{"id":28036,"date":"2025-09-25T11:12:45","date_gmt":"2025-09-25T09:12:45","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?p=28036"},"modified":"2025-12-09T09:24:22","modified_gmt":"2025-12-09T08:24:22","slug":"das-literaturschiff-prasentiert-ein-abend-mit-literaturnobelpreistragerin-olga-tokarczuk-in-bad-ischl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2025\/09\/25\/das-literaturschiff-prasentiert-ein-abend-mit-literaturnobelpreistragerin-olga-tokarczuk-in-bad-ischl\/","title":{"rendered":"Das Literaturschiff pr\u00e4sentiert: Ein Abend mit Literaturnobelpreistr\u00e4gerin Olga Tokarczuk in Bad Ischl"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"mb-4 flex items-center\"><strong>Datum:\u00a0<span class=\"dtstart\" title=\"2025-12-05T19:30:00+00:00\">Fr, 5. Dez. <\/span><span class=\"dtstart\" title=\"2025-12-05T19:30:00+00:00\">2025, <\/span>19:30 &#8211; 21:00 Uh<br \/><\/strong><strong>Ort:\u00a0\u00a0Alte Kurdirektion (Verlagsbuchhandlung GmbH),\u00a0Bahnhofstra\u00dfe 6,\u00a04820\u00a0Bad Ischl<\/strong><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<p><strong>Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber ihre aktuellen B\u00fccher Empusion &amp; E.E.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Veranstaltung wurde vom Literaturschiff in Sierning initiiert und wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Kurdirektion und dem Polnischen Institut in Wien durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Anwesenheit einer der bedeutendsten europ\u00e4ischen Autorinnen wird ein kulturelles Ereignis von ganz besonderer Bedeutung f\u00fcr das Bad Ischler Kulturleben. Die Begegnung mit Olga Tokarczuk erm\u00f6glicht dem Publikum einen eingehenden Einblick in ihr umfassendes Werk. Ihre literarische Arbeit ist eine intensive Auseinandersetzung \u00fcber die gemeinsame Erinnerung und Werte, die Europa verbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Moderiert wird der Abend von der Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Literaturhauses Z\u00fcrich \u2013 Isabelle Vonlanthen, der Literaturwissenschaftler und arrivierte \u00dcbersetzer Lothar Quinkenstein wird Olga Tokarczuk auf die B\u00fchne begleiten, um die dt. Textstellen zu lesen und das Gespr\u00e4ch zu dolmetschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die beiden j\u00fcngsten B\u00fccher von Olga Tokarczuk: \u201eEmpusion\u201c und \u201eE.E.\u201c, deren deutsche Ausgaben 2023 und 2024 erschienen. Die Wahl dieser beiden B\u00fccher wurde bewusst getroffen, beide verhandeln Fragen der kulturellen Wandlungsprozesse und des geistigen Erbes Europas. Die Gegen\u00fcberstellung dieser beiden Werke erm\u00f6glicht einen Einblick in die Komplexit\u00e4t der literarischen Welt der Autorin.<\/p>\n<h2>Empusion<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">September 1913, G\u00f6rbersdorf in Niederschlesien. Inmitten von Bergen steht seit einem halben Jahrhundert das erste Sanatorium f\u00fcr Lungenkrankheiten. Mieczys\u0142aw Wojnicz, Ingenieurstudent aus Lemberg, hofft, dass eine neuartige Behandlung und die kristallklare Luft des Kurorts seine Krankheit aufhalten, wenn nicht gar heilen werden. Die Diagnose allerdings gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung: Schwindsucht. Mieczys\u0142aw steigt in einem G\u00e4stehaus f\u00fcr M\u00e4nner ab. Kranke aus ganz Europa versammeln sich dort, und wie auf Thomas Manns Zauberberg diskutieren und philosophieren sie unerm\u00fcdlich miteinander \u2013 mit Vorliebe bei einem Gl\u00e4schen Lik\u00f6r mit dem klingenden Namen \u00bbSchw\u00e4rmerei\u00ab. Dr\u00e4ngende Fragen treiben die Herren um: Wird es Krieg geben in Europa? Welche Staatsform ist die beste? Aber auch vermeintlich weniger dr\u00e4ngende: Ob D\u00e4monen existieren zum Beispiel oder ob man einem Text anmerkt, wer ihn verfasst hat \u2013 eine Frau oder ein Mann? Und mit der \u00bbFrauenfrage\u00ab befasst sich diese Herrenriege besonders gern. Auch bietet die kleine Welt von G\u00f6rbersdorf reichlich Gespr\u00e4chsstoff: Am Tag nach Mieczys\u0142aws Ankunft hat die Frau des Pensionswirts Selbstmord begangen. \u00dcberhaupt komme es h\u00e4ufig zu mysteri\u00f6sen Todesf\u00e4llen in den Bergen ringsum, hei\u00dft es. Was Mieczys\u0142aw nicht wei\u00df: Dunkle M\u00e4chte haben es auch auf ihn abgesehen.