{"id":3332,"date":"2017-11-13T15:30:00","date_gmt":"2017-11-13T14:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/?p=3332"},"modified":"2020-03-26T15:37:46","modified_gmt":"2020-03-26T14:37:46","slug":"der-gemeinsame-raum-ausstellung-der-papierwerke-von-m-sobon-und-b-mydlak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instytutpolski.pl\/wien\/2017\/11\/13\/der-gemeinsame-raum-ausstellung-der-papierwerke-von-m-sobon-und-b-mydlak\/","title":{"rendered":"\u201eDer gemeinsame Raum\u201c. Ausstellung der Papierwerke von M. Sobo\u0144 und B. Mydlak"},"content":{"rendered":"\n<p><em><span class=\"small_red\">14.11.2017, 18:30 &#8211; 02.02.2018, <\/span><\/em><em>p_art. Galerie des Polnischen Instituts Wien<\/em><\/p>\n<div class=\"editor_content\">\n<p>Die K\u00fcnstlerinnen bildeten w\u00e4hrend der Residenz ihre gegenseitige Kommunikation sowie Interaktion aus und begannen ihren gemeinsamen Raum f\u00fcr die finale Ausstellung im November 2016 in der Galerie T\u0119tno in Wroc\u0142aw zu kreieren. Auch das Medium \u2013 Papier \u2013 wurde zum Synonym ihrer gemeinsamen experimentalen Auffassung der traditionellen Art der Papierherstellung. Sobo\u0144 und Mydlak zeigen uns in ihren Arbeiten nicht nur, wie vielschichtig die Welt und das Leben sein k\u00f6nnen, sondern auch, wie unvorhersehbar das Material Papier ist. Die Entstehungsgeschichte ihrer Werke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen, also die Suche nach dem Sinn des Seins oder Schicksals.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Kulturzone Wroc\u0142aw (Strefa Kultury Wroc\u0142aw) pr\u00e4sentiert und von der Koordinatorin des \u201eArtist in Residence \u2013 AIR Wro\u201c-Programms,\u00a0<strong>Berenika Nikodemska<\/strong>, er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Zu sehen bis 2. Februar 2018<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p><strong>Magdalena Sobo\u0144<\/strong><\/p>\n<p>Sobo\u0144 studierte an der W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a (Fakult\u00e4t f\u00fcr Gewebe und Kleidung). Sie ist habilitierte Doktorin der Sch\u00f6nen K\u00fcnste sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachkabinetts f\u00fcr Papier an der Heimatakademie. Sie befasst sich mit gesch\u00f6pftem Papier, einzigartigem Gewebe und Grafik.<\/p>\n<p>Sie nahm an einigen Dutzend Einzel- sowie Gruppenausstellungen teil. F\u00fcr ihre Werke wurden ihr Preise und Auszeichnungen zuteil wie u. a. die Auszeichnung bei \u201eContextile 2016. Contemporary Textile Art Biennial\u201c, Portugal (2016); der Grand Prix der 14. Internationalen Gewebe-Triennale, \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2013); die Auszeichnung bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 7th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2012); der Preis des Pr\u00e4sidiums der Niederlassung der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Rektorenb\u00fcndnisses der \u00d6ffentlichen Hochschulen f\u00fcr junge Wissenschafts- und Kunstangestellte in \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2011); die Auszeichnung bei der 6th International Biennial of Contemporary Textile Art, Mexiko (2011); die Ehrenauszeichnung \u201e\u0141\u00f3dzkie Eureka\u201c f\u00fcr au\u00dferordentliche k\u00fcnstlerische Leistungen (2013, 2011); die Bronzemedaille bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 6th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2010).