23.04.2026 - 30.04.2026 Aktuelles, Ausstellung, Empfehlungen

Ausstellung „Lebensschemrz po polsku“ von Martyna Czech, Lola Pfeifer und Krzysztof Piętka

Eine Ausstellung über eine gemeinsame europäische Erfahrung der Fragilität – darüber, dass unterhalb verschiedener Sprachen, Mythologien und Narrative dieselbe Frage weiter pulsiert: Wie lebt man in einer Welt, deren Erinnerung schwerer wiegt als die Gegenwart?

Am 23. April um 19 Uhr laden wir Sie zur Eröffnung der Ausstellung „Lebensschemrz po polsku“ von Martyna Czech, Lola Pfeifer und Krzysztof Piętka in die Galerie flat1 in Wien ein.


Die Malerei von Martyna Czech und Krzysztof Piętka entsteht aus der Spannung zwischen privater Erfahrung und Geschichte, zwischen Emotion und Erinnerung. Ihre Arbeiten beschreiben die Wirklichkeit nicht so sehr, wie sie diese durchschneiden – und dabei Schichten aus Schmerz, Scham und Fragilität freilegen.
Es ist ein Protokoll existenzieller Spannung –Lebensschmerz, der Schmerz der Existenz. Obwohl in unterschiedlichen Registern arbeitend, gelangen Czech und Piętka zu ähnlichen Diagnosen des zeitgenössischen Lebens. Ihre Malerei spricht direkt über Gewalt, Trauma und Ungewissheit – über eine Wirklichkeit, die sich Stabilisierung und Erklärung widersetzt.

Im Fall Piętkas ist die Erfahrung des Ortes entscheidend: Der Künstler arbeitet nur wenige Kilometer vom ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau entfernt. Die Erinnerung an diesen Raum durchdringt seine Bilder und kehrt in Form von Landschaft und Spannung zurück.

Die Arbeiten von Czech und Piętka fungieren als emotionaler Seismograph, der die Schwingungen der Erinnerung durch Generationen und Kulturen hindurch registriert. Lebensschmerz– ein romantisch-deutsches Konzept existenziellen Schmerzes – begegnet hier der Erfahrung Mitteleuropas und offenbart eine paradoxe Nähe zwischen slawischen und germanischen Kulturen.

Die Ausstellung wird durch Lola Pfeifers Installation sutaa, sutaa, sutaa, sutaa (2025) erweitert, die den Lebensschmerz in den Bereich zeitgenössischen Spektakels, der Wiederholung und kollektiven Projektion verlagert. Ihre Arbeit tritt in Dialog mit den Gemälden von Czech und Piętka und erweitert deren Reflexion über Schmerz im Kontext zeitgenössischer Erfahrungsweisen.


„Lebensschmerz po polsku“ ist somit eine Ausstellung über eine gemeinsame europäische Erfahrung der Fragilität – darüber, dass unterhalb verschiedener Sprachen, Mythologien und Narrative dieselbe Frage weiter pulsiert: Wie lebt man in einer Welt, deren Erinnerung schwerer wiegt als die Gegenwart?

Kuratorische Leitung: Tytus Klepacz
flat1, Radetzkystraße 4, 1030 Wien
23-30.04.2026


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