Hier finden Sie eine Auswahl von Kulturinstitutionen, die von der polnischen Regierung finanziert werden:

 

Das Adam-Mickiewicz-Institut (Instytut Adama Mickiewicza / IAM) fördert die polnische Kultur im Ausland, indem es den internationalen Austausch zwischen polnischen und ausländischen Kulturinstitutionen anregt, künstlerische Veranstaltungen mitveranstaltet, Studienaufenthalte organisiert und die Präsenz polnischer Künstler/innen auf internationaler Ebene ermöglicht. Um diese Ziele zu erreichen, organisiert das Institut verschiedene Veranstaltungen sowohl offline (Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen, Konzerte und Festivals) als auch online.

Dank der Zusammenarbeit mit angesehenen ausländischen Institutionen konnte das Institut mit seinen Projekten bisher ca. 60 Millionen Personen in 70 Ländern auf sechs Kontinenten erreichen, darunter Großbritannien, Frankreich, Russland, Israel, Deutschland, Türkei, USA, Kanada, Australien, Ukraine, Litauen, Lettland, Estland, Ungarn, Tschechische Republik, sowie China, Japan und Korea.
https://iam.pl/en

Das vom Adam-Mickiewicz-Institut erstellte und betriebene Internetportal Culture.pl informiert über die polnische Kultur und wird täglich aktualisiert. Neben Informationen über Veranstaltungen, die in Polen und der ganzen Welt organisiert werden, sind dort auch zahlreiche Künstlerporträts, Rezensionen, Essays, Beschreibungen und Informationen über kulturelle Institutionen zu finden. Das Portal ist auf Polnisch, Englisch und Russisch verfügbar, erweitert wird es um Artikel in den asiatischen Sprachen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch erweitert.

 

Das Internationale Kulturzentrum in Kraków (Międzynarodowe Centrum Kultury / MCK) widmet sich der Geschichte, Kunstgeschichte und Architektur, dem Phänomen der Erinnerung, dem Schutz des kulturellen Erbes und allen damit verbundenen Aspekten. Durch seinen Beitrag zur internationalen Debatte über das Kulturerbe und seine Rolle in der heutigen Welt sowie durch seine zahlreichen Kontakte stärkt das MCK die Position Polens in der internationalen Gemeinschaft (u.a. UNESCO, V4, Barcelona-Prozess, Berlin-Prozess) und ist ein wichtiger Partner in der kulturellen und intellektuellen Zusammenarbeit. Das MCK organisiert häufig Ausstellungen und internationale Sommerkurse in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern aus Europa und den USA. Es organisiert das Stipendienprogramm Thesaurus Poloniae für ausländische Forscher/innen, welche die Kultur, Geschichte und das multikulturelle Erbe der Republik Polen und Mitteleuropas erforschen. Darüber hinaus bietet es ein Aufbaustudium im Fach Verwaltung von Kulturerbe an. Das MCK veröffentlicht zahlreiche Publikationen, darunter die polnisch-englische interdisziplinäre Vierteljahresschrift Herito. Vermächtnis, Kultur, Gegenwart. Das Zentrum ist auch Herausgeber der populärwissenschaftlichen Internet-Enzyklopädie Polnisches Petersburg und seine Bibliothek verfügt über zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zum Thema Kulturerbe.
mck.krakow.pl

 

Das Fryderyk-Chopin-Institut (Narodowy INstytut Fryderika Chopina / NIFC) ist das größte Chopin-Zentrum der Welt. Es fördert, schützt, erforscht und verbreitet vollständig und umfassend das Erbe Fryderyk Chopins. Die vielfältige Tätigkeit des Instituts knüpft an das Werk und Schicksal des Komponisten an – reich, mehrdeutig und herausfordernd für die nachfolgenden Generationen von den Zuhörern, Interpreten und Wissenschaftlern, die sich von der Person und ihrer Musik begeistern lassen. Das NIFC organisiert mit dem Internationalen Fryderyk-Chopin-Klavierwettbewerb einen der ältesten und renommiertesten Musikwettbewerbe der Welt sowie das Internationale Musikfestival Chopin und sein Europa. Darüber hinaus arbeitet das Institut mit anderen Chopin-Wettbewerben im Rahmen der Konferenz der Chopin-Wettbewerbe, einer Plattform für Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den Wettbewerbsveranstaltern, zusammen.
→ https://nifc.pl/en//

 

Das Hauptziel des Buchinstituts (Instytut Książki / IK) ist die weltweite Förderung der polnischen Literatur auf sowie die Popularisierung von Büchern und dem Lesen im eigenen Land. Das Institut informiert und regt Übersetzer/innen der polnischen Literatur an, polnische Bücher zu übersetzen, ausländische Verleger, diese Übersetzungen zu veröffentlichen, und die Organisatoren renommierter literarischen Veranstaltungen, mit polnischen Schriftsteller(inne)n zu kooperieren. Die Institution betreibt das Übersetzungsprogramm © Polen und betreut polnische Stände auf internationalen Buchmessen. Jedes Jahr wird ein herausragender Förderer der polnischen Literatur im Ausland vom Institut mit dem Transatlantyk-Preis ausgezeichnet.
instytutksiazki.pl

 