<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p><strong>Barbara Mydlak<\/strong><\/p>\n<p>Mydlak schloss 2017 die W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a ab. Diplom f\u00fcr Inter\/Crossmediale Arbeiten der Abteilung Flache Ebene (Zweidimensionale Werke), Animationsfilm sowie des Papierfachkabinetts. Derzeit ist sie Doktorandin an der Kunstakademie in Pozna\u0144, Polen.<\/p>\n<p>Sie bekam den Preis (2014\/2015) sowie das Stipendium (2015\/2016) des Ministers f\u00fcr Kultur und nationales Erbe der Republik Polen. Sie nahm an Ausstellungen und Filmfestivals teil wie u. a. bei The International Paper Fiber Art Biennale 2017\/2018, NTCRI-Nantou, Taiwan (2017); 2nd International Textile Biennial 2017, Haacht, Belgien (2017); Triennale Textile Art of Today, Slowakei \u2013 Tschechien \u2013 Polen (2015\u20132017); 13th Prague Quadrennial Of Performance Design And Space, Shared Space, Music, Weather, Politics, Prag, Tschechien (2015); 30th Festival Internazionale del Cinema d&#8217;Animazione, del Fumetto e dei Games \u2013 Rimini, Italien; 7th International Paris Animated Film Festival Croq\u2019Anime, France; The Anima-S\u00e3o \u2013 International Animation Festival in S\u00e3o Gon\u00e7alo, Brasilien; 21st Muestra Internacional De Cotometraje Ixtenco Mexico; 15th Polish Film Festival Los Angeles, USA. Mydlak erhielt die Auszeichnung bei der 9th International Fiber Art Biennale \u201eFrom Lausanne to Beijing\u201c, Shenzhen, China (2016).<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p><em>\u201eDer Gemeinsame Raum\u201c erz\u00e4hlt von dem Weg, den ich gemeinsam mit Barbara Mydlak \u2013 damals noch eine Studentin \u2013 seit der Teilnahme an der K\u00fcnstler-Residenz \u201eMeister und Lehrling\u201c gegangen bin. Wir nahmen von Anfang an gleichberechtigt an der Residenz teil und arbeiteten an gegenseitigen Wechselwirkungen. Trotz eigener und individueller Arbeitsbereiche bauten wir gegenseitige Interaktionen auf, um einen gemeinsamen Raum zu erschaffen. In weiterer Folge wurde die damals noch aufrechte P\u00e4dagoge-Student-Beziehung abgelegt und eine Zusammenarbeit im Sinne einer Partnerschaft angestrebt.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein gemeinsamer Raum ist ohne Zweifel auch das Medium. Das Papier wird zum Synonym dessen, was uns beiden gemeinsam ist. \u00dcbereinstimmend ist auch der Forschungsumfang, der sich in der experimentellen Herangehensweise an die traditionelle Art des Papiersch\u00f6pfens widerspiegelt. Die Arbeitsmethoden \u2013 der Vorgang der langsamen Freisetzung der Papiermaterie durch den Eingriff in ihre Struktur \u2013 gehen subtil ineinander \u00fcber und erzeugen eine vergleichbare Sammlung an Interessengebieten. Die Natur in der Mikro- und Makroebene erlaubt uns, die Welt vielschichtig zu sehen, und ist gleicherma\u00dfen geheimnisvoll sowie vertraut und heimisch. Das Papier als Materie vereint in sich sowohl das Geheimnisvolle als auch die Unberechenbarkeit der Natur, ist sinnlich und hinterl\u00e4sst verschiedene sensorische Empfindungen. F\u00fcr uns ist die K\u00f6rperlichkeit der Materie Papier wichtig.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Entstehungsgeschichte der Ausstellungswerke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in unserem k\u00fcnstlerischen Schaffen. Es ist die Sehnsucht nach einem eigenen Platz in der unendlichen Struktur des Kosmos, die Suche nach dem Sinn des Seins und Schicksals, ein unaufh\u00f6rliches Wiederfinden seiner selbst trotz der erfahrenen Lebenslagen, die uns beide auszeichnen. Die ermutigende, therapeutische Kraft des Wassers, die w\u00f6rtlich ein wesentliches Element in dem Prozess der Papierherstellung ist, bringt die Entschlackung und die Erneuerung.