{"id":26536,"date":"2025-05-12T11:34:19","date_gmt":"2025-05-12T09:34:19","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?p=26536"},"modified":"2025-08-12T12:29:00","modified_gmt":"2025-08-12T10:29:00","slug":"help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/","title":{"rendered":"help us overcome the difficulties encountered \/ pom\u00f3\u017c nam pokona\u0107 napotkane problemy"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ausstellungsdauer: bis Di., 24. Juni 2025<\/strong><br><strong>Ort:<\/strong> <strong>p_art Galerie des Polnischen Instituts Wien<\/strong><br><br><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eIch tr\u00e4umte davon, Fu\u00dfballspieler zu werden, wie viele Jungen aus armen Familien in D\u00f6rfern, Kleinst\u00e4dten und St\u00e4dten Polens, f\u00fcr die die Vorstellung einer Fu\u00dfballkarriere eine Rettung aus der Aussichtslosigkeit auf ein besseres Leben bedeutete.\u201c<br>In den sp\u00e4ten 1990er- und fr\u00fchen 2000er-Jahren war dies genau die Art von Traum, die Kindern wie Patryk Hoffnung schenkte. Er war eines von f\u00fcnf Kindern, der Sohn von Eltern, die in der Nachkriegszeit der Volksrepublik Polen aufwuchsen und darum k\u00e4mpften, im v\u00f6llig ver\u00e4nderten Polen nach 1989 zu \u00fcberleben und sich anzupassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dem Fall des Kommunismus hinterlie\u00dfen die politischen und wirtschaftlichen Umbr\u00fcche, die mit dem Aufkommen des westlichen Kapitalismus in Polen einhergingen, tiefe Spuren in den einzelnen Haushalten. Pers\u00f6nliches und Politisches verwoben sich auf oftmals schmerzhafte und ausgrenzende Weise. F\u00fcr die j\u00fcngere Generation, wie Patryks, war dieser Wandel eine Hoffnung auf Erneuerung, eine Chance, die Ideale von Unternehmertum und individuellem Erfolg zu ergreifen, die mit der \u00d6ffnung zur marktwirtschaftlichen Ordnung kamen. F\u00fcr die \u00e4ltere Generation jedoch, deren Leben durch die Prinzipien des Sozialismus gepr\u00e4gt worden war, waren diese Ver\u00e4nderungen sowohl destabilisieren als auch entfremdend. Die vom Staat gef\u00f6rderten Ideale kollektiver Arbeit und gerechter Verteilung wichen einer neuen Realit\u00e4t, in der pers\u00f6nlicher Erfolg gefeiert wurde, definiert durch Wettbewerb und die F\u00e4higkeit, sich globalen M\u00e4rkten anzupassen. Der damit einhergehende Verlust an sozialem Status, versch\u00e4rft durch mangelnde Bildung und fehlende F\u00e4higkeiten, um sich in diesem neuen philosophischen und wirtschaftlichen Gef\u00fcge zurechtzufinden, wurde zum schmerzhaften Symbol einer Kluft: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Zentrum und Rand. Die \u00e4ltere Generation, wie Patryks Eltern, blieb zur\u00fcck, ausgeschlossen von den Versprechen dieses Wandels. Und wenn Instrumente der Sozialpolitik entweder nicht vorhanden sind oder nicht auf die Bed\u00fcrfnisse der Menschen reagieren, bleiben oft nur noch Gott, radikalisierte Angst oder eine Mischung aus beidem als Zuflucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Patryk schreibt: \u201eIch tr\u00e4umte davon, Fu\u00dfballspieler zu werden, um die Lebensbedingungen meiner Familie zu verbessern, superreich zu werden und ein Vorbild f\u00fcr andere zu sein. Mein Vater forderte mich vor allem dazu auf, mich zu bilden, er sagte, Bildung sei das Wichtigste. Nat\u00fcrlich widersetzte ich mich ihm und sagte, dass ich Fu\u00dfballspieler werde und keine Schule abschlie\u00dfen m\u00fcsse. Trotz dieses Konflikts unterst\u00fctzte mein Vater mich sehr. Wir spielten jeden Tag Fu\u00dfball, er feuerte mich an und sagte, ich werde immer besser. Er meldete mich im Fu\u00dfballverein ein paar D\u00f6rfer weiter an, etwa sieben Kilometer entfernt. Ich erinnere mich, wie er mich auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger seines Fahrrads zum Training fuhr. Es war schrecklich unbequem, aber ich war nat\u00fcrlich gl\u00fccklich, dass wir das gemeinsam machten, dass ich seine Unterst\u00fctzung hatte. Ich wusste, dass ich dank ihm alles erreichen konnte, wovon ich tr\u00e4umte.