



Sonntag, 13.09.2026, 11-17 Uhr, Eintritt frei
Polnisches Institut Düsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf
Das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals lautet: NetzWERKE. Denkmale & Infrastruktur: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/2b0f66c4-c696-11ea-ab68-960000611c47
Im Programm:
Kunstausstellung: Mikołaj Sobczak – Teilen und Herrschen. Erste Einzelausstellung von Mikołaj Sobczak in Düsseldorf. Der Künstler hinterfragt die Konventionen der Historienmalerei, um alternative Szenarien zu entwerfen. In vielschichtigen, oft surrealen Tableaus inszeniert er unmögliche Begegnungen realer Protagonist*innen und verschiebt bisher etablierte Narrative. Dabei rückt er insbesondere queere und trans Perspektiven in den Mittelpunkt.
Auf Wunsch: Vorführungen des Dokumentarfilms Depolma über die Restaurierung des Hauses Citadellstrasse 7 in den Jahren 1979-1980.
_____________________________________________________
Beschreibung des Denkmals: Citadellstraße 7, 40213 Düsseldorf
Um 1640 gestattete Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm den Bau von Wohnhäusern auf der Zitadelle. Die Bebauung verlief in den folgenden Jahrzenten jedoch eher zögerlich. Erst unter Johann Wilhelm wurde die Bebauung der Zitadelle forciert. Vor allem Militär- und Hofbeamte errichteten hier Wohnbauten. Die ersten Gebäude aus dieser Bauperiode waren 1684 fertiggestellt. Aus diesem Jahr datiert auch das Haus Citadellstraße 7. Es wurde von dem kurfürstlichen Kammerfourier Johann Georg Geinier errichtet. Es zählt zu den schönsten Häusern Düsseldorf.
Ende des 18. Jahrhundert wurde das Gebäude modernisiert. Hofrat Daniels, der das Objekt 1779 erwarb, ließ das Haus in barockem Stil dekorieren.
Die Fassade des Vorderhauses ist in fünf Achsen gegliedert, deren mittlere als übergiebelter Risalit vortritt. Hier befindet sich der von Pfeilern mit Volutenkapitellen flankierte Eingang unterhalb eines Rundbogens, der das Oberlicht des Turstürzes aufnimmt. Ein Gesims teilt den Risalit. Am Erdgeschoß zieren Frucht- und Blütengebinde die Fensterstürze. Ein Lorbeerkranz schmückt das Giebelfeld. Die architekturgebundene Ausstattung des 18. Jahrhunderts ist im Inneren fast vollständig erhalten. Hierzu zählen die reich verzierten Stuckdecken, Ofennischen mit Medaillonschmuck, Wandgliederung und die barocke Treppenanlage.
Im Rahmen einer aufwändigen Sanierung von 1979 bis 1980 durch die Krakauer Werkstätten für Denkmalpflege wurdn die Kellergewölbe ausgebaut und das ganze Haus restauriert. In den Jahren 1981-1989 wurde das Haus von der polnischen staatlichen Galerie Ars Polona genutzt. 1993 wurde das Haus erneut restauriert, seitdem beherbergt es das Polnische Institut Düsseldorf.