<\/em><\/p>\n<p><em>Uns beide verbindet nicht nur die \u00dcbereinstimmung bei der k\u00fcnstlerischen Forschung, sondern auch hinsichtlich der Orte \u2013 des Fachkabinetts f\u00fcr Papier an der W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a, des Museums der Papierherstellung in Duszniki Zdr\u00f3j, Ort der K\u00fcnstler-Residenz, und letztendlich Wroc\u0142aws, wo die Ausstellung der entstandenen Werke in der Galerie T\u0119tno im Rahmen der Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt Wroc\u0142aw 2016 stattgefunden hat. \u201eDer Gemeinsame Raum\u201c \u2013 aber ohne pr\u00e4zise abgesteckten Grenzen.<\/em><\/p>\n<p>Magdalena Sobo\u0144<\/p>\n<\/div>\n<table class=\"programm_bottom_info\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"label\">Adresse:<\/td>\n<td>p_art. Galerie des Polnischen Instituts, Am Gestade 7, 1010 Wien<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"label\">Eintritt\/Tickets:<\/td>\n<td>Eintritt frei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3 class=\"boxTitle link_boxTitle\">Partner:<\/h3>\n<ul class=\"linkList\">\n<li class=\"last_element\">\n<h4>Strefa Kultury Wroc\u0142aw, AIR Wro<\/h4>\n<a href=\"http:\/\/airwro.wroclaw2016.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.polnisches-institut.at\/99,99,0,de?bn=logo__Strefa_Kultury_Wroclaw__AIR_jpg643917&amp;ex=jpg&amp;t=image&amp;mt=image%2Fjpeg&amp;width=160&amp;height=120\" alt=\"\" \/><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14.11.2017, 18:30 &#8211; 02.02.2018, p_art. 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Galerie des Polnischen Instituts Wien\\nDie K\u00fcnstlerinnen bildeten w\u00e4hrend der Residenz ihre gegenseitige Kommunikation sowie Interaktion aus und begannen ihren gemeinsamen Raum f\u00fcr die finale Ausstellung im November 2016 in der Galerie T\u0119tno in Wroc\u0142aw zu kreieren. Auch das Medium \u2013 Papier \u2013 wurde zum Synonym ihrer gemeinsamen experimentalen Auffassung der traditionellen Art der Papierherstellung. Sobo\u0144 und Mydlak zeigen uns in ihren Arbeiten nicht nur, wie vielschichtig die Welt und das Leben sein k\u00f6nnen, sondern auch, wie unvorhersehbar das Material Papier ist. Die Entstehungsgeschichte ihrer Werke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen, also die Suche nach dem Sinn des Seins oder Schicksals.\\nDie Ausstellung wird in Kooperation mit der Kulturzone Wroc\u0142aw (Strefa Kultury Wroc\u0142aw) pr\u00e4sentiert und von der Koordinatorin des \u201eArtist in Residence \u2013 AIR Wro\u201c-Programms,\u00a0Berenika Nikodemska, er\u00f6ffnet.\\nZu sehen bis 2. Februar 2018\\n* * *\\nMagdalena Sobo\u0144\\nSobo\u0144 studierte an der W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a (Fakult\u00e4t f\u00fcr Gewebe und Kleidung). Sie ist habilitierte Doktorin der Sch\u00f6nen K\u00fcnste sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachkabinetts f\u00fcr Papier an der Heimatakademie. Sie befasst sich mit gesch\u00f6pftem Papier, einzigartigem Gewebe und Grafik.