<\/p>\n<h2>E.E.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Breslau 1908: Als eine der mittleren T\u00f6chter einer kinderreichen deutsch-polnischen Familie f\u00fchrt Erna Eltzner ein eher unauff\u00e4lliges Leben. Alles \u00e4ndert sich, als sie wenige Tage nach ihrem f\u00fcnfzehnten Geburtstag am Mittagstisch ohnm\u00e4chtig wird. Nicht nur h\u00f6rt sie Stimmen, auch ein Geist erscheint ihr. Frau Eltzner ist in heller Aufregung: Zeigen sich in ihrer Erna, der sie sich am n\u00e4chsten f\u00fchlt von allen Kindern, die medialen F\u00e4higkeiten, \u00fcber die auch sie zu verf\u00fcgen meint?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ernas Vater Friedrich Eltzner gehen die Belange seiner Kinder nicht wirklich etwas an. Doktor L\u00f6we besucht die Kranke, wenngleich er f\u00fcr \u00dcbersinnliches wenig \u00fcbrig hat, und r\u00e4t, nach einem Exorzisten zu schicken. Der wundersame Walter Frommer wird zurate gezogen, seines Zeichens Okkultist und bewandert in esoterischen Belangen. Und Joachim Vogel, zweifellos ein Experte<br \/>auf seinem Gebiet, der sehr modern \u00fcber psychische Krankheiten denkt. Wenn Frau Eltzner nun zu S\u00e9ancen l\u00e4dt, herrscht feierliche Stille in der Wohnung. Tritt die Tochter mit den Seelen der Verstorbenen in Kontakt, ist die verwitwete Frau Schatzmann, die ihren Mann vermisst, ebenso fasziniert wie ihr Sohn Arthur, der ein gro\u00dfer Physiologe werden will. Handelt es sich um eine Gabe, oder ist Erna dem Wahnsinn verfallen, gar hysterisch? Die F\u00fcnfzehnj\u00e4hrige wird zum Ph\u00e4nomen, zum Fall E.E.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Olga Tokarczuk, 1962 im polnischen Sulech\u00f3w geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erz\u00e4hlb\u00e4nde) wurde in 37 Sprachen \u00fcbersetzt. 2019 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. F\u00fcr Die Jakobsb\u00fccher, in Polen ein Bestseller, wurde sie 2015 (zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn) mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis, geehrt und 2018 mit dem Jan Michalski-Literaturpreis. Im selben Jahr gewann sie au\u00dferdem den Man Booker International<br \/>Prize f\u00fcr Unrast. Zum Schreiben zieht Olga Tokarczuk sich in ein abgeschiedenes Bergh\u00e4uschen an der polnisch-tschechischen Grenze zur\u00fcck.<\/p>\n<div class=\"my-4  flex items-center\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"my-4 pl-8\">Karten f\u00fcr diese Veranstaltung gibt es ab sofort im Vorverkauf auf der Homepage des Literaturschiffs. <br \/><a href=\"https:\/\/www.literaturschiff.at\/ticket\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Den Link zum Ticketshop finden Sie nachfolgend hier.<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Datum:\u00a0Fr, 5. Dez. 2025, 19:30 &#8211; 21:00 UhOrt:\u00a0\u00a0Alte Kurdirektion (Verlagsbuchhandlung GmbH),\u00a0Bahnhofstra\u00dfe 6,\u00a04820\u00a0Bad Ischl \u00a0 Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber ihre aktuellen B\u00fccher Empusion &amp; E.E. Die Veranstaltung wurde vom Literaturschiff in Sierning initiiert und wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Kurdirektion und dem Polnischen Institut in Wien durchgef\u00fchrt. 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Ihre literarische Arbeit ist eine intensive Auseinandersetzung \u00fcber die gemeinsame Erinnerung und Werte, die Europa verbinden.\\nModeriert wird der Abend von der Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Literaturhauses Z\u00fcrich \u2013 Isabelle Vonlanthen, der Literaturwissenschaftler und arrivierte \u00dcbersetzer Lothar Quinkenstein wird Olga Tokarczuk auf die B\u00fchne begleiten, um die dt. Textstellen zu lesen und das Gespr\u00e4ch zu dolmetschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die beiden j\u00fcngsten B\u00fccher von Olga Tokarczuk: \u201eEmpusion\u201c und \u201eE.E.\u201c, deren deutsche Ausgaben 2023 und 2024 erschienen. Die Wahl dieser beiden B\u00fccher wurde bewusst getroffen, beide verhandeln Fragen der kulturellen Wandlungsprozesse und des geistigen Erbes Europas. Die Gegen\u00fcberstellung dieser beiden Werke erm\u00f6glicht einen Einblick in die Komplexit\u00e4t der literarischen Welt der Autorin.\\nEmpusion\\nSeptember 1913, G\u00f6rbersdorf in Niederschlesien. Inmitten von Bergen steht seit einem halben Jahrhundert das erste Sanatorium f\u00fcr Lungenkrankheiten. Mieczys\u0142aw Wojnicz, Ingenieurstudent aus Lemberg, hofft, dass eine neuartige Behandlung und die kristallklare Luft des Kurorts seine Krankheit aufhalten, wenn nicht gar heilen werden. Die Diagnose allerdings gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung: Schwindsucht. Mieczys\u0142aw steigt in einem G\u00e4stehaus f\u00fcr M\u00e4nner ab. Kranke aus ganz Europa versammeln sich dort, und wie auf Thomas Manns Zauberberg diskutieren und philosophieren sie unerm\u00fcdlich miteinander \u2013 mit Vorliebe bei einem Gl\u00e4schen Lik\u00f6r mit dem klingenden Namen \u00bbSchw\u00e4rmerei\u00ab. Dr\u00e4ngende Fragen treiben die Herren um: Wird es Krieg geben in Europa? 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Nicht nur h\u00f6rt sie Stimmen, auch ein Geist erscheint ihr. Frau Eltzner ist in heller Aufregung: Zeigen sich in ihrer Erna, der sie sich am n\u00e4chsten f\u00fchlt von allen Kindern, die medialen F\u00e4higkeiten, \u00fcber die auch sie zu verf\u00fcgen meint?\\nErnas Vater Friedrich Eltzner gehen die Belange seiner Kinder nicht wirklich etwas an. Doktor L\u00f6we besucht die Kranke, wenngleich er f\u00fcr \u00dcbersinnliches wenig \u00fcbrig hat, und r\u00e4t, nach einem Exorzisten zu schicken. Der wundersame Walter Frommer wird zurate gezogen, seines Zeichens Okkultist und bewandert in esoterischen Belangen. Und Joachim Vogel, zweifellos ein Experteauf seinem Gebiet, der sehr modern \u00fcber psychische Krankheiten denkt. Wenn Frau Eltzner nun zu S\u00e9ancen l\u00e4dt, herrscht feierliche Stille in der Wohnung. Tritt die Tochter mit den Seelen der Verstorbenen in Kontakt, ist die verwitwete Frau Schatzmann, die ihren Mann vermisst, ebenso fasziniert wie ihr Sohn Arthur, der ein gro\u00dfer Physiologe werden will. Handelt es sich um eine Gabe, oder ist Erna dem Wahnsinn verfallen, gar hysterisch? Die F\u00fcnfzehnj\u00e4hrige wird zum Ph\u00e4nomen, zum Fall E.E.\\nOlga Tokarczuk, 1962 im polnischen Sulech\u00f3w geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erz\u00e4hlb\u00e4nde) wurde in 37 Sprachen \u00fcbersetzt. 2019 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. F\u00fcr Die Jakobsb\u00fccher, in Polen ein Bestseller, wurde sie 2015 (zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn) mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis, geehrt und 2018 mit dem Jan Michalski-Literaturpreis. Im selben Jahr gewann sie au\u00dferdem den Man Booker InternationalPrize f\u00fcr Unrast. Zum Schreiben zieht Olga Tokarczuk sich in ein abgeschiedenes Bergh\u00e4uschen an der polnisch-tschechischen Grenze zur\u00fcck.\\n\u00a0\\nKarten f\u00fcr diese Veranstaltung gibt es ab sofort im Vorverkauf auf der Homepage des Literaturschiffs. 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Ihre literarische Arbeit ist eine intensive Auseinandersetzung \u00fcber die gemeinsame Erinnerung und Werte, die Europa verbinden.\nModeriert wird der Abend von der Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Literaturhauses Z\u00fcrich \u2013 Isabelle Vonlanthen, der Literaturwissenschaftler und arrivierte \u00dcbersetzer Lothar Quinkenstein wird Olga Tokarczuk auf die B\u00fchne begleiten, um die dt. Textstellen zu lesen und das Gespr\u00e4ch zu dolmetschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die beiden j\u00fcngsten B\u00fccher von Olga Tokarczuk: \u201eEmpusion\u201c und \u201eE.E.\u201c, deren deutsche Ausgaben 2023 und 2024 erschienen. Die Wahl dieser beiden B\u00fccher wurde bewusst getroffen, beide verhandeln Fragen der kulturellen Wandlungsprozesse und des geistigen Erbes Europas. Die Gegen\u00fcberstellung dieser beiden Werke erm\u00f6glicht einen Einblick in die Komplexit\u00e4t der literarischen Welt der Autorin.\nEmpusion\nSeptember 1913, G\u00f6rbersdorf in Niederschlesien. Inmitten von Bergen steht seit einem halben Jahrhundert das erste Sanatorium f\u00fcr Lungenkrankheiten. Mieczys\u0142aw Wojnicz, Ingenieurstudent aus Lemberg, hofft, dass eine neuartige Behandlung und die kristallklare Luft des Kurorts seine Krankheit aufhalten, wenn nicht gar heilen werden. Die Diagnose allerdings gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung: Schwindsucht. Mieczys\u0142aw steigt in einem G\u00e4stehaus f\u00fcr M\u00e4nner ab. Kranke aus ganz Europa versammeln sich dort, und wie auf Thomas Manns Zauberberg diskutieren und philosophieren sie unerm\u00fcdlich miteinander \u2013 mit Vorliebe bei einem Gl\u00e4schen Lik\u00f6r mit dem klingenden Namen \u00bbSchw\u00e4rmerei\u00ab. Dr\u00e4ngende Fragen treiben die Herren um: Wird es Krieg geben in Europa? Welche Staatsform ist die beste? Aber auch vermeintlich weniger dr\u00e4ngende: Ob D\u00e4monen existieren zum Beispiel oder ob man einem Text anmerkt, wer ihn verfasst hat \u2013 eine Frau oder ein Mann? Und mit der \u00bbFrauenfrage\u00ab befasst sich diese Herrenriege besonders gern. Auch bietet die kleine Welt von G\u00f6rbersdorf reichlich Gespr\u00e4chsstoff: Am Tag nach Mieczys\u0142aws Ankunft hat die Frau des Pensionswirts Selbstmord begangen. \u00dcberhaupt komme es h\u00e4ufig zu mysteri\u00f6sen Todesf\u00e4llen in den Bergen ringsum, hei\u00dft es. Was Mieczys\u0142aw nicht wei\u00df: Dunkle M\u00e4chte haben es auch auf ihn abgesehen.\nE.E.\nBreslau 1908: Als eine der mittleren T\u00f6chter einer kinderreichen deutsch-polnischen Familie f\u00fchrt Erna Eltzner ein eher unauff\u00e4lliges Leben. Alles \u00e4ndert sich, als sie wenige Tage nach ihrem f\u00fcnfzehnten Geburtstag am Mittagstisch ohnm\u00e4chtig wird. Nicht nur h\u00f6rt sie Stimmen, auch ein Geist erscheint ihr. Frau Eltzner ist in heller Aufregung: Zeigen sich in ihrer Erna, der sie sich am n\u00e4chsten f\u00fchlt von allen Kindern, die medialen F\u00e4higkeiten, \u00fcber die auch sie zu verf\u00fcgen meint?\nErnas Vater Friedrich Eltzner gehen die Belange seiner Kinder nicht wirklich etwas an. Doktor L\u00f6we besucht die Kranke, wenngleich er f\u00fcr \u00dcbersinnliches wenig \u00fcbrig hat, und r\u00e4t, nach einem Exorzisten zu schicken. Der wundersame Walter Frommer wird zurate gezogen, seines Zeichens Okkultist und bewandert in esoterischen Belangen. Und Joachim Vogel, zweifellos ein Experteauf seinem Gebiet, der sehr modern \u00fcber psychische Krankheiten denkt. Wenn Frau Eltzner nun zu S\u00e9ancen l\u00e4dt, herrscht feierliche Stille in der Wohnung. Tritt die Tochter mit den Seelen der Verstorbenen in Kontakt, ist die verwitwete Frau Schatzmann, die ihren Mann vermisst, ebenso fasziniert wie ihr Sohn Arthur, der ein gro\u00dfer Physiologe werden will. Handelt es sich um eine Gabe, oder ist Erna dem Wahnsinn verfallen, gar hysterisch? Die F\u00fcnfzehnj\u00e4hrige wird zum Ph\u00e4nomen, zum Fall E.E.\nOlga Tokarczuk, 1962 im polnischen Sulech\u00f3w geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erz\u00e4hlb\u00e4nde) wurde in 37 Sprachen \u00fcbersetzt. 2019 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. F\u00fcr Die Jakobsb\u00fccher, in Polen ein Bestseller, wurde sie 2015 (zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn) mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis, geehrt und 2018 mit dem Jan Michalski-Literaturpreis. Im selben Jahr gewann sie au\u00dferdem den Man Booker InternationalPrize f\u00fcr Unrast. Zum Schreiben zieht Olga Tokarczuk sich in ein abgeschiedenes Bergh\u00e4uschen an der polnisch-tschechischen Grenze zur\u00fcck.\n\u00a0\nKarten f\u00fcr diese Veranstaltung gibt es ab sofort im Vorverkauf auf der Homepage des Literaturschiffs. 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