Im Herbst 2019 ist zum ersten Mal ein Buch des polnischen Essayisten Piotr Wierzbicki auf Deutsch erschienen. Auf wenig mehr als hundert Seiten entwirft der mittlerweile 83-jährige Wierzbicki ein dichtes, faszinierendes Porträt Chopins, das sich nicht mit biografischen Anekdoten aufhält, sondern den kühnen Versuch unternimmt, dem Geheimnis seiner Musik und ihres rätselhaften Changierens zwischen herber Schroffheit und salonhaftem Charme auf die Spur zu kommen.
Steffen Möller, von Haus aus eigentlich Kabarettist und seit 25 Jahren in Polen lebend, hat das Buch übersetzt. Bei dessen Präsentation im Polnischen Institut wird Möller auch von seiner Bekanntschaft mit Piotr Wierzbicki berichten und versuchen, dessen ganz eigene Herangehensweise an Chopins Musik zu erklären. Dabei spielt eine wenig bekannte Eigenschaft des Maestros die Hauptrolle: Chopin war ein begnadeter Imitator, der bis zu drei prominente Personen in einem fiktiven Dialog täuschend echt nachahmen konnte. Genau diese Fähigkeit kam ihm auch beim Komponieren zugute. Christoph Wellner, Chef von Radio Klassik Stephansdom, moderiert den Abend. Für die musikalische Untermalung sorgt Michał Dziewior (Klavier).
| Adresse: | Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien |
| Eintritt/Tickets: | Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61 |
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