\u201c<br>Die Ausstellung help us overcome the difficulties encountered (der Titel stammt aus dem t\u00e4glichen Gebet von Patryks Vater) ist in f\u00fcnf Kapitel unterteilt, die die Beziehung zwischen Arbeit sowie pers\u00f6nlichem und sozialem Wert aus Patryks Perspektive darstellen, basierend auf eigenen sowie famili\u00e4ren Erfahrungen. In Rozyckis Gem\u00e4lden wird der Prozess der Anpassung an eine sich rasant ver\u00e4ndernde Welt nicht als glatter, fortschreitender Weg gezeigt, sondern als eine Abfolge von Momenten, positiven wie negativen, die destilliert und fragmentiert erscheinen, um die materielle wie emotionale Komplexit\u00e4t dieses tiefgreifenden Wandels zu verdeutlichen.<br>Das erste Kapitel, mit dem die Besucher empfangen werden, verhandelt sozialen Status. Es umfasst zwei gro\u00dfformatige Portr\u00e4ts von Patryks Mutter (stolz sitzend vor ihrem Wohnblock) und seinem Vater (w\u00fcrdevoll vor der Fabrik, in der er Vorsitzender der Arbeitergewerkschaft war). Gegen\u00fcber h\u00e4ngt eine kleine Werkgruppe, die das zweite Kapitel bildet. Sie zeigt Sehns\u00fcchte und Tr\u00e4ume. Darunter ein Gem\u00e4lde, das das Foto von Patryks Bruder Roland darstellt, das er Anfang der 2000er Jahre seiner Bewerbung zur Reality-TV-Show \u201eBig Brother\u201c beigef\u00fcgt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der zweite Raum widmet sich den Folgen von Arbeitsmigration, dem Weggehen auf der Suche nach Chancen und dem Zur\u00fcckkehren, sowie dem Verlust von Arbeit und dem Wertgef\u00fchl, das mit harter Arbeit erworben oder ihr zugeschrieben wird. Patryk verbindet in seinen Arbeiten bewusst Szenen aus seinem eigenen Leben und dem seiner Familie mit gezielt gew\u00e4hlten Filmszenen oder Gegenst\u00e4nden aus den Fabriken, in denen die Familie arbeitete. Er konfrontiert und verbindet so die tief verwurzelten Spuren von Marginalisierung und Ausgrenzung aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis, denen Gemeinschaften wie die seiner Familie damals wie heute ausgesetzt sind. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das Gem\u00e4lde My Brother Klaudiusz at Work in Chotom\u00f3w, 2021 (Mein Burder Klaudiusz bei der Arbeit in Chotom\u00f3w, 2021), das Patryks Bruder Klaudiusz zeigt, wie er eine Schubkarre voller Erde nahe einem alleinstehenden, b\u00fcrgerlichen Haus auf dem Land schiebt, mit einer Zigarette im Mundwinkel. Das Bild wurde stark von Courbets Gem\u00e4lde Ein Begr\u00e4bnis in Ornans (1849) inspiriert, das einfache Menschen beim Begr\u00e4bnis in einem kleinen franz\u00f6sischen Dorf zeigt. Die Bedeutung von Courbets Werk liegt in seinem Format. Mit \u00fcber drei mal sechs Metern war dies zur damaligen Zeit ausschlie\u00dflich heroischen, mythologischen oder religi\u00f6sen Darstellungen vorbehalten. Einer so allt\u00e4glichen Szene diese Gr\u00f6\u00dfe zu widmen, war eine tiefgreifende Herausforderung an die Konvention, und genau das wollte Patryk f\u00fcr Klaudiusz und dessen Abbildung erreichen: ein Gef\u00fchl von verdientem Stolz f\u00fcr seinen Bruder. Es ist ein Versuch, sich gegen den Blick des Vaters zu stellen, der trotz seiner eigenen K\u00e4mpfe um Erfolg, Stabilit\u00e4t und Anerkennung Scham \u00fcber den Status seines Sohnes empfand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So intim und pers\u00f6nlich Patryks Arbeit auch ist, erz\u00e4hlt sie doch eine schmerzhaft vertraute Geschichte. Help us overcome the difficulties encountered ist eine Einladung, Zeugnis davon abzulegen, wie nationale und politische Ideologien tief in private Geschichten eingreifen und wie sich gro\u00dfe kulturelle Str\u00f6mungen mit den Lebensrealit\u00e4ten einer Nation und einer Familie im Wandel vermischen.<\/p>\n<hr>\n<p>Kuratorin: Katie Zazenski<\/p>\n<p>Produktion und Koordination der Galerie: Maciej \u0141yczek<br>Design und Grafik: Agnieszka Strze\u017cek<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" data-id=\"26537\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/020.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26537\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/020.jpg 700w, https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/020-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" data-id=\"26538\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/019.