20.04.2026 Film, Programm

Filmvorführung: „33 Fotos aus dem Ghetto“ und Podiumsgespräch mit dem Regisseur Jan Czarlewski

Im Rahmen des 83. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto strahlen wir den Dokumentarfilm „33 Fotos aus dem Ghetto”, der sich mit kürzlich entdeckten Fotos befasst, die während des Aufstands im Warschauer Ghetto aufgenommen wurden.

Datum und Uhrzeit: Mo., 20. April 2026, 18:30 Uhr
Ort: Polnisches Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien
Info & Tickets: Eintritt frei, Anmeldung erforderlich: event.wien@instytutpolski.pl


Im Rahmen des 83. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto strahlen wir den Dokumentarfilm „33 Fotos aus dem Ghetto”. Der Film erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Entdeckung – der nach über 80 Jahren wiedergefundenen Negative von 33 Fotografien, die während der Liquidierung des Warschauer Ghettos im Jahr 1943 von dem jungen Feuerwehrmann Leszek Grzywaczewski aufgenommen wurden. Es handelt sich um die einzigen bekannten Fotos vom Ghettoaufstand, die von einem Zivilisten und nicht von deutschen Tätern aufgenommen wurden, wodurch sie ein einzigartiges und äußerst bewegendes Zeugnis jener Ereignisse darstellen.


Einführung zum Film und Moderation (auf Englisch): Dr. Eva Reder im Gespräch mit dem Regisseur Jan Czarlewski


Im Rahmen der Vorführung ist ein Treffen mit dem Regisseur des Films geplant, der über die Entstehung des Dokumentarfilms und die Geschichte der gefundenen Fotografien berichten wird. Während der Veranstaltung wird auch die Idee der Aktion „Żonkil“ vorgestellt, und die Teilnehmer erhalten vom POLIN-Museum bestellte Ansteckpins in Form einer Narzisse – ein Symbol der Erinnerung an den Aufstand im Warschauer Ghetto und seine Helden sowie Ausdruck der Solidarität und der Reflexion über die Geschichte des Holocaust.

Filminhalt:
Im April 1943 brennt Warschau. Die Deutschen unterdrücken brutal den Aufstand im Ghetto. Inmitten von Chaos und Tod macht Leszek 33 Fotos, die einzigen bekannten zivilen Bilder dieses Verbrechens. 80 Jahre später findet sein Sohn Maciej den vergessenen Negativfilm und beginnt eine Untersuchung, die sein Leben verändert.

Roma, eine Überlebende des Ghettos, sah diese Bilder als kleines Mädchen. Ihr ganzes Leben lang versuchte sie zu vergessen. Jetzt kehren die Fotos zurück – als ein Zeugnis, das nicht ausgelöscht werden kann, und als eine Warnung, die nicht ignoriert werden darf.

Es ist ein Film über die Erinnerung, die wir nicht verlieren dürfen. Über eine Vergangenheit, die kein abgeschlossenes Kapitel ist. Über eine Geschichte, die sich gerne wiederholt, wenn wir vergessen.

PL/2025, 75 Min., OmdU
Regie: Jan Czarlewski

Moderatorin: Dr. Eva Reder ist Historikerin und Senior Research Fellow an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Gewalt des Holocaust, Antisemitismus in Ostmitteleuropa und die übergeordneten Kontexte von Massengewalt. Derzeit leitet sie ein Forschungsprojekt über Holocaust-Täter und Fragen der Strafverfolgung in Österreich und Polen, das von der Fondation pour la Mémoire de la Shoah unterstützt wird.


Veranstalter: Polnisches Institut Wien


Ausstellung: KOOPERATIONEN – 20 Jahre Vienna Design

Holz, Metall, Glas, Keramik, Papier und Textil treten in Dialog: Sechs polnische Handwerksduos zeigen, wie durch die Verbindung unterschiedlicher Materialien und Techniken neue Perspektiven auf zeitgenössisches Kunsthandwerk entstehen.
25 09.2026 13 11.2026 Design, Kunst, Programm

Filmretrospektive: 100 Jahre Andrzej Wajda. Dialog zwischen

Anlässlich des 100. Geburtstags und des zehnten Todestages von Andrzej Wajda widmet sich eine fünfteilige Retrospektive dem Werk eines der bedeutendsten polnischen Regisseure des 20. Jahrhunderts.
09 10.2026 18 11.2026 Film, Programm

Podiumsdiskussion mit Architekturexpert:innen: „Phänomen der Hafenstadt Gdynia“

Was macht Gdynia zu einem einzigartigen Beispiel moderner Stadtplanung und zum UNESCO-Welterbe? Österreichische ArchitekturexpertInnen diskutieren die Bedeutung der polnischen Hafenstadt für die europäische Moderne sowie Chancen und Herausforderungen im Umgang mit modernistischem Architekturerbe.
28 10.2026 Architektur, Kunst, Programm, Wissen