Die Nationale Filmothek – Audiovisuelles Institut (Filmoteka Narodowa – Instytut Audiowizualny / FINA) digitalisiert, sammelt, restauriert und promotet das polnische audiovisuelle Erbe. Überdies stellt es seine Archive zur Nutzung zur Verfügung und ist dadurch Partner von internationalen Projekten, welche in verschiedenen Kontexten digitale Archivbestände vertreiben. Das FINA verfügt in seinen Sammlungen, darunter eine einzigartige Sammlung von Vorkriegsfilmen, über die gesamten erhaltenen Werke der polnischen Kinematografie. Das Institut ist spezialisiert auf die Konservierung und Restaurierung von Filmen sowie auf die Koproduktion von neuen audiovisuellen Materialien (Filme, Radio- und Fernsehsendungen, Film- und Musikpublikationen). Als erstes Filmarchiv in Europa hat es den technischen Weg der 4K-Technologie beschritten. Es verfügt über zahlreiche Geräte und Software, welche für die in der polnischen professionellen und Amateurfilmkunst verwendeten Filmformate optimiert sind.
fina.gov.pl

 

Das Institut für Musik und Tanz in Warschau (Instytut Muzyki i Tańca / IMiT) unterstützt professionelle Musiker/innen, Tänzer/innen und Kulturinstitutionen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Es fördert die Entwicklung der professionellen Musik- und Tanzszene in Polen durch die Organisation des Polnischen Musik- und Tanzkongresses und von Veranstaltungen, die einen intensiven Erfahrungsaustausch ermöglichen. Darüber hinaus organisiert das Institut themenbezogene Konferenzen, Workshops und Schulungen für Profis in den Bereichen Tanz und Musik. Das IMiT erstellt Fachberichte und Gutachten, außerdem beteiligt es sich am Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen nationalen und internationalen Branchenorganisationen.
imit.org.pl

 

Das Zbigniew-Raszewski-Theaterinstitut (Instytut Teatralny im. Zbigniewa Raszewskiego / IT) widmet sich der Dokumentation und Förderung der polnischen Theaterszene. Das Institut fördert die öffentliche Debatte über das zeitgenössische polnische Theater und führt Forschungs- und Bildungsprojekte durch. Darüber hinaus entwickelt es langfristige und vielgestaltige Projekte im Rahmen einer permanenten inter- und supranationalen Zusammenarbeit von Forscher(inne)n und theaterinteressierten Künstler(inne)n aus mittel- und osteuropäischen Ländern. Das IT verfügt über das umfangreichste Archiv zur Sammlung und Dokumentation des zeitgenössischen Theaters aus Polen im Land. Es betreibt das größte ausschließlich dem polnischen Theater gewidmete Portal www.eteatr.pl, die polnisch-englische wissenschaftliche Zeitschrift Polish Theatre Journal und die Online-Enzyklopädie des polnischen Theaters www.encyklopediateatru.pl.
en.instytut-teatralny.pl

 

Das Museum der polnischen Geschichte (Muzeum Historii Polski / MHP) in Warschau präsentiert die wichtigsten Themen aus der Geschichte Polens mit besonderem Augenmerk auf die parlamentarischen Traditionen, Institutionen und Bürgerbewegungen sowie auf den Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit. Das Museum gestaltet den internationalen Ruf Polens und präsentiert dem ausländischen Publikum die polnische Geschichte und Kultur auf interessante und verständliche Art und Weise. Zu diesem Ziel beteiligt es sich am internationalen Dialog vor allem mit den Nachbarstaaten Polens. Die Institution versucht einen größtmöglichen Zugang zum kulturellen Erbe und zu wissenschaftlichen Ressourcen zu gewährleisten, um deren digitales Potenzial auszunutzen. Das MHP organisiert die Umfrage Historisches Ereignis des Jahres, um die Organisatoren, Schöpfer und Initiatoren der interessantesten historischen Projekte auszuzeichnen.
muzhp.pl

 

Das Nationale Kulturzentrum (Narodowe Centrum Kultury / NCK) initiiert und führt Bildungs-, Forschungs- und Schulungsaktivitäten zur Entwicklung und Förderung der polnischen Kultur durch. Es verwaltet die nationalen Zuschussprogramme, Stipendien- sowie Kulturprojekte und betreibt die Galerie Kordegarda. Das Zentrum betreut darüber hinaus großangelegte zyklische Projekte mit Kulturschaffenden aus Mittel- und Osteuropa. Beispiele hierfür sind das Festival East of Culture, das die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Städten Ostpolens und den Ländern der Östlichen Partnerschaft zum Ziel hat, sowie das Festival Eufonie – ein internationales Festival für mittel- und osteuropäische Musik, das sich auf die Tradition regionaler Gemeinschaften bezieht und Musik verschiedener Epochen und Stile präsentiert.
www.nck.pl

 

Das Nationale Institut für Architektur und Urbanistik (Narodowy Instytut Architektury i Urbanistyki / NIAiU) hat die Aufgabe, architektonische und urbane Kultur zu fördern, das polnische Architekturerbe des 20. Jahrhunderts zu pflegen und die öffentliche Wahrnehmung für diese Themenbereiche zu sensibilisieren. Darüber widmet sich das das Institut der Forschung, Ausstellungen, Bildungsprojekten und Publikationen. Eine der Hauptaufgaben des Instituts ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Architekten, lokalen Behörden und Nutzer(inne)n des öffentlichen Raums, um dessen Qualität zu verbessern sowie ein Gleichgewicht in seiner Entwicklung bzw. Kompromisse in seinem Entwurf- und Planungsprozess zu erarbeiten.
niaiu.pl

 

Das Nationale Institut für Erbe (Narodowy Instytut Dziedzictwa / NID) fördert das polnische Erbe sowohl in Polen als auch im Ausland. Es sammelt und vermittelt Wissen über dieses Erbe und schafft damit ein öffentliches Bewusstsein für dessen Wert und Erhaltung. Es erstellt Gutachten über mit Denkmälern verbundenen Aktivitäten, außerdem analysiert und kontrolliert es mögliche Bedrohungen des Kulturerbes. Das NID arbeitet mit zahlreichen internationalen Institutionen und Organisationen (einschließlich UNESCO) zusammen, die sich für die Erhaltung von nationalem Erbe einsetzen. Darüber hinaus koordiniert es die Anerkennung von Denkmälern als Denkmal der Geschichte, sowie das polenweit größte sozialpädagogische Projekt Europas Europäische Tage des Erbes – eine gemeinsame Initiative des Europarats und der Europäischen Union zur Förderung von Denkmälern.
www.nid.pl