\\nSie nahm an einigen Dutzend Einzel- sowie Gruppenausstellungen teil. F\u00fcr ihre Werke wurden ihr Preise und Auszeichnungen zuteil wie u. a. die Auszeichnung bei \u201eContextile 2016. Contemporary Textile Art Biennial\u201c, Portugal (2016); der Grand Prix der 14. Internationalen Gewebe-Triennale, \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2013); die Auszeichnung bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 7th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2012); der Preis des Pr\u00e4sidiums der Niederlassung der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Rektorenb\u00fcndnisses der \u00d6ffentlichen Hochschulen f\u00fcr junge Wissenschafts- und Kunstangestellte in \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2011); die Auszeichnung bei der 6th International Biennial of Contemporary Textile Art, Mexiko (2011); die Ehrenauszeichnung \u201e\u0141\u00f3dzkie Eureka\u201c f\u00fcr au\u00dferordentliche k\u00fcnstlerische Leistungen (2013, 2011); die Bronzemedaille bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 6th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2010).\\n* * *\\nBarbara Mydlak\\nMydlak schloss 2017 die W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a ab. Diplom f\u00fcr Inter\/Crossmediale Arbeiten der Abteilung Flache Ebene (Zweidimensionale Werke), Animationsfilm sowie des Papierfachkabinetts. Derzeit ist sie Doktorandin an der Kunstakademie in Pozna\u0144, Polen.\\nSie bekam den Preis (2014\/2015) sowie das Stipendium (2015\/2016) des Ministers f\u00fcr Kultur und nationales Erbe der Republik Polen. Sie nahm an Ausstellungen und Filmfestivals teil wie u. a. bei The International Paper Fiber Art Biennale 2017\/2018, NTCRI-Nantou, Taiwan (2017); 2nd International Textile Biennial 2017, Haacht, Belgien (2017); Triennale Textile Art of Today, Slowakei \u2013 Tschechien \u2013 Polen (2015\u20132017); 13th Prague Quadrennial Of Performance Design And Space, Shared Space, Music, Weather, Politics, Prag, Tschechien (2015); 30th Festival Internazionale del Cinema d'Animazione, del Fumetto e dei Games \u2013 Rimini, Italien; 7th International Paris Animated Film Festival Croq\u2019Anime, France; The Anima-S\u00e3o \u2013 International Animation Festival in S\u00e3o Gon\u00e7alo, Brasilien; 21st Muestra Internacional De Cotometraje Ixtenco Mexico; 15th Polish Film Festival Los Angeles, USA. Mydlak erhielt die Auszeichnung bei der 9th International Fiber Art Biennale \u201eFrom Lausanne to Beijing\u201c, Shenzhen, China (2016).\\n* * *\\n\u201eDer Gemeinsame Raum\u201c erz\u00e4hlt von dem Weg, den ich gemeinsam mit Barbara Mydlak \u2013 damals noch eine Studentin \u2013 seit der Teilnahme an der K\u00fcnstler-Residenz \u201eMeister und Lehrling\u201c gegangen bin. Wir nahmen von Anfang an gleichberechtigt an der Residenz teil und arbeiteten an gegenseitigen Wechselwirkungen. Trotz eigener und individueller Arbeitsbereiche bauten wir gegenseitige Interaktionen auf, um einen gemeinsamen Raum zu erschaffen. In weiterer Folge wurde die damals noch aufrechte P\u00e4dagoge-Student-Beziehung abgelegt und eine Zusammenarbeit im Sinne einer Partnerschaft angestrebt.\\nEin gemeinsamer Raum ist ohne Zweifel auch das Medium. Das Papier wird zum Synonym dessen, was uns beiden gemeinsam ist. \u00dcbereinstimmend ist auch der Forschungsumfang, der sich in der experimentellen Herangehensweise an die traditionelle Art des Papiersch\u00f6pfens widerspiegelt. Die Arbeitsmethoden \u2013 der Vorgang der langsamen Freisetzung der Papiermaterie durch den Eingriff in ihre Struktur \u2013 gehen subtil ineinander \u00fcber und erzeugen eine vergleichbare Sammlung an Interessengebieten. Die Natur in der Mikro- und Makroebene erlaubt uns, die Welt vielschichtig zu sehen, und ist gleicherma\u00dfen geheimnisvoll sowie vertraut und heimisch. Das Papier als Materie vereint in sich sowohl das Geheimnisvolle als auch die Unberechenbarkeit der Natur, ist sinnlich und hinterl\u00e4sst verschiedene sensorische Empfindungen. F\u00fcr uns ist die K\u00f6rperlichkeit der Materie Papier wichtig.