Spielfilm, R: Paweł Pawlikowski, PL/D/FRA 2026, 82 min, dt. Fassung
mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, Devid Striesow, Joanna Kulig, Marcin Masecki, Andrzej Kłak u.a.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/Main in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler.
Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar-prämierten „Ida“ und dem vielfach ausgezeichneten Drama „Zimna Wojna / Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet „Ojczyzna / Vaterland“ den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.
„Wie meine früheren Filme beschäftigt sich auch ‚Vaterland‘ mit den Wirren der Geschichte, mit dem Exil und mit unserem tiefen Bedürfnis nach Heimat und Zugehörigkeit. Außerdem verbindet der Film einen dramatischen historischen Moment mit einer ganz besonderen persönlichen Geschichte.“
(Paweł Pawlikowski)
Buch: Paweł Pawlikowski, Henk Handloegten
Kamera: Łukasz Żal
Szenografie & Innenaustattung: Katarzyna Sobańska, Marcel Sławiński
Maske: Waldemar Pokromski
Kostümbild: Aleksandra Staszko
Ton: Lars Ginzel, Tarn Willers
Schnitt: Paweł Pawlikowski, Piotr Wójcik
Produktionsleitung: Marcin Kupiecki
Der polnische Filmemacher Paweł Pawlikowski begann seine Karriere als Regisseur von preisgekrönten Dokumentarfilmen in Großbritannien, bevor er sich mit „Ostatnie wyjście / Last Resort“ (2000) und „Lato miłości / My Summer of Love” (2004) dem Spielfilm widmete. Beide Filme wurden mit dem BAFTA ausgezeichnet. Sein Film „Ida“ (2013) gewann als erster polnischer Film den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film und wurde zudem mit fünf European Film Awards geehrt, u.a. für den Besten Film, die Beste Regie und das Beste Drehbuch. „Zimna Wojna / Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ (2018) feierte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes, wo Pawlikowski mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wurde. Der Film erhielt danach drei Oscar-Nominierungen, darunter für die Beste Regie, und gewann 2018 fünf European Film Awards, u.a. in der Kategorie Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch.
Verleih: Neue Visionen
Presseheft als Download (3 MB)
Info: neuevisionen.de/de/filme/vaterland-196
Orte: Kinos in Deutschland
Fotos © Neue Visionen / Agata Grzybowska




