18.06.2026 - 17.01.2027 Ausstellung, Empfehlungen

InterNationalgalerie#1 – Nationalmuseum in Warschau

18. Juni 2026 bis 17. Januar 2027

InterNationalgalerie#1 – Nationalmuseum in Warschau: Auftakt einer neuen Kabinett-Reihe in der Alten Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

In ihrer neuen Kabinett-Reihe „InterNationalgalerie“ lädt die Alte Nationalgalerie über die nächsten Jahre Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein. Den Auftakt macht in diesem Jahr das Nationalmuseum in Warschau.

Museumsinsel Berlin, Alte Nationalgalerie, Bodestr. 1-3, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr

1876 eröffnete Kaiser Wilhelm I. die „National-Galerie“, die heutige Alte Nationalgalerie, die im Ensemble der Museumsinsel seit 1999 ein Weltkulturerbe der UNESCO ist. Auf dem Giebel ist die Aufschrift „Der deutschen Kunst“ zu lesen. Doch zeigte die gerade eröffnete Nationalgalerie keineswegs nur Kunst, die in Deutschland entstanden war. Schon die Schenkung des Bankiers Wagener, der 262 Werke an den preußischen König übergab und damit den Grundstein für die Nationalgalerie legte, wies neben deutschen auch italienische, französische, schweizerische und belgische Künstler aus.

In ihrer neuen Reihe lädt die Alte Nationalgalerie ab 2026 regelmäßig Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein und sich und ihre Sammlungen vorzustellen. Wie denken diese Häuser ihr historisches Erbe weiter für eine zukunftsgerichtete Museumsarbeit? Wie kontextualisieren sie ihre Sammlungen? Und in welche Richtungen entwickeln sie ihre zukünftigen Programme mit Blick auf sich verändernde Fragen, Ansprüche und Herausforderungen? Den Auftakt macht das Nationalmuseum in Warschau, eine der größten und ältesten musealen Einrichtungen Polens.

Unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“ hat die Direktorin des Warschauer Nationalmuseums, Agnieszka Lajus, im Dialog mit Anette Hüsch, Direktorin der Alten Nationalgalerie, acht Werke ausgewählt, die von den sich wandelnden kulturellen und politischen Bedingungen Polens, von Freiheit, Kunst und Künstlerdasein über drei Jahrhunderte erzählen – vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, darunter Polnischer Hamlet – Porträt von Aleksander Wielopolski, 1903, des wichtigsten symbolistischen Malers Polens, Jacek Malczewskis (1854–1929).

Eine kostenfreie Broschüre mit einem Interview sowie Texten von Agnieszka Lajus und Anette Hüsch erscheint zur Ausstellung.

Ebenfalls ab dem 18. Juni 2026 wird zudem erstmals der neu eingerichtete Saal „Tür zur Geschichte“ eröffnet, der sich der Geschichte der Berliner Nationalgalerie widmet und unmittelbar an die Ausstellung „InterNationalgalerie“ anschließt.


[Bild: Jacek Malczewski, Polnischer Hamlet – Portrait von Aleksander Wielopolski, 1903 © Foto: Piotr Ligier / Muzeum Narodowe w Warszawie]

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