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26538\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/019.jpg 700w, https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/019-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"467\" data-id=\"26539\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/09.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26539\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/09.jpg 700w, https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/09-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"26540\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26540\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/013-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26541\" style=\"width:595px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/013-683x1024.jpg 683w, https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/013-200x300.jpg 200w, https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/013.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p style=\"text-align: center\">Fotos: Emilia Milewska<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellungsdauer: bis Di., 24. 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Er konfrontiert und verbindet so die tief verwurzelten Spuren von Marginalisierung und Ausgrenzung aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis, denen Gemeinschaften wie die seiner Familie damals wie heute ausgesetzt sind. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das Gem\u00e4lde My Brother Klaudiusz at Work in Chotom\u00f3w, 2021 (Mein Burder Klaudiusz bei der Arbeit in Chotom\u00f3w, 2021), das Patryks Bruder Klaudiusz zeigt, wie er eine Schubkarre voller Erde nahe einem alleinstehenden, b\u00fcrgerlichen Haus auf dem Land schiebt, mit einer Zigarette im Mundwinkel. Das Bild wurde stark von Courbets Gem\u00e4lde Ein Begr\u00e4bnis in Ornans (1849) inspiriert, das einfache Menschen beim Begr\u00e4bnis in einem kleinen franz\u00f6sischen Dorf zeigt. Die Bedeutung von Courbets Werk liegt in seinem Format. Mit \u00fcber drei mal sechs Metern war dies zur damaligen Zeit ausschlie\u00dflich heroischen, mythologischen oder religi\u00f6sen Darstellungen vorbehalten. 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Help us overcome the difficulties encountered ist eine Einladung, Zeugnis davon abzulegen, wie nationale und politische Ideologien tief in private Geschichten eingreifen und wie sich gro\u00dfe kulturelle Str\u00f6mungen mit den Lebensrealit\u00e4ten einer Nation und einer Familie im Wandel vermischen.\\nKuratorin: Katie Zazenski\\nProduktion und Koordination der Galerie: Maciej \u0141yczekDesign und Grafik: Agnieszka Strze\u017cek\\n \\nFotos: Emilia Milewska\"},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"pl-PL\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/04-e1749552073639.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/04-e1749552073639.jpg\",\"width\":636,\"height\":242,\"caption\":\"Fotos: Emilia Milewska\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/pl\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"help us overcome the difficulties encountered \/ pom\u00f3\u017c nam pokona\u0107 napotkane problemy\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#website\",\"url\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/\",\"name\":\"Instytut Polski w Wiedniu\",\"description\":\"Instytuty Polskie\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"pl-PL\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/8d5323f296dd37d9db688cda4648396e\",\"name\":\"madanya\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"pl-PL\",\"@id\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"madanya\"},\"url\":\"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/author\/madanya\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"help us overcome the difficulties encountered \/ pom\u00f3\u017c nam pokona\u0107 napotkane problemy - Instytut Polski w Wiedniu","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/","og_locale":"pl_PL","og_type":"article","og_title":"help us overcome the difficulties encountered \/ pom\u00f3\u017c nam pokona\u0107 napotkane problemy - Instytut Polski w Wiedniu","og_description":"Ausstellungsdauer: bis Di., 24. 