 

Das Nationale Institut für Museologie und Sammlungsschutz (Narodowy Instytut Muzealnictwa i Ochrony Zbiorów / NIMOZ) sammelt und vermittelt Wissen über Museen und deren Sammlungen, außerdem gestaltet es die Standards im Bereich der Museologie und des Sammlungsschutzes mit. Darüber hinaus beteiligt es sich an der Entwicklung der polnischen Museenlandschaft und an der Vermittlung aktueller Entwicklungen im weltweiten Museumswesen in Polen. Das NIMOZ bemüht sich darum, herauragende Leistungen der polnischen Museologie auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Es gibt Publikationen heraus und führt Schulungen durch, um die berufliche Qualifikation von Museumsmitarbeiter(inne)n zu verbessern.
www.nimoz.pl

 

Das Nationale Institut für polnisches Kulturerbe im Ausland (Narodowy Instytut Polskiego Dziedzictwa Kulturowego za Granicą) POLONIKA erforscht, schützt und vermittelt das polnische Kulturerbe im Ausland. Die Projekte des Instituts wirken sich sowohl auf die Erhaltung des materiellen Kulturerbes aus als auch auf die Sensibilisierung der Gesellschaft für seine Bedeutung als wesentlichem Bestandteil des europäischen und des Welterbes sowie als identitätsprägendem Element. Ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit ist der Schutz des gemeinsamen Kulturerbes von Lwów (Lemberg).
polonika.pl

 

Das Polnische Filminstitut (Polski Instytut Sztuki Filmowej / PISF) hat die Aufgabe, Wissen über die polnische Kinematografie in der ganzen Welt zu vermitteln. Es steht in regem Austausch mit internationalen Partnern im Filmbereich, um Kooperationen zu initiieren und die polnische Filmindustrie zu fördern. Es bemüht sich darum, polnische Filme im Ausland verfügbar und in Form von Retrospektiven, Sonderschauen, Konferenzen oder Ausstellungen auf dem internationalen Markt bekannter zu machen . Das Institut vergibt Auslands-Stipendien, um Künstler(inne)n und Filmschaffenden die Teilnahme an Branchenveranstaltungen auf der ganzen Welt zu ermöglichen.
pisf.pl

 

   Das Nationalmuseum in Warschau (Muzeum Narodowe w Warszawie / MNW) sammelt, archiviert und konserviert Kulturgüter aus Polen und dem Ausland aus den Bereichen Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte und Numismatik und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum unterhält eine rege Ausstellungstätigkeit. Es organisiert Studienfahrten ins Ausland, die der wissenschaftlichen Forschung sowie der Vorbereitung von Ausstellungen mit ausländischen Partnern dienen. Als Verleiher von Objekten, Veranstalter von Ausstellungen, Herausgeber von Publikationen und Organisator von wissenschaftlichen Projekten hat das Museum mit zahlreichen Museen, Galerien und anderen Institutionen in Polen und auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Es kooperiert kontinuierlich mit ICOM (International Council of Museums) und CODART – einem weltweiten Netzwerk von Kuratoren und Kustoden niederländischer, flämischer, holländischer und belgischer Kunst mit Sitz in Amsterdam. Ein Beispiel für seine grenzüberschreitende Arbeit ist die Vorbereitung der Ausstellung „Polen. Die Kraft des Bildes“ gemeinsam mit Louvre-Lens, einer Filiale des Musée du Louvre.
www.mnw.art.pl

 

Das Nationalmuseum in Kraków (Muzeum Narodowe w Krakowie / MNK) ist Polens ältestes Museum. Seine Aufgabe ist es, durch die Vermittlung von Kunst aus Polen – im speziellen Krakauer Provenienz – und der ganzen Welt von nationalen und universalen Werten Zeugnis zu geben. Das Museum betreibt Digitalisierungs-, Bildungs- und wissenschaftliche Forschungsprojekte. Als erstes Museum in Polen erhielt es den Status einer Wissenschaftseinheit in einer Forschungsgruppe zu Kunst und künstlerischem Schaffen. Im Rahmen des internationalen Projekts „Kultur über Grenzen“ bietet sein Programm „Akademie für die Verwaltung von Kulturinstitutionen“ eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen  und Expertisen zwischen polnischen und georgischen Kulturinstitutionen. Ziel dieser Akademie ist der Wissenstransfer über gemeinsam erarbeitete Standards, strategische Lösungen der Museumsarbeit, die Verwaltung von  musealen Abläufen sowie den Schutz und die Verbreitung von Kulturerbe.
https://mnk.pl

Das Nationalmuseum in Kielce (Muzeum Narodowe w Kielcach / MNKi) bemüht sich darum, das ihm anvertraute Kulturerbe zu pflegen, einzigartige und attraktive Ausstellungen zu kuratieren, künstlerische, Wissenschafts-, Forschungs-, Bildungsarbeit zu betreiben sowie Publikationen zu erstellen. Das Museum beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen altpolnischer Porträts, Polens größte Sammlungen von Bildern Józef Szermentowskis und Porzellan aus Ćmielów sowie das einzige erhaltene Exemplar einer Schellack-Platte mit einer Sprach-Aufnahme des Schriftstellers Stefan Żeromski. Das Museum organisierte die erste interdisziplinäre Konferenz zum Thema „Museotherapie“ auf polnischem Boden. Ein Beispiel für seine internationale Vernetzung ist eine anlässlich des Henryk-Sienkiewicz-Jahrs erarbeitete Ausstellung über den Literatur-Nobelpreisträger.
https://mnki.pl

