17.06.2026 Literatur, Programm, Vortrag

Literatur als Katalysator der Verständigung

BERLIN / 14:00 / Gespräch im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums 2026

17.06.2026 / 14:00–15:30 / Auswärtiges Amt

Anmeldung für das Deutsch-Polnische Forum 2026: forum2026.sdpz.org

Ein deutsch-polnisches Literaturgespräch mit Marius Goldhorn und Jul Łyskawa

Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums 2026 begegnen sich zwei markante Stimmen der jungen europäischen Literatur, die bei aller Verschiedenheit doch eines verbindet: die radikale Art, mit Sprache gesellschaftliche Prozesse sichtbar zu machen und Verständigung als vielschichtigen Prozess erfahrbar werden zu lassen. In dem 90-minütigen Austauschformat werden die beiden Autoren unter anderem über die spezielle Wirkungsweise von Literatur sprechen.

Jul Łyskawa stellt seinen preisgekrönten Debütroman Die wahre Geschichte von Jeffrey Waters und seinen Vätern vor – eine vielstimmige, satirische Collage über das Leben einer US‑Kleinstadt, in der familiäre Geschichten, Naturkräfte und Medienmechanismen ineinandergreifen. Der Roman, im polnischen Original 2024 bei Czarne erschienen und mehrfach ausgezeichnet, lotet mit sprachlicher Virtuosität universelle gesellschaftliche Muster aus.

Marius Goldhorn, dessen Werk Prosa, Essays und Gedichte umfasst, präsentiert seinen 2025 bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Roman Die Prozesse, eine visionäre Erzählung aus einer digitalen Zukunft, in der politische Unruhen, virtuelle Welten und persönliche Verlustgeschichten miteinander verschmelzen. In der Figur des Bloggers Ezra und seiner Online‑Persona Deborn untersucht Goldhorn, wie Identität, Verantwortung und Menschlichkeit unter digitalen Bedingungen neu verhandelt werden.

Die Veranstaltung wird von Shelly Kupferberg moderiert und lädt ausgehend von kurzen Lesungen der beiden Autoren dazu ein, gemeinsam zu erörtern, wie Literatur kulturelle Räume verbindet, Perspektiven erweitert und neue Formen der Verständigung ermöglicht.

Jul Łyskawa (geb. 1984). Absolvent des Instituts für Polnische Kultur an der Universität Warschau. 2024 gab er sein Debüt mit dem Roman „Die wahre Geschichte von Jeffrey Waters und seinen Vätern“, für den er den „Paszport Polityki“, den Literaturpreis der Hauptstadt Warschau, den Josepha-Preis und den „Odkrycia Empiku“-Preis erhielt. Zudem wurde er für den NIKE-Literaturpreis, den Conrad-Preis (Finale), und den Witold-Gombrowicz-Preis nominiert.

Marius Goldhorn wurde 1991 in Lahnstein geboren. Er ist Autor des Reiseromans »Park« (Suhrkamp) und des esoterischen Gedichtbandes »Yin« (Korbinian). 2025 erschien sein zweiter Roman »Die Prozesse« bei Kiepenheuer & Witsch.

Die Veranstaltung wird vom Polnischen Institut Berlin gemeinsam mit dem Goethe-Institut Berlin im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums organisiert. 

 

 

 

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