Fischer Fritz 🗺
Sprechtheater von Raphaela Bardutzky
Übersetzung der polnischen Passagen von Aleksandra Lukoszek
Sein Leben lang fischt Fischer Fritz frische Fische – wie schon sein Vater und sein Großvater. Doch nun, nach einem Schlaganfall, nicht mehr. Da muss er mühsam mit Sprachspielen die Worte wiederfinden. Nach langem Schweigen und wenigen Worten willigt er ein, dass eine polnische Pflegekraft bei ihm einzieht, die sich rund um die Uhr um ihn kümmert. Piotra hatte sich ihr Leben in Deutschland anders vorgestellt: Heimweh und Eintönigkeit durchziehen ihre Tage. Doch irgendwann kommen sich Pflegerin und Patient in ihrer Einsamkeit, dem Ringen um die neue und die verlorene Sprache und ihrem Wissen um in Vergessenheit geratene Fischrezepte näher. Ein Stück, das vom Überwinden der sprachlichen, kulturellen und auch persönlichen Barrieren erzählt und deutsch-polnische Kulturbegegnungen nahbar macht.
Mit Witz und Sensibilität erzählt Raphaela Bardutzky von den Herausforderungen des Altwerdens, von Care-Arbeit, Generationskonflikten und den vielfältigen Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, wenn sich Sprachen, Dialekte und Lebenswege unterscheiden. Die Autorin erhielt für FISCHER FRITZ, das 2021 beim Heidelberger Stückemarkt nominiert war, den Publikumspreis zum Förderpreis für Neue Dramatik an den Münchner Kammerspielen. 2022 gehörte Raphaela Bardutzky mit der Uraufführung des Stückes vom Schauspiel Leipzig zu den Gewinner*innen der Autor*innentheatertage am Deutschen Theater in Berlin. [Text: Staatsschauspiel Dresden, bearbeitet]
Dauer: ca. 1:40 h, keine Pause
Damian Popp (Regie)
Tanja Maderner (Bühne und Kostüme)
Jonas Schilling (Musik)
Timo Fischer (Lichtdesign)
Uta Girod (Dramaturgie)
Darsteller*innen:
Holger Hübner
Sven Hönig
Karina Plachetka (geb. 1975 in Strzelce Opolskie)
Veranstalter: Staatsschauspiel Dresden
Info: staatsschauspiel-dresden.de
Eintritt: 7–14 EUR (Tickets)
Ort: Staatsschauspiel, Kleines Haus 3, Theaterstr. 2, 01067 Dresden