 

Das Nationalmuseum in Poznań (Muzeum Narodowe w Poznaniu / MNP) sammelt und konserviert Kulturschätze aus vielen und Generationen und Epochen, die von Wissen, Anstrengung und Leidenschaft zeugen. Es vermittelt Grundwissen über die Bedeutung von Geschichtsschreibung, Wissenschaft und Kultur, um damit ein Bewusstsein für Kognition und Ästhetik zu schaffen. Das Museum ist Ko-Organisator von Ausstellungen im In- und Ausland. Es verleiht den Jan-Lenica-Preis an herausragende Grafiker auf der ganzen Welt, welche einen ähnlichen Ansatz wie Lenica verfolgen, also bewusst die engen Grenzen der Vorstellung von der Arbeit einen Gebrauchsgrafikers überschreiten.
https://mnp.art.pl

 

Die Aufgabe des Nationalmuseums in Wrocław (Muzeum Narodowe we Wrocławiu / MNWr) ist es, Kunstschätze sowie ikonografische, fotografische und dokumentarische Materialien zu sammeln, welche mit der Kunst Schlesiens, Polens, der ehemaligen polnischen Gebiete in Südosten, Europas sowie des Nahen und Fernen Ostens und darüber hinaus mit Kunsthandwerk, Technologie-Kultur und Ethnografie im Zusammenhang stehen. Das Museum verfügt über eine der größten Sammlungen zeitgenössischer polnischer Kunst im Land, welche bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts reicht. Die Exponate umfassen alle Kunstgattungen von Malerei, Grafik, Skulptur, Glaskunst und Fotografie bis hin zu Konzeptkunst, Dokumentationen von Happenings sowie Videokunst. Es war Ko-Organisator des internationalen Projekts „Ganymed goes Europe“, welches die drei Kunstgattungen Malerei, Literatur und Theater miteinander verknüpfte.
→  https://mnwr.pl

 

Das Nationalmuseum in Gdańsk (Muzeum Narodowe w Gdańsku / MNG) sammelt Kunstdenkmale, ikonografische, fotografische und dokumentarische Materialien mit Bezug zu polnischer und ausländischer Kunst aus Altertum, Geschichte und Moderne, dazu ethnografische Materialien aus Pommern sowie aus dem europäischen und nicht-europäischen Ausland. Eine Perle der musealen Sammlungen ist das Triptychon „Das Jüngste Gericht“ von Hans Memling. Das Museum nimmt aktiv an internationalen Projekten in den Bereichen Forschung, Konservierung, Digitalisierung und Bildung teil. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit wurden u.a. Workshops für Künstler in Bagdad sowie ein Projekt zur fotografischen Dokumentation norwegischer und isländischer Kirchen organisiert.
http://www.mng.gda.pl

 

Das Nationalmuseum in Szczecin (Muzeum Narodowe w Szczecinie / MNS) realisiert seine Aufgaben durch die Präsentation seiner Sammlungen im Rahmen von Dauerausstellungen, die Organisation von Wechselausstellungen und unterschiedliche künstlerische Veranstaltungen, wissenschaftliche Konferenzen, populärwissenschaftliche Veranstaltungen sowie durch Bildungs- und Verlagstätigkeit. Als Institution mit großem öffentlichem Vertrauen bewahrt das Museum das Gedächtnis an die Vergangenheit und ist zugleich ein lebendiges Kulturzentrum – ein Ort, der aktiv an der Gestaltung eines historischen Bewusstseins und gesellschaftlicher Haltungen mitwirkt. Das Museum stiftet im Geist eines multikulturellen, grenzüberschreitenden Dialogs und internationaler Zusammenarbeit eine regionale, nationale und europäische Identität Westpommerns und seiner Bewohner, wovon das internationale Projekt „Gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft“ zeugt.
https://muzeum.szczecin.pl

 

Das Krakauer Salzminenmuseum in Wieliczka (Muzeum Żup Krakowskich Wieliczka) befasst sich mit der Bewahrung und Popularisierung der reichen Geschichte der Salzgewinnung in Polen, die als dauerhaftes Erbe der Menschheit betrachtet wird. Das Museum realisiert seinen Auftrag durch Sammlung, Aufbewahrung, Konservierung und Ausstellung von Kulturgütern aus der Geschichte des Salzsiedens und des Salzbergbaus sowie der Stadtgeschichte von Wieliczka und Bochnia einschließlich der Bergbautechnik, Geologie der Lagerstätten sowie Kunst und Ethnografie. Teil des Museums ist, neben der Dauerausstellung unter Tage auch das mittelalterliche Salzbergbauschloss, der historische Sitz der Bergwerksverwaltung. Das Salzbergwerk in Wieliczka wurde in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Das Museum ist besonders aktiv in den Bereichen Bildung, Forschung und Ausstellung.
https://muzeum.wieliczka.pl

 

Das Schlossmuseum Malbork (Muzeum Zamkowe w Malborku) hat die Aufgabe, die Denkmalsubstanz des Schlosskomplexes von Malbork (Marienburg) zu erhalten, der mit den ihm zugeordneten Schlössern in Kwidzyn und Sztum ein wichtiges Element des Kulturerbes ist. Zu den kostbarsten Sammlungen des Schlossmuseums zählen Objekte aus Bernstein, mittelalterliche architektonische Elemente, mittelalterlichen Skulpturen sowie die Waffen und Rüstungen. Das Schloss ist in die Weltkulturerbeliste der UNESCO eingetragen. Das Museum ist Mitglied der Vereinigung baltischer Schlösser und Museen. Die Institution realisiert internationale Bildungsvorhaben für Jugendliche und nimmt an internationalen Kooperationsprogrammen teil, z.B. am interdisziplinären Forschungsprogramm „Ökologie der Kreuzzüge“.
http://www.zamek.malbork.pl

