




















Andrzej Wajda im kulturellen Spannungsfeld zwischen Japan, Polen und Deutschland! Mit einer eindrucksvollen musikalischen Performance des japanischen Künstlers Taka Kagitomi begann im Polnischen Institut Düsseldorf die Ausstellung „Crossing Cultures – Japan in Krakau“.
Gesandter Rafał Sobczak, Direktor des Polnischen Instituts Düsseldorf begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte gleich, dass das bereits die dritte vor Kurzem eröffnete Ausstellung ist, die dem polnischen Regisseur Andrzej Wajda gewidmet ist: Im Filmmuseum Düsseldorf dauert bis Ende August die umfangreiche und mediale „Andrzej Wajda. Exhibition“ (stellv. Direktor Philipp Hanke war unter den Gästen) und in der Institutsgalerie werden bis Ende Mai 74 Plakate von Andrzej Pągowski zu allen Wajdas Filmen und Theaterstücken präsentiert.
Katarzyna Nowak, Direktorin des Museums für Japanische Kunst und Technik Manggha in Krakau stellte darauf hin die faszinierende Entstehungsgeschichte des von Andrzej Wajda und Krystyna Zachwatowicz-Wajda gestifteten Manggha-Museums, aus dessen Beständen die Ausstellung im Instituts-Gewölbe besteht. Erkenntnisreich waren ihre Ausführungen über enge Kooperationen mit japanischen Museen.
Eine enge Kooperation mit japanischen Einrichtungen in Düsseldorf pflegt auch das Polnische Institut Düsseldorf und in diesem Rahmen haben wir uns sehr gefreut, dass die stellv. Generalkonsulin von Japan Aki Sugaya anschließend das Micro übernahm und zur Idee der Ausstellung gratulierte. Kurzweilig erzählte sie von ihrem Studium an der RUB, wo sie vielen polnischen StudentInnen begegnete und wies auf die zahlreichen Besuche von Andrzej Wajda in Japan hin, u.a. auch nach der Tsunami-Tragödie.
Insgesamt eine Veranstaltung mit richtig dialogischem Charakter, unter Einbeziehung der Polen, der Deutschen und der großen japanischen Community in Düsseldorf.
In der Ausstellung im Polnischen Institut Düsseldorf ist ein repräsentativer Teil der Bestände des Manggha-Museums aus Krakau zu sehen. Darunter Kimonos, eine Nō-Maske, zeitgenössische japanische Grafiken, Grafiken des deutschen Künstlers Udo Kaller, die sich auf japanische Holzschnitte beziehen, Zeichnungen des polnischen Künstlers der jungen Generation Mateusz Kołek „Krakau – Tokio“ und selbstverständlich dürfen auch Gouachen und Aquarelle von Andrzej Wajda nicht fehlen. Vervollständigt wird die Erzählung über das Manggha-Museum durch architektonische Skizzen und Modelle des Museums, dessen Architektur dem renommierten japanischen Architekten Arata Isozaki zu verdanken ist.
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Andrzej Wajda-Jahr / Rok Andrzeja Wajdy 2026
AusstellungCrossing Cultures – Japan in Krakau
Aus den Sammlungen des Museums für Japanische Kunst und Technik Manggha Krakau
- April – 15. August 2026
Polnisches Institut Düsseldorf / Gewölbe, Citadellstrasse 7, 40213 Düsseldorf
Öffnungszeiten: DI-MI, FR: 11-17 Uhr, DO: 11-19 Uhr
Im Jahr 1987 erhielt Andrzej Wajda den renommierten Kyoto Prize (das japanische Äquivalent zum Nobelpreis). Das Preisgeld floss in die von ihm gemeinsam mit seiner Frau Krystyna Zachwatowicz gegründete Stiftung Kyoto-Kraków. Hauptanliegen der Stiftung war der Bau eines Museums zur Präsentation von Feliks „Manggha“ Jasieńskis berühmter Sammlung japanischer Kunst. Dank des Engagements zahlreicher Menschen können seit 1994 im Zentrum für Japanische Kunst und Technik Manggha, einem der schönsten Museumsbauten Polens, alte japanische Kunst, aber auch zeitgenössische Werke bewundert werden. Den Entwurf des Gebäudes steuerte der weltbekannte Architekt Arata Izosaki bei.
Fotos: Bildwerke (c) Polnisches Institut Düsseldorf





























