11.02.2026 Diskussion, Empfehlungen, Literatur Zentralbibliothek, Schloßstr. 2, 01067 Dresden

Jan Kamienski: Verborgen vor den Augen des Feindes 🗺

DRESDEN / 19:30 / Buchvorstellung & Gespräch mit Andreas und Roswitha Hänel

Widerstand aus dem Inneren des Dritten Reichs


Moderation: Wolfgang Howald (Herausgeber)

Jan Kamienski, geboren 1923 in Poznań, nahm 1941 im Alter von 18 Jahren im geheimen Auftrag des polnischen Widerstands eine Arbeit in Dresden auf, fungierte dort als Verbindungsmann und blieb bis 1948 in Dresden. Das Buch mit deinen Erinnerungen gibt tiefe Einblicke in das Leben und Denken der Einwohner Dresdens unter der NS-Herrschaft, des polnischen Widerstands (z.B. der Armia Krajowa / Heimatarmee) u.v.m. – und es ist eine kleine Sensation.

Die Kindheit des 16-jährigen Jan Kamienski fand ein jähes Ende, als Polen am 1. September 1939 von Deutschland angegriffen wurde. Er trat dem polnischen Widerstand bei und ging 1941 nach Dresden, um die Arbeit im Untergrund fortzusetzen, Bulletins für die polnischen Zwangsarbeiterlager zu erstellen und durchreisende Kuriere zu beherbergen. Gegen Ende des Krieges wurde er für Zwangsarbeiten in Schlesien eingezogen, doch ihm gelang die Flucht aus Breslau zurück nach Dresden, wo er im Februar 1945 Zeuge der Zerstörung wurde. Nach Kriegsende studierte er an der Kunstakademie Dresden. 1948 gelingt ihm – nach der Flucht in die britische Zone – die Emigration nach Kanada.

Aufmerksam registrierte Kamieński die Stimmungen in der Bevölkerung Dresdens und überstand mit großem Mut gefährliche Situationen. Überraschend ist seine unvoreingenommene Sicht auf die Menschen, auf ein Volk also, das sein Land brutal unterdrückt hat. Kamieński erlebte Dresden nicht als „unschuldige Stadt“, aber er wusste zu differenzieren. Geholfen hat ihm, dass er Menschen kennenlernte, meistens Regimegegner, mit denen er sich anfreundete. Mit Franziska Ulich verband ihn eine besonders enge Freundschaft. Ihr Sohn Andreas Hänel und dessen Frau Roswitha entdeckten den Bericht, den Kamieński 2008 in Kanada kurz vor seinem Tod auf Englisch veröffentlichte.

Der auch in deutscher Übersetzung erschienene Text liefert eine persönliche, aber auch bemerkenswert objektive Sicht auf die Deutschen während der Kriegs– und frühen Nachkriegszeit in Dresden.

Wolfgang Howald war viele Jahre Präsident der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen e.V.

Veranstalter: Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen e.V. & Zentralbibliothek Dresden

Info: jankamienski.ca, verlag.sandstein.de, bibo-dresden.de, dpg-sachsen.eu
Eintritt: 9/6 EUR mit Benutzerausweis (Tickets), für Mitglieder der DPG Sachsen frei
Ort: Zentralbibliothek im Kulturpalast, Schloßstr. 2, 01067 Dresden



Fotos © Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen e.V.

 


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