8.05.2026 Programmarchiv Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig

Der Wiederaufbau geht weiter 🗺

LEIPZIG / 19:00 / Das Sächsische Palais und die Westfassade des Piłsudski-Platzes in Warschau – Geschichte und Zukunft

13. Poniatowski-Vorlesung / Klaus-Zernack-Colloquium on tour


Abschlussveranstaltung der Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944

Vorträge von Maria Wardzyńska (Pałac Saski Sp. z o.o.) & Tomasz Markiewicz (Vereinigung der Bewahrer des Kulturellen Erbes der Stadt Warschau / ZOK)
mit einem Kommentar von Arnold Bartetzky (GWZO)

Bei dieser Zusammenkunft mehrerer Veranstaltungsreihen geht es um nichts Geringeres als um das größte Bauvorhaben in Polen in historischer architektonischer Form seit dem Wiederaufbau der Hauptstadt und des Königsschlosses in Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Sächsische Palais in Warschau zwischen 1920 und 1925

Der Wiederaufbau des Gebäudekomplexes, der bis 1939 die westliche Front des Marschall-Józef-Piłsudski-Platzes bildete, d. h. des Sächsischen Palais, des Brühlschen Palais und dreier Mietshäuser an der Królewska-Straße, wird von der zu diesem Zweck gegründeten Gesellschaft Pałac Saski sp. z o.o. durchgeführt. Gemäß dem Gesetz vom 11. August 2021 über die Vorbereitung und Durchführung von Investitionen im Bereich dieses Wiederaufbaus soll die äußere architektonische Gestaltung der wiederhergestellten Gebäude dem Zustand vom 31. August 1939 entsprechen. Die Innenräume der Gebäude sollen jedoch den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer entsprechen und den gesellschaftlichen Erwartungen an die geplanten Funktionen gerecht werden.

Von Deutschen 1944 zerstörtes Sächsisches Palais, 1945 (Jan Bułhak)

Welche Bedeutung hat dieser für die Geschichte und Stadtplanung der polnischen Hauptstadt? Wie sieht die Geschichte dieser Gebäude aus? Welche Annahmen wurden bei der Vorbereitung des Wiederaufbaus getroffen? Welche Herausforderungen bringt die Umsetzung des Projekts mit sich?

Grabmal des Unbekannten Soldaten, 2010 (Alina Zienowicz)

Die Referent*innen:

Maria Wardzyńska ist Koordinatorin für wissenschaftliche Fragen in der GmbH Pałac Saski Sp. z o.o. Sie ist Absolventin des Studiengangs Archäologie an der Historischen Fakultät der Universität Warschau und Mitglied von Vereinigungen, die sich für Museologie, historische Architektur und Denkmalschutz einsetzen, darunter ICOM Polska (im Rahmen des Internationalen Museumsrats ICOM), INTBAU Polska (im Rahmen der Internationalen Vereinigung für traditionelles Bauwesen, Architektur und Stadtplanung INTBAU) und des Arbeitsgruppe der Hüter des kulturellen Erbes von Warschau „ZOK“ (Zespół Opiekunów Kulturowego Dziedzictwa Warszawy). Sie arbeitete mit dem Museum des Palastes von König Jan III. in Wilanów und dem Adam-Mickiewicz-Institut zusammen.

Der Journalist, Politikwissenschaftler, Historiker und Warschau-Kenner aus Leidenschaft Tomasz Markiewicz ist Absolvent der Fakultät für Journalistik und Politikwissenschaften der Universität Warschau und war Stipendiat des Deutschen Bundestags. Er beschäftigt sich mit der Geschichte Warschaus im 19. und 20. Jahrhundert. Der Autor zahlreicher Publikationen und Ausstellungen zu Warschau und zu deutsch-polnischen Themen arbeitet bei der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Warschau als Projektkoordinator mit Schwerpunkt auf historischen Projekten und kooperiert mit dem Haus der Begegnung mit der Geschichte in Warschau. Er ist Vorsitzender des Vereins „Zespół Opiekunów Kulturowego Dziedzictwa Warszawy” (ZOK, Arbeitsgruppe der Hüter des kulturellen Erbes Warschaus), einer der ersten unabhängigen sozialen Organisationen in Warschau nach 1981, die sich für den Erhalt der Warschauer Denkmäler und die Rekonstruktion wichtiger historischer Objekte einsetzt.

Prof. Dr. Arnold Bartetzky, geb. in Zabrze, studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Geschichte in Freiburg, Tübingen und Kraków, kurzzeitig auch Architektur an der Technischen Universität Berlin. 1998 promovierte er an der Universität Freiburg. Seit 1995 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 2011 Fachkoordinator für Kunstgeschichte am GWZO. Seit 1998 erfüllt er Lehraufträge, seit 2016 ist er Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen auf den Gebieten der Architektur, Stadtplanung, Denkmalpflege und Kunst, u. a. als regelmäßiger Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darüber hinaus ist er ehrenamtliches Engagement in Fachgremien auf den Gebieten der Baukultur und der Wissenschaftsförderung und seit 2017 Leiter der Abteilung „Kultur und Imagination“ am GWZO.


 

Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation mit dem Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des Klaus-Zernack-Colloquiums und dem Museum des Warschauer Aufstands

Veranstaltung auf Facebook
Info:
1944.pl, bverwg.de, palacsaski.pl/en, cbh.pan.pl
Eintritt: frei
Ort: Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig

 

 

 

 


Programm des Polnischen Instituts:

Polnisches Kino in Jena
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Kino am Markt, Markt 5, 07743 Jena
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