9.05.2020 #RememberGusen, Aktuelles

#RememberGusen

Johann Gruber (Österreich, Priester), geboren 20.10.1889 in Tegernbach, gestorben 7.4.1944 im KL Gusen.

Nach dem Studium der Geschichte arbeitete er als Lehrer und Leiter der Blindenanstalt in Linz. Er hat das Führerbild in der Schule nicht akzeptiert. Dafür bekam er eine Anzeige wegen nazifeindlicher Gesinnung und wurde zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt. 1940 wurde er ins Konzentrationslager Dachau und weiter ins KL Gusen deportiert. Seine Arbeit verschaffte ihm Zugang zu Medikamenten, mit denen er schwer Erkrankte versorgte und vielen das Leben rettete. Er baute in Gusen ein Netzwerk des Widerstandes auf, organisierte Schulunterricht, Gottesdienste und schmuggelte Lebensmittel und Medikamente ins Lager. Er war Heiliger und Engel genannt, der den Gefangenen Hoffnung gegeben hat. Sein Brief an den Linzer Bischof, der die grauenhaften Zustände in Gusen anklagte, geriet in die Hände der Lagerleitung. Im März 1944 kam er in Bunkerhaft und erduldete über Wochen die schlimmsten Folterungen. Johann Gruber wurde durch den Lagerkommandanten Fritz Seidler mit einem Ledergürtel erwürgen.


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Mieczysław Weinberg
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Solidarność: Der Stein, der eine Lawine auslöste

Gastkommentar von Mateusz Morawiecki für "die Presse" Vor 40 Jahren entstand in Danzig nach wochenlangen Streiks die erste unabhängige Gewerkschaftsbewegung im kommunistischen Ostblock. Ihr Vermächtnis ist Solidarität als gesamteuropäisches Projekt.
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Vor 40 Jahren wurde in Danzig die Solidarność gegründet. Damit läutete Polen das Ende des Ostblocks ein. Doch der Gedanke der Solidarität ging verloren – mit Auswirkungen bis heute Der Historiker Timothy Snyder führt im Gastkommentar im Standard aus, wie die Gewerkschaft Solidarność Polen verändert hat.
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