 

Das Schlossmuseum in Łańcut (Muzeum-Zamek w Łańcucie) ist eine der schönsten Adelsresidenzen in Polen. Es ist berühmt für seine exklusiven Wohninterieurs und eine interessante Sammlung von Pferdefuhrwerken. Der Schlosskomplex ist von einem alten, malerischen Park im englischen Stil mit zahlreichen Pavillons und Wirtschaftsgebäuden umgeben, die einst eng mit dem Alltagsleben der Residenz Łańcut verbunden waren. Das Museum führt eine Reihe von Projekten durch, die sich mit der Erforschung, digitalen Inventarisierung, dem Schutz und der Popularisierung gefährdeter nationaler Kulturgüter im In- und Ausland beschäftigen, einschließlich der Zusammenarbeit mit Museums- und wissenschaftlichen Institutionen in der Ukraine. Darüber hinaus findet jährlich in den Räumlichkeiten des Schlosses und im Park ein berühmtes Musikfestival statt, an dem herausragende Künstler aus der ganzen Welt teilnehmen.
https://www.zamek-lancut.pl

 

Das Königliche Łazienki-Museum in Warschau (Muzeum Łazienki Królewskie w Warszawie) besteht aus klassizistischen Baudenkmälern und alten Gärten. Hauptaufgabe des Museums ist die Vermittlung der Geschichte und Kultur Polens durch die Betonung ihrer Verbindungen zur Geschichte und Kultur der Welt und die Popularisierung des Wissens über die Geschichte des Königlichen Łazienki-Parks, insbesondere über die Kunstsammlung von König Stanisław August. Die Institution veranstaltet das Projekt „International Gardens of Light“, das darauf abzielt, einzigartige historische Gärten und Museen aus der ganzen Welt zu fördern. Darüber hinaus führt sie in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern Projekte in den Räumen des Parks und der historischen Gärten durch. Sie betreibt das langfristige Ausstellungsprojekt „Exhibition of One Picture“, das es ermöglicht, herausragende Werke aus Sammlungen aus aller Welt zu präsentieren.
https://www.lazienki-krolewskie.pl

 

Das Museum im Palast von König Johann III. in Wilanów (Muzeum Pałacu Króla Jana III w Wilanowie) betreut Zeugnisse von König Johann III. Sobieski und von Stanisław Kostka Potocki. Indem es sie der Öffentlichkeit zugänglich macht, verbreitet das Museum Wissen über die Zeit der beiden Mäzene, pflegt die Werte der altpolnischen Tradition und prägt das bürgerliche Engagement im Hinblick auf die patriotische Verantwortung für das nationale Kultur- und Naturerbe. In Zusammenarbeit mit dem International Council of Museums (ICOM) beteiligt es sich aktiv an der Schaffung von Verfahren zur Bewahrung von Kulturerbe und fördert die Verantwortung von Kultureinrichtungen für ihr soziales Umfeld und die Landschaft. Das Museum unterstützt die Kulturdiplomatie durch die Organisation von Ausstellungen und Seminaren, die der Geschichte und Kultur Altpolens gewidmet sind, durch die Herausgabe wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Bücher in Fremdsprachen sowie durch ein Programm zur historischen Rekonstruktion – einschließlich der kulinarischen; dieses Programm wird von polnischen diplomatischen und kulturellen Institutionen im Ausland genutzt.
https://www.wilanow-palac.pl

 

Das Königsschloss in Warschau (Zamek Królewski w Warszawie) war Königsresidenz und Sitz des Sejms (des Parlaments) der Republik beider Nationen (Polen-Litauen). Das Schloss beherbergt eine der wertvollsten Kunstsammlungen Polens mit Gemälden von Rembrandt, Canaletto, Bacciarelli und Matejko. Die reich verzierten Innenräume versetzen die Gäste in die Zeit der Jagiellonen, des Hauses Wasa, des barocken Sachsen und des Königs Stanisław August zurück. Das Museum führt internationale Museumsprojekte durch. Darüber hinaus organisiert es Studienreisen und Vorträge zum Thema „An der königlichen Tafel“ – einer Verkostung historischer Gerichte.
https://www.zamek-krolewski.pl

 

Das Königsschloss und die Königsburg Wawel in Kraków (Zamek Królewski na Wawelu), der ehemaligen Hauptstadt Polens, war Jahrhunderte lang Sitz der Könige und ist ein Symbol der polnischen Staatlichkeit. Es besitzt eine wertvolle Sammlung von Gemälden, Grafiken, Skulpturen, Stoffen, Goldschmiedeprodukten, Militaria, Porzellan und Möbeln. Die Kammern beherbergen Wandteppiche aus der Sammlung von König Sigismund August sowie prächtige italienische Renaissance-Gemälde aus der Sammlung der Familie Lanckoroński. Das Museum macht seine Sammlungen dem Publikum in mehreren ständigen Ausstellungen im Schloss und im Außenbereich zugänglich. Es betreibt eine rege Ausstellungs-, Bildungs- und Konservierungsarbeit. Im Rahmen eines langfristigen internationalen Programms beschäftigt es sich mit der Erforschung und Rekonstruktion des gemeinsamen kulturellen Erbes der Ostgebiete der früheren Republik Polen.
https://wawel.krakow.pl