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Juni 2025Ort: p_art Galerie des Polnischen Instituts Wien\n\u201eIch tr\u00e4umte davon, Fu\u00dfballspieler zu werden, wie viele Jungen aus armen Familien in D\u00f6rfern, Kleinst\u00e4dten und St\u00e4dten Polens, f\u00fcr die die Vorstellung einer Fu\u00dfballkarriere eine Rettung aus der Aussichtslosigkeit auf ein besseres Leben bedeutete.\u201cIn den sp\u00e4ten 1990er- und fr\u00fchen 2000er-Jahren war dies genau die Art von Traum, die Kindern wie Patryk Hoffnung schenkte. Er war eines von f\u00fcnf Kindern, der Sohn von Eltern, die in der Nachkriegszeit der Volksrepublik Polen aufwuchsen und darum k\u00e4mpften, im v\u00f6llig ver\u00e4nderten Polen nach 1989 zu \u00fcberleben und sich anzupassen.\nNach dem Fall des Kommunismus hinterlie\u00dfen die politischen und wirtschaftlichen Umbr\u00fcche, die mit dem Aufkommen des westlichen Kapitalismus in Polen einhergingen, tiefe Spuren in den einzelnen Haushalten. Pers\u00f6nliches und Politisches verwoben sich auf oftmals schmerzhafte und ausgrenzende Weise. F\u00fcr die j\u00fcngere Generation, wie Patryks, war dieser Wandel eine Hoffnung auf Erneuerung, eine Chance, die Ideale von Unternehmertum und individuellem Erfolg zu ergreifen, die mit der \u00d6ffnung zur marktwirtschaftlichen Ordnung kamen. F\u00fcr die \u00e4ltere Generation jedoch, deren Leben durch die Prinzipien des Sozialismus gepr\u00e4gt worden war, waren diese Ver\u00e4nderungen sowohl destabilisieren als auch entfremdend. Die vom Staat gef\u00f6rderten Ideale kollektiver Arbeit und gerechter Verteilung wichen einer neuen Realit\u00e4t, in der pers\u00f6nlicher Erfolg gefeiert wurde, definiert durch Wettbewerb und die F\u00e4higkeit, sich globalen M\u00e4rkten anzupassen. Der damit einhergehende Verlust an sozialem Status, versch\u00e4rft durch mangelnde Bildung und fehlende F\u00e4higkeiten, um sich in diesem neuen philosophischen und wirtschaftlichen Gef\u00fcge zurechtzufinden, wurde zum schmerzhaften Symbol einer Kluft: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Zentrum und Rand. Die \u00e4ltere Generation, wie Patryks Eltern, blieb zur\u00fcck, ausgeschlossen von den Versprechen dieses Wandels. Und wenn Instrumente der Sozialpolitik entweder nicht vorhanden sind oder nicht auf die Bed\u00fcrfnisse der Menschen reagieren, bleiben oft nur noch Gott, radikalisierte Angst oder eine Mischung aus beidem als Zuflucht.\nPatryk schreibt: \u201eIch tr\u00e4umte davon, Fu\u00dfballspieler zu werden, um die Lebensbedingungen meiner Familie zu verbessern, superreich zu werden und ein Vorbild f\u00fcr andere zu sein. Mein Vater forderte mich vor allem dazu auf, mich zu bilden, er sagte, Bildung sei das Wichtigste. Nat\u00fcrlich widersetzte ich mich ihm und sagte, dass ich Fu\u00dfballspieler werde und keine Schule abschlie\u00dfen m\u00fcsse. Trotz dieses Konflikts unterst\u00fctzte mein Vater mich sehr. Wir spielten jeden Tag Fu\u00dfball, er feuerte mich an und sagte, ich werde immer besser. Er meldete mich im Fu\u00dfballverein ein paar D\u00f6rfer weiter an, etwa sieben Kilometer entfernt. Ich erinnere mich, wie er mich auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger seines Fahrrads zum Training fuhr. Es war schrecklich unbequem, aber ich war nat\u00fcrlich gl\u00fccklich, dass wir das gemeinsam machten, dass ich seine Unterst\u00fctzung hatte. Ich wusste, dass ich dank ihm alles erreichen konnte, wovon ich tr\u00e4umte.\u201cDie Ausstellung help us overcome the difficulties encountered (der Titel stammt aus dem t\u00e4glichen Gebet von Patryks Vater) ist in f\u00fcnf Kapitel unterteilt, die die Beziehung zwischen Arbeit sowie pers\u00f6nlichem und sozialem Wert aus Patryks Perspektive darstellen, basierend auf eigenen sowie famili\u00e4ren Erfahrungen. In Rozyckis Gem\u00e4lden wird der Prozess der Anpassung an eine sich rasant ver\u00e4ndernde Welt nicht als glatter, fortschreitender Weg gezeigt, sondern als eine Abfolge von Momenten, positiven wie negativen, die destilliert und fragmentiert erscheinen, um die materielle wie emotionale Komplexit\u00e4t dieses tiefgreifenden Wandels zu verdeutlichen.Das erste Kapitel, mit dem die Besucher empfangen werden, verhandelt sozialen Status. Es umfasst zwei gro\u00dfformatige Portr\u00e4ts von Patryks Mutter (stolz sitzend vor ihrem Wohnblock) und seinem Vater (w\u00fcrdevoll vor der Fabrik, in der er Vorsitzender der Arbeitergewerkschaft war). Gegen\u00fcber h\u00e4ngt eine kleine Werkgruppe, die das zweite Kapitel bildet. Sie zeigt Sehns\u00fcchte und Tr\u00e4ume. Darunter ein Gem\u00e4lde, das das Foto von Patryks Bruder Roland darstellt, das er Anfang der 2000er Jahre seiner Bewerbung zur Reality-TV-Show \u201eBig Brother\u201c beigef\u00fcgt hatte.