12.11.2026 Literatur, Musik, Programm

Eröffnung von Polish Freedom Weekend mit Verleihung von Bene Merito und Konzert FIL ROUGE

Festivaleröffnung | Verleihung der Ehrenmedaille Bene Merito | Konzert
Donnerstag, 12. November | 19:00 Uhr |  Maxhaus, Schulstr. 11, Düsseldorf
Eintritt frei.
Anmeldung: duesseldorf@instytutpolski.pl | Stichwort: Opening

Die Eröffnung des Festivals widmet sich der deutsch polnischen Literaturvermittlung und der kulturellen Verständigung zwischen beiden Ländern. Im Mittelpunkt des Abends steht die feierliche Verleihung der Ehrenmedaillen Bene Merito an die Übersetzer Bernhard Hartmann und Renate Schmidgall. Im Namen des polnischen Außenministers Radosław Sikorski überreicht Gesandter Rafał Damian Sobczak, Direktor des Polnischen Instituts Düsseldorf, die Auszeichnungen. Damit werden zwei herausragende Persönlichkeiten geehrt, die sich seit Jahrzehnten für die Vermittlung polnischer Literatur im deutschsprachigen Raum einsetzen.

Bernhard Hartmann und Renate Schmidgall: Brücken zwischen den Literaturen

Bernhard Hartmann übersetzt seit 2001 literarische und geisteswissenschaftliche Texte aus dem Polnischen. Zu den von ihm übertragenen Autoren zählen Tadeusz Różewicz, Julia Hartwig, Adam Zagajewski, Tomasz Różycki, Hanna Krall und Lidia Amejko. Für seine Verdienste um die deutsch polnische Literaturvermittlung erhielt er 2013 den Karl Dedecius Preis. Für seine Übersetzung von Karolina Kuszyks Buch In den Häusern der anderen wurde er 2023 mit dem Sonderpreis des Riesengebirgspreises für Literatur und 2024 mit dem Georg Dehio Buchpreis ausgezeichnet.

Renate Schmidgall zählt zu den profiliertesten Übersetzerinnen zeitgenössischer polnischer Literatur. Seit 1996 überträgt sie Prosa und Lyrik ins Deutsche, darunter Werke von Wisława Szymborska, Adam Zagajewski, Paweł Huelle, Stefan Chwin, Andrzej Stasiuk und Hanna Krall. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Karl Dedecius Preis von 2009 und der Johann Heinrich Voß Preis für Übersetzung von 2017. 2025 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Heidelberger Übersetzerpreis Ginkgo Biloba für Lyrik geehrt.

„Fil Rouge“: Musik als Leitfaden durch die Sinne

Im Anschluss an die Preisverleihung präsentieren Elwira Ślązak und Jagoda Stanicka das Konzert „Fil Rouge“. Ausgehend von der verbindenden Kraft von Sprache und Literatur überträgt das musikalische Programm den Gedanken des kulturellen Austauschs in eine experimentelle Klangwelt.

Vier tibetische Klangschalen bilden den roten Faden der musikalischen Erzählung. Sie stehen symbolisch für den Fluss des Lebens und regen dazu an, über Bewegung und Veränderung, Chaos und Stillstand sowie die bewusste Wahrnehmung nachzudenken. Marimba, Klavier und elektronische Klänge verschmelzen zu einer pulsierenden Klanglandschaft, die Raum für persönliche Erinnerungen, Assoziationen und Erfahrungen eröffnet.

Die Künstlerinnen

Elwira Ślązak ist Musikerin, Perkussionistin und Marimbaspielerin mit mehr als zwanzig Jahren internationaler Bühnenerfahrung. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie in Polen und weltweit auf. Ihr Repertoire umfasst symphonische Konzerte, Soloabende, Kammermusik und interdisziplinäre Projekte. Sie konzertierte auf Festivals in Europa, Asien und Australien und ist als Jurorin bei internationalen Wettbewerben tätig. Ihre Ausbildung absolvierte sie an den Königlichen Konservatorien in Brüssel und Antwerpen.

Jagoda Stanicka, die unter dem Künstlernamen Jagodna auftritt, ist neoklassische Pianistin und Komponistin. In ihrer Musik verbindet sie klassische Einflüsse mit impressionistischen und minimalistischen Elementen sowie ausdrucksstarken Melodien. Sie studierte an Musikhochschulen in Warschau und Amsterdam und sammelte Bühnenerfahrung in Konzertsälen in Polen und Europa. Neben eigenen Kompositionen für Theater und audiovisuelle Projekte arbeitet sie mit Ensembles der alternativen Musikszene zusammen. Ihre Werke werden regelmäßig von polnischen und internationalen Radiosendern ausgestrahlt.

Mit der Verbindung von Literatur, kultureller Vermittlung und experimenteller Musik eröffnet der Festivalabend einen Raum für Begegnung und neue Perspektiven.
Er unterstreicht die Bedeutung der Kunst als Brücke zwischen Kulturen und als Impuls für einen Dialog über Freiheit und gemeinsame Erfahrungen.

Das Festival Polish Freedom Weekend steht unter der Schirmherrschaft von Marta Cienkowska, Ministerin für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen, Ina Brandes MdL, Kulturministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Medienpartner: Polnische Presseagentur (PAP).

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