00bbliebevoll-kritisches bis ironisch-sarkastisches Bild des polnischen Kulturbetriebes\u00ab (Josef Schnelle). Ausgezeichnet mit dem FIPRESCI-Preis in Cannes. (fw)\nSO 26.1., 20:30 \u01c0 DI 4.2., 18:30\n\u00a0\nVeranstalter:\u00a0Filmarchiv Austria, Polnisches Institut Wien\n\u00a0"},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2024\/12\/16\/meilensteine-des-polnischen-kinos-retrospektive\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/12\/Meilensteine.png","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/12\/Meilensteine.png","width":658,"height":942},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2024\/12\/16\/meilensteine-des-polnischen-kinos-retrospektive\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/pl\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"MEILENSTEINE DES POLNISCHEN KINOS. 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