 

Das Nationale Technikmuseum in Warschau (Narodowe Muzeum Techniki w Warszawie / NMT) ist das größte technische Museum Polens. Sein Ziel ist es, für künftige Generationen materielle Zeugnisse zu bewahren, welche die Entwicklung der polnischen Technologie dokumentieren, die bis zu den Anfängen des polnischen Staates zurückreicht. Die Institution bemüht sich darum, den technischen Fortschritt begleitende Ereignisse faktentreu und objektiv zu beschreiben sowie die zeitgenössischen Errungenschaften und Transformationen des polnischen technischen Denkens darzustellen. Unter den wertvollen Exponaten, Fotodokumentationen sowie Konstruktionsplänen zahlreicher Maschinen und Geräte befinden sich die Chiffriermaschine Enigma und der Cadillac von Marschall Józef Piłsudski. Das Museum organisiert den Workshop „Begegnungen mit der Technikgeschichte“.
http://nmt.waw.pl

 

Das Museum der schlesischen Piasten in Brzeg (Muzeum Piastów Śląskich w Brzegu) widmet sich den schlesischen Piasten und ihren Traditionen auf dem historischen Gebiet Schlesiens und der Sammlung von Gegenständen, die mit der Vergangenheit der Stadt Brzeg und ihrer Umgebung verbunden sind. Neben seiner Ausstellungstätigkeit organisiert es Schulungen und Workshops, die sich an Kinder, Jugendliche, Studierende und Senioren richten. Diese Workshops dienen dem Erwerb und der Vertiefung von Kenntnissen über die Geschichte der Stadt, die piastische Vergangenheit Schlesiens, historische Quellen sowie die Interpretation von Werken der Gotik, Renaissance und des Barock und sollen das Publikum an die Sammlung des Museums heranführen.
http://zamek.brzeg.pl

 

Das Alf-Kowalski-Museum der Region Międzyrzecz (Muzeum Ziemi Międzyrzeckiej im. Alfa Kowalskiego) präsentiert Polens größte Sammlung von Sargporträts, Inschriften und Wappentafeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Hauptaufgaben der Institution sind das Sammeln und die Erforschung von Denkmälern und dokumentarischen Materialien mit Bezug zur Technik, Kunst und Archäologie der Region Międzyrzecz sowie des ehemaligen großpolnisch-brandenburgisch-schlesischen Grenzlandes der dortigen charakteristischen altpolnischen Bestattungsriten. Das Museum organisiert internationale Workshops im Rahmen des Comenius-Projekts, die sich der Multikulturalität des großpolnisch-schlesisch-brandenburgischen Grenzgebiets widmen.
http://www.muzeum-miedzyrzecz.pl

 

Das Nationale Meeresmuseum in Gdańsk (Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku / NMM) sammelt, konserviert und digitalisiert Denkmäler mit Bezug zur Schifffahrt, dem Boots- und Schiffsbau, der maritimen Malerei sowie der Fischerei und vermittelt Wissen über die Geschichte der polnische Seefahrt. Es führt wissenschaftliche Projekte zur Meeresarchäologie, Konservierung, digitalen Dokumentation und Rekonstruktion von Denkmälern durch. Das NMM beteiligt sich an der Arbeit des Komitees für das Kulturerbe im Ostseeraum (Baltic Region Heritage Committee). Es arbeitet aktiv mit Seefahrtsmuseen anderer baltischer Staaten zusammen und führt internationale Projekte durch, z. B. „Baltic Sea Region Integrated Maritime Cultural Heritage Management“ (BALCTICRIM) mit Schwerpunkt auf einem Raumentwicklungsplan für die Ostsee oder „Navis I“ und „Navis II“, die auf die Entwicklung einer Datenbank über die Denkmäler des ehemaligen Bootsbaus und frühmittelalterlicher Häfen abzielen.
https://www.nmm.pl

 

Das Kunstmuseum in Łódź (Muzeum Sztuki w Łodzi / MSL) konzentriert sich darauf, Werke aus seiner Sammlung in verschiedenen Kontexten zu präsentieren, progressive künstlerische Phänomene zu fördern und die Rolle der Kunst als wichtiges Element des gesellschaftlichen Lebens zu stärken. Diese Hauptaufgaben werden durch das Sammeln, die Konservierung und Erschließung der Sammlungen sowie durch die Umsetzung künstlerischer Projekte und weit verstandene wissenschaftliche, pädagogische und PR-Aktivitäten umgesetzt. Aufgrund der engen Anbindung der Geschichte des Museums mit der Geschichte der Avantgarde widmet sich das Museum insbesondere der Förderung progressiver künstlerischer Phänomene und der Zusammenarbeit mit ihren Schöpfern. Im Rahmen internationaler Kooperationen hat das Museum das Projekt „Creative Archives: Łódź – London“ durchgeführt. Mit diesem Projekts sollten ein Diskurs über moderne Methoden der Bereitstellung von Archiven angestoßen und bewährte Praktiken im Bereich der Archivierung und Digitalisierung von Artefakten, welche das Erschaffen von Kunstwerken begleiten, ausgetauscht werden.
https://msl.org.pl

 

Das Museum für moderne Kunst in Warschau (Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie) erforscht aktuelle Kunst und sammelt Kunstwerke. Die Sammlung zeitgenössischer Kunst des Museums stellt dynamische Phänomene und Prozesse dar, die sich lokal und global vollziehen. Sie bietet einen Raum für Begegnungen, gegenseitige Inspiration und Reflexionen, die über die Kunst hinausgehen, aber immer bei ihr ihren Anfang nehmen. Das Museum organisiert Ausstellungen, veröffentlicht Publikationen und führt Bildungs- und Forschungsprogramme durch. Es ist Mitglied von „L’Internationale“ – einem Zusammenschluss von Institutionen, die sich mit moderner und zeitgenössischer Kunst befassen. Im Rahmen dieses Projekts kooperiert es mit assoziierten Museen und anderen europäischen Institutionen.
https://artmuseum.pl

