23.06.2026 Kunst, Programm

Ausstellung & Finissage: Montagen aus der Natur – Werke von Aleksander und Wojciech Krzywobłocki

Vater und Sohn, beide Künstler experimentieren mit Fotomontage und Bildkomposition, um Natur und kulturelle Symbole neu zu interpretieren. Die Ausstellung zeigt, wie sich kreative Traditionen über Generationen fortsetzen und zeitgenössische Ausdrucksformen bereichern.

Finissage: Di. 23. Juni, 18:30 Uhr
Ort: Galerie des Polnischen Instituts Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien 
Öffnungszeiten der Galerie: Montag – Freitag 12–16 Uhr,
Eintritt frei

Im Rahmen der Finissage findet eine Führung mit Dr. Paweł Polit, dem Kurator der Ausstellung, sowie ein Gespräch mit Andrij Bojarov.

Kurator: Dr. Paweł Polit
Autor kunstwissenschaftlicher Publikationen und als Kurator am Kunstmuseum in Łódź tätig. Zuvor wirkte er als Kurator am Zentrum für zeitgenössische Kunst Zamek Ujazdowski.

Andrij Bojarov:
Bildender Künstler, unabhängiger Kurator und Forscher u.a. zur Geschichte der Avantgarde-Kunst im mitteleuropäischen Kontext. Autor zahlreicher Artikel in begleitenden Publikationen und Katalogen zu Ausstellungen und Forschungsprojekten in Polen und der Ukraine.

 

Die Ausstellung Montagen aus der Natur stellt die Künstler Aleksander Krzywobłocki (1901–1979) und Wojciech Krzywobłocki (geb. 1938), Vater und Sohn, einander gegenüber und zeigt ihre gemeinsame Tendenz, mit Medien des kreativen Ausdrucks zu experimentieren.

Das Zusammenfügen von Bildern zu neuen Ganzheiten war eine der wichtigsten Techniken moderner Künstler. Debora Vogel – Dichterin und Kunsttheoretikerin, die in der Zwischenkriegszeit in Lemberg tätig war – leitete die Genealogie der Fotomontage aus den Erfahrungen des Kubismus und Surrealismus ab und betrachtete sie als Methode, um die Vielstimmigkeit des zeitgenössischen Lebens darzustellen.

In der Nachkriegszeit stimulierten Montagepraktiken, gefördert durch neue Medien wie Fotografie und grafische Reproduktion, kulturelle Veränderungen, die Teil eines allgemeinen Demokratisierungsprozesses der Gesellschaften waren.

Aleksander Krzywobłocki wurde als Autor fotografischer Arbeiten bekannt, vor allem für seine Fotomontagen, Porträts und die Montagen aus der Natur – Kompositionen, die überraschende Konfigurationen von Figuren oder Dingen festhalten. Seine Werke zeichnen sich durch eine Sensibilität für visuelle und semantische Korrespondenzen zwischen den verwendeten Elementen aus. Neben der Fotografie war er auch Initiator innovativer Architekturprojekte.

Wojciech Krzywobłocki, seit 1984 in Wien lebend, ist Multimediakünstler. Er nutzt den Siebdruck, um Erfahrungen der natürlichen Umwelt festzuhalten und die starren Bedeutungen kultureller Symbole aufzubrechen. Seine Arbeiten setzen die experimentelle Tradition seines Vaters fort und erweitern sie um zeitgenössische Ausdrucksformen.

 


Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Muzeum Sztuki w Łodzi (Kunstmuseum in Łódź), Narodowy Instytut Polskiego Dziedzictwa Kulturowego za Granicą POLONIKA (Nationales Institut für polnisches Kulturerbe im Ausland POLONIKA)


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