18.11.2026 Geschichte, Kunst, Literatur, Programm

Gespräch: über Józef Czapski mit Ron Mieczkowski und Tino Schlench

Der polnische Maler, Schriftsteller und Essayist Józef Czapski (1896–1993) zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der polnischen Exilkultur des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von seiner Essaysammlung Bilder und Gespenster sprechen der Übersetzer Ron Mieczkowski und der Literaturkritiker Tino Schlench über sein Leben und Werk im Spannungsfeld von Kunst, Literatur, Krieg und Exil.

Datum: Mittwoch, 18. November 2026, 18:30 Uhr
Ort: Galerie des Polnischen Instituts Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 12-16 Uhr
Eintritt frei I  Anmeldung erforderlich unter: Gespräch: über Józef Czapski mit Ron Mieczkowski und Tino Schlench – Formular ausfüllen

Ausgangspunkt des Gesprächs ist der Band Bilder und Gespenster. Essays aus dem letzten europäischen Jahrhundert von Józef Czapski, dessen Auswahl und Übersetzung ins Deutsche von Ron Mieczkowski stammen. Gemeinsam mit dem Literaturkritiker Tino Schlench widmet er sich einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, deren Leben und Werk von den politischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt wurden. 

Józef Czapski (1896–1993) war Maler, Schriftsteller, Essayist und einer der bedeutenden Vertreter der polnischen Exilkultur. Seine Biografie umfasst die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, die sowjetische Kriegsgefangenschaft, den Dienst in der Armee von General Anders und das Leben im französischen Exil. Als Mitbegründer und Autor der Pariser Zeitschrift Kultura prägte er über Jahrzehnte das intellektuelle Leben der polnischen Emigration. In seinen Texten verband er die Perspektive des Künstlers mit der eines aufmerksamen Beobachters seiner Zeit. 

Das Gespräch beleuchtet Czapski in seinen verschiedenen Rollen – als Künstler, Autor und Kommentator des Exillebens – und fragt danach, wie sich seine persönlichen Erfahrungen in einem umfassenderen politischen und historischen Kontext verorten lassen. Ausgehend von seinem individuellen Lebensweg eröffnet sich dabei ein Blick auf die Geschichte der polnischen Emigration in Frankreich und auf die geistigen Auseinandersetzungen eines von Krieg, Vertreibung und politischen Umbrüchen geprägten Jahrhunderts.


Ron Mieczkowski studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Mainz, Berlin und Breslau. Er ist Verlagslektor und Übersetzer aus dem Polnischen; zu seinen Arbeiten zählt die von ihm ausgewählte und übersetzte Essaysammlung Bilder und Gespenster von Józef Czapski.  

Tino Schlench studierte Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaft und war zuvor in der akademischen Forschung in Berlin, Berkeley und Wien tätig. Heute arbeitet er als freier Literaturkritiker, Blogger und Podcaster mit Schwerpunkt auf mittel- und osteuropäischen Literaturen. 2024-2026 kuratierte er das Literaturprogramm des Kultursommers Wien.


Veranstalter: Polnisches Institut Wien


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