\\nDie Entstehungsgeschichte der Ausstellungswerke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in unserem k\u00fcnstlerischen Schaffen. 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Galerie des Polnischen Instituts Wien\nDie K\u00fcnstlerinnen bildeten w\u00e4hrend der Residenz ihre gegenseitige Kommunikation sowie Interaktion aus und begannen ihren gemeinsamen Raum f\u00fcr die finale Ausstellung im November 2016 in der Galerie T\u0119tno in Wroc\u0142aw zu kreieren. Auch das Medium \u2013 Papier \u2013 wurde zum Synonym ihrer gemeinsamen experimentalen Auffassung der traditionellen Art der Papierherstellung. Sobo\u0144 und Mydlak zeigen uns in ihren Arbeiten nicht nur, wie vielschichtig die Welt und das Leben sein k\u00f6nnen, sondern auch, wie unvorhersehbar das Material Papier ist. Die Entstehungsgeschichte ihrer Werke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen, also die Suche nach dem Sinn des Seins oder Schicksals.\nDie Ausstellung wird in Kooperation mit der Kulturzone Wroc\u0142aw (Strefa Kultury Wroc\u0142aw) pr\u00e4sentiert und von der Koordinatorin des \u201eArtist in Residence \u2013 AIR Wro\u201c-Programms,\u00a0Berenika Nikodemska, er\u00f6ffnet.\nZu sehen bis 2. Februar 2018\n* * *\nMagdalena Sobo\u0144\nSobo\u0144 studierte an der W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a (Fakult\u00e4t f\u00fcr Gewebe und Kleidung). Sie ist habilitierte Doktorin der Sch\u00f6nen K\u00fcnste sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachkabinetts f\u00fcr Papier an der Heimatakademie. Sie befasst sich mit gesch\u00f6pftem Papier, einzigartigem Gewebe und Grafik.\nSie nahm an einigen Dutzend Einzel- sowie Gruppenausstellungen teil. F\u00fcr ihre Werke wurden ihr Preise und Auszeichnungen zuteil wie u. a. die Auszeichnung bei \u201eContextile 2016. Contemporary Textile Art Biennial\u201c, Portugal (2016); der Grand Prix der 14. Internationalen Gewebe-Triennale, \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2013); die Auszeichnung bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 7th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2012); der Preis des Pr\u00e4sidiums der Niederlassung der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Rektorenb\u00fcndnisses der \u00d6ffentlichen Hochschulen f\u00fcr junge Wissenschafts- und Kunstangestellte in \u0141\u00f3d\u017a, Polen (2011); die Auszeichnung bei der 6th International Biennial of Contemporary Textile Art, Mexiko (2011); die Ehrenauszeichnung \u201e\u0141\u00f3dzkie Eureka\u201c f\u00fcr au\u00dferordentliche k\u00fcnstlerische Leistungen (2013, 2011); die Bronzemedaille bei \u201eFrom Lausanne to Beijing \u2013 6th International Fiber Art Biennale\u201c, China (2010).\n* * *\nBarbara Mydlak\nMydlak schloss 2017 die W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a ab. Diplom f\u00fcr Inter\/Crossmediale Arbeiten der Abteilung Flache Ebene (Zweidimensionale Werke), Animationsfilm sowie des Papierfachkabinetts. Derzeit ist sie Doktorandin an der Kunstakademie in Pozna\u0144, Polen.