{"id":30911,"date":"2026-06-12T12:47:31","date_gmt":"2026-06-12T10:47:31","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?p=30911"},"modified":"2026-06-12T12:56:00","modified_gmt":"2026-06-12T10:56:00","slug":"ausstellung-dort-wo-der-schatten-endet-von-maria-kiesner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2026\/06\/12\/ausstellung-dort-wo-der-schatten-endet-von-maria-kiesner\/","title":{"rendered":"Ausstellung: \u201eDort, wo der Schatten endet\u201c von Maria Kiesner"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Ausstellungser\u00f6ffnung:<\/span> Mi., 1. Juli, 18.30 Uhr<br \/><span style=\"text-decoration: underline\">Dauer der Ausstellung:<\/span> <\/strong><strong>Do., 2. Juli bis Di., 15. September<br \/><span style=\"text-decoration: underline\">Ort:<\/span> Galerie des Polnischen Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien<\/strong><br \/><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Info und Karten:<\/span> Eintritt frei<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Maria Kiesner ist Malerin und Absolventin der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Warschau. Seit vielen Jahren vertieft sie in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen konsequent ihr Interesse an der modernistischen Architektur und konzentriert sich dabei auf das Verh\u00e4ltnis von Bauk\u00f6rper, Licht und Raum. In ihrer Praxis entstehen Gem\u00e4ldeserien, die der urbanen Architektur gewidmet sind und deren Form sowie Wirkung unter wechselnden Wetter- und Lichtbedingungen untersuchen. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind Fotografien \u2013 sowohl gefundene als auch von der K\u00fcnstlerin selbst angefertigte \u2013, die ihr als visuelle Skizzen dienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Galerie des Polnisches Institut Wien werden f\u00fcnfzehn \u00d6lgem\u00e4lde pr\u00e4sentiert, die modernistische Villen und Geb\u00e4ude zeigen. Die Arbeiten veranschaulichen Architektur aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Lichtstimmungen und betonen dabei ihre Monumentalit\u00e4t, ihren Rhythmus sowie die Klarheit der reduzierten Formensprache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>\u201eMaria Kiesner malt immer wieder dasselbe Motiv: Architektur vor dem Hintergrund des Himmels. Es gibt sehr viele dieser Gem\u00e4lde. Sie werden seit vielen Jahren in einer charakteristischen Art und Weise gemalt. Im Grunde handelt es sich stets um dasselbe Bild \u2013 das Portr\u00e4t eines Hauses. Ein Bauk\u00f6rper in einer bestimmten Lichtsituation. H\u00e4user \u2013 ihre Fassaden, Fenster, Gesimse, Schornsteine, Treppen oder Br\u00fccken erscheinen einmal vor hellem, einmal vor dunklem Himmel. H\u00e4user im Schatten oder in der Sonne, in dramatischen Kontrasten oder ged\u00e4mpftem Licht, sind scheinbar \u00e4hnlich gemalt, aber jedes Mal anders.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Beim Betrachten der Ausstellungen der K\u00fcnstlerin wird deutlich, dass dieses Thema nahezu unendlich viele Variationen zul\u00e4sst. Die St\u00e4rke dieser Arbeiten liegt darin, dass sich die Perspektive des Betrachters st\u00e4ndig ver\u00e4ndert: Einmal stehen wir den Geb\u00e4uden wie Riesen gegen\u00fcber und betrachten die Stadtlandschaft wie ein Modell, ein anderes Mal erscheinen wir als winzige Figuren vor \u00fcberw\u00e4ltigenden, un\u00fcberwindbaren Mauern.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Trotz der Inspiration durch die Fotografie verliert sich hier die optische Unbeholfenheit dieses Mediums. W\u00e4hrend ein Fotoabzug nur andeutet, was au\u00dferhalb des Bildausschnitts liegen k\u00f6nnte \u2013 in den Bildern von Maria Kiesner k\u00f6nnen wir das sehen. Verzerrungen entstehen dann, wenn das Gef\u00fchl der Monumentalit\u00e4t verst\u00e4rkt werden soll. Die Reduktion der Elemente verst\u00e4rkt die Strenge. \u00dcberfl\u00fcssige Details werden mit Alles beginnt mit einer Fotografie \u2013 einer fertigen, gefundenen, meist herausragenden, aber oft auch banalen, postkartenartigen, angewandten Aufnahme. Neu ist, dass die K\u00fcnstlerin begonnen hat, selbst die fotografischen Vorlagen anzufertigen. Kiesner verwendet die Kamera wie ein Skizzenbuch, in dem sie Proportionen der Architektur, die Faszination einer Lichtstimmung oder ein seltsames Detail festh\u00e4lt. Wenn man also nach etwas Neuem in ihrem langweilig konsequenten Schaffen suchen w\u00fcrde, w\u00e4re es die mutige Entscheidung, selbst die Fotos f\u00fcr ihre Bilder zu machen. Betrachtet man Kiesners Bilder, entsteht der Eindruck, dass die Malerin mehr \u00fcber das dargestellte Motiv wei\u00df. Sie muss fremde Fotografien nicht erg\u00e4nzen oder den Eindruck der anderen verst\u00e4rken, sondern erz\u00e4hlt von Anfang an ihre eigene Geschichte.