\nDer zweite Raum widmet sich den Folgen von Arbeitsmigration, dem Weggehen auf der Suche nach Chancen und dem Zur\u00fcckkehren, sowie dem Verlust von Arbeit und dem Wertgef\u00fchl, das mit harter Arbeit erworben oder ihr zugeschrieben wird. Patryk verbindet in seinen Arbeiten bewusst Szenen aus seinem eigenen Leben und dem seiner Familie mit gezielt gew\u00e4hlten Filmszenen oder Gegenst\u00e4nden aus den Fabriken, in denen die Familie arbeitete. Er konfrontiert und verbindet so die tief verwurzelten Spuren von Marginalisierung und Ausgrenzung aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis, denen Gemeinschaften wie die seiner Familie damals wie heute ausgesetzt sind. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das Gem\u00e4lde My Brother Klaudiusz at Work in Chotom\u00f3w, 2021 (Mein Burder Klaudiusz bei der Arbeit in Chotom\u00f3w, 2021), das Patryks Bruder Klaudiusz zeigt, wie er eine Schubkarre voller Erde nahe einem alleinstehenden, b\u00fcrgerlichen Haus auf dem Land schiebt, mit einer Zigarette im Mundwinkel. Das Bild wurde stark von Courbets Gem\u00e4lde Ein Begr\u00e4bnis in Ornans (1849) inspiriert, das einfache Menschen beim Begr\u00e4bnis in einem kleinen franz\u00f6sischen Dorf zeigt. Die Bedeutung von Courbets Werk liegt in seinem Format. Mit \u00fcber drei mal sechs Metern war dies zur damaligen Zeit ausschlie\u00dflich heroischen, mythologischen oder religi\u00f6sen Darstellungen vorbehalten. Einer so allt\u00e4glichen Szene diese Gr\u00f6\u00dfe zu widmen, war eine tiefgreifende Herausforderung an die Konvention, und genau das wollte Patryk f\u00fcr Klaudiusz und dessen Abbildung erreichen: ein Gef\u00fchl von verdientem Stolz f\u00fcr seinen Bruder. Es ist ein Versuch, sich gegen den Blick des Vaters zu stellen, der trotz seiner eigenen K\u00e4mpfe um Erfolg, Stabilit\u00e4t und Anerkennung Scham \u00fcber den Status seines Sohnes empfand.\nSo intim und pers\u00f6nlich Patryks Arbeit auch ist, erz\u00e4hlt sie doch eine schmerzhaft vertraute Geschichte. Help us overcome the difficulties encountered ist eine Einladung, Zeugnis davon abzulegen, wie nationale und politische Ideologien tief in private Geschichten eingreifen und wie sich gro\u00dfe kulturelle Str\u00f6mungen mit den Lebensrealit\u00e4ten einer Nation und einer Familie im Wandel vermischen.\nKuratorin: Katie Zazenski\nProduktion und Koordination der Galerie: Maciej \u0141yczekDesign und Grafik: Agnieszka Strze\u017cek\n \nFotos: Emilia Milewska"},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/04-e1749552073639.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/04-e1749552073639.jpg","width":636,"height":242,"caption":"Fotos: Emilia Milewska"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/05\/12\/help-us-overcome-the-difficulties-encountered-pomoz-nam-pokonac-napotkane-problemy\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/pl\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"help us overcome the difficulties encountered \/ pom\u00f3\u017c nam pokona\u0107 napotkane problemy"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#website","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/","name":"Instytut Polski w Wiedniu","description":"Instytuty Polskie","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"pl-PL"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/8d5323f296dd37d9db688cda4648396e","name":"madanya","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g","caption":"madanya"},"url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/author\/madanya\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/users\/154"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26536"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27533,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26536\/revisions\/27533"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}