\nSie bekam den Preis (2014\/2015) sowie das Stipendium (2015\/2016) des Ministers f\u00fcr Kultur und nationales Erbe der Republik Polen. Sie nahm an Ausstellungen und Filmfestivals teil wie u. a. bei The International Paper Fiber Art Biennale 2017\/2018, NTCRI-Nantou, Taiwan (2017); 2nd International Textile Biennial 2017, Haacht, Belgien (2017); Triennale Textile Art of Today, Slowakei \u2013 Tschechien \u2013 Polen (2015\u20132017); 13th Prague Quadrennial Of Performance Design And Space, Shared Space, Music, Weather, Politics, Prag, Tschechien (2015); 30th Festival Internazionale del Cinema d'Animazione, del Fumetto e dei Games \u2013 Rimini, Italien; 7th International Paris Animated Film Festival Croq\u2019Anime, France; The Anima-S\u00e3o \u2013 International Animation Festival in S\u00e3o Gon\u00e7alo, Brasilien; 21st Muestra Internacional De Cotometraje Ixtenco Mexico; 15th Polish Film Festival Los Angeles, USA. Mydlak erhielt die Auszeichnung bei der 9th International Fiber Art Biennale \u201eFrom Lausanne to Beijing\u201c, Shenzhen, China (2016).\n* * *\n\u201eDer Gemeinsame Raum\u201c erz\u00e4hlt von dem Weg, den ich gemeinsam mit Barbara Mydlak \u2013 damals noch eine Studentin \u2013 seit der Teilnahme an der K\u00fcnstler-Residenz \u201eMeister und Lehrling\u201c gegangen bin. Wir nahmen von Anfang an gleichberechtigt an der Residenz teil und arbeiteten an gegenseitigen Wechselwirkungen. Trotz eigener und individueller Arbeitsbereiche bauten wir gegenseitige Interaktionen auf, um einen gemeinsamen Raum zu erschaffen. In weiterer Folge wurde die damals noch aufrechte P\u00e4dagoge-Student-Beziehung abgelegt und eine Zusammenarbeit im Sinne einer Partnerschaft angestrebt.\nEin gemeinsamer Raum ist ohne Zweifel auch das Medium. Das Papier wird zum Synonym dessen, was uns beiden gemeinsam ist. \u00dcbereinstimmend ist auch der Forschungsumfang, der sich in der experimentellen Herangehensweise an die traditionelle Art des Papiersch\u00f6pfens widerspiegelt. Die Arbeitsmethoden \u2013 der Vorgang der langsamen Freisetzung der Papiermaterie durch den Eingriff in ihre Struktur \u2013 gehen subtil ineinander \u00fcber und erzeugen eine vergleichbare Sammlung an Interessengebieten. Die Natur in der Mikro- und Makroebene erlaubt uns, die Welt vielschichtig zu sehen, und ist gleicherma\u00dfen geheimnisvoll sowie vertraut und heimisch. Das Papier als Materie vereint in sich sowohl das Geheimnisvolle als auch die Unberechenbarkeit der Natur, ist sinnlich und hinterl\u00e4sst verschiedene sensorische Empfindungen. F\u00fcr uns ist die K\u00f6rperlichkeit der Materie Papier wichtig.\nDie Entstehungsgeschichte der Ausstellungswerke zeigt zudem die Gemeinsamkeiten in unserem k\u00fcnstlerischen Schaffen. Es ist die Sehnsucht nach einem eigenen Platz in der unendlichen Struktur des Kosmos, die Suche nach dem Sinn des Seins und Schicksals, ein unaufh\u00f6rliches Wiederfinden seiner selbst trotz der erfahrenen Lebenslagen, die uns beide auszeichnen. Die ermutigende, therapeutische Kraft des Wassers, die w\u00f6rtlich ein wesentliches Element in dem Prozess der Papierherstellung ist, bringt die Entschlackung und die Erneuerung.\nUns beide verbindet nicht nur die \u00dcbereinstimmung bei der k\u00fcnstlerischen Forschung, sondern auch hinsichtlich der Orte \u2013 des Fachkabinetts f\u00fcr Papier an der W\u0142adys\u0142aw-Strzemi\u0144ski-Kunstakademie in \u0141\u00f3d\u017a, des Museums der Papierherstellung in Duszniki Zdr\u00f3j, Ort der K\u00fcnstler-Residenz, und letztendlich Wroc\u0142aws, wo die Ausstellung der entstandenen Werke in der Galerie T\u0119tno im Rahmen der Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt Wroc\u0142aw 2016 stattgefunden hat. \u201eDer Gemeinsame Raum\u201c \u2013 aber ohne pr\u00e4zise abgesteckten Grenzen.\nMagdalena Sobo\u0144\nAdresse:\np_art. 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