Wem hören wir zu? Plurale Erinnerungen in Zeiten von Krieg und Autoritarismus 🗺
Gespräch mit Iris Edenheiser (Direktorin des Deutschen Hygiene-Museums Dresden) und Małgorzata Kopka-Piątek (Institut für Öffentliche Angelegenheiten / ISP, Warschau & Kollegium Östliches Europa, Wrocław)
Moderation: Ernest Kociszewski (Kollegium Östliches Europa, Wrocław)
in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Erinnerungen sind nie nur ein Blick zurück: Sie prägen, wie Gesellschaften ihre Gegenwart verstehen und ihre Zukunft gestalten. Zum Abschluss des Internationalen Runden Tischs 2026 richtet das Kolegium Europy Wschodniej (KEW – Kollegium Östliches Europa Wrocław) den Blick auf die Erinnerungen der Vielen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden der Konferenz werden zentrale Perspektiven, Erfahrungen und Fragen der Konferenztage in einer Abschlussdiskussion zusammengeführt: Welche Geschichten werden gehört, welche bleiben unsichtbar? Und welche Bedeutung hat eine plurale Erinnerungskultur in Zeiten von Krieg und wachsendem Autoritarismus?
Małgorzata Kopka-Piątek ist freiberufliche Wissenschaftlerin und Aktivistin. Sie arbeitet für das College of Eastern Europe in Wrocław/Wojnowice und ist Vorstandsmitglied sowie leitende Analystin am Institut für Öffentliche Angelegenheiten. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in unterschiedlichen Funktionen in europäischen und internationalen politischen Projekten. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem gesellschaftlichen und politischen Engagement von Frauen sowie auf feministischer Außenpolitik. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Vereins „FemGlobal. Frauen in der internationalen Politik“.
Begleitet wird das Closing von einer Performance der ukrainischen Künstlerin Zlata Zhuravlova, die Lyrik und Musik miteinander verbindet und der Veranstaltung somit einen bewegenden persönlichen Abschluss verleiht.
Vom 8. bis 10. Oktober 2026 wird Leipzig beim Internationalen Runden Tisch „Democratic Memories. Democratic Futues“ zum internationalen Treffpunkt für Demokratie und Zivilgesellschaft. Über 70 Vertreter*innen aus Europa und aller Welt diskutieren in Runden Tischen und Podiumsgesprächen über demokratisches Zusammenleben in Zeiten globaler Krisen, zivilen Widerstand und seine Rolle für gesellschaftlichen Wandel (und seine Rolle für eine offene Gesellschaft) und Zusammenhänge ökologischer, politischer und gesellschaftlicher Transformationen.
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation mit dem Kolegium Europy Wschodniej (KEW – Kollegium östliches Europa Wrocław) und der Stiftung Friedliche Revolution
Info: revolutionale.de/news/veranstaltung/wem-hoeren-wir-zu-plurale-erinnerungen-in-zeiten-von-krieg-und-autoritarismus
Eintritt: frei
Ort: Beyerhaus, Ernst-Schneller-Str. 6, 04107 Leipzig
Foto: Runder Tisch im polnischen Präsidentenpalast (2019) © Wikipedia / Dawid Drabik / CC BY-SA 3.0 PL