22.01.2026 Literatur, Programm

„Stahlkörper“ – Buchpremiere, Lesung und Gespräch mit Anna Cieplak und Simone Falk

Donnerstag, den 22.01.2026, 19 Uhr

Moderation: Jörg Becken, KLAK Verlag
Ort: Galerie des Polnischen Instituts Berlin, Burgstr. 27, 10178 Berlin
Eintritt frei

Am 15. April 1972 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des Kattowitzer Stahlwerks. Dies war auch das Datum, an dem vielen Menschen, die seit Jahren nach Perspektiven für die Zukunft suchten, eine bessere Welt versprochen wurde. Unter ihnen waren Ewa, Zygmunt und Ula – jung, voller Enthusiasmus und überzeugt von dem Sinn und der Bedeutung der Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde.

Fast fünfzig Jahre später ist von den alten Plänen nicht viel übrig geblieben. Maja, eine ehrgeizige Studentin, sucht ihren eigenen Weg. Die Welt scheint ihr eine Vielzahl von Möglichkeiten zu bieten, doch die Realität erweist sich als chaotisch und instabil. Das Stahlwerk wird für sie zum Anlass, nicht nur vergangene Versprechen, sondern auch eigene Schwächen und Probleme zu betrachten. Wird es ihr gelingen, den gemeinsamen Rhythmus der Zeit und der Körper wahrzunehmen?

„Stahlkörper“ („Ciało huty“) ist eine bewegende, über zwei Generationen erzählte Geschichte über sozialen Aufstieg und harte Arbeit, um das zu erreichen, was begehrt schien. Es ist ein ehrliches und unironisches Bild des Lebens im sozialistischen Polen, dessen Bruchs und bestehender Verbindungen in die Gegenwart. Anna Cieplak schafft es mit ihrem charakteristischen Schreibstil, äußerst reif, authentisch, mit Elementen von Mystik und Humor, eine Welt (wieder)herzustellen, die man nur schwer vergessen kann.

Über den nun auf Deutsch vorliegenden Roman sprechen die Autorin und ihre Übersetzerin mit dem Verleger Jörg Becken

Anna Cieplak – Autorin von Romanen, Drehbüchern, Erzählungen und Essays, darunter „Ma być czysto“ (2016), „Lata powyżej zera“ (2017), „Rozpływaj się“ (2021) und „Ciało huty“ (2023). Ausgezeichnet mit dem Conrad-Preis, dem Witold-Gombrowicz-Preis, dem Albrecht-Lempp-Stipendium und dem Schlesischen Literaturpreis Honoris Krauza. Nominiert  u. a. für den Nike-Literaturpreis (zweimal), den Literaturpreis Gdynia und den EU-Literaturpreis. Stipendiatin des Ministers für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen (2025).

Simone Falk, Übersetzerin aus dem Polnischen, Autorin sowie Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Ihre Übersetzungen von Essays, Artikeln und literarischen Fragmenten sind u. a. in Art & Thought / Fikrun wa Fann, in der FAZ, Perspective Daily, der Deutschen Welle, im Jahrbuch Polen und LCB Diplomatique erschienen. Ihr Debütroman „Und dann essen wir Żurek und fallen vom Himmel“ erschien 2023 im Klak Verlag.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin und KLAK Verlag

Der Abend wird Polnisch-Deutsch simultangedolmetscht.


[Foto: Agnieszka Karas, Mateusz Skwarczek]

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