 

Die Nationale Kunstgalerie Zachęta (Zachęta – Narodowa Galeria Sztuki) in Warschau fördert zeitgenössische Kunst als wichtigen Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Die Galerie organisiert zahlreiche Wechselausstellungen. In ihren über 100 Jahre alten Räumlichkeiten wurden Werke von herausragenden polnischen und ausländischen Künstler(inne)n gezeigt, darunter Marlene Dumas, Zbigniew Libera, Tadeusz Kantor, Yayoi Kusama und Wilhelm Sasnal. Eine der Aufgaben der Galerie Zachęta ist es, die Ausstellungen im polnischen Pavillon auf der Kunst- und Architekturbiennale Venedig – einem der wichtigsten Kunstfestivals der Welt – zu organisieren und sie inhaltlich zu betreuen. Die Zachęta organisiert darüber hinaus Bildungsprojekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie gibt Bücher über die zeitgenössische Kunst heraus und sammelt Informationen über die polnische Kunstszene nach 1945.
https://zacheta.art.pl

  

Das Józef-Piłsudski-Museum in Sulejówek (Muzeum Józefa Piłsudskiego w Sulejówku) stellt die historische Figur Piłsudski vor und vermittelt von ihm vertretene Werte: Nationalstolz, Patriotismus, Aufopferung für das Heimatland und Hochachtung vor Traditionen. Das Museum rief den „Jugendrat des Józef-Piłsudski-Museums in Sulejówek“ ins Leben – das erste polnische Museums-Beratungsgremium, das sich aus jungen Leuten zusammensetzt. Mit diesem Gremium kommt es den Bedürfnissen junger Menschen in Kulturinstitutionen entgegen, die dort ihre eigenen Projekte mit Rückgriff auf die Museumsressourcen organisieren können. Darüber hinaus initiierte das Museum den „Dialog Zweier Kulturen“ – eine jährliche wissenschaftliche Konferenz im ukrainischen Kremenez. Anlässlich des 150. Geburtstages Piłsudskis erstellte das Museum die Ausstellung „Staatsmann Polens und Europas“, die im Ausland gezeigt wird.
https://muzeumpilsudski.pl

 

Das Johannes-Paul-II.-und-Primas-Wyszyński-Museum (Muzeum Jana Pawła II i Prymasa Wyszyńskiego) in Warschau vermittelt Wissen über Karol Wojtyła und Stefan Wyszyński. Es erzählt Geschichten dieser außergewöhnlichen Personen über ihre Kindheit, Familien, Berufung und ihren Weg innerhalb der Kirche. Mithilfe von Zitaten und Filmen erscheinen sie sie nicht nur als Hierarchen der Kirche, sondern auch als Lehrer aus Fleisch und Blut. Ihr Umgang mit Familientragödien, mit denen beide zurecht kommen mussten, ihre Reaktionen auf schwierige historische Ereignisse und ihr Verhalten gegenüber ihren Verfolgern sind in ihrer Universalität inspirierend. Das Museum arbeitet mit Museen und Forschungszentren in Italien zusammen, außerdem organisiert es internationale Studienaufenthalte mit.
https://mt514.pl

 

Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Gdańsk (Muzeum II Wojny Światowej w Gdańsku) sammelt und zeigt seine Sammlungen zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit besonderem Schwerpunkt auf dem Ort seines Beginns in Polen. Sein Ziel ist es, eine historische Narration zu entwerfen, mit deren Hilfe der Zweite Weltkrieg aus der Perspektive der Erfahrungen der Polen und Polens auf moderne Weise dargestellt werden kann. Insbesondere die Weltpolitik der damaligen Zeit und die Haltungen der Menschen zur Kriegsrealität und zum Alptraum der Besetzung Polens durch zwei totalitäre Regime finden dabei Berücksichtigung. Das Museum befasst sich darüber hinaus mit den Kriegsschicksalen anderer Länder, die an diesem größten bewaffneten Konflikt des 20. Jhd. beteiligt waren. Das Museum betreut internationale Ausstellungs-, Bildungs- und Kulturprojekte, darunter die Ausstellung „Million From Beyond the Ocean“, die internationale Konferenz „World Battlefield Museums Forum“ und Auslandsreisen von Kindern und Jugendlichen unter dem Titel „Changing Perspectives“.
https://muzeum1939.pl

 

Das Familie-Ulma-Museum über Polen, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten, in Markowa (Muzeum Polaków Ratujących Żydów podczas II wojny światowej im. Rodziny Ulmów w Markowej) stellt Polen vor, die während der deutschen Besatzung heldenhaft Juden geholfen und dabei nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben ihrer Familien riskiert haben. Darüber hinaus schildert das Museum die polnisch-jüdischen Beziehungen während des Holocaust und beschreibt das Schicksal der Familie Ulma aus Markowa. Es ist die erste Museumseinrichtung in Polen, die sich mit der Rettung der jüdischen Bevölkerung in besetzten Gebieten Polens während des Holocaust befasst. Das Museum organisiert internationale Studienaufenthalte und mobile Ausstellungen über den Holocaust, die polnisch-jüdischen Beziehungen und Polen, die Juden retteten.
https://muzeumulmow.pl

 

