5.02.2026 Aktuelles

Eröffnung der Ausstellung „The World Without Us“ im Lentos Kunstmuseum Linz unter Beteiligung von Michał Zawada

Das Lentos Kunstmuseum Linz zählt zu den bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Österreich. Die Ausstellung ist als künstlerisches „Gedankenexperiment“ konzipiert und widmet sich der Frage, wie eine Welt ohne den Menschen aussehen würde.

Am 5. Februar 2026 fand im Lentos Kunstmuseum Linz die feierliche Eröffnung der Gruppenausstellung „The World Without Us“ unter Beteiligung von Michał Zawada statt. Die Ausstellung ist vom 6. Februar bis 10. Mai 2026 zu sehen. Das Lentos Kunstmuseum Linz zählt zu den bedeutendsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Österreich. Direkt an der Donau gelegen, in einem markanten Gebäude, das zu den Wahrzeichen der Stadt gehört, präsentiert das Museum Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und realisiert internationale kuratorische Projekte von großer Relevanz für die europäische Kunstszene.

Die Ausstellung ist als künstlerisches „Gedankenexperiment“ konzipiert und widmet sich der Frage, wie eine Welt ohne den Menschen aussehen würde. Kuratiert wurde das Projekt von Markus Proschek und Hemma Schmutz, Direktorin des Lentos Kunstmuseums. Mehr als 20 internationale Künstlerinnen und Künstler nehmen daran teil, darunter Klemens Brosch, Albrecht Dürer, Alfred Kubin, Nicolás Lamas, Angelika Loderer, Nika Neelova, Markus Proschek, Natalia Domínguez Rangel, Katharina Sieverding, Chin Tsao, Martin Walde sowie Michał Zawada.

Michał Zawada ist bildender Künstler, Hochschullehrer und Kurator. Er arbeitet mit Malerei, Fotografie und Videokunst. Im Zentrum seines Interesses stehen die kontextuelle Aktivität bildnerischer Medien sowie die Analyse des Phänomens des Bildes und der Visualität. Seine künstlerische Praxis steht im Dialog mit Kunsttheorie, Visual Studies und Anthropologie. Er arbeitet nach dem Prinzip einer „Bilddialektik“, indem er visuelle Ordnungen unterschiedlicher Herkunft zu heterogenen Gesamtkompositionen verbindet. In den letzten Jahren beschäftigt er sich mit visuellen Darstellungen von Gewalt im Kontext von Gesellschaft, Politik, Geschichte und Natur. Seine Werke zeigen menschenleere Landschaften – verstörend, als befänden sie sich zwischen einem „Davor“ und „Danach“ der Katastrophe, oft durch surreale Transformationen und eine subtile, dunkle Ironie gebrochen.

Die Ausstellung wurde im abgedunkelten Untergeschoss des Museums inszeniert, wo einzeln beleuchtete Arbeiten den Eindruck einer kosmischen Wanderung erzeugen. Das Projekt reflektiert Konzepte wie „Deep Time“ und „Cosmic Horror“ und zeigt eine Welt jenseits der menschlichen Perspektive – vor uns und nach uns. An der Eröffnung nahmen rund 120 Gäste teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Kunstszene, von Kulturinstitutionen und Medien. In den kommenden Wochen wird die Ausstellung von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet, darunter kuratorische Führungen, thematische Workshops, Programme für Kinder und Familien sowie Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung. Die Ausstellung stieß auf großes Interesse in den österreichischen Medien; Berichte erschienen unter anderem in den Salzburger Nachrichten, der Kronen Zeitung sowie in Sendungen von ORF Sound.

Die Beteiligung des Polnischen Instituts in Wien an diesem Projekt stellt einen wichtigen Beitrag zur Förderung der polnischen Gegenwartskunst sowie zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen in Polen und Österreich dar. Die Ausstellung „The World Without Us“ reiht sich in aktuelle internationale Debatten über die Zukunft der Welt, die Verantwortung des Menschen und die Rolle der Kunst als grenzüberschreitenden Raum der Reflexion ein.

Fotos: Polnisches Institut Wien


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