13.09.2026 Film, Programm, Spezial, Vortrag

filmPOLSKA Award: Strajk. Die Heldin von Danzig

BERLIN / 17:00 / Special Screening mit dem Regisseur Volker Schlöndorff

Der filmPOLSKA-Ehrenpreis geht in diesem Jahr an den Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Volker Schlöndorff, der sich u. a. mit seinen Filmen „Die Blechtrommel“ (1979), „Der Unhold“ (1996) und „Strajk. Die Heldin von Danzig“ (2006) um die deutsch-polnischen Beziehungen verdient gemacht hat. Darüber hinaus wird ihm im Andrzej-Wajda-Jahr 2026 auch für sein Engagement für die deutsch-polnischen kulturellen Beziehungen gedankt – u. a. durch seine langjährige Freundschaft mit dem polnischen Star-Regisseur, seine Lehrtätigkeit an der Wajda School in Warschau sowie seine Einführungen zu Vorführungen von Wajdas Filmen in Deutschland.

Strajk. Die Heldin von Danzig
R: Volker Schlöndorff, PL/D 2006, 104 min, OmeU

Die alleinerziehende Analphabetin Agnieszka Kowalska lernt neben der Arbeit als Schweißerin Lesen und Schreiben, so dass sie schließlich die nötige Prüfung bestehen und Kranführerin der Danziger Lenin-Werft werden kann. Die herzliche Frau engagiert sich für ihre Kolleg*innen und legt sich dafür notfalls selbst mit der Werftleitung an – so auch 1970, als es zu Protesten kommt, die gewaltsam niedergeschlagen werden.

Als zehn Jahre später auf der Werft erneut gestreikt wird, schließt sich Agnieszka einer oppositionellen Gruppe um den Elektriker Lech Wałęsa an. Ihr Protest wird landesweit Millionen Menschen mobilisieren und der Anfang vom Ende des Sozialismus bzw. Kommunismus im östlichen Europa sein. Doch Agnieszka stellt sich trotz ihrer enormen Popularität und Energie nicht an die Spitze der Bewegung, sondern überlässt diese Rolle den Männern.

Schlöndorff schuf mit seiner fiktiven Filmbiografie keine historisch exakte Rekonstruktion der Ereignisse, sondern formte mit viel Empathie eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten, die an das historische Vorbild der Kranführerin Anna Walentynowicz angelehnt ist. Damit stieß er bei polnischen Zeitzeug*innen auf Widerstand, erhielt jedoch auch Rückendeckung u. a. von Andrzej Wajda. [Rainer Mende]

B: Andreas Pflüger, Sylke Rene Meyer, Maciej Karpiński
K: Andreas Höfer
S: Peter Przygodda, Wanda Zeman
M: Jean Michel Jarre
D: Katharina Thalbach, Andrzej Chyra, Dominique Horwitz, Andrzej Grabowski, Dariusz Kowalski, Ewa Telega, Wojciech Pszoniak, Wojciech Solarz, Krzysztof Kiersznowski, Jowita Budnik u. a.

Traditionell wird zur Eröffnung des Festivals der filmPOLSKA Award verliehen. Mit diesem Ehrenpreis wird Personen und Institutionen gedankt, die sich um die Verbreitung des polnischen Filmschaffens in Deutschland und die deutsch-polnischen Beziehungen im Bereich Film verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören u. a. goEAST, das Neiße Film­festival, das Nipkow-Programm, Coco Spezial, Jan Schulz-Ojala, Knut Elstermann, Erika & Ulrich Gregor, Margarete Wach, Artur Brauner, Antoni Komasa-Łazarkiewicz & Mary Komasa sowie das Festival DOK Leipzig.

Veranstaltung auf Facebook
Info:
facebook.com/filmpolska.berlin, citykinowedding.de
Ort: City-Kino Wedding, Müllerstr. 74, 13349 Berlin 

 


 

21. filmPOLSKA – Polnisches Filmfestival


Veranstalter:
Polnisches Institut Berlin, filmPOLSKA

Unterstützer: Adam-Mickiewicz-Institut, Polski Instytut Sztuki Filmowej / Polish Film Institute, Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen aus dem Fond für Kulturförderung

Kooperationspartner: Cineville, Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, FilmFestival Cottbus, Filmuniversität Babelsberg KONRAF WOLF, Millenium Docs Against Gravity, Mokry Nos Psa, Polish Filmmakers Association, Topographie des Terrors, Wajda School & Studio

Medienpartner: art-in-berlin, Berliner Filmfestivals, Cosmo, Filmlöwin, Fluxfm, Indiekino & Cinematic Berlin, radio3, RAUSGEGANGEN, taz

Das Festival wird organisiert mit finanzieller Unterstützung des Adam-Mickiewicz-Instituts, des Polnischen Filminstituts / Polski Instytut Sztuki Filmowej und des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen aus dem Fond für Kulturförderung.

Das Adam-Mickiewicz-Institut ist eine staatliche Kultureinrichtung und wurde im Jahr 2000 gegründet. Ziel des Instituts ist es, auf der ganzen Welt anhaltendes Interesse für die polnische Kultur zu wecken. Es wird entsprechend den Leitlinien der polnischen Außenpolitik in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern im internationalen Austausch sowie im Dialog mit dem Publikum umgesetzt. Bis zum Jahr 2023 führte das Institut in über 70 Ländern auf sechs Kontinenten Projekte durch. Organisator des Adam-Mickiewicz-Instituts ist das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen.

 

 

 

Titelbild: Strajk. Die Heldin von Danzig © Norbert Kuhröber & Maciej Lisiecki
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filmPOLSKA – Kunst im Kino: Breathe in,

BERLIN / 19:00 / Videoarbeiten und Performance zu Aspekten des Atems
15 09.2026 Film, Programm, Spezial, Theater

filmPOLSKA-Festivalabschluss: Hunting Flies 🗓

BERLIN / 18:30 / Special Screening zum Andrzej-Wajda-Jahr 2026 mit Preisverleihung & Get Together
16 09.2026 Film, Programm, Spezial, Vortrag

Cisza nocna / Night Silence 🗓

FRANKFURT (ODER) / 20:00 / Horrrorfilm von Bartosz M. Kowalski zum Viadrinicum 2026
27 08.2026 Film, Programm