1.10.1998 - 20.10.1998 Musik

Oratorium von FELIKS NOWOWIEJSKI (1877-1949)

 

Do 01.10.1998 – Di 20.10.1998

„Quo vadis” op 30,

Dramatische Szenen für Soli, Chor, Orchester und Orgel (1909)

Johanneskirche, Martin-Luther-Platz

Im Rahmen des Festivals „Düsseldorfer Altstadt-Herbst”

Ausführende: Alexandra von der Weth, Sopran; Waldemar Wild, Bariton

Andrzej Saciuk, Baß; Chor der Neanderkirche, Düsseldorf; „Collegium musicum” Kammerchor Olsztyn; Die Duisburger Sinfoniker

Leitung: Oskar Gottlieb Blarr

Das Oratorium des polnischen Komponisten FELIKS NOWOWIEJSKI (1877-1946) „Quo vadis” war um 1910 weltbekannt. Sein Komponist wurde in der Carnegie Hall in New York als der „neue Messias des Oratoriums” gefeiert. Nowowiejski hatte mit diesem Erfolgsstück an einen literarischen Hit angeknüpft. 1905 ging nämlich der Nobelpreis für Literatur an den polnischen Schriftschteller Henryk Sienkiewicz für seinen Roman „Quo vadis?”, der 1895 erschien und schnell in praktisch alle europäischen Sprachen übersetzt wurde.

Feliks Nowowiejski wurde 1877 in Barczewo/Wartenburg in Ostprußen geboren. Er studierte in Berlin und Regensburg, dem damaligen Zentrum der cecilianischen Bewegung. Zu seinen Lehrern gehören Max Bruch und Dvorak. Als Meyerbeer-Stipendiant und Orgelvirtuose bereiste er alle europäischen Musikzentren. Nach seinem „Quo vadis?” – Erfolg wird er Direktor der Musik-Gesellschaft in Krakau und Dirigent der Warschauer Sinfoniekonzerte von 1909-14. Bis 1920 lebte er in Berlin. Danach als Professor der Universität in Posen, wo er 1946 stirbt.

Nowowiejski komponierte drei Oratorien, fünf Sinfonien, Instrumentalkonzerte und Chormusik. Er sammelte Volkslieder seiner Heimat Ostpreußen und auch aus Schlesien. Neuerdings tritt sein reiches Orgelschaffen wieder ins Bewußtsein. Er schrieb 9 Orgelsinfonien, 4 Orgelkonzerte und eine Reihe Charakterstücke. Bis heute hat sich in Polen seine Oper „Baltische Legende” im Spielplan gehalten. Nowowiejskis Rezeption ist stark beeinträchtigt gewesen von der politischen Trennung zwischen Deutschland und Polen seit dem Ende des 1. Weltkrieges. Nach 1989 ist auf beiden Seiten ein Wandel eingetreten



Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr, Chor-Konzert

„Collegium musicum” Kammerchor Olsztyn

Leitung: Janusz Wilinski

Werke von J. Gallus, R. Pallester, E. Finingen, K. Penderecki, O.G. Blarr

Basilika St. Lambertus, Düsseldorf



Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr, Jubiläumsfeier

100 JAHRE „CHOR POLONIA DÜSSELDORF 1898”

Boston Club, Vennhauser Allee 135, Düsseldorf.

Eintritt: 10,- DM

Am 17. Oktober 1998 feiert der „CHOR POLONIA DÜSSELDORF 1898” sein 100-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten stehen unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Republik Polen, Dr. Andrzej Byrt, und der Oberbürgermeisterin der Stadt Düsseldorf, Marlies Smeets.

Der Chor wurde am 30. Juni 1898 als Männerchor in Düsseldorf gegründet, einem der größten Zentren polnischer Zuwanderung. In kurzer Zeit erlangte er großes Ansehen im Ruhrgebiet und in Westfalen, sowohl unter den Polen als auch unter den Deutschen. 1918 wurde er in einen gemischten Chor umgewandelt, und das ist er bis heute geblieben. Dank engagierter Arbeit mehrerer Generationen polnischer Einwanderer gelang es hundert Jahre lang, oft unter schwierigsten Bedingungen, die eigene Kultur und Tradition zu pflegen.

Der Chor zählt heute 25 aktive Mitglieder. Zum Repertoire gehören hauptsächlich Lieder polnischer Komponisten: Volks-, Kirchen- und Weihnachtslieder. Gesungen wird auf Polnisch, Deutsch und Latein, um den internationalen Kulturdialog zu fördern. Jährlich gibt der Chor ca. 10-13 Konzerte. Die Auftritte finden zu verschiedenen polnischen Feierlichkeiten und während katholischer und evangelischer Messen statt. Regelmäßig nimmt der Chor an Festivals teil, um seine Qualität unter Beweis zu stellen, so z.B. am Sängertreffen der polnischen Chöre in Recklinghausen. Einen Höhepunkt der Aktivitäten bildet auch die jährliche Weihnachtsfeier.

1994 wurde dem „Chor Polonia Düsseldorf 1898” für seine außerordentlichen Leistungen für die Verbreitung polnischer Kultur die höchste Auszeichnung des polnischen Ministeriums für Kultur und Bildung verliehen. Gegenwärtig wird der Chor von der Dirigentin Grazyna Dylewicz geleitet.

Der Chor ist seit Jahren um die Integration der polnischen Gemeinde bemüht, indem er Veranstaltungen mit polnischen Künstlern organisiert. Auf diese Weise wird er zu einer kulturellen Organisation, deren polnisch- und deutschsprachige Mitglieder stets ein Beispiel für eine moderne Kulturgemeinschaft sind. Tief verwurzelt in der Tradition der polnischen Emigration des 19. Jahrhunderts, steht der Chor gegenwärtig vor der großen Chance, auch die Generation der Auswanderer aus Polen zu integrieren, die in den letzten dreißig Jahren nach Deutschland gekommen sind. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

Proben: Jeden Mittwoch, 19.00 Uhr, AWO, Wilhelm-Marx-Haus, Raum 101, Kasernenstr. 6, Düsseldorf, T. 744468



Sonntag, 20. September, 11 Uhr, Kammerkonzert

Jerzy Wujtewicz (Violoncello), Jadwiga Lewczuk (Pianoforte)

Im Programm: Werke von J. Brahms, W. Lutoslawski, S. Rachmaninow

Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7-9, Düsseldorf
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