7.12.2022 Archiv, Programm

EO

BERLIN | 19:30 | Berlin-Premiere des neuen Meisterwerks von Jerzy Skolimowski

OT: IO, Spielfilm, R: Jerzy Skolimowski, PL/ITA 2022, 86 min, OmU, deutscher Kinostart: 22.12.2022

mit Sandra Drzymalska, Tomasz Organek, Mateusz Kościukiewicz, Lorenzo Zurzolo, Isabelle Huppert u.a.

EO, ein grauer Esel mit wachem Geist, kennt nur das Leben in einem Wanderzirkus, bevor er eine Reise voller Absurdität und Wärme durch Polen und Italien antritt. Still beobachtet er die Torheiten und Triumphe der Erdbewohner, während ihm gleichermaßen Grausamkeit wie Freundlichkeit zuteilwerden. Ihm begegnen Menschen, die ihn unterstützen oder im Weg stehen, darunter ein junger italienischer Priester (Lorenzo Zurzolo), eine Gräfin (Isabelle Huppert) und eine polnische Fußballmannschaft. EOs Reise führt uns die Welt vor Augen: ein „Pferdeheld“, der auf der Suche nach Freiheit mutig auf gesellschaftliche Missstände hinweist und eine gleichnishafte Warnung vor den Gefahren von Vernachlässigung und Untätigkeit.

Der vielfach preisgekrönte polnische Regisseur Jerzy Skolimowski (u.a. „Deep End“, „Essential Killing“, „11 Minutes“) inszeniert hier einen seiner bisher freiesten und visuell einfallsreichsten Filme. „EO“, der von Robert Bressons „Au hasard Balthazar“ (Zum Beispiel Balthasar, 1966) inspiriert und gleichzeitig eine Hommage an diesen Film ist, besticht durch die beeindruckende, atemberaubende Kameraarbeit von Michal Dymek und die klangvolle Musik von Paweł Mykietyn. Der Film gewann beim Filmfestival in Cannes den Jurypreis und ist der offizieller Beitrag Polens für die Academy Awards 2023. Jerzy Skolimowski ist in der Kategorie „European Director“ für die European Film Awards 2022 nominiert.

„Vor vielen Jahrzehnten habe ich in einem Interview (ich meine, es war für die Cahiers du Cinéma) gesagt, dass der einzige Film, der mich zu Tränen rührt ‚Au hasard Balthazar‘ (Zum Beispiel Balthasar, 1966) ist. Ich glaube, ich habe ihn kurz nach seinem Kinostart für mich entdeckt. Seitdem habe ich im Kino keine einzige Träne mehr vergossen. Robert Bresson verdanke ich also die feste Überzeugung, dass es nicht nur möglich ist, ein Tier zu einer Filmfigur zu machen, sondern dass es auch eine Quelle für Emotionen sein kann.“ (Jerzy Skolimowski)

Veranstalter: Rapid Eye Movies in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin und weiteren Partnern

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Info:
rapideyemovies.de/eo
Tickets: www.cinestar.de/berlin-kino-in-der-kulturbrauerei
Ort:
Kino in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Fotos & Poster © Aneta Gębska & Filip Gębski / Rapid Eye Movies

 

 

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