4.03.2025 Geschichte, Programm, Wissen

„Mühlviertler Hasenjagd“: Ausstellung und Zeitzeugingespräch mit Anna Hackl

Die Ausstellung „Ich bin du – schau her!“ präsentiert die „Mühlviertler Hasenjagd“ aus der Sicht der Opfer, Täter:innen, Mitläufer:innen, Widerständigen und Beobachter:innen.

Datum und Uhrzeit: Di., 4. März 2025, 14.00 Uhr
Ort: Pädagogische Hochschule Wien, Ettenreichgasse 45a, 1100 Wien, Haus 1 – Hedy-Lamarr-Saal (Raum 1.0.020)

 

 Die „Mühlviertler Hasenjagd“ war eine im Februar 1945 begangene Menschenhatz auf über 500 Häftlinge des KZ Mauthausen, die einen Massenausbruch unternahmen. An der Großfahndung beteiligten sich nicht nur SS-Offiziere, Wehrmachtseinheiten, Gendarmerie und Volkssturm, sondern auch in der Umgebung des Lagers wohnende Zivilpersonen. Nur wenige Flüchtende überlebten diese Such- und Mordaktion dank der mutigen Hilfeleistung seitens einiger Bauernfamilien und Zwangsarbeitenden aus der Umgebung.

Die Ausstellung „Ich bin du – schau her!“ präsentiert die „Mühlviertler Hasenjagd aus der Sicht der Opfer, Täter:innen, Mitläufer:innen, Widerständigen und Beobachter:innen. Es ist eine Auseinandersetzung mit den Ereignissen, ein Versuch einer Annäherung. Schüler:innen der vierten Klassen der Mittelschule St. Georgen an der Gusen setzten sich im Rahmen des Unterrichts durch eigens verfasste real-fiktive Beschreibungen der Vorgänge mit der NS-Geschichte ihrer Heimat auseinander und gestalteten eine Ausstellung, ergänzt von einem Ausstellungskatalog und einem Podcast.

Anna Hackl war 14 Jahre alt, als ihre Familie unter Lebensgefahr zwei der geflohenen KZ-Häftlinge aufgenommen hat. Seit Jahrzehnten ist sie freiwillig darum bemüht, dass die Lektionen aus der Geschichte weitergegeben und nicht vergessen werden. Heute ist sie die letzte Zeugin des Mühlviertler Kriegsverbrechens und erzählt fesselnd darüber, was sie erlebt hat.

 


Veranstalter: Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen
Partner: www.erinnern.at, Polnisches Institut Wien, Pädagogische Hochschule Wien

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: sekretariat@bewusstseinsregion.at

Lehrer:innen und Schulklassen: Anfrage mit Informationen zu Schule/Klassen/Anzahl der Schüler*innen per Mail an christian.filko@phwien.ac.at


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Von 19. bis 26. Februar findet zum dritten Mal das Europäische Filmfestival statt. Das Festival wird von EUNIC Austria organisiert, der polnische Beitrag ist der Film „Bruder“ („Brat“) von Maciej Sobieszczański.
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