27.02.2020 Literatur, Programm

„Der flimmernde Ton“ als Porträt Chopins – Buchvorstellung

Im Herbst 2019 ist zum ersten Mal ein Buch des polnischen Essayisten Piotr Wierzbicki auf Deutsch erschienen. Auf wenig mehr als hundert Seiten entwirft der mittlerweile 83-jährige Wierzbicki ein dichtes, faszinierendes Porträt Chopins, das sich nicht mit biografischen Anekdoten aufhält, sondern den kühnen Versuch unternimmt, dem Geheimnis seiner Musik und ihres rätselhaften Changierens zwischen herber Schroffheit und salonhaftem Charme auf die Spur zu kommen.

Steffen Möller, von Haus aus eigentlich Kabarettist und seit 25 Jahren in Polen lebend, hat das Buch übersetzt. Bei dessen Präsentation im Polnischen Institut wird Möller auch von seiner Bekanntschaft mit Piotr Wierzbicki berichten und versuchen, dessen ganz eigene Herangehensweise an Chopins Musik zu erklären. Dabei spielt eine wenig bekannte Eigenschaft des Maestros die Hauptrolle: Chopin war ein begnadeter Imitator, der bis zu drei prominente Personen in einem fiktiven Dialog täuschend echt nachahmen konnte. Genau diese Fähigkeit kam ihm auch beim Komponieren zugute. Christoph Wellner, Chef von Radio Klassik Stephansdom, moderiert den Abend. Für die musikalische Untermalung sorgt Michał Dziewior (Klavier).

Adresse: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien
Eintritt/Tickets: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

FOTO WIEN: Romuald Broniarek „One Vision, Parallel

Die Ausstellung präsentiert über 100. Fotografien aus dem Archiv von Romuald Broniarek, einem bedeutenden Bildchronisten des sozialistischen Polen. Sie beleuchtet den Spannungsbogen zwischen offizieller Erzählung und gelebter Realität, den Broniarek mit seiner Kamera dokumentierte.
16 10.2025 30 01.2026 Kunst, Programm

Gruppenausstellung mit Werken von u.a. Michał Zawada:

Die Ausstellung setzt sich mit einem Universum auseinander, in dem der Mensch nicht mehr im Zentrum steht. In poetisch-surrealistischen Landschaften zeigt sie die Vergänglichkeit des Menschen im Vergleich zu riesigen Zeiträumen (Deep Time) und die unermessliche, oft bedrohliche Größe des Kosmos (Cosmic Horror).
06 02.2026 10 05.2026 Kunst, Programm

Europäisches Film Festival 2026: „Bruder“ („Brat“) von

Von 19. bis 26. Februar findet zum dritten Mal das Europäische Filmfestival statt. Das Festival wird von EUNIC Austria organisiert, der polnische Beitrag ist der Film „Bruder“ („Brat“) von Maciej Sobieszczański.
21 02.2026 22 02.2026 Film, Programm