\u201c &#8211; Stefan Paruch<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Galerie \u00d6ffnungszeiten: <\/strong>Mo.\u2013Fr. 12\u201316 Uhr<br \/><strong>Veranstalter: <\/strong>Polnisches Institut Wien<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellungser\u00f6ffnung: Mi., 1. Juli, 18.30 UhrDauer der Ausstellung: Do., 2. Juli bis Di., 15. SeptemberOrt: Galerie des Polnischen Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 WienInfo und Karten: Eintritt frei \u00a0 Maria Kiesner ist Malerin und Absolventin der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Warschau. 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H\u00e4user im Schatten oder in der Sonne, in dramatischen Kontrasten oder ged\u00e4mpftem Licht, sind scheinbar \u00e4hnlich gemalt, aber jedes Mal anders.\nBeim Betrachten der Ausstellungen der K\u00fcnstlerin wird deutlich, dass dieses Thema nahezu unendlich viele Variationen zul\u00e4sst. Die St\u00e4rke dieser Arbeiten liegt darin, dass sich die Perspektive des Betrachters st\u00e4ndig ver\u00e4ndert: Einmal stehen wir den Geb\u00e4uden wie Riesen gegen\u00fcber und betrachten die Stadtlandschaft wie ein Modell, ein anderes Mal erscheinen wir als winzige Figuren vor \u00fcberw\u00e4ltigenden, un\u00fcberwindbaren Mauern.\nTrotz der Inspiration durch die Fotografie verliert sich hier die optische Unbeholfenheit dieses Mediums. W\u00e4hrend ein Fotoabzug nur andeutet, was au\u00dferhalb des Bildausschnitts liegen k\u00f6nnte \u2013 in den Bildern von Maria Kiesner k\u00f6nnen wir das sehen. Verzerrungen entstehen dann, wenn das Gef\u00fchl der Monumentalit\u00e4t verst\u00e4rkt werden soll. Die Reduktion der Elemente verst\u00e4rkt die Strenge. \u00dcberfl\u00fcssige Details werden mit Alles beginnt mit einer Fotografie \u2013 einer fertigen, gefundenen, meist herausragenden, aber oft auch banalen, postkartenartigen, angewandten Aufnahme. Neu ist, dass die K\u00fcnstlerin begonnen hat, selbst die fotografischen Vorlagen anzufertigen. Kiesner verwendet die Kamera wie ein Skizzenbuch, in dem sie Proportionen der Architektur, die Faszination einer Lichtstimmung oder ein seltsames Detail festh\u00e4lt. Wenn man also nach etwas Neuem in ihrem langweilig konsequenten Schaffen suchen w\u00fcrde, w\u00e4re es die mutige Entscheidung, selbst die Fotos f\u00fcr ihre Bilder zu machen. Betrachtet man Kiesners Bilder, entsteht der Eindruck, dass die Malerin mehr \u00fcber das dargestellte Motiv wei\u00df. Sie muss fremde Fotografien nicht erg\u00e4nzen oder den Eindruck der anderen verst\u00e4rken, sondern erz\u00e4hlt von Anfang an ihre eigene Geschichte.\u201c - Stefan Paruch\n\u00a0\nGalerie \u00d6ffnungszeiten: Mo.\u2013Fr. 12\u201316 UhrVeranstalter: Polnisches Institut Wien\n\u00a0"},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2026\/06\/12\/ausstellung-dort-wo-der-schatten-endet-von-maria-kiesner\/#primaryimage","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/Gdynia-\u00a9-Maria-Kiesner-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/Gdynia-\u00a9-Maria-Kiesner-scaled.jpg","width":2560,"height":1837,"caption":"\u00a9 Maria Kiesner"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2026\/06\/12\/ausstellung-dort-wo-der-schatten-endet-von-maria-kiesner\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/pl\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Ausstellung: \u201eDort, wo der Schatten endet\u201c von Maria Kiesner"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#website","url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/","name":"Instytut Polski w Wiedniu","description":"Instytuty Polskie","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"pl-PL"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/8d5323f296dd37d9db688cda4648396e","name":"madanya","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"pl-PL","@id":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/61b0eec0056672c478378dcc8a9e8e56?s=96&d=mm&r=g","caption":"madanya"},"url":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/author\/madanya\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/users\/154"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30911"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30928,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30911\/revisions\/30928"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}