6.02.2026 - 10.05.2026 Kunst, Programm

Gruppenausstellung mit Werken von u.a. Michał Zawada: „The World Without Us“

Die Ausstellung setzt sich mit einem Universum auseinander, in dem der Mensch nicht mehr im Zentrum steht. In poetisch-surrealistischen Landschaften zeigt sie die Vergänglichkeit des Menschen im Vergleich zu riesigen Zeiträumen (Deep Time) und die unermessliche, oft bedrohliche Größe des Kosmos (Cosmic Horror).

Ausstellungsdauer: 6. Februar bis 10. Mai 2026 
Ort:
Lentos Kunstmuseum Linz, Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz
Info und Karten

Die Gruppenausstellung „The World Without Us“ zeigt künstlerische Positionen, die sich mit einem Weltbild auseinandersetzen, in dem der Mensch nicht mehr im Zentrum steht. Infolge der Aufklärung dehnten die Wissenschaften die tradierte westliche Vorstellung von Raum und Zeit ins schier Unendliche. Das Universum wurde älter, größer und kälter. Damit verbunden ist die Erfahrung einer Verunsicherung: nicht mehr im Mittelpunkt des Universums zu stehen und nicht mehr in einem Weltbild verankert zu sein, das der Geschichte ihren finalen Sinn abzuringen vermag. Die Bedrohung einer Apokalypse wurde abgelöst durch eine geologische Kontinuität von Katastrophen und Veränderungen.

Es dämmert das Bewusstsein einer unheimlichen, erhabenen Indifferenz gegenüber dem menschlichen Maß in einem Universum, das weder leer noch belebt, sondern untot ist. Die Ausstellung greift Begriffe wie Deep Time auf – Zeiträume von Milliarden Jahren, in denen das menschliche Dasein kaum mehr als ein Augenblick ist – sowie Cosmic Horror, ein Gefühl zwischen Faszination und Schrecken angesichts einer für unsere Zeit- und Raumvorstellungen unfassbaren nichtmenschlichen Existenz.

Bei der Gruppenausstellung „The World Without Us“ im Lentos in Linz sind Werke des polnischen Künstlers Michał Zawada zu sehen. Zawada wurde 1985 in Krakau geboren, wo er Kunstgeschichte und Malerei studierte und 2023 sein Doktorat abschloss. 2020 gründete er gemeinsam mit Michał Sroka und Filip Rybkowski die Galerie Piana in Krakau. Neben der Malerei beschäftigt sich Zawada auch mit Fotografie und Videokunst und verknüpft wissenschaftliche und theoretische Konzepte mit kunsthistorischen Referenzen. Dabei entstehen poetisch-surrealistische Landschaften mit dystopischen Zügen, in denen die Menschheit Naturgeschehnissen untergeordnet ist oder gänzlich ausgeblendet wird.

Kurator:innen: Mar­kus Pro­schek, Hem­ma Schmutz

Kura­to­ri­sche Assis­tenz: San­dra Eichinger


Veranstalter: Lentos Kunstmuseum Linz
Partner: Polnisches Institut Wien


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