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim (Państwowe Muzeum Auschwitz-Birkenau w Oświęcimiu) sammelt die Überreste des Konzentrationslagers Auschwitz und die damit verbundenen Archivalien, sichert das ehemalige Gelände des KZs und gibt seine Geschichte an die nächsten Generationen weiter. Das Gelände des ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrationslagers wurde in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Im Museums ist das Internationale Zentrum für die Aufklärung über Auschwitz und den Holocaust (MCEAH) angesiedelt, das mit zahlreichen Institutionen aus der ganzen Welt zusammenarbeitet. Das Museum organisiert internationale, interkulturelle und interreligiöse Projekte in den Bereichen Bildung, Gedächtnispflege, wissenschaftliche Forschung sowie Archivforschung. Ein Beispiel für seine vielfältige Tätigkeit ist die „Internationale Sommerakademie“, an der Lehrer/innen und Pädagog(inn)en aus der ganzen Welt teilnehmen.
http://www.auschwitz.org

 

Das Staatliche Majdanek-Museum in Lublin (Państwowe Muzeum na Majdanku w Lublinie) ist weltweit das einzige Museum über Märtyrer, das noch während des Zweiten Weltkriegs entstanden ist. Es betreut die materiellen Überreste dreier Orte von NS-Verbrechen – vom Konzentrationslager Majdanek und den Vernichtungslagern Bełżec und Sobibór. Das Museum legt besonderen Wert auf die historische Bildung in Theorie und Praxis über die deutsche Besatzung der Region Lublin. Die pädagogische Tätigkeit des Museums basiert auf aktivem Erschließen und dem Lernen über die Geschichte anhand eines realen Ortes, an dem sie sich ereignet hat. Dazu gehören die Entwicklung von Fachprogrammen für Begegnungen und Workshops, die Organisation von historischen Workshops für Jugendliche, Studienaufenthalte für Erwachsene und die Durchführung internationaler Bildungs- und Geschichtsprojekte. Ein Beispiel für internationale Aktivitäten ist die Zusammenarbeit mit den Friedrich-von-Bodelschwingh- Schulen im Bieldefelder Stadtteil Bethel.
http://www.majdanek.eu

 

Das Stutthof-Museum in Sztutowo (Muzeum Stutthof w Sztutowie) befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Stutthof. Generationen von Mitarbeitern des Museums wurden zu Hütern des Gedenkens an Verbrechen und an das Leid Tausender Opfer. Um das kulturelle Erbe zu erhalten und zu schützen, werden Bildungs-, PR-, Ausstellungs-, Wissenschafts- und Dokumentations-Projekte durchgeführt. Im Rahmen des Programms „Das Schicksal der Polen in den deutschen Konzentrationslagern in Westeuropa“ sammelt die Einrichtung Dokumente und andere Erinnerungsstücke, welche das tragische Schicksal von Polen in den deutschen Konzentrationslagern in Westeuropa dokumentieren. Das Museum veranstaltet darüber hinaus unter dem Titel „Forum des Gedenkens“ regelmäßig stattfindende Konferenzen und Begegnungen von Museums-Fachleuten aus Polen und dem Ausland.
http://stutthof.org

 

Das Museum für die Geschichte der polnischen Juden POLIN (Muzeum Historii Żydów Polskich POLIN) zeigt die viele Jahrhunderte lange Geschichte der polnischen Juden. Die Hauptaufgaben des Museums bestehen darin, die Erinnerung an die Geschichte der polnischen Juden wiederherzustellen und zu bewahren, den Ideen der Offenheit, Toleranz und Wahrheit zu dienen und zu gegenseitigem Verständnis und Respekt zwischen Polen und Juden, den Gesellschaften Europas und der Welt beizutragen. Das Museum betreibt eine blühende Ausstellungs- und Bildungsarbeit. Im Rahmen seiner multidirektionalen Zusammenarbeit mit dem Ausland hat das Museum unter anderem eine Wanderausstellung mit dem Titel „Das Leben riskieren. Polen, die während des Holocaust Juden retteten“ erstellt, die in zehn Sprachen übersetzt wurde. Eines der Programme des POLIN ist das „Global Education Outreach Program“ (GEOP), welches internationale wissenschaftliche Workshops, Konferenzen, Vorträge und Seminare umfasst.
https://polin.pl/pl

                            

Das Jüdische Historische Emanuel-Ringelblum-Institut (Żydowski Instytut Historyczny im. Emanuela Ringelbluma / ŻIH) in Warschau beschäftigt sich mit der Geschichte der Juden, die seit Jahrhunderten in Polen sowie Mittel- und Osteuropa leben. Im Rückgriff auf die besondere und symbolische Bedeutung des Vermächtnisses von Emanuel Ringelblum besteht die aktuelle Aufgabe des Instituts darin, breit verstandene Forschung zur jüdischen Geschichte, Kultur und zum jüdischen Erbe innerhalb der polnischen und internationalen akademischen Kreise zu betreiben und diese auch außerhalb von davon bekannt zu machen. Das Institut sorgt für die Erinnerung an jüdische Kulturdenkmäler in ganz Polen und deren Dokumentation. Darüber hinaus engagiert es sich für die Zusammenstellung der größten jüdischen Bibliothek Polens. Das Institut arbeitet mit internationalen Forschungsinstitutionen zusammen, die sich mit jüdischer Geschichte, dem Gedächtnis an die Shoah und dem Ausstellungswesen befassen, und bietet die Möglichkeit, integrierte Bildungsprogramme und eine vertiefte Zusammenarbeit mit ausländischen Zentren auf der Forschungsebene durchzuführen.
http://www.jhi.pl

 


 

Übersetzung aus dem Polnischen & Bearbeitung: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig, Polnisches Insttitut Düsseldorf & Polnisches Institut Wien