13.01.2023 - 30.12.2023 E-Book, Kunst

Kapitel 2: Vom Piktorialismus zum Realismus

Interaktives E-Book über die Geschichte der polnischen Fotografie. / Interaktywny e-book o historii polskiej fotografii.

Kapitel 2: Eine ansteckende Betätigung. Vom Piktorialismus zum Realismus

– E-Book – Das Zeitalter des Monochroms – Online-Version
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Das zweite Kapitel erzählt die Geschichte der Emanzipation der Fotografie als eigenständige Kunst. Die Hauptfiguren des zweiten Kapitels sind:

Jan Bułhak (1876–1950), der als Vater der polnischen Fotografie bezeichnet wird; Bułhak arbeitete systematisch: Er dokumentierte die Architektur (konkrete Kirchen und Paläste sowie deren Details) ganzer Stadtviertel – insgesamt mehrere tausend Fotos, die er in Mappen sammelte. Ihn interessierte alles, was als Dokument des geschichtlichen Augenblicks und der Kultur dienen konnte, in der er lebte und arbeitete.

Witkacy (1885 – 1939), dessen Fotografien sich in Sammlungen der größten Museen der Welt befinden. Fotohistoriker interessieren sich für die bis heute aktuellen Ausdrucksmittel, das Publikum ist fasziniert von der Expressivität von Witkacys Selbstporträts. Eine der aussagekräftigsten Positionen der polnischen Fotografie des 20. Jahrhunderts.

Henryk Mikolasch (1876-1931). Der promovierte Chemiker und Pharmazeut Mikolasch betrieb die Malerei gleichberechtigt neben der Fotografie. Er leitete das Fotografische Institut am Lemberger Polytechnikum, wo er mehrere Generationen von Fotografen ausbildete. La Photographie Française zählte Mikolasch 1905 zu den neun wichtigsten  Fotografen Deutschlands und Österreichs.

Zofia Chomętowska (1902-1991), war aristokratischer Herkunft, doch ihre ersten Fotografien zeigen das Leben von Bewohnern Polesiens (in der Gegend um Pińsk, heute Südwesten von Belarus)). Sie fotografierte die malerische Landschaft, Familienangehörige, aber auch Jäger, Fischer oder Frauen, die an einem See Wäsche waschen. Ihre Bildkader waren nicht stilisiert – sie machte unmittelbare, natürliche Porträts.

 Maria Chrząszczowa (1913-1979), dokumentierte die Zerstörungen von Warschau und später den Wiederaufbau. Sie arbeitete mit einer 6×6-cm-Mittelformatkamera, verwendete große Sorgfalt auf die Komposition und suchte nach formal klaren Szenen und Einstellungen.

Der Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert war vermutlich der letzte Augenblick in der Geschichte, in dem die Welt den Menschen als ein überwiegend aus Rätseln bestehender Ort erscheint. Im Sinne der in der Zeit der industriellen Revolution aufgekommenen Vorstellung, dass Maschinen die menschliche Kreativität fördern, wurde die Fotografie zum Instrument der Entschlüsselung der Geheimnisse des Lebens auf der Erde. Dank neuer Objektive, höherer Lichtempfindlichkeit, handlicherer Apparate und kürzerer Belichtungszeiten fotografierten immer mehr Menschen. Urszula Czartoryska, die Autorin des Kultbuchs Przygody plastyczne fotografii (Die plastischen Abenteuer der Fotografie, 1965) nennt angesichts dessen das Fotografieren eine „ansteckende Betätigung“.

Neben dem Haupttext und traditionellen statischen Illustrationen (Archivfotografien) enthält das Ebook unterschiedliche dynamische interaktive Elemente:

  • Videoanimationen zu Archivfotos
  • Interaktive Funktionen, die den Stellenwert und die Rolle von Fotografien in ihrer Zeit veranschaulichen
  • Das Modul „Schule des Sehens“ – eine interaktive formale Analyse ausgewählter Fotografien
  • Videointerviews mit Fotografie-Experten: Kuratoren, Kustoden und Künstlern
  • Trailer zum Kapitel

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„NOTIZEN ZUR GESCHICHTE DER POLNISCHEN FOTOGRAFIE”
Multimediale Publikation / Ebook zur Geschichte der polnischen Fotografie in deutscher und polnischer Sprache”
Konzept: Ania Diduch und Wojtek Wieteska
Text: Ania Diduch
Inhalt und Auswahl der Illustrationen: Ania Diduch und Wojtek Wieteska 
Trailer, Animationen und Multimedia: Wojtek Wieteska
Projektkoordination: Monika Kumięga und Monika Werner, Polnisches Institut Düsseldorf
Produktion: Polnisches Institut Düsseldorf
Übersetzung aus dem Polnischen: Bernhard Hartmann

Bild: Titelseite – in Grafik wurden Ausschnitte des Fotos verwendet.

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Dominika Kowynia – Arbeite, denn die Nacht

Dominika Kowynia absolvierte 2003 die Akademie der Schönen Künste in Kattowitz und leitet dort die Malerei-Klasse.
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