10.05.2020 #RememberGusen, Aktuelles

#RememberGusen

Der Prozess der Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Lagergelände begann formell 1947 und dauert bis heute.

Dank der Bemühungen ehemaliger französischer und polnischer Häftlinge wurde 1955/56 ein inoffizielles Denkmal mit einer Gedenktafel und einem Gedenkstein für die Opfer des KL Gusen errichtet. Im Januar 1962 wurde in Paris das Internationale Komitee zum Gedenken an das Lager Gusen (Comité du Souvenir du Camp de Gusen) gegründet. Zwischen 1961 und 1965 pflegten die Erinnerung an das Lager die ehemaligen Häftlinge aus Italien, Frankreich und Belgien selbst. Auf einem gekauften Grundstück habe sie ein Denkmal mit einer Informationstafel über 37.000 Lageropfer errichten, das am 8. Mai 1965 offiziell eröffnet wurde.

2004 wurde das Besucherzentrum eröffnet, das auf den Fundamenten des Lagerbadehauses errichtet wurde. Die von polnischen Historikern vorbereitete Ausstellung zeigt die Geschichte des Lagers Gusen. Das Zentrum bietet auch Interviews mit Gusen-Häftlingen an, die 2002-2003 im Rahmen des Mauthausen Survivors Documentation Project – einem der größten mündlichen Geschichtsdokumentationsprojekte Europas – gesammelt wurden.

Eine besonders große Rolle im Prozess der Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Lagergelände spielten auch Sozialaktivisten und die lokale Bevölkerung, die sich für das Gedenken an die Opfer und die Verbreitung der historischen Wahrheit eingesetzt haben. Die Organisationen wie die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das Mauthausen Komitee Österreich, das Gedenkdienstkomitee Gusen und der Gemeindeverband „Bewusstseinsregion Mauthausen, Gusen, St. Georgen“ erforschen und dokumentieren die Geschichte des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagerkomplexes Mauthausen-Gusen und bewahren das Gedenken an Zehntausenden Opfer